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3535) Allen Denjenigen, U

welche meine liebe Frau zUM ihrer letzlen Ruhestätte be-M

91. Keßler.

Temperatur in Gießen, Juli 1870-

7,3- R.

15,34

14,38

25.4

2,82 Par. 3o;L

2.89

gleitet haben, sage ich hier­mit meinen herzlichsten Dank.

st- Vd

-..jiiijritt 1 jl

. f.-ifl 411 l* I

Vierteljahr!. 18 Sgr- - 1 Fl. 3 Kr- rhein.

Dasselbe wird sich durch interes­sante und gewichtige Krtegsber»ch.e ausrcichncn und den 186« erworbe­nen Nuf des Daheim rechtfertigen. I unsere Berichterstatter und Spezial - jartisten befinden sich bei allen nord- >und süddeutschen Armeen ! Einzelverkauf jede Nummer

2>-2 Sgr. = 9 kr. rhein.

Das Abonnement kann bet allen I Buchhandlungen und Postämtern ? jederzeit erfolgen.

3467) Bei dem Actuariat Großherzog- lichen Landgerichts Gießen ist die Stelle eines gewandten Scribenten zu besetzen. Bewerber haben ihre Zeugniffe dem Unter­zeichneten vorzulegen.

Gi-b-n, am 28. Jul,

Landgerichts-Actuar.

Schneiderarbeit.

3524) Tüchtige und zuverlässige Schnei­der werden zur Anfertigung von Militär- kleidern gesucht: desgleichen Flauen zu Anfertigung von Hemden, Zwilchhosen, ^Anmeldung hierzu auf unserem Bureau, Neuenbäueii Lit. B , Nr.7T

Gießen, den t. August 1870.

r)ic Bekleidungs-Commission des 2. te:ie-Ersatzbataillons.

v. Bechtold. ________

niederste ..............

mittlere................

Mittel früherer Jahre............

höchste...............

Aiederlchlag: an 7 Tagen.....

im Mittel früherer Jahre: an 15 Tagen . .

a N.

WaS die süddeutschen Staaten betrifft, deren tector" der Kaiser der Franzosen nach demJour­nal officiell" jetzt spielen mochte, so stehen m unseren Augen diese Staaten viel zu ehrenwerth do, als daß es nothwendig wäre, nur darauf hinzuweisen, wie derselbe Kaiser bereit war, sie ohne Weiteres fallen zu lassen, wenn Preußen an einer solchen Einigung Deutschlands gelegen gewesen wäre. Aber die süd­deutschen Staaten werden die beleidigende Anmaßung, deren sich Frankreichs Kaiser gegen sie durch sein osficielles Journal schuldig gemacht hat, hcimzuzahlen wissen am Tage der Schlacht. Zum Herrscher Frankreichs mag Napoleon auch heute noch taugen, wo es erwiesen ist, daß er einen friedlichen und schwachen Nachbarstaat überfallen und erobern wollte, ohne jeden anderen Anlaß, als zur Befriedigung an­geborener Eroberungsgelüste gewisser Parteien in Frankreich, die an eine Omnipotenz der französischen Nation glauben. In Deutschland war jede Rolle, die er sich träumen mochte, schon zu Ende gespielt, bevor diese neuesteAchtung bestehender Vertrage be- kannt geworden. Europa aber wird jetzt erkennen, daß es neben der eigenen Haut, der wir uns einem solchen Nachbar gegenüber erwehren, auch im ernt* nentesten Sinne eine europäische Frage ist, welche uns das Schwert in die Hand gezwungen hat. Europa weiß jetzt, wie schwer wir das kaiserliche Frankreich beleidigt haben nickt durch die unS fremde spanische Candidatur von der wird hof­fentlich nun nirgends mehr die Rede sein nein

dadurch, daß wir uns geweigert haben, Frankreichs Mitschuldiger bei einem europäischen Verbrechen zu sein. Die Staaten Europas scheinen instinktiv die Raubgelüste des Kaisers der Franzosen geahnt zu haben, als sie alle seinen Lieb-swerbungen das kalte Wort:Neutralität" entgegenhielten, aber die Ver­einsamung Frankreichs wird, nachdem der belgische Plan enthüllt ist, in bedeutendem Maße sich steigern. Dieses Kaiserthum, welches Jahre lang nach seiner Gründung im Banne der ehrliebenden Leute Frank­reichs stand, von nun an wird es im Banne der europäischen Staaten stehen."

Au^ dem englischen Blaubuchc dürfte letzt, wo die der französischen Kriegserklärung vorhergrgangenen Momente genügend bekannt und klar gelegt sind, folgende Stelle das meiste Interesse Haven. Zu Er­widerung einer Depesche (vom 12^ Juli) des Lor Lvons an Earl Granville (Nr. 30), worin dre Mit­teilung des Herzogs 'von Gramont erhalten war, | paß der Fürst von Hohenzollern die Candidatur feine»

1. August. i

Der König hat unterm 3t. Juli folgende Pro- clamation erlassen:An mein Volk! Indem Ich heute rur Armee gehe, um mit ihr für Deutschlands Ehre unv für t»9e E-Hattunz unserer buchsten Gni-r zu ^uf-n will Id im Hinblick auf ti- enmulb'ge Erhebung Meines Volke« , eine Amnestie für politisch- Zerbrechen und Vergehen ertheüen. Ich habe das L.«m,n>st-rium ocauftragt, Mir einen. Sr a6 u tiefem Sinne zu unterbreiten. Mein Dolk weiß Mir dak ver Frievensbruch und Vie Feindschaft wabrbaftia nicht auf Unserer Seite war, aber her- aus'kfordert, sind wir entschlossen, gleich Unseren Bcitern und in fester Zuversicht aus Goit den Kampf zu bestehen zur Errettung dr«

T>et Alla. Z." wirv von Wien unterm 26. Juli geschrieben: I» fürcht- nicht von den Ereignissen, ver nächsten Tag- vementirt zu werden, wenn ich schon heute Vie Behauptung aufstell-: Vast Vee "»"b-waff- nete Neutralität" Oesterreich« bereit« mit vem To ringt. Alle Anzeichen veuien darauf hm, dass man sichln den leiienven Kreisen "nsthaft mit dem ®.- danken ver Aufstellung einer Armee beschäftig So gewiss als Vie Gerüchte von der bereit« abgeschlossenen Allianz zwischen Frankreich, Italien unv Oesterreich, G-rücht/, welche die heutige Börse a armirt haben, unwahr sagen wir vorsichtigerweise verfrüht Und eben so sehr scheint uns die theilweise Mobil- machung ver Armee eine fest beschlossen- Sache zu (ein Die Antwoit, welch- va« ungarische Mimste- rium auf ein- Interpellation Tisza'« geben wtrd, vurfte näheres Licht verbreiten über ven zukünftigen G g der österreichischen Politik. Die Erwägungen, welch- unsere Regierung zu Vem vielleicht s°>g-n »Wtt-n Schritt einer Armeeaufstellung bestimmt haben rf ten, sind hauptsächlich in vem Umstanve zu suchen, dass fast sämmtliche Staaten rüsten, mobilistren unv Ausstellungen machen, so dass e« für Oesterreich nahezu eine Unmöglichkeit ist, ohne Waff-n in ver Hand dem hereinbrechenden Kriege zuzusehen. Man will wenig­sten« -in- Waffe in vie Hanv nehmen, wenn au« vorläufigGewehr bei Fuss" behalten werden soll. So soll auch die erste Aufstellung der Armee, um weder nach rechts noch nach links Anstoß zu erregen, ziemlich im Centrum des Reichs erfolgen, etwa an der Grenze von Mähren und Böhmen, oder zwischen Wien und Olmütz. Die ungarische Honvedarmee soll nicht mobilisirt werden, um Rußland nicht zu ver- letzen; übrigens ist dieselbe derart organisier, daß

3525) Ein Pfaumännchen ist auf dem Sckiffenberg zugeflogen und kann solches der Eigen:hümer daselbst abholen.________

SBGEeaE3Z35IZ®afög

3534) Eine zweitstillende Amme wird rum sofortigen Eintritt gebucht. Von wem. sagt die Exped. d. Bltts.

3539) Ein Schmiedgeselle und ein Lehr­ling werden sofort gesucht. Näheres bei

0 PH. Waltber, Schmied.

Geschäfts-Empfehlung.

3«1) Eiu-m g°ch^

Ähb8ef«ent!tCrXnbe «XJen stets zu erhalten suchen, und sehe ich g-sallig-n Aufträgen entgegen. Auaust Kramer,

Gießen, den 27. Juli be- $^rrn Rothenberger am Lindenplatz.

jedes einzelne Bataillon in 4 Tagen (?) nach der Mobilisi runasordre marschiren kann.

In ter Sitzung V-« ungarischen Unterhauses vom 28 Juli beantwortet- Gras Anvrassy die In »p- - lation Tisza'« und Mavarasz' über t.e Neutralität«, frag- im W-s-ntlich-n wie folgt: »Vorerst verweise ich^auf da« Rundschreiben vom 20. Juli. Um unsere Stellung zu ch-rakt-rifir-n, bemerke ich, dasse« nicht unsere Ausgabe sein kann, irgend welche Vorkehrungen m treffen, Vie eine auswärtige Macht beunruhigen könnten: andererseits ist e« Pflicht, unfere ®id)er ett elbft zu wahren unv sie nicht von vem Wo^wollen einer fremden Macht abhängig zu machen. Was v.e Frage betrifft, ob Oesterreich seine Stellung in Deutsch­land miete, erkämpfen wolle, bemerke '»nur.daß in allen maßgeb-nt-n Kreisen t.e Ansicht herrscht, eirt solche« Bestreben wäre nicht nur umnutz, (entern schädlich. Was tie Frage ter Herren Matara«; unv Genossen betrifft, ob wir Ungarns Neutrakttat b - wahren wollen unt können, 1° antworte ich, der Will- wäre schon ta; ties aber im Vorau« zu be- stimmen, vermag kein M-nsch in Europa U-bngenS glaube ich, daß ter AustruckUngarn« Neutralität nicht so verstanden ist, tass Ungarn Vie Neutralität allein bewahre; renn unsere Gesetze unt Interessen gebieten uns, stet« vereint mit Oesterreich°'WE|>E''- Nach ter sehr beifällig aufg-nornmen-n R-t- de« Minist-rpräsit-uten erklärt sich Csanatp »ufriebeng-. stellt Tisza aber erklärt sich nur mit dem aus Deutsch lant be Ügkich-n Th-il- v-r R-te tes Ministers e,n° »erfianten? Wa« tie Neutralität betrifft, wünscht er zwar keine völlige W-hrlosigk-'t, doch will erAlle« vermeiten, was uns als geinte der geb.ltetften Na tion erscheinen ließ- und uns ausservem noch alle Lasten des Krieges auferlegen wurde, da« h-'ßt. Die bewaffnete Neutralität.

Dem B-rnehmen nach hat, wie bei »Karlsr. Z g- berietet wirt, Englant die Anfrage nach Wi-n ge- langen lassen, ob O-st-rr-ich bereit sei, noihigenfallS mit ihm für tie durch europäisch- Vertrage verborgte Neutralität Belgien« -inzutr-t-n. .

NVAL f ul ti gen * J u" 'fint e'tiefet ist.'famen^Verschwörung sH-ss wr

'"'Setretenai

4.

^"Nh'sch,! i "4tt Stitto !'°'E'M«i

12 Kr.

^aa\ den ver ckiedenartigen Gerüchten, die bezüglich der Verköstigung de 7uchvon^r S4 Tft mWyr.oTl

^ck bÄt-ein-S Taa-s -s fei von einem hiesigen Geschäftsmann ein ganz belli-

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BNr«» Ctfc s si'K&Äi. SKSStö

SÄftSWJf 5» »Sto SS°i4VS»K ' der Sebingung. basi nur wirklich unb retne ^saare^aeuereri

s äs': VSSkäJ* -Ws öS

nid,t§ habe ich einiges geliefert, aber auch hierbei wurde gute Waare

zur Bedingung gemacht, ahne besondere Rücklicht aus den P^s ff

| Gießen, den 2. August 1870. ,__

Geigers sich : ,rcileter durch.

wir uh i.

5erwidern, i i ^'n von uns ;

Zefchlachtet, I:: lrd) ^en Fleisch: A'il jilT gut ei: ; Reinlichkeit der j Jut die Kühe | lll tie Lerpjle: " * der Angabe uns verkauft

lusleuten in ge- Ni den contre-. r ßnt bifunben jffci Kaufleuten einem H tznüäzewiesin

neu zur Verfi- ntnt Kchee des nn cs nun auch jetzt behaupten müsse bei uns , uifen, daß der ' 'n machen würde, mg, daß gerade in feil, fo jebr Personen, unter ' dnradn müe | schleife treiben tid) in die Kejsel

nd in der M worden, Kafi! r iit gar ost m - gegeben woitjn. i DCTtfii; (es sind II ßgeslbim, Tische | Mann Trugen I abren sollen und 1 wartet, bis die | bl uid't möglilb. a auch von ten;

Uebrizens haben um für unsere ||

5 seine jetzige An- ihren « ,r (Jinfentfr fern« ereu Tie i** di bin nut® rcr Unit^MI

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Zur gefälligen Beachtung.

3517) Meinen geehrien Kunden und Geschäftsfreunden hiermit die ergebene Anzeige, daß sich mein Geschäft für einige Wochen in dem Hause meines Vaters hsonnenstcaße B. »3) befindet. gniil Loos, Golrarbeiter.

Gießen, den 1. August 1870.

| Kriegsquarlal des

S Bäcker-Gesellen

werden mit einem Wochenlohn von 3 bis 6 fl-, nebst freier Station, sofort gesucht.

Frankfurt a. M.

Meldebüreau: Graubengasse 16.

3527) Ein junger Mann, der in allen Arbeiten bewandert ist, sucht eine stelle in einer Fabrik; derselbe konnte auch als Ausläufer oder zur Verrichtung sonstmcr häuslicher Gefchäfte eintreten. Näheres Hm- tergasse Lit. A- Nr. 43-