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Rörz 1679.'
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Cingesandt.
Nachdem wir seit einigen Jahren so manches herrliche Tonwerk der berühmtesten smpiffer bl7r ZU hören Gelegenheit hatten, wird sich den früheren Aufführungen in diesen Taa n die des von Mozart und des 42. Psalm von Mendelssohn-Bar
tboldy anreihen. Wir zweifeln nicht, daß auch die Aufführung dieser Werke, wie die Xr trüberen eine gelungene sein und jcbem Be ucher des Concerts euren hohen geistigen ®enu6 beregn wirb. Jnsbrsondrr- muß bie ©eelenmeffe bes unft-rbUch-u Meisters Mo,art auf alle Zuhörer bie ergreifendste Wirkung üben und einen bauernden Eindruck h-rvorbringen, umsomehr wenn man dabei der Umstande gedenkt, unter denen das Werk entstanden ist. Ein unbekannter Bote, mit ernstem Gesichtsausdruck und aus- fallendem Acußcrn, fo daß er ganz geeignet war, einen befremdenden Eindruck auf den damals schon kränkelnden Mozart zu machen, brachte ihm in einem anonymen Briefe, worin des Meisters künstlerischer Leistungen IN anerkennendster Weise gedacht war den Auftrag, eine Seelenmesse und zwar in möglichst kurzer Zeit zu fertigem Mit Be- aeisterung ging Mozart darauf ein, auch in dieser Gattung von Tonschopfunacn seine St ,u versuchen und - wie er sagte - ein Werk zu schaffen, woran nach seinem Tode Freunde und Feinde »och studiren sollten. Ohne Säumen schritt er zur Arbeit; mit jedem Takte schien sein Interesse daran zuzunehmen; aber auch immer mehr versank ev in tiefes Sinnen und Nachdenken, immer mehr wurde er still und IN sich-ge^
kehrt und hörte trotzdem, daß ihn einigemal während seines Schaffens Ohnmächten überfielen, auf keinerlei Zureden zur Mäßigung in seiner Arbeit, bis sich endlich zeigte und er selbst zugestand, daß er infolge der räthselhaften Art und Weise der Bestellung und des geheimnißvollen Dunkels, das über der ganzen Sache schwebte, jenen Boten für einen solchen aus dem Jenseits hielt und nicht bezweifelte, daß er mit einem Werke zu seiner eignen nahen Todesfeier beschäftigt sei. Seine Ahnung ging leider in Erfüllung. Wenn auch mit allem Wesentlichen des Werkes, doch aber mit der Ausarbeitung desselben noch nicht vollständig fertig, ereilte ihn der Tod, und blieb die Vollendung der letzten Nummer seinem Schüler Süßmayr überlassen, der durch vielfache Unterredungen mit dem Meister in dessen Intentionen genügend cingeweiht war. Erst später stellte sich heraus, daß ein Graf Walsegg das Requiem zur Todesfeier seiner kurz vorher verstorbenen Gemahlin bestellt hatte. .
Es ist uns nicht möglich, hier auf eine Besprechung dieses Tonwerkes ms Einzelne einzugehen, wir können aber nicht umhin, ihm dieselbe hohe künstlerische Vollendung zuzugestehen, welche Mozart in den größten Schöpfungen seiner letzten Jahre erreicht hat. Es offenbart uns dieselbe Tiefe der Empfindung, denselben Adel der Schönheit, dieselbe Meisterschaft der Form, welche des großen Meisters Werke überhaupt auszeichnen. Es ist der wahre, echte Ausdruck seiner auf das Höchste gerichteten künstlerischen Natur, sein unvergängliches Denkmal! — — ll —.
Feuilleton.
Die Gehriminstr einer jungen Mamsell.
(Fortsetzung)
3n der ersten Etage des Hötels befand sich ein Salon, der an Geräumigkeit den im Parterre liegenden Speisesaal noch an Breite und Länge über- traf. Für gewöhnlich wurde er nur dann gebraucht, wenn irgend ein begüterte- Brautpaar seinen Polterabend darin feiern wollte, oder wenn er von reichen Hamburgern zu irgend einer anderen Festivität gemiethet wurde.
Diesen Salon ließ Clara am Vorabende des Festes mit so viel Blumenschmuck, als in der späten Jahreszeit aufzutreiben war, dekoriren. Der alte, stattliche Kronleuchter wurde aufgeputzt und mit mächtigen Wachskerzen bedeckt ; vie Tyüren mit Guirlanden bekränzt, über welchen der aus frischen Blumen gebildete Namenszug des Hausbesitzers und seiner Gattin prangte. Inmitten des Salons hatte Clara eine kleine Tribüne errichten lassen, worauf links und rechts zwei kleine, sauber angcstrichene Pfeiler standen, die dazu bestimmt waren, rwei große silberne, mit Wachskerzen versehene Armleuchter aufzunehmen. Zu welchem Zwecke Clara diese Tribüne bestimmt hatte, da- wußten nur Konrad und der ehrliche Christian Bork. Eine große Gesellschaft, aus Verwandten und Freunden der Familie Stiller bestehend, war von den glücklichen Gatten ringe- laden, und auch die Mehrzahl der Gäste, die sich seit Jahren täglich an der table d’höte einfanden, waren gebeten worden, an der Abendmahlzeit und dem darauf folgenden Balle, wozu ein kleines Orchester engagirt war, Theil
Ihre letzten Worte, ehe sie bie
Mitternacht den nöthigen Schlummer finden.
Sie
will
da-
das
gute
etwas geöffnet
t!
Hand nach der Thür winkend.
Augen schloß, waren: , K .
„Lieber, guter Gott, laß es mir noch gelingen, dem wackeren Konrad fein ersehntes Glück zu verschaffen, dann wird der morgende Tag einer der schönsten meines Lebens sein!"
Der erste Sonnenstrahl eines heiteren Herbsttages erweckte das junge Mädchen. , p ,
Sie hatte kaum ihre Toilette beendigt, welche an diesem Festtage mehr Sorgfalt als sonst erforderte, und den Kaffee zu sich genommen, als sie auch schon nach oben hüpfte, um die Ausschmückung des Salons noch einmal in Augenschein zu nehmen.
Sie fand Alles wohlgeordnet und Nichts mehr hinzuzufugen.
Indem sie den festlichen Schmuck mit vergnügter Miene betrachtete, fühlte sie ihre Schulter leise von hinten berührt.
Sie wandte schnell den Kopf.
Der ehrliche Hausknecht Christian Bork stand vor ihr.
„Mamsell Clara," sagte er, „nehmen Sie es mich nicht übel, wenn ich Ihnen gestört habe."
— „Durchaus nicht, lieber Christian. Was haben Sie auf dem Herzen <
— „Was Ihnen Pläsir machen wird, Mamsell."
— „Und das wäre?"
— „So eben is ein guter Freund von Sie angekommen.
iU H Clara konnte die Nacht vorher vor freudiger Aufregung erst '-spät nach
öwIP.J war.
Sehen Sie da nicht ein Stück Gesicht hereinkieken? sagte er, nut der
Clara horchte hoch auf.
Eine freudige Ahnung durchbebte sie.
Aber es war ja doch möglich, daß sie sich täuschte.
Sie suchte sich daher zu fassen und fragte anscheinend ruhig:
„Ein guter Freund? Wer kann das sein?"
Der Hausknecht lachte pfiffig und wiederholte ihre Worte:
„Ja, wer kann das sein?"
Dann nickte er mit dem Kopse und fügte hinzu:
„Ich weiß es. Und wenn Sie ihm gesehen haben, dann wissen es auch."
— „Lieber Bork, lassen Sie die Dummheiten. Wer ist es, ich es wissen."
— „Ja, das kann ich Sie doch nicht sagen."
Clara wurde ungeduldig.
„Warum nicht, Sie närrischer Patron?"
— „Weil er das selbst thun will. Er hat mir man vorau-geschickt, mit Sie sich nicht zu stärk verschrecken sollen."
— „Sie sehen, ich bin ganz ruhig, Herr Bork."
— „Na, na, mich scheint denn doch, daß Sie vorhin ein bischen
soll kommen." .
Christian wandte sich um und deutete nach der Thure des Salons, die
Bebern gekriegt haben."
— „Aber um des Himmels willen, kommen Sie zu Ende."
— „Wie Sie befehlen, Mamsell. Erlauben Sie man, daß der , Freund Sie guten Morgen sagt, dann geh' ich meine Wege. Ein solches Wie- berschen wird ein vernünftiger Hausknecht nicht stören."
— „Ja, ja, der gute Freund, der mir selbst seinen Namen sagen will,
Clara blickte mit hochklopfendem Herzen hin.
Die Thür öffnete sich weiter.
Ein junger Mann in nobelm Reisekleide stand auf der Schwelle.
Die Hausmamsell jauchzte laut auf.
„O, mein Gott, Sander, Sie! Sie!"
— „Ja, ja, ich bin es, Clara, liebe, theure Clara!"
Der junge Mann stürzte mit ausgebreiteten Armen auf sie zu und preßte ie zärtlich an sich. „ „ ,
Clara, der die Freude fast den Athem versagte, sträubte sich nicht eher, als bis ihr Blick zufällig auf Christian fiel, der sich vergnügt die Hände rieb.
Dann entzog sie sich sanft der Umarmung, reichte Sander die Hand und ;ieß ihn mit herzlichen Worten willkommen.
„Nun ist Zeit, daß Du Dir zurückziehst/ brummte der Hausknecht. „Ich weiß ja auch, was die Zwei sich zu sagen haben."
Er entfernte sich mit leiten Schritten, blickte aber in der Thur noch einmal um und gab seine Theilnahme an dem fröhlichen Wiedersehen der Lieben- den durch ein neues Kopfnicken zu erkennen.
Clara und Sander waren jetzt allein.
Wenn auch die Umarmung nicht erneuert wurde, fo ruhten doch Beider
Hände in einander.
Viele Fragen wurden gegenseitig gethan und rasch beantwortet.
Sie garstiger Mensch," sagte Clara, ihrem Freunde lächelnd mit dem Finger drohend, „mir nicht vorher brieflich anzuzeigen, daß Sie heute kommen würden. Dann hätte ich mich schon einige Tage vorher auf das Wiedersehen freuen können, und der frohen Augenblicke kann man niemals genug haben.
Sander drückte ihre Rechte an seine Lippen.
„Sie werden mir verzeihen," sagte er, „wenn Sie erfahren, wen ich mit nach Hamburg gebracht habe."
Das Mädchen sah ihn erstaunt an.
„Mein Himmel, wär' es möglich!" „ ,
— „Ja, ja, gute Clara. Unten im Gastzimmer beenden sich — meine theure Mutter und die Schwestern. Sie wollen den Dank für die Le- benörettung des geliebten Sohnes und Bruders Ihnen persönlich überbringen. Der Vater aber ist nicht mitgekommen. Sie können wohl errathen, weshalb; doch sendet er Ihnen durch uns die herzlichsten Grüße."
Diese Mittheilung beseligte das junge Mädchen so, daß sie für den Au- aenblick die Zurückhaltung, welche die Sitte jeder Dame gegen den Geliebten auferlegt, der noch nicht ihr Verlobter, bei Seite setzte und Sander um Den Hals fiel. Aber eben so schnell machte sie sich wieder los und lief so geschwind zum Salon hinaus und die Treppe hinunter, daß Sander ihr kaum zu folgen vermochte.
Beide langten gleichzeitig im Gastzimmer an.
Der junge Mann faßte die Freundin bei Der Hand und führte sie einer ältlichen Dame und zwei hübschen jungen Mädchen entgegen.
„Theure Mutter, liebe Schwestern!" rief er, „hier, hier, schließt sie fest und innig in Eure Arme, der Ihr alles Glück zu danken habt, womit Der Him
mel Euch gesegnet."
Diese Bitte brauchte Sander nicht zu wiederholen.
Clara flog aus einer Umarmung in die andere, und den Liebkosungen, welche sie erhielt, mischte» sich °ie Thräncn der Ü-sergriffenen Mutter be. und benetzten, heilige Tropfen des Dankes, da- Antlitz des wackeren Mädchens. Dann endlich lösten sich auch Die Zungen, welche Die Freude anfangs gefesselt hielt. Clara erhielt taufend zärtliche Namen und gab viele zurück.
Und nun," sagte Frau Sander, nachdem der erste Jubel verrauscht war, „weisen Sie mir ein Zimmer an, liebes Mädchen. Ich muß mich erholen die Reise und die eben verflossenen Minuten haben mich angegriffen. Dann aber schenken Sie mir noch eine kurze Zeit Ihre Gegenwart."
„O, für solche Gäste haben wir die besten Zimmer tm Hause bereit, rief Clara. „Ich bitte, mir nur zu folgen."
Sie führte Alle nach dem ersten Stocke hinauf und in die prächtigen Zimmer, die noch vor Kurzem Master Wmdsorth bewohnt hatte, und die jetzt
zufällig leer standen.
„Hier mögen Sie wohnen," sagte und die Ihrigen in Hamburg weilen, und wie Sie am Fenster sehen können,
Sie zu Frau Sander, „so lange Sie Die Zimmer sind elegant und groß, gehen sie auf Den Stolz Hamburgs, auf
damit ich Dich rufen kann, wenn ich Dich Dem Wunsche wurde gehorcht.
Die Mädchen entfernten sich zuerst, bittenden Blick auf Clara richtete.
ihren Töchtern und dem Sohne — Ich möchte eine Viertelstunde mit mein Sohn, bleibe im Nebenzimmer,
nöthig habe."
dann Sander, indem er einen innig
(Fortsetzung folgt.)
den herrlichen Alsterspiegel hinaus."
„Den ich mit inniger Freude betrachten werde, versetzte Frau Sander, „weil er mich an die traulichen Tage Der unbefangenen, h^"n.Ju^end„erinnert. Doch nun" — sie wandte sich zu „geht und beseht Euch die Schlafzimmer, dem lieben Mädchen hier allein sein. Du,
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