Einzelbild herunterladen

Oießemr Anzeiger

Mnzeige- und Kmtsbtatt für den Kreis Kießen

1S7O.

Mittwoch den 12. Citobci

Nr. 123

1(j W-Dsrl

Preis vierteljährig 1 fl-12 fr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 27 fr.

(VOGLER -Expedition. n Main, im I. Stock. !. 50; iirasse. 46: rg, 29; :uer Markt, 11;

7, Königshaus; Ktnse, t ?sse, 1 i rabtiylrasse. 13;

Mulird, 2.

------ . rz, . Ä werden noch f.rtwährend sowohl bei der Expedition, Canzleiberg B. 1, als auch Hilf Ven GieHeNek ANZttgek bei auen PostExpeditionen und den Land-Postboten entgegen genommen.

V ö Die bereits erschienenen Nummern werden nach;eliefert.

Abonnenten, welche den Anzeiger bei der Erpedition abholen lassens erhalte, denselben pro IV. Quartal 1870 zu 1 fl.

Erscheint täglich, mit Aus­nahme Montags.

Erpedition: Canzleiberg Lit. B. Nr. 1.

Ueber den Fortgang der Organisation des Widerstandes tn Frankreich schreibt dieKöln. Ztg.": Am weitesten zurück mit der Organisation ist Mittel- und Nord-Frankreich. Im Letzteren hat man erst vor einigen Tagen damit be­gonnen. Die 15 Millionen, welche der Generalrath de- Nord - Departements votirt, werden größtentheils zum Ankauf von Waffen benutzt. Die Kanonen werden in Lille fabricirt, und die Gewehre kauft man in Belgien. Ein gewiffer Bör ot aus Lille ist mit dieser Operation betraut, und eS ist ihm bereits gelungen, eine bedeutende Anzahl von Gewehren aufzutretben. So kaufte er in Antwerpen 15 000 Stück, welche für Süd-Amerika bestimmt waren. Diese Gewehre werden alle in kleinen Partien über Vie Grenze geschmuggelt. Man benutzt dazu die Bauern, die für jedes Stück, welches sie htnüberfchaffen, 5 Frcs. erhalten. Em Theil der Gewehre, welche die französischen Soldaten bei Sedan wegwarfen man spricht von 40,000 Stück sollen ebenfalls über Belgien nach dem Nor­den Frankreichs geschafft worden sein. Man reparirte sie vorher in Belgien. Der- theidigungSanstalten trifft man im Norden auch. Man befestigt nämlich einige Städte, wie z. B. St. Etienne, und legt Verhaue an.

Bei dem gegenwärtigen Stand der Dinge in Rom sind die von dort em- treffendcn Nachrichten über die Lage der Dinge, über Stimmungen und Ent­schlüsse des heil. Vaters und seiner Rathgeber nur mit größter Vorsicht aufzu- nehmen, namentlich wenn dergleichen Mittheilungen den Weg über Florenz ge- nommen haben. Wir geben deshalb die von derGazetta del Popolo" gebrachte

kommen mögen. .

DieSemaine", ein in Lyon erscheinendes katholisches Blatt, gibt den Franzosen den Rath,Gebete an die Jungfrau Maria zu richten, damit siehinter- venire und den französischen Armeen die nöthige Kraft verleihe, um die preußischen Ketzer, welche heute die Christenheit bedrohten, wie es vor dreihundert Jahren die Türken gethan, aus Frankreich hinauswerfen zu können".

Nach einer getroffenen Bestimmung sollen solchen verwundeten und kranken Ofsicieren und Beamten der Feldarmee, welche auf ärztliche Anordnung zu ihrer Heilung einer außerhalb eines Lazareths vorzunehmenden Cur sich zu umer- riehen genöthigt sind, für den Fall ihrer Bedürftigkeit aus Staatsmitteln Bei- Hilfen bis zu 100 Thalern, außerdem aber den Umständen nach auch noch em Vorschuß von 50 Thalern gewährt werden.

Der Generallieutenant Herkt, welchem das Commando der Artillerie der sämmtlichen vor Paris besindlichen Belagerungstruppen übertragen worden, hatte 1866, mit der oberen Leitung der Artillerie des VI. Armeecorps betraut, die Beschießung von Königgrätz mit besonderem Erfolge geleitet.

Die Indrp. beige" vom 7. October bringt zwei Correspondenzen aus den französischen" Departements. Die eine aus Poitiers vom 28. September bestätigt, daß die Bauern durchgehends der Republik feindlich feien. Die andere aus Mar­seille, vom 1. Oktober, sagt, daß die Bewegung der Rothen die Verteidigung lähme, da die Männer der Ordnungspartei nicht geneigt sind, dem Feinde ent­gegen zu gehen, während sie nicht wissen, was hinter ihrem Rucken etwa pas-

Deutsche ohne eine einzige Ausnahme sich eimg sind tn dem Gefühle, daß e- jetzt gilt, unser Volk auf die Stufe zu heben, welche emzunehmen es von der Vorsehung bestimmt ist. Bis heute sinv ungefähr 50,000 preußische Thaler m den La Plata Staaten gezeichnet worden, und wird sich diese Summe mit der 3eit wohl verdoppeln, wobei zu beachten ist, daß laut der Volkszählung im vo- rigen Jahre in der argentinischen Republik kaum 5000 Deutsche leben, zu wel­cher Zahl etwa noch 2000 in dem uruguayischen Freistaate lebende Landsleute

'fjjeij.Crlt1111*'

d gkfW" 16, j* m W111

-t» hiesiger Anstalt sind mehrere Wärterstellen mit einem jährlichen Lohn von 150 fl. bei vollständiger freier Station sofort zu besetzen. GeeKte Lv?rber wollen sich, wo möglich persönlich, baldigst bei uns melden. Alter unter 40 Jahre, lediger Stand und nute Zeugnisse werden vorausgesetzt. ,

6 Hosheim am 8. October 1870. Großherzegliche Direktion des Landeshospitals.

* Dr. Sehrt. ___________

'"sie.

,bfm uch » ..Meiliin« ,8® s Mn 1 ctoagerin

Schn«!

».Mw: ,e" in ein raftn. u® n

ober 1870.

'cn ^inter­nen.

Bekanntmachung.

, elm Walther IV. von Daubringen ist als Feldschütze für die G-markung Heibertshausen verpflichtet worden. Gießen den 10. October 1870 Großherzogliches Kreisamt Gieien.

' Dr. (Selbmann.

DieN. A. Z. schreibt: October.

Endlich eine theilweise Klärung der Situation in Oisterreich. Der böh- l wilcbe Landtag hat gestern einstimmig (die 73 Deutschen hatten vor der Ab. tm- mfl den Saal verlassen) , die neue Adresse an den Kaiser angenommen, tn neltber dir Wahlen in ven Reichsrath nochmals enlfchteeen abgk ehnt und nur . bit Bereitwilligkeit zu weiteren Verhandlungen über dte Rnntegrirung des boh- wischen St^atsrrchte« ausgesprochen wird; daraus hin ha. der Obrrst anom-r cha dr» Landtag aus allerhöchste Anordnung al« vertagt erklärt und h ute bringt die Wiener Jtg." ein noch vom 5., also dem Tage der gestrigen Abstimmung in Prag, datirte« kaiserliches Patent, durch welche» die AuSschrewung dir«lei^Wah- im im Königreiche Böhmen angeordnet wird. Gleichzeitig ist auf Grund em laiserltchen Bestimmung der ReichSrath bi« 7. November vertagt worden. Da­mit jst also eine Pause in dem parlamentarischen Gezanke eingetreten, da« b-rel« der ganzen Welt zum Ekel zu weiden begann; daß indessen in tm 0=lr°ffenen «nordnuna-n auch -in- Entscheidung liege, wird von b-.den Setten lebhaft . s,ritten Den Verfassungstreuen ist allerding« durch die Deeretirung d recter Wahlen in Böhmen und durch die Vertagung der Session bi« »um Eintreffen Ur deutschböhmischen Abgeordneten - die czechischen Bezirke werden doch »ich wählen, - eine ungemein wichtige Concession gemach worden d bas Uebergewicht in der diesjährigen Delegatton sichert. Aber die ^overau ren ltgen nicht mit Unrecht großes Gewicht auf den Umstand, daß der bohmtsche Landtag nicht aufgelöst, nur vertagt worden ' ^^^r oder später die Der- diese Thatsache mit unerschutterter Zuversicht, daß früher ® JP _-bn

ändlungen über da« böhmisch- Sta-.S'-ch. doch wieder ausg-nomm n wurdrn «nb wird im ganzen Reich, kaum einen Menschen geben, welch M hauptung apodiktisch al- unbegründet zuruckweisen konnte. Daß e b g^ - während der bevorstehenden parlamwn*aiflWen f ° P ^ben diesmal ienseit« der L.itha nicht an ausregender Discusston s.b>- Rücktritte de« He ungarischen Blätter gesorgt, indem sie di ch rerinnctunfl brachten.

ä,?Ä'ÄS! "J 7

S SÄÄ iffTÄJÄ

Präsident in Kärnthen, zum Landeschef i ,ntlid)cn Sinne des Wortes, von Summer ernannt worden, beide Beamte tm eigentliche b (orflen kat.

denen da« Ministerium politisch- Opposition °°"?^Bumo« ApttS, 31. August, v-r ^ieg^wflchen^Dmtschland und Frankreichdi^ großt-^Aus. 'M mäSSSS st Sffi

n ehemal. fiet-, f-- im ja^r M! rundkigenthM, 'bezahll und bit1 °er von 25,000ft. I >lbar sind, wirb! nn Kapital Don! o Segen Hhpo-1 lesucht. - Wenn mfln auch lammt: I tn. - EeMge I n die Annoncen- I tein S* Dogler j

(43o5) |

empfiehlt sich eränietn m : \, lvrvn aui -n Pelzgrgen- i auf gan; neue das Oieschmack- 5 sacs'llhrt.

Tel;, Zimmermann cm Lchützenhof.

aller j(

u"9 in.

183, |

rDr^ht