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Kriegsnachrichten.

-m° weitere Zu- Poris verweigerte und die' Bttheiligung d-s Elsasses und Lothringens an de«

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Nach einem Feltpostbriefe aus dem Füsilier-Bataillon des 76. Regiments wurden am 27. Oct. Mittags die Gesandten Rußlands und Nordamenka's durch französische Generalstabs - Offiziere an unsere Vorposten gebracht, um PanS zu verlassen. Es war ein sehr interessanter Zug, einige zwanzig Lagen mit Damen und Herren. Die 10. Compagnie des genannten Regiments holte sie aus der Vorvostenkette und gab eine Escor.e von 30 Mann bis Boissy. Von dort tour* ken sie durch eine Ulanen-E-corte nach Versailles gebracht. Diele sprachen Deutsch, besonders die jungen Damen. Letztere schilderten den Zustand in Paris schrecklich. Sämmtlich sahen sie recht vergnügt aus. . -

Verstllles, 7. Nov., 10 Uhr 30 Min. Ab. Nachdem die französische Re­gierung durch Thiers erklärt hatte, das deutsche Angebot eines Waffenstillstandes

den ^^ovem r^f st^^^b^ Verschiffungen von Waffen und Kriegsmaterial nach Frankreich ihren ungestörten Fortgang. Der ^^iosifche DampterS. Laurent", welcher New-Jork am 19. v. M. verließ, nahm 100,000 Infanterie, gewehre nebst den dazu gehörigen Patronen nach Havre mit. Von, den Gewehren war nur etwa der vierte Thnl Hinterladungswaffen, der Rest bestand «uS Vor­derladern verschiedener alter Systeme. Die Herren Smith und Wesson .n Springfield haben per Kabel eine Ordre für 20,000 Pistolen aus Frankreich er batten9 Es soll jedoch noch nicht das Beste fein, was an Waffen nach Frank­reich geht, da nur die unsaubern Shoddy'S, welche noch aus dem amerikanischen Kriege in schlechtem Geruch stehen, sich zu den Lieferungen drangen.

Aus Bombay wird unter dem 3. Nov. gemeldet, daß der Sultan von Zanzibar mit Tod abgegangen fei. Nachrichten aus China zufolge war die Lage der Dinge in Tientsin fortwährend eine unbefriedigende. Dem Vernehmen nach hat Herr Wade um Mannschaften und Gewehre nachzesucht, um die europäische Niederlassung regelmäßig durch Patrouillen bewachen zu lassen.

Wörde und die Ehrenbezeigungen eines Souveräns , der die Gastfreundschaft Qtifkn« aeniekt 3) Es werden ihm mit dem Rechte der Immunität etn^r ?Ä : Äiite d-s Batirans und Laterans, die Kirche Santa Maria Mag. alore und die Billa von Castel-Aondolso. 4) Die religiösen Körperschaften und d e odte Hand sind abgesch fft, doch bleiben die Generale oder Ches« der »er- Weden n Ort bestehen, sowie einige specielle Institute, welche für dm Dienst d7. Papstes nothig sind. 5) Die Institute werden ihren Sitz tn der,C.ta Leo- j haben ohne daß jedoch dadurch irgend eine Souveränität oder Jurisdiction über diesen Staottheil implicirt^ werde. 6) Die italienische Regierung wird für alle nöchlgen Ausgaben sorg ei römisches Telegramm vom 5.,

wonach e Quirina, dem Papste Zufällen und den Jesuiten freistem> oll, au eiaene"Hand ein große- Seminar zu eröffnen. Da« Telegramm laut , En ^noito Sarro des CarvinalvicarS ist an den Kirchthuren angeheftet, w $ Keane de« Quirinals und Collegium Romanum al- g-lost erschetnen läüd Der Quirinal wird al« päpstliche R-sioenz erklärt unc mit Extern- torialitätsrechte bedacht; im Collegium Romanumwird einN' *'

Ueber die Sitzung der spanischen Cortes vom 3. wird aus SJiabrit 0emelbet. Prim bedauert die Folgen der Hohenzollern'fchen Candtdatur, und schlagt den Herzog von Aosta als Throneandidaten vor. Castelar beantragt , der 9iegterung eine* Stirne zu ertheilen, weil selbe ohne Ermächtigung der Cortes einen Candt- daten gesucht habe. Er begreift nicht, wie es nach dem Kriege noch Monarchisten geben Wune. Der Antrag Castelar's wurde mit 122 gegen 44 «Stimmen ver- worsen. Rosas, Topete, Figueras und Binader verlangen eine Erörterung über die bezüglichen diplomatischen Aetenstücke. Di« Haus beschloß mit 101 flc9cn 55 Stimmen den Schluß der Depatte. Der Präsident setzt die KontgSwahl aus

rulässia, wähienv sie im andern Falle, wenn man

Jnter-sse der Deutschen eigentlich erwartet werden mußte, eine Annahme de« Waffenstillstandes durch die provisorische Regierung als zweifelhaft erscheinen muss . Im Uebrigen hält das leitende Blatt den WaffenstiUstandsvorschtag an sich für veriöbntich und selbst großmüthig und nimmt denselben Mit Befriedigung al« ein!? Beweis hin, daß im Rache König Wilhelms die politischen Rücksichten über die militärischen das Uebergewicht erlangt haben.

Professor Max Müller in Oxfort hat an dieTime«

en: zuvor will die itaittn,,a>e orrgierung ,V

ollziehen und sie hat, wie au« Florenz unterm 5. gemeldet wird,

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Tnnr« 7 November. Da« Totalresultat de« Pariser PlebiSeit« beträgt Tours, 7. Kov-m-er. , $({ ^.h^hl Ctr neugewählten Maire« gehört der repupiitantteyen yane. u.i, wie Corbon, Arnaud, Bautrain. Auch Anhänger d r Commune sind gewählt, so Tirard, Bouvalet, Mottu, Clemeneeau. - Da« Journal ossiciel" bemerkt zu den letzten Berhastungen, die Regierung wolle die Vorgänge vom 31. Oetober mit Vergessenheit bedecken. Wettere U-ntriebe die am 1 November hervorgetreten seien und den Frieden der Republik bedrohten, müßten eine gerichtliche Untersuchung herbeiführen, welche bereit« begonnen habe und schleunigst werde beendet werden. Ein Rundschreiben de« Justizm.nister, Crümieux verbietet die willkürliche Einkerkerung obr,greulicher P"s°"^

Hamburn, 5. Nov. Da« in Chnstiania eingetroffene Dampfschiff »North ?Star" passi-te am 29. October 80 englische Meilen außerhalb Sezel« ein große« Rutsches Postdampischiff; eine halbe Stunde später begegnete e« einem aus der Verfolgung des Postdampffchiffe« mit sollet Dampskrast fahrenden französischen

Nov, Abends. Nach Nachrichten von Helgoland kamen heut. UM 10 Ubr neun große feindliche Schiffe westlich in Sicht.

Brüssel, 7. November. DieLiberte" inftnutrt, daß dte ^-sandten Ruß- land« und Oesterreich« möglicherweise Tour« verlassen wurden wenn d.e Waffen- stillstands,Verhandlungen, wie da« Gerücht wissen will, abgebrochen werden.

Brüssel, 7. Nov, Abend«. DieJndepenvance» fugt der officiellen Mel. duna des Scheiterns der Waffenstillstandsverhandlungen noch hinzu, baß Moltke sich im Kn^rathe dem Zugeständniß auch nur einer eintägigen Verproviantirung ÖDlt ^Brüssel? 7^ Rov. Das neueste hier eingetroffeneJournal de Pans" sagt: Ein Waffenstillstand ist für uns weit vorteilhafter als für die deutsche Armee. Würden wir ibn zurückweiscn, so bewiesen wir damit nur, daß wir noch nichts Zierat haben, daß wir Alles wieder vergessen haben, und daß wir gerade so blind sind, als es das kaiserliche Gouvernement an dem Tage war, wo eS an Preußen den Krieg erklärte, ohne dazu weder militärisch noch politisch vorbereitet f/mden 1U fein." -Gombat",Reveil",Patrie er tanger" erklären sich aeaen den Waffenstillstand, während sich alle übrigen Pariser Tageblatter für den Wafrensiillsianv mehr oder minder entschieden aussprechen.

Brüssel, 7. Nov. Der PariserTempS" vom 2. Nov. legt dem preußischen WaffenstiUstandsvorschlag großen Werth bei. Dieser Vo'schlag, sagt daS Blatt, ist bisher das einzig glückliche Factum, das wir seit Sedan anzufuhren wußten. Das ist noch kein materieller, aber jedenfalls ein moralischer Sieg für und.

Brjisjel 8 Nov. In Reims, Chalons, Epernay und Sedan finden täg­lich Reibereien zwischen Franzosen und Deutschen statt. Viele junge Leute reisen

Telegramme, welche aus Rouen, Amiens und Havre an die hiesige Emigration einlaufen, zeugen von der großen Furcht, welchevor den Ausschreitungen des Pöbels angesichts des ScheiternS der W^"st.vstandsv^hand^ lungen und der Annäherung deö Feindes herrscht. Hauptsachlch scheint in den merkantilen Kreisen von Havre die gedrückteste Stimmung obzuwalten.

Brüssel 8. Nov. DieCorresp. Havas" meldet:Seit den Ereignissen des 31. Octoder hat die Regierung ihren Sitz nicht mehr im Hotel ve V'lle,^ der Lärm ter ab- und zuftrömenden Volksmassen sie tn f *

tritt jetzt zu ihren Sitzungen in dem einen oder andern Ministerium rufammen Der Cdef des Cabinels der nationalen Vertheidtgung blieb allein . H de Ville zurück, um die eingehenden Meldungen entgegenzunehmen.

Di ön 4 Nov. Die Stadt Dijon hat bei ter Erstürmung durch dl Ba- benfer am 30 Oct ziemlich bedeutend, doch glücklicher Weife nicht so arg gelitten, o - die Anfanas den Anschein hatte. Nur in der Boxstadt sind mehrere Dutzend H uftr gkn u7°bg'?rannt Da« Gefecht war ein sehr blutiges und sind befon. per- auch viel? Franetireurs, gegen welche unsere Truppen besondere Erp,^

terung hatten, dabei erschossen worden. Sehr viele Fxanet,xeur«banden haben sich

.............................äÄSÄÄrsÄiÄÄ SftSÄ'ÄS Ä-Wg ...: 5 fiSÄ 5- WÄSTÄ SSÄrSM ' DieTime«» erörtert die Frage, was der Staus quo ».^11 bedeute, uni 5 Uhr »u W.«t ^obtl((arten p Westen« preußische Plänkler. Im

hält eine Auffassung dieser Worte ,m sranzosensreunt-Itchen S>nn^i mcht oh> f a^st » Ibet Dijon hinau«gegangen. Man hatsichzwffchen

"..,sra fie im andern Falle, wenn man dieselben so auslege, als ,rn U|ten i; ® geschlagen; der Sieg soll uns verblieben fein. E N The,!

ter eindl.chen Garnison von Dijon soll plötzlich nach Auxonne abmarsch.rt fern- Die Einschließung von Belfort scheint vollständig zu sem.' A

7. November. Eine Depesche der Regierung aus Vendome vom 6 p A°envs meldet, daß na» Ballonnachrichten aus Pari« die Regierung den

z a Alle Trocku war aber nach Versailles zurückgekehrt, nicht nur n cht ermächtigt, den vorlegen würde, jovaid das yanam,». f v^tschen Vorschlag anzunehmen, sondern er hatte vielmehr den Besedl abzubrechen.

Territorial-Souveränetät des PapstesÄ »dichaft > Versailles, 7. Nov., Abends. Nach Pnva.m.tthe.lungen aus Pans .st Jules Favre mit der Mehrzahl seiner Collegen für d.e Wahlen und für denl durch TbierS vermittelten Waffenstillstand gewesen; Trochu zedoch, welcher dagegen agt- Urte hat i^ine Ansicht durchgesetzt. - In Folge der mH den zwe. Ballons er- beuteten Coerespondenzen au« Pari« ist von Seiten des deutschen Obereomman. vo« ein allgemeine« Verbot ergangen, irgend eine Person au« Par,« heraus oder nach Paris^binein zu lassen. Die fünf in den Ballon« gefangenen Personen sind Ot ,i9iciim89686"gZo».ifi,einWO(5rl,a6 de« General. Gouverneur« »on Sotbeingen ordnet an, daß die Maire« Listen aller nach französischem Geietze Melitarpstichti- qen, sowie aller Männer unter 46 Jahren aufstellen muffen und daß, fall« em in der Liste eingetragenes Individuum heimlich oder unmotivirt abrerst, die Elt . , Vormünder ode? Familie desselben 50 Franc« Strafe per Individuum für »eden

daß Deutschland Gebietstheile im Repressalienwege annect.re, zige Rechtfertigung einer Annexion den Umstand, daß sie zum .

vient Frankreich, sagt er, wird auch ohne den Elsaß bleiben was eS war. Peln- ^-7 b «2 638 Nein

ysräftlS? ÄTÄ»#-* n Schwieiigkeit viel geringer sein als geglaubt wird. ß bi t

Wie derBirmingham.Post" aus London berichtet wird, hat da« Cab>n t in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, im Parlament den Antrag zu stellen, der Prinzessin Lo?iise anläßlich ihrer Bermählung mit dem MarquiS v. Lorne außer einer Mitgift von 30,000 Pfd. Steel-, ein ,ahrliches Nadelgeld von 6000 P,d. Steel ju bemiUigen. Der Marquis soll in de» Herzogsstand "doben w°rd«n und einen Sitz im Haufe der Sorte« erhalten. Wie verlautet, beabsichtigt die Königin eine Verordnung zu erlassen, «eiche dem Prinzen Christian von Schles^g- Holstein und dem Marquis v. Lorne nach seiner Erhebung zum Herzog, den Vor tritt bei Hose, hinter den königlichen Herzögen, verleiht.

In Liverpool wurde gestern vor der St. Georges-Halle eine Reiterstatu der Königin V-ctoria feierlich enthüllt. Das StantbilD, au« Sronce seferbSt ist ein Seitenstück ju Der Statue de« Prinz Albert, die kürzlich dort ausqestell worden. Beide Statuen sind vom Bildhauer Shornepcrost gefertigt und >ede kostet