Ausgabe 
10.11.1870
 
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Nr. ISO

Donnerstag den 10. November

1871

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(3724)

B e k L n n t m a ch u n a

Betreffend: Das Kreis-Ersatz-Geschäft für das ^adr is-ri

im 3<5f)T 1851 0eBornelt Militär.

Werksgesellen, Lehrbursche, Dienstboten, Fabrikarbeiter^ oder in ähnliche/ Eigenschaft sich ankbalten ^'^?^k^^eamte, Handlnngsdiener, Lehrlinge, Hand-' ' S ammrolle m der Zeit vom 1. bis zum 15. D-c-mber I. I b.^d BürLmei^ behufs Eintragung ihrer Nam?n in bi

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®,e6en- den 8- November 1870. Großherzogliches Kreisamt Gießen. \ -

I. V. d. K.:

---------------------------- Kekul 6, Kreis - Assessor.

v r .... o v kka n n tmach una, -----------

d>e gesetzlichen Forderungen an Studirende aus dem Sommer Semester 1870 h,tr^

Die in diesem Sommer entstandenen gesetzlichen Forderungen an -rr 7 me'ier 18'U betreffend.

ftctrter Rechnungen zur Anzeige gebracht und längstens bi/ zum 12 November 291 September d. I. mittelst sperr-

den rhnen durch Art. 136 der Statuten zugewiesenen Vorzug verlieren. 6' 3 3 nb ^macht werden, widrigcnsalls dieselben

Großen, den 19. August 1870. Großherzogliches Universitäts-Gericht.

--- H aberkor n.

Bestellungen auf den Giesteuer Anzeiger ÄlÄWSMr«*«'. .....

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Geruchtsweise wird gemeldet, daß die französische provisorische Regierung -u Pariö der Vereinigten-Staaten-Regierung die Insel Martinique und die gesamm- ten französischen Besitzungen in Westindicn zum Kauf angeboten hat. Der dafür geforderte Preis soll zwischen 7 und 10 Millionen Dollars betragen.

Der König Victor Emanuel scheint sich zu seinem Einzug in Rom zu rib

Die Erfolge Preußens sind in der überlegenen Anzahl, der strengen Dis- eiplm ferner Armee und der vermittelst des Princips der Autorität ausgeübten Herrschaft in Deutschland zuzuschreiben. Mögen unsere unglücklichen Landsleute in der Gefangenschaft während ihres Aufenthalts in Preußen wenigstens davon Nutzen ziehen, indem sie das achten lernen, was einem Lande Stärke verleiht baß Achtung vor der Gewalt, Gehorsam dem Gesetze gegenüber und der miltta- rische, wie patriotische Geist alle Interessen und alle Meinungen beherrschen. Sicherlich, der Kampf war ein ungleicher, aber er würde länger behauptet worden und weniger verhängnißvoll für unsere Waffen gewesen fein, wenn die militärischen Operationen nicht unaufhörlich politischen Rücksichten hätten untergeordnet werden müss n. Wir wären auch besser vorbereitet gewesen, wenn die Kammern nicht beständig den Wunsch geäußert hätten, das Kriegsbudget zu reduciren unv sie Nicht immer jeder Maßregel zur Vermehrung der nationalen Streitkräfte opponirt hätten. Vierzehn Tage vor der Kriegserklärung drückte die Budgetcommission im gesetzgebenden Körper die Absicht aus, die kaiserliche Garde zu unterdrücken und die Effektivstärke der Armee zu reduciren. Diesen Hauptursachen unserer Nieder' lagen ruhen sich die beklagenswerihen Gewohnheiten an, welche durch die Kriege in Afrika in der Armee sich eingebürgert hatten. Mangel an Dirciplin, Mangel an Zusammenhang, Abwesenheit von Ordnung, Uebertreibung des von den Sol­daten zu tragenden Gewichts und Quantität der OfsizierSbaggage das sind tie Mißbräuche, die sich in unsere Armee eingeschlichen haben. Der französische Fußsoldat, früher notorisch wegen der Schnelligkeit seines Marschirens, ist schwer­fälliger als der deutsche Infanterist geworden. Unsere Offiziere und Soldaten scheinen nicht länger mehr stolz zu sein, ihre Uniform zu tragen, und der Mi'ch- majch der Kostüme macht auf das Auge einen peinlichen Eindruck. Diff^ abandon tn ter andren Haltung spiegelt sich in ollem Andern wieder. Nirgends beaeanet man dlejer Regelmäßigkeit, dieser Pflichtliebe und Selbstverläugnung, welche die rj en Lugenden derjenigen sind, welche befehlen und welche gehorchen. Mit einem

Unter dem Titel:

lation von Sedan führten. Von einem dem Generalstabe attachirten Oifiziere" erscheint demnächst in Brüssel eine Broschüre, die von Napoleon 111 während seiner Gefangenschaft auf Wilhelmshöhe diktirt worden ist. Der londoner Figaro" welcher sich die Correcturbogen ter Broschüre zu verschaffen gewußt, veröffentlicht dieselbe in wortl eher Uebersetzung. Es ist ein höchst interessantes Schriflstück, dem Wir folgende Stelle entnehmen:

- r -o.. --- in welcher

tonr l'k n- eo"9c die Autorität in Frankreich stark und geachtet . e Constitution der Armee eine bemerkenswerthe Solidität dar: als

@XC^e2 $rlbl,nt und ter Prisse gestaltet wurde, die Autorität tu M0?d,e 81 tEr Kn'ik und der Insubordination einzulühren,

Elchesst/ Är®' 0 »Gott g-be, daß das fürchterliche Drama e,nc L-h" für die Zukunft dienen und unser Land sich "°n der Catastrophe, die es zetzt überwältigt, wieder erholen möge!" ©lirrih1, ®rtI i,wo f,rn.8ieferun9 der Tutlerieen-Doeumenie befindet sich ein ;-h*t b ^°uher s, worin derselbe dem Kaiser anräth, sich den Preußen gegen-

ISSs'^rürfL^ ,U S6a,c en' Unt wa« die Presse anbelangt, auf da- Regime von zuruckzukommen. Ein anderes Dokument constatirt, daß der Kaiser nach roüc hiOU 6(8 ^?^an, der bekanntlich beim Staatsstreich eine HaupO

mit 150 000 it"'n T1* Ober-Commandant von Paris seine Schulden M t^O^.^uucs bezahlen mußte. Die Summen, welche Magnan vom Kaiser b^bielt, müssen nach Millionen berechnet werden.

sch-« 91p!p FaJl,er,Rp<nion Zonale veröffentlicht folgendes, etwas sehr komi- i 3m Namen der beschimpften Menschlichkeit! Im

ramen der verletzten Gewissensfreiheit! Im Namen des verkannten Rechtes und der verkannten Gerechtigkeit!!! werden die BBr. Wilhelm I., König von Preußen und Fn dr.ch Wilhelm Nikolaus Karl von Preußen, Kronprin? aufqeÄrT ten 29_ Oclober 1870, um 7 Uhr Abends, im Freimaurer - Loeal der h a ' !Lau 3 fn "öencr Person oder in der Person eines Vertreters, fleae^fie^r^'h l|1' *u erWe'ntni um H» gegen die von der Pariser Freimaurerei ,8A,n fröobene Anklage des Meineides zu verantworten. Falls sie sich nicht ernan^"' IaITe"' wird ihnen ein Bertheid,ger von Amts wegen

ernannt und so verfahren werden, wie es die freimauerischen Gebräuche vorschrei. den. D ... . vor Paris, am 21. October 1870.

, ^cr von Paris, Haußmann, ist am 31. Oct. ganz gemüth.

worden nnCr Montboron bei Nizza eingetroffen, aber sofort verhaftet