Ausgabe 
5.3.1870
 
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der

Epileptische Krämpfe (Fallsucht! gggl

Sonntag den 6. März:

943)

Temperatur in Gießen, Februar 1870 :

13,0° R.

3,05

0,05

9,5

0,52 Par. Zoll.

1,35

Für den verunglückten Zimmermann I o h. Feller in Großen-Linden sind eingegangen:

Von der Gesellschaft Olymp 10 fl-, P- D. 24 fr., Ungenannt 1 fl. 30 fr., Unge­nannt 1 fl., Balthasar Lenz 30 fr., Schnei­der Loth 12 fr., Frau Kirchenrath Hoff­mann in Steinbach 1 fl. 45 fr, Wittwe Busch 24 fr., v. M. 2 fl-, von L. 1 fl. 45 fr.

Weiteren Gaben sehen mir entgegen. Die Exped- d. Gieß. Anz.

Die Pfarrgeschäfte in der nächsten Woche besorgt Pfarrer Dr. Seel.

meister, Wilhelm Schmaü, ein Sohn, Martin Philipp, geboren den 31. Januar.

Denselben. Dem Bürger und Kaufmann, Ludwig Wittich, ein Sohn, August Karl, geboren den 29. December.

Beerdigte.

Den 2 5. Februar. Der Großherzogliche Hauptzollamts-Rendant, Friedrich Martin, alt 68 I. 11 M. 10 T., gestorben den 23. Februar.

Den 2 7. Februar. Wilhelm Jäger aus Homberg a. d. O., alt 34 I., gestorben den

vom Streich-Sertett der Gießener Regimentsmusik.

Anfang 4 Uhr. Entröe a Person 6 kr.

ß Eine geachtete Firma läßt geg. billige Provision auf s. trassircn. Fr.-Ofl- U- A. Z. 45 poste restante Bonn.

Lustspiel in 4 Acten von Roderich Benedix. Montag den 7. März 1870. Zum ersten Male (neu):

Kanonenfutter.

Original-Lustspiel in 3 Acten von Julius Rosen.

Hierauf:

Bei Wasser und Brod.

Singspiel in 1 Act von Jacobson.

W. de 91 ölte, Theaterdirector.

Den 2 7. Februar. Dem Bürger und Schuhmachermcister, Philipp Best, ein Sohn, Wilhelm August, geboren den 20. Januar.

Denselben. Dem Bürger und Drechsler, Friedrich Schürz, eine Tochter, Marie Christiane Luise Karoline, geboren den 23. Januar.

Denselben. Dem Bürger und Buchdrucker, Heinrich Friedrich August Belz, ein Sohn, Hein- rich, geboren den 4. Februar.

Denselben. Dem Bürger und Schuh­macher, Emil Bärrn, eine Tochter, Elise Justine Charlotte Karoline, geboren den 25. Januar.

Denselben. Dem Bürger und Drechsler, Heinrich Burger, eine Tochter, Antonie Katha­rine Luise Jakobine, geboren den 9. Februar.

Denselben. Dem Bierbrauer, Ferdinand Wokoun aus Kolodej in Böhmen, eine Tochter, Ludmilla Philippine, geboren den 8. Februar.

Den 3. März. Dem Bürger und Bäcker­meister, Daniel Rübl, eine Tochter, Marie Luise, geboren den 26. Januar.

Denselben. Dem Bürger und Schneider-

25. Februar.

Denselben. Elisabeth Amalie Katharine du Puel, des Telegraphisten dahier, Wilhelm du Poel, eheliche Tochter, alt 2 M., gestorben den 26. Februar.

Den 2 8. Februar. Heinrich Valentin Möser aus Grüningen, alt 58 I., gestorben den 27. Februar.

Den 1. März. Johann Ludwig Karl Appel, Bürger und Holzmacher dahier, alt 53 I. 1 M. 14 T., gestorben den 28. Februar.

Den 2. März. Anna Marie Georg, ge- borne Haubensack, des Bürgers und Kunstgärt­ners, Christian Georg, Ehefrau, alt 38 I. 6 M., gestorben den.1. März.

Den 3. März. Ferdinand Georg Maximi­lian Bapst, des Bürgers und Kaufmanns, Fer­dinand Bapst, ehelicher Sohn, alt 1 I. 5 M. 2 T., gestorben den 1- März.

Denselben. Johann Georg August Bierau, des Bürgers und Glasermeisters, Karl Bierau, ehelicher Sohn, alt 19 I. 8 M. 24 T., gestor­ben den 2. März.

Denselben. Eine nneheliche Tochter von auswärts, Margarethe Juliane, alt 2 I. 4 M. 10 I., gestorben den 2. März.

niederste................

mittlere.................

Mittel früherer Jahre............

höchste.................

Niederschlag: an 7 Tagen..........

im Mittel früherer Jahre: an 13 Tagen . .

50.0001 Ziehung 16. Marz ö. ö. [Francs.

----Mailänder LN - Francs - Obltgatto^e»

ä n 4 40 tv ober Thlr. 2. 20 Sgr. per Stück inclusive regelmäßiger Zusendung

3W- ..... 2« 47.

Wir haben wiederholt Anlaß genommen, unsere Leser auf dte neue Ge­schäftsbräuche der Annoncen-Expedition zu verweisen und besonders hervorzuheben daß diese, erst seit anderthalb Jahrzehnten bestehenden Etablissements eine neue^Aera des geschäftlichen Verkehrs ins Leben gerufen haben, mb em sie das handel- und ge- werbtreibende Publikum von der Nützlichkeit und Nothwendigkett der Bekanntmachung überzeugten. Die Annonce macht das Geschäft, der Annonce verdanken viel tausend Kaufleute die Blüthe ihres Betriebes, die Annonce fuhrt den größten Etablißements Kunden und Kapitalien zu. Bei sehr vielen Geschäften beruht Entwicklung un Ausdehnung wesentlich auf der Annonce. Wir können das am besten beweisen an demjenigen Geschäfte, welches die Annoncen-Expeditionen vor fünfzehn Jahren m Deutschland einführte und heute, nach anderthalb ^aqizehnten, zwölf Etablißements besitzt, die über alle Theilc Deutschlands und der Schweiz verbreitete Annoncen-Expe­dition von Haascnstein K Vogler. Dieses Geschäft wurde begründet nach dem Vorgänge des in Paris bestehenden Bureaus der Herren Haoas, Bullter L Cobe­durfte aber wegen der wesentlich verschiedenen deutschen Pießverhaltniße einer ganz besonderen Organisation und so trat cs, aus kleinen Anfängen (m Altona) mühsam sich Bahn brcchcnd, Mitt- dcs Jahres 1855 ms Leben. Die Anknüpfung einer Vor- bindung mit den Inserenten konnte erst durchgreifend erfolgen, als die, das neue Etablissement betreffenden und seine Zwecke erläuternden Annoncen allgemein ins Publikum gedrungen waren, und als die Geschäftstreibenden, zunächst in Hamburg (in dieser ersten deutschen Handelsstadt begann das Institut) die Nützlichkeit erprobt und größere Annoncen-Aufträgc zu geben begonnen halten. Als die Ba^ gebrochen war, richteten die Inhaber des neuen Instituts ihren Blick vom Norden Deutschlands nach dem Süden und 1859 kam die erste Filiale zu Stande und zwar m der alten deutschen Reichsstadt am Main; die Lebhaftigkeit des ganzen dort herrschenden Ge­schäftsbetriebes erleichterte dem neuen Institute den Eingang', die vielen Beziehungen zum Süden von Deutschland, die von Alters her in Frankfurt a ^'^kstandei, gaben dem Geschäfte bald eine Bedeutung. Nachdem durch Inserate dte Tagespresse fortwährend auf das Institut und seinen Zweck hingewiesen war, begannen ite Zeitungen selbst, am Kopfe ihrer Blätter das Publikum auf bie ^mloneen:@EPeblt^ sam zu machen und dieselbe zu nennen. 1864 wurde m Basel, ebenfalls 1864 in Wien je eine Zweig-Niederlassung begründet. Inzwischen waren die, alljährlich von der nun immer mehr bekannt werdenden Firma herausgegebenen Zeitungs-Ber- zeichnisse nach und nach sehr umfassend geworden, hatten neben den deutschen auch die ausländischen Blätter aufgenommen, und im zunächst darauf folgenden Jahre 18bö entstand bereits in der Hauptstadt Preußens das fünfte Etablissement. Nun drang allmählig das Institut in die Geschäfte des kleinen Handels ein, die großen -Bequem­lichkeiten, die es darbot, gestatteten auch dem kleinen Geschäftsmann die ^kgelmaßige Benutzung der Annonce, zumal ihm bie weit bekannten volksthumlichen Blatter aii-> Berlin sehr oft zu Gesicht kamen. Nachbem ber kleinere Geschäftsmann ohne weit­läufige Schreiberei seine Anzeigen gebrückt erhielt (ein Brief an das Institut genügte für alle Zeitungen, deren er bedurfte), nachdem er die Belege frei erhielt und die Post- Nachnahme-Gebühren wegfielen, wurde er regelmäßiger Kunde. Zwei Jahre nachyer, 1867, konnte schon der Central Punkt des deutschen Buchhandels, ber Verlagsort un­zähliger Zeitungen und Zeitschriften, in ben neuen Geschäftskrers hluerng ezo g en wer- den. Von hier aus, vom Mittelpunkte des geistigen Lebens, ging bie Verbreitung des Annoncen-Geschäftes über Laub unb Meer. Nach allen Lanbern verienbet und ber internationale Verkehr, ben das Etablissement dadurch erleichterte, daß es di Ueberfetzungeu in fremde Sprachen übernahm, that seine Wirkung. Jetzt konnten Ge­schäftsverbindungen aus weiter Ferne bequem angcknüpft werden. Ein großer Auf­schwung wurde die Folge, und 1869 sahen sich bie Geschäfts-Inhaber m drei Haupt-Plätze in der Schweiz, bie benachbarte Residenz des Königreichs -Euiterw- berg und die beiden größten Provinzialstädte des Königreichs Preußen in den Bereich ihrer Thätigkeit zu ziehen. Es waren dies Genf, Zurich, St. ^^en, Stuttgart, Breslau, Köln und kurz vor dem Jahresschlüsse haben sammtliche Mols Etablisse­ments die neueste zehnte Auflage des Zeitungs-Verzeichnisses ausgegeben, das, nach Ländern und Provinzen eingetheilt, mit übersichtlichen Karten illustriit, em Vademeeum des Geschäftsmannes bildet. Das kleine Werk kann von allen zwölf Comptoiren un­entgeltlich bezogen werden-

I Heiterkeit!

938) Sonntag den 13. März, Nach­mittags 3 Uhr:

Parthie mit Musik auf die Heuchelheimer Mühle (im neu­erbauten Sälchen).

Karten für Nichtmitglieder werden bei Herrn Paul Weitzel (Neustadt) abge­geben. Der Vorstand.

Allacmcine Arbcikr-Versammlung-

944) Sonntag den 6. d. Mts., Nachmittags 4 Ul)t findet im Saale des Promenadehauses eine allgemeine Arbeiter-Versammlung ftatt Tagesordnung: Die sociale Frage. Fremde Redner: Herr I. Schneider ans Frankfurt a. M. und Herr W. Wolf aus Homburg. Zu zahlreichem Besuch ladet ein

y Reuter.

y Theater in Gießen.

(Caf6 Leib.)

Sonntag den 6. März 1870. Erste Vorstellung: Der Störenfried.

Engels - Stiftung.

Am 24. März werden bie Zinsen ber von bem Stadtvorstand zum ehrenden An­denken d7s Geh. Kirchenraths Dr. Engel gemachten Stiftung cm 10 arme und wur- Me"ümCitC &U'beibL WnXm ffÄWSÄ b£n Ubn6Cn

Geschäfts-Empfehlung.

Borfomin^bcn Slrbeiten b-st-ns -mps-hic, -»sprech- ich prompt- und reell-Bedienung, und bitte deßholb um recht zahlreiche g-n-igt- Schmalz

wohnhaft H-r!7 MessÄm^ Reinig,

Seltersweg Lit. C. Nr. 45.

Vacauz

939) Am lutherischen St. Petri-Dom zu Bremen ist die Stelle eines Dom-Can- didaten als Hülfsprediger zu besetzen

Meldungen von Eandidaten der Thelogie, welche einer lutherischen oder unirten Lan­deskirche angehören, werden entgegen ge­nommen von dem p. t. verwaltenden Bau­herrn der St. Petri-Domkirche, Herrn Se­nator Friedr. Grave in Bremen.

Das Gehalt des Dom-Candidaten betragt 500 Mir. Gold.

Eine Beschleunigung der Anmeldungen ist erwünsci t, da die Besetzung der Stelle aus der Wahl des Domconvents hervorgeht.

84) Ein Mädchen vom Lande wird zu alsbaldigem Eintritt in Dienst gesucht. Von wem? sagt die Exped. b. Bltts.

HauerWr flefaiiflncrem.

787) Sonntag den 6. März:

Aliendunterhilttnnli, unter Mitwirkung des hiesigen Blech-Sextetts im Chr. Lonlfschcn Saale.

Entree für Herren 9 kr., für Damen 6 kr.

Karten sind bei Herrn Emil Gail, Mäusburg, und Abends an Kasic zu l>abm. 7 lU)c. _ Anfang präeis 8 Uhr

" Der Vorstand.

Todesanzeige.

940) Freunden und Bekannten die; schmerzliche Mittheilung, daß heute mor­gen mein lieber Manu,

Justus Göbel, nach längerem Leiden sanft verschie­den ist.

Gießen, den 4. März 1870.

Louise Göbel.

Die Beerdigung findet Samstag Nach­mittag um 4 Uhr statt.

936) Am Sonntag ist im Schützenhof ein junger Hund abhanden gekommen. Man bittet ben jetzigen Eigenthümcr, denselben daselbst wieder abzuliefern. Vor Ankauf wird gewarnt.__

941) Ein Halstuch und ein Gürtel von einem Mantel sind am letzten Sonntag im Lcib'schen Saale liegen geblieben und kön­nen gegen Erstattung ber Jnseratgebühren im Expreß-Bureaux in Empfang genom­men werben.

Künftigen Montag den 7. März, Mittags um 1 Uhr:

Lehrer-Conftreuz

in Staufenberg.__________________________

882) Ein ordentlicher Zapfjunge wird gesucht. Von wem? sagt bie Expeb. dieses Blattes.

Kischliäcker zu diesen. I

Sonntag den 6. März. Louis Kammerer auf dem Seltersweg. Daniel Rühl am Rath­haus. Carl Steinberger in der Löwengasse.

Kirchliche Anzeigen.

Evangelische Hemeinde zu Hießen.

Gottesdienst.

Am 6. März.

Morgens: Pfarrer Dr. Seel. Nachmittags: Pfarrer Landmann.

Passions - Gottesdienst in der Hospital-Kirche.

Mittwoch den 9. März, Nachmittags um 4 Uhr: Pfarrer Landmann.

Getaufte.

(Hierzu eine Beilage.)