Ausgabe 
4.8.1870
 
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Hörden anwesend waren, fand statt.

erschall enthusiastischer Jubel.

(W. T. 23.)

hadion, Druck unh Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Chr. Bietsch) in (Sieben.

beklagt. Lord Granville scheint in oer Thal wevcr d.e Situation noch die Stimmung im eigenen Lande zu verstehen. Nach der jetzt eingegangenen telegra­phischen Nachricht hat Lord Granville im Oberhause gesagt:Die gewissenhafte Neutralität Englands werde am besten dadurch bewiesen, daß beide kneg. führende Thelle über England klagten." Worüber Hal sich denn Frankreich eigentlich beklagt oder zu beklagen? Etwa, daß England Patronen fabr.cirt für seine Infanterie, Kohlenlieferant für dessen Flotte, und Roßkamm für seine Artillerie und Kavallerie ist! Eine directe Unterstützung konnte kaum viel mehr leisten. Mit Recht wird deshalb auch Granville'S Politik in Deutschland allgemein verurtheilt und man fragt nicht ohne Zweck: ob denn England eine zweite Alabama,rage so nothwendig gebrauche!

Aus Köln, 1. Aug., Morgens, wird gemeldet: Seit vorgestern ist nichts Besonderes aus Saar- brücken gemeldet, obwohl sich Vie dortige Telegraphen- ftation in Funktion befindet. Französischerseits finden bei Forbach große Truppentransporte statt.

Aus Saarbrücken, 1. Aug. 8 Uhr 15 Minuten Dormittags wird derKöln. Ztg." gemeldet: Es zeigt sich große Bewegung im französischen Lager; lange Bahnzüge nähern sich von Forbach sogar bis gegen denDrabtzug" bei Saarbrücken.

Abo el Kader hat an den französischen Kriegs- Minister folgenden Brief gerichtet: Gott sei gelobt! Dem tapferen Marschall und Kriegsminister von Frankreich! Excellenz, das Gerücht ist zu uns ge­drungen, daß Frankreich Pulver mit seinen Feinden, den Preußen (daß Gott sie vertilge!) will sprechen lassen und daß Ihr sehr mächtiger Kaiser Napoleon (daß Gott ihn beschütze für seine Güte!) beschlossen hat, an der Spitze seiner tapferen Soldaten die Söhne Afrikas marschiren zu lassen. Derjenige, der mit den Franzosen gefochten hat, würde der letzte der Gläu­bigen sein, wenn er in diesem Kriege nicht seine

Vermischte«.

Darmstadt, 31. Juli. Dem Großherzoglichen Minister­präsidenten Freiherr» von Dalwigk ist heute folgendes Tele- gramm aus London zugegangen:

Wir erlauben uns Eurer Ercellenz Eintausend Pfund Ster­ling zu Gunsten Hessischer HülfSvereine zur Verfügung zu stellen.

Deutsche HülfSvereine in London zur Unter­stützung der Verwundeten.

Dienste seinem neuen Vatcrlande weihte; sein gefürch­teter Säbel begehrt die Ehre, zuerst in's Feuer gegen die Preuße» zu ziehen. Der Emir Abo el Kader bittet Sie also, Excellenz, seine demüthige Bitte zu Füßen des glorreichen Thrones Napoleon IIL (dem Gott den Sieg geben wolle!) niederzulegen. Von Seiten des Dieners Gottes, Abd el Kader Ben Mahi-Eddin. Bruffa, den 6. Rabia el Tsani, im Jahre 1287 der Hedschira."

DieOsts.-Ztg." schreibt: Nach zuverlässigen Nach- richten sollen in Kopenhagen sieben dänische Lootsen mit Sack und Pack bereit sein, um die französische Flotte auf unsre Rheden und, wenn es sein kann, in unsere Häfen zu führen. Wunderliche Neutralität!

Buffet und logirte sich tn eine Ecke des Zimmers ein, woselbst sie platzte, Fenster, Decke, Tische, Stühle und einen VogelS- läsig zertrümmernd, während der Vogel glücklich durch das . zerbrochene Fenster entkam. Nach wenigen Sekunden prasselte ' das ganze Haus; eine zweite Granate war durch das Dach auf den Speicher gefallen, ohne jedoch zu zerplatzen. Gleich darauf erhielt die Frontseite des Hauses noch ein drittes Geschoß, welches jedoch nicht durch die Mauer hindurchdrang, sondern ebenfalls, ohne zu platzen , aus der Ocffnung, die cS versuchte, zurück auf den Boden vor dem Hause fiel. Zwei weitere Gra­naten zerschlugen die eine bad Dach deS Hintergebäudes, die andere riß einige Aeste von einem Baume in dem hinter dem Hause gelegenen Garten. Noch andere Granaten, mit kleinen Bleikugeln gefüllt, flogen über den südwestlichen Theil unserer Stadt dahin und eine oder zwei zerplatzten in der Nähe deS Civilhospitals und warfen Splitter und Bleikugeln bis in die Saarbrücker Vorstadt hinein. Die Granaten wurden von Ge­schützen auSgewvrfen, die IheilS auf dem Speicherer-Berg, einer französischen Anhöhe, die das ganze vorliegende Terrain und unsere Stadt mit beherrscht, theilS ani Walde hinter dergol­denen Bremm" postirt waren, und eS ist wirklich als ein wahres Glück zu betrachten, daß kein einziger Mensch beschädigt worden ist.

Aus München, 31. Juli, wird gemeldet: Nach bei dein KriegSministeriuni eingegangenen Nachrichten plänkelten am 29. Juli bayerische Jäger - Patrouillen gegen (aus Reitern und Douaniers bestehende) französische Patrouillen. Feindlicher SeitS ist ein Mann gefallen: unserer SeitS kein Verlust.

Von der Grenze (bei Basel), 25. Juli, schreibt man dem schweizerischenBund" :Es dürfte Sie vielleicht interesfiren, zu vernehmen, daß gestern in Burgfelden, wie in den übrigen, nächsten Grenzdörfern, unter Trommelschlag ein Erlaß der Prä­fektur von Oberrhein bekannt gemacht wurde, deS Inhalts: Die betreffenden Einwohner hätten sofort ihre Felder zu räu­men , indem eine bedeutende Truppenmaffe ein trefft-n werde. Uni mich deS Nähern zu versichern, begab ich mich heute zu dem Maire von Burgfelden und überzeugte mich durch Einsicht in das fragliche Aktenstück, datirt vom 21. d. M., von der Rich-

Sohnrs in aller Form zurückgezogen habe, drückte Earl Granville fein Bedauern aus, daß der Rück» tritt des Prinzen nicht als Erledigung der Ange­legenheit angenommen worden sei, und stellt in Ab­rede, daß die englische Regierung wie Gramont dies im gesetzgebenden Körper angedeutet hatte die Forderungen Frankreichs für berechtigt (legilimate) anerkannt habe. Tags darauf ersucbtc Granville den Lord Lyons, auf eine bestimmte Erklärung der französischen Regierung zu drängen, was diese denn eigentlich als eine endgültige Beilegung der Ange­legenheit zu acceptiren gesonnen sei. Die bezügliche Unterredung von Lord Lyons mit dem Herzog von Gramont ist in der Depesche No. 41 niedergelegt: // Der König von Preußen habe so wieder» holt Gramont nichts, absolut nichts gethan .... Alles, was Frankreich jetzt verlange, sei, daß der König von Preußen dem Prinzen verbiete, seinen Entschluß bezüglich Rücktritts von der Throncandidatur in Zukunft zu ändern. Es sei natürlich nur ver­nünftig, daß Frankreich einige Vorsichtsmaßregeln gegen eine Wiederholung Dessen ergreife, was sich ereignete, als der Bruder des Prinzen Leopold nach Bukarest ging... Wenn der König von Preußen dies thun wollte, so würde die ganze Angelegenheit absolut erledigt sein... Er nahm dann ein Papier und schzieb folgendes Memorandum nieder, welches er mir übergab:Nous demandons du Hoi de Prusse, de ddfendre au Prince de llohenzollern de re- venir sur sa räsolulion. Sil le fait, tout find- deut est teimine. . . . Schließlich fragte Gramont, ob Frankreich auf die Unterstützung Englands zur Erlangung dieses Verbots vom Könige von Preußen zählen könne. Ich sagte, Nichts könne den Wunsch meiner Regierung, eine Versöhnung zwischen Frank­reich und Preußen herbeizuführen, übersteigen, ich könne mich aber natürlich nicht unterfangen, so auf der Stelle, ohne mich zuerst mit der englischen Re- gierung in Beziehung zu setzen, eine so specificirte Frage, zu beantworten. Aber auch hierzu willigte die englische Regierung ein (!), und empfahl dem König von Preußen am 14., seine Zustimmung zum Rücktritte des Prinzen Leopold mitzutheilen. Der Vorschlag wurde abgelehnt, und Granville meldet darüber an Lyons (in Nr. 94): Graf Bern­

dorfs drückte mir sein Bedauern aus, daß die eng» lischt Regierung einen Vorschlag gemacht habe, den er dem Könige unmöglich zur Annahme empfehlen könne. Preußen habe unter einer öffentlichen Drohung von Frankreich eine Ruhe und Mäßigung gezeigt, welche jede weitere Concession als eine Demüthigung erscheinen lassen müßte, ... und die öffentliche Mei­nung in Deutschland beweise, daß ein Krieg, selbst unter den schwierigsten Verhältnissen, einem Nach- gebcn seitens des Königs vor den ungerechtfertigten Forderungen Frankreichs vorzuziehen sei."

DieKrzztg." schrtibt: Nicht mit Unrecht hat men in Deutschland das Ableben Lord Elarendons

Königsberg, 28. Juli. In Folge des Ausrufes zur Bil­dung einer freiwilligen Seewehr-, hatte die Elbinger Dampf­schifffahrts-Gesellschaft ihre sämmtlichen Dampfer, darunter fünf seetüchtige, der königl. Werft in Danzig zur Disposition gestellt.

Hannover, 1. August. Sv eben traf Se. Maj. der König hier ein. Große Menschenmaffen find auf dem Bahnhofe ver­sammelt. Ein glänzender Empfang, bei welchem der General­gouverneur Vogel v. Falkenftein, sowie die Spitzen der Be- hökden anwesend waren, fand statt. Beim Erscheinen deS Königs und des Grafen Bismarck am Fenster des BahnhofS

Braunschweig, 1. August. Der königliche Ertrazug ist hier eingetroffen. Der Herzog begab fich zu dem vor der Stadt haltenden Zuge und wurde vom Könige empfangen. Nach einem Aufenthalt von zehn Minuten wurde die Fahrt fortgesetzt.

_ (W. T. B.)

Frankreich. Paris, 1. August. DasJournal officicl" theut mit, daß von jedem Reisenden, welcher Nationalität er auch immer angehörig sei, bei seinem Eintritt und Austritt aus Frankreich, während des Kriege» die Vorzeigung eines Passes verlangt wird. Reisende aus Preußen und den mit ihm verbündeten Staaten bedürfen einer Specialvollmacht. (W.T. B.)

Italien. Florenz, 30. Juli. DieOpl'nione" meldet, daß die franzöfischen Truppen Civitavecchia zu verlassen beginnen.

Turin, 28. Juli. Die officiöseTuriner Zeitung" sagt: der preußische Gesandte habe die Ersetzung französischer Truppen in Civitavecchia durch italienische als Neutralitätsbruch und Kriegsfall erklärt. Würde die Antwort Italiens nicht ent­sprechen , so kehre er nicht zurück. (Allg. Ztg.)

Verona, 27. Juli. Die Negierung bestellte 10,000 <Pfcri>e und 1500 Maulthiere für die Artillerie. Ungeheure Thätigkeit herrscht in den Militärbäckereien. (Allg. Ztg.)

Genua, 29. Juli. Das italienische Geschwader ist von Spezzia abgesegelt. Zwischen Corsica und dem Festland find zwei österreichische Kriegsschiffe in Sicht. Frankreich miethete neuerlich mehrere Dampfer zu Transportzwecken. Nach der Nazione" herrscht zwischen Wien und Florenz das beste Ein- verständniß. (Allg. Ztg.)

England. London, 1. Aug. DieTimes" erfährt aus Paris, daß die Pariser Bataillone der Mobilgarde bei ihrer Abfahrt nach Chalonö eine widcrspänstige Haltung einnahmen und riefen:Hoch die Republik! Nach Cayenne mit den Ministern! Nieder mit Ollivier!"" Die strengste Disciplinar- behandlung ist gegen diese Bataillone angeordnet worden.

London, 2. Aug. DieTimcS" schreibt: Der Erlaß eines Verbots der Kohlenlieferung an Kriegsschiffe ist unwahr­scheinlich. Das an die Arsenale ergangene Verbot wird Deutsch­land hoffentlich befriedigen. Dock genügt dies nicht. Der Grport von Waffen und Schießbedarf muß ebenfalls verboten werden, nöthigenfallS durch neue Gesetze, wofern die bestehenden unzu­reichend sein sollten. Lord Lustus, der britische Botschafter in Berlin, hat eine lithograpbirte Copie der Benedetti'schen Vertragsentwürfe hierher gesandt.

Polen. Krakau. Gestern passirten Graniza PferdetranS- Porte aus der Ukraine, und andere sollen nachfolgen. Sie wurden in Myslowitz abgestellt. Russische Ausfuhrverbote nach Preußen sind noch nicht ergangen. In Warschau sollen gestern Quartiermacher eines St. Petersburger Garderegiments eingetroffen sein. (Wand.)

Dom Kriegsschauplatz ist nichts Näheres zu berichten. DieTrierische Zeitung" bringt folgende Meldungen: Saarbrücken, 30. Juli. Heute früh fand zwischen St. Arnual und Tabaksmühle bet Saarbrücken ein Voipostengefecht statt. Feindlicher Seits sind 14 Chasseurs gefallen. Unser Verlust beträgt: 1 Todter und 3 Verwundete. Auch bei Gers- weiler war heute ein Scharmützel, wobei einer der Unserigen verwundet wurde. Details fehlen.

Saarlouis, 28. Juli. Am 26. Nachmittags gegen 2 Uhr stieß die 6. Cvmp. 69. Regiments zwischen Völklingen und Ludweiler unter Führung des Lieutenants v. Reitzenstein auf 3 Compagnien Franzosen und einen Zug Cavallerie. Unterstützt von der 10. Compagnie, machte v. Reitzenstein eine Flanken­bewegung, wodurch er, gedeckt durch einen Wald, dem Feinde in die rechte Flanke kam. Es entspann fich ein Gefecht, in dem preußischer SeitS 65 Schüsse, französischer Seits aber 5- bts 600 Schüsse, wie man schätzt, abgegeben wurden. Unserer­seits wurde Musketier Walter von der 6. Compagnie schwer verwundet; die Franzosen zogen sich, mit Hinterlassung von 1 Cavallerie-Offizier, 2 Cavalleristen und 6 Infanteristen, zurück

DagSaari. I." berichtet: Gestern Vormittag drangen, den preußischen Feiertag benutzend, wahrend des Gottesdienstes 200 Mann französischer Infanterie und eine Escadrvn Chasseurs ä cheval in den Ort Gersweiler, um dort auf Vorposten ste­hende Mannschaften deS 69. Regiments unter dem Lieutenant V. Reitzenstein zu überfallen. Der Offizier sammelte sogleich seine kleine Truppe; die Franzosen gaben eine Salve und wurde dabei ein preußischer Soldat in die Schulter getroffen. DaS Feuer der Preußen war wirksamer; denn eS fielen ein Offizier und acht Mann, worauf sich der Feind eiligst zurückzog. An demselben Vormittag stieß der Premier-Licut. Röfingh vom 7. UHIanen Regiment mit einer kleinen Abtheilung UHIanen bei dem Orte Echrecklingen auf ein Corps französischer Cavallerie. Er commandirte sogleich zum Angriff gegen den Feind, welcher sich eiligst retirirte, bis er sich unter dem Schutze einer bedeuten­deren Jnfanteriemasse befand, was natürlich das weitere Ver­folgen der Cavalleristen unmöglich machte.

Der Specialcorrefpondent desFr. Js." berichtet über die Beschießung der Stadt Saarbrücken durch die Franzosen am 28. Juli:Wie in den vorhergehenden 10 Tagen war auch am gestrigen Tage unser Erercierplatz, das Saarbrücker Obser­vatorium, wie ihn ein Berichterstatter eines auswärtigen Blattes wohl ganz richtig bezeichnet, mit Hunderten Neugieriger besetzt, um mit bewaffneten und unbewaffneten Augen die Bewegungen auf der Vorpostcnlinle zu beobachten. Da zog am Nachmittag um 2 Uhr ein schweres Gewitter am Himmel auf und als gegen 3 Uhr unter Blitzen und Donner die Schleußen des Himmels fich öffneten, suchten so viele Zuschauer, als eben Platz finden konnten, Schutz in den Räumen des am Eingang auf dem Erercierplatz, mit prächtiger Aussicht nach der nahen franzöfi­schen Gränze, gelegenen WnthshauseSzur Bellevue." Doch kaum waren die WirthschastSzimmer von Gästen ungefüllt, als eine Chass.Potkugel durch eine Fensterscheibe an der Frontseite deS Hauses eindranq, über den Köpfen der WirthSgäste hinweg und in die Hinteewand deS Zimmers einschlug, worauf begreif­licher Weise sämmtliche Anwesenden das ungastliche Haus ver­ließen und auch der Wirth selbst sich anschickte, seine Habselig­keiten in Sicherheit zu bringen. Noch damit beschäftigt, schlug plötzlich eine Granate durch die Hauptmauer des Gebäudes, zerschlug die im Wirtbsschrank vorhandenen Flaschen mit Spi­rituosen, sowie daS im Wege stehende Bierfäßchen auf dem

tigkeit der gegebenen Ordre. Zugleich erfuhr ich, daß ein Laaer französischer Truppen nächstens zwischen Burgfelden und Häaen- heim bis St. LouiS, und ziemlich viel Artillerie auf der Straßen- hohe zur Bestreichung des gegenüberliegenden badischen Rhein- uferS und (HöhenzugeS) Leopoldshöhe bestimmt erwartet werde' Dee ganze Bevökerung bis gegen Mühlhausen befindet fich einer­seits in ziemlich ängstlicher Stimmung, und harrt der Dinae' die da kommen sollen, andererseits zeigt fie einen gewissen Uebermuth." ö

DerPublic" erfährt aus Cherbourg, daß im dortigen ^afen derCerb.ruS" mit dec Panzerfregattel'Jnvincible" zusammengestoßen ,er und dieselbe derart beschädigt habe dak fie sofort in'S Bassin gebracht werd.n mußte. **

Reffen. Friedberg, 1. August. Der Großherzog begab sich heute Vormittag nach Mainz, wie verlautet, zur Veärukuna deS Königs von Preußen. J p 0

Mainz, 2. Aug. Se. Maj. der König ist heute früh hier eingetroffen unv im großherzoglichen Palais abmstieaeu Wäh. rend der Nacht find Rapporte von allen Armeecvrpü emgeaan- gangen. GS hcrrsei t überall Ruhe und Zuversicht.

DieWorms. Ztg." schreibt: Da die Hessische Division alS Glied des 9. Armeecorps nunmehr der Rheinarmee zugehört und unter dem Oberbefehl deS Prinzen Friedrich Karl steht so hat Letzterer in einem Tagesbefehl die Hessische Division begrüßt.

Preußen. Berlin, 31. Juli. Se. Majestät der König empfing heute Mittag die Minister, soweit dieselben nicht zur Begleitung befohlen. Die Abreise deS Königs erfolgt um 6 Ubr- (W. T. B.)

Berlin. Die dem badischen Staate gehörenden Werth­sachen sind unter militärischer Begleitung hier anae.'angt und an einem flcheren Orte aufbcwahrt worden. Bei der Nähe Badens am Kriegsschauplätze ist eine solche Maßregel durchaus gerechtfertigt.

Berlin, 31. Juli. Die Abreise Sr. Maj. deS Königs erfolgte um 6 Uhr l0 Minuten mit bekannter Begleitung Ihre Maj die Königin verabschiedete sich vom Könige >m Wartesaal Der Perron war mit Blumen geschmückt. Vor demselben hatten sich zahllose Menschenmaffen versammelt, welche den König mit enthusiastischen Hochrufen begrüßten. (W. P.)

Wiesbaden, 30. Juli. Nach einer erlassenen Verfügung sollen konigl. sächsische KassenbillelS von allen königl. Kaffen in Zahlung angenommen werden wie preußisches Papiergeld. sRh.K )