3957) Der Unterzeichnete, welcher als Führer des hiesigen Sanitätscorps 14 Tage bei Metz thätig war, und sich gerade bei ; -er Hessischen Division überzeugt hat, wie sehr dieselbe in vielfacher Beziehung Mangel leidet, geht auf Wunsch hiesiger Einwohner zum Kriegsschauplatz zurück, um unserem 2ten Regiment ein Transport Liebesgaben zu übermitteln. In Folge dessen wird baldigst zur Abgabe (längstens Montag früh) von Cigarren, Tabak, Chocolade, Fleischertract, Spirituosen und Geld (zu zweckmäßigen Ankäufen) an
' ihn gebeten. Dr. W. Simon,
_____________________ bei Advocat Kraft, Seltersthor.
(Marschkarte nach Paris.) Als eine der vorzüglichsten Karten vom Kriegsschauplätze glauben wir die kürzlich von Carl Eugen Ritter bei Stahel in Würzburg erschienene Karte der Nheinlande empfehlen zu dürfen; bis Ulm und Paris sich hinausstreckend, berücksichtigt sie insbesondere die Gebirgszüge, sowie die Straßen und Eisenbahnen. In der vorliegenden neuesten Auflage sind auch die Grenzen von Elsaß und Lothringen in Farben hervorgehoben und ein kleiner Plan von Paris beigegeben. Die Schrift ist trotz der großen Reichhaltigkeit sehr deutlich, der Preis von 36 kr. oder 10 Sgr. überaus billig.
Bitte um wollene Unterjacken.
3952) Viele Verwundete bitten seit einigen Tagen um wollene Unterjacken und wir möchten deshalb den drei Lazarethen eine Anzahl zur Verthei- lung zustellen und glauben dabei auf die Unterstützung der wohlthätigen und vermögenden Familien unserer Stadt hoffen zu dürfen. Wir werden also recht dankbar sein, wenn uns zu den bereits angefertigten wollenen Unterjacken auch nur einige neue oder alte noch brauchbare zugestellt werden.
Für das Material-Comite:
Landmann, Pfarrer.
Kriegsnummeril der Gartenlaube.
Die Nr. 36 bringt folgende Beiträge: Die Thurmschwalbe. Erzählung von Levin Schücking. (Fortsetzung). — Ein Dutzend von einer Million. Mit den Por- traits der Befehlshaber der zwölf norddeutschen Armeecorps: I. Edwin Freiherr v. Manteuffel. II. Eduard Friedrich v. Fransecky. III. Constantin v. Alvens- leben. IV. Gustav v. AlvenSleben. V. Hugo Ewald v. Kirchbach. VI. Wilhelm v. Tümpling. VII. Heinrich Adolph v. Zastrow. VIII. August v. Goeben. IX. Gustav v. Man-, stein. X. Constantin Bernhard v. Voigts-Rhetz. XL Julius v. Bose. XII. Kronprinz Albert v. Sachsen. — Eine Recognoscirung auf der Unter-Elbe. Von unserem Special- Correspondenten A. Dk. (Schluß.) — Am Grabe der Mutter. Mit Abbildung: Ain Grabe der Königin. Originalzeichnung von C- Schaal. — Carl Wilhelm vor zwanzig Jahren. — Blätter und Blüthen: Die falschen Gerüchte über die Arreti- rung dreier Deutschen in Bordeaux. — Die unblutige Eroberung einer Stadt. Mit Abbildung: Lieutenant von König erobert mit drei Husaren Saarge- münd. Nach einer Originalzeichnung, eingesandt von unserem Berichterstatter Horn im Hauptquartier. — Erich Mosen. Von A. Schwartz. — Ein Unterstützungstag. — Der große Schweiger. Mit dem Portrait des General v. Moltke, Chef des großen Generalstabs der deutschen Armee. — Kleiner Briefkasten. — Für die Verwundeten und die Frauen und Kinder unserer unbemittelten Wehrleute. — Die Franzosen drei Tage auf deutscher Erde. Von Conrad Herrmann in Saarbrücken. — In der Weißenburger Gartenlaube. Mit Abbildung von Prof. Paul Thumann. — Die Deutschen Amerikas in der Kriegsfrage. Von Theodor Kirchhoff in San Francisco.
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nährer im Felde stehen
desgleichen für solche Familien aus der Pfarrei Londorf 50
Das Geld wurde zur bestimmungsmäßigen Verwendung weiter befördert.
Gießen, den 8. September 1870.
Dr. Goldmaun.
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Denselben.
Marie Johanna Fischer,
hlosser auf der des Bürgers und Schneidermeisters, Georg Hartmann Ba-IFffcher, eheliche Tochter, alt 4 M- 16 T.,
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Die Pfarrgeschäfte in der nächsten Woche 1 besorgt Pfarrer Landmann.
(Hierzu zwei Beilagen.)
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Bei dem Unterzeichneten ging ein:
von Frciherrn Adalbert v. Nordeck zur Rabenau zu Friedelhausen, für die deutsche National-Jnvaliden-Sttstung zu Berlin 100 fl., für die Familien aus der Pfarrei Kirchberg, deren Er
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Denselben. Dem Bürger zu Steinbach und Maschinenwärter auf der Main- Weser-Bahn dahier, Friedrich Schneider, eine Tochter, Marie, geboren den 27. Juli.
Denselben. Dem Bürger zu Braunfels und Instrumentenmacher dahier, Jacob Schellenberg, eine Tochter, Louise Caroline Friederike Emma Wilhelmine, geboren den 14. Juli.
J'rifdjbäcfter zu gießen.
Sonntag den 11. Septbr. Georg Busch am Kreuz. Daniel Rühl am Rath- haus. Hermann Spies in der Wallthor- straße.
Den 8. September. Christiane Jo- hannette Marie Julie Schneider, des verstorbenen Bürgels, Küfers und Wirths, Ludwig Schneider, eheliche ledige Tochter, alt 43 I. 6 M. 16 T., gestorben den 6. September.
Kirchliche Anzeigen.
Evangelische Hemeinde zu Hießen.
Gottesdienst»
Am 11. September. Morgens: Pfarrer Landmann. Nachmittags: Pfarrer Dr. Seel. (Sonntag den 18. Sept, soll das h. Abendmahl gefeiert werden.)
gestorben den 1. September.
Den 6. (September. Karl Haun aus Rudolstadt, alt 30 I., gestorben den 4. September.
ter auf der Gepäckexpedition der Cöln- Gießner Bahn dahier, Martin Kröcker, eine Tochter, Anna Gertraud, geboren den 16. August.
Denselben. Dem Bürger und Schlosser auf der Cöln-Gießner Bahn dahier, Wilhelm Meinhardt, eine Tochter, Louise Margarethe Georgine, geboren 2. August.
D enselb en. Dem Bürger zu Alt- Buseck und Schneidcmüller dahier, Johannes Benner, ein Sohn, Heinrich Martin, geboren den 16. August.
Beerdigte.
Den 2. September. Marie Karo- line Sophie Dorothea Henriette Winter, des Oberlieutenants im Großherzoglichen II. Jnfanterie-Regimente dahier, Ludwig Winter, eheliche Tochter, alt 9 M. 17 T-, gestorben den 1. September.
39' Aahr durch "U o flenen sowie
Denselben. Dem Bürger und Arbei-
G etaufte.
Den 4. September. Dem Bürger zu Bad Nauheim und Schlosser auf der Main-Weser-Bahn dahier, H....________ O..-
bei, ein Sohn, Heinrich, geboren den 20. August.
392< der ti fltbtn uns Berw Will, bfnu tenAj . Äer terß q
Elfter
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T51. Dietrich «t Comp.
in Cassel.
1) Wir besorgen Annoncen in alle hiesigen und auswärtigen Zeitungen, Journale, Coursbücher etc.
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Die Pflegerinnen in den hieflgen MiUtärlazarcthcn.
In einem Darmstädter Blatte, das mit dem so segensreich wirkenden Alicen-V er ein in näherer Verbindung steht, ist gesagt worden, daß in den Gießener Spitälern sich drei Pflegerinnen befänden. Und es ist wohl begründet, daß sich einige Pflegerinnen hier befinden, welche von jenem Verein ausgebildet, mit passender Bekleidung versehen worden und erst noch vor Kurzem ansehnliche Baarunterstützung erhalten haben, wie das recht und billig ist, da die Klinik dvch nichts weiter als Wohnung und Verköstigung bieten kann.
Aber außer diesen Pflegerinnen befinden sich sowohl in der Klinik und Thurnhalle als auch in den neuerbauten Baracken eine große Anzahl freiwilliger Pflegerinnen, welche, durch Herrn Geh. Med.-Rath Wern her flWehernt, die übernommenen Pflichten mit Eifer und Hingebung ausüben. Es und von hiesigen angeseheiicn Bürgern? die öhiw^de"Eiitschadmuli^die^Pfleq^ der verwundeten^ Kämpfer für das Vaterland übernommen haben und Tag und Nacht nicht ermüden in dem so schweren Berufe. Freilich ist es leicht die Nase zu rümpfen darüber, daß sich junge Mädchen von Bildung Arbeiten unter- ztehen, die sie im Vaterhause nicht zu verrichten brauchten. Jeder aber, der em Herz hat für die bedauernswerthen Opfer des Kriegs nstrd die Hingabe dieser Damen um so höher schätzen, da nur die weibliche Hand die Sorgfalt anzuwenden versteht, die Lage der Leidenden zu erleichtern. Sei darum auch den freiwilligen Pflegerinnen Dank gezollt für das Opfer, das sie bringen, und möge ihr Beispiel noch Andere veranlassen, sich dem eben so schweren als segensreichen Berufe zu widmen, da weitere Hülfe wohl noch nöthig werden wird.
Ein Bürger.
Bekannt in a ch n n g.
~ r & 15. der Telegraphenordnung für die Correspondenz auf den Linien des Telegraphen-Veieins rc. von 1868 hat der Aufgeber einer Depesche das Recht dieselbe ^/e-s^^udwen. In diesem Falle wird die Depesche von allen Stationen, welche bei be3iebunfl5roeife Aufnahme Mitwirken, vollständig kol- ruri rJe Bestimmungsstation sendet dem Aufgeber telegraphilch unmittelbar rtHftArtCrp1 8 Än bcn Adressaten ober nach der Abgabe an die Wciterbesölderungs-
«.^"e Rückmeldung nut genauer Angabe der Zeit, zu welcher die Depesche beni Adressaten, beziebungswene der Weiterbeförderungsanstalt zugestellt worden ist «. . Die Einführung der recommandilten Depeschen hatte den >Zweck dem corresvon- direnden Publikum ein Mittel zu bieten, bie ffia^Wweit rin er corfeOen uK mrl /lIun8Je,ney Depeschen an den Adressaten, so weit dies bei der Natur der telenrrr- phischen Betriebsmittel überhaupt zu erreichen ist, zu vermehren Erfahrung
recommandirte Depeschen jedoch nur in sehr geringer Zahl mifßeqcbe»0 uiutlc Depesche2°tC fur ble Recommandation gleich derjenigen für die eigentliche rinr rnrr?rtpUH ?em .s°^spondirenden Publikum ein ferneres Hülfsmittel zu bieten sich
Übermittelung seiner Depesche, — so weit es thunlich und nöthig ist -- pr Ä/nm.L°£kDom 11 ^.Ullr c;,on versuchsweise im internen Verkehr das Recht n 11rh^1 nC2inifTanb!5un8' ^vlb /olches durch 15 der Telegraphenordnung gewährt ist und eÄ ^?nps^P 'n Geltung bleiben wird, dahin erweitert roeiben. boß ber Miifneber aer d)kt ift^hiP Ortc innerhalb des Norddeutschen Teleg?aphengebietes
bie Bortheile der Recommandation auf einzelne Theile seiner Depesche be-
°One lU ftin' d°s doppelte bet @e|ammttaEe 3u
BuchfL'SÄstaW^
Rm?dtCßrfiiffpnmrtCrUn8 CV vorzugsweise für nothwendig hält, damit die Depriche chren
d-s Adke uErstrich-^ Wort «c. e„.st°Ut in d" Hände
rjm Falle bei Verstümmelung nicht unterstrichener Marli' s,pi
'«"""'"^Depeschen werden t°r.°n°die Aebüh7-7Lcht1ÜriLrsta L
«erlin, den 13. Jun. 1869. Der B»„deska.,zler.
Im Auftrage:
D c l b r ü ck.
3944) Auch für das 4. Quartal d. I. erscheint wie bisher zwei Mal in einer Morgen- und Abendausgabe die
Abonnement X 4 f Inserate
für den norddeutschen Bund, y CI H V II (8 l5 in dieser über alle Welt- Süd-Deutschland und ganz , theile verbreiteten Zeitung
Oesterreich bciallen Post- kosten 2\’2 Sgr., Reclamen
Anstalten 3 Thlr. 5 Sgr. per Petitzeile.
In ihren täglichen Leitartikeln und Öriginal-Correspondenzen von dieseits und jenseits des Oceans einen entschieden lieberalen und nationalen Standpunkt vertretend, verbindet sie damit ein reichhaltiges Feuilleton in Originalarbeiteu der tüchtigsten literarischen Kräfte und eine Börsenhalle, welche in volkswirthschaftlichen Rundschauen und in Berichten über alle Vorkommnisse auf dem Geld-, Effekten- und Waarenmarkt ein umfassendes Bild aller Handels-, Verkehrs- und industriellen Interessen bietet. Alle wichtigen politischen Nachrichten und Vörsencourse werden täglich zweimal durch telegra- phiscke Depeschen mitgetheilt.
Berlin, im August 1870.
Expedition der National-Zeitung.


