,t,unbN41n
I Schwa»,
Anzeigen.
1 September, »2 Uhr, Partie »ach j» fiublitber Fe». «, alte Lieh.
-<« W " iinb LelE J Pit ®
ntbft Cabinet ist ibl'schen Hause, im ?ranb.
J&B1'11* wV1W
1H i Ö . piatirt
___■—
■s
• cli'dib»11 ®
n Herrn Heinz iö im
n, Ruthe, Matzd- Vajjnlritung und i durch dessen Wcg- mniethm.
; Z?eue Anlage.
Hardt gelegener zu verleiben.
.Pusch Wittwe.
Iclailgeschäfte be- ikm'chen, eleganten, dieser GesWt
[r tin Muster in nötbift ist. unttr lI?T(tun(i erhallen, .lieben ihre Metz unter bhüste D H. - Expedition w®
i 06,er '”t*
^aphie
, (-rbülse und etn n ^iucht von iitrfler,
-chi.ib-n i«
%-JSS
,-L
iagt -
15 Admdz "b-r 1869, aus, r ■' ^nhn.
iren, " 12' ■ -33, _ hu 10 R>
■ |2 ", 16 ■ 1869.25 ’ 28 ’ nnaiterci Gießen.
Grosse garantirte Geldverloosmig.
7333) Am 20. September d. I. beginnt die vom Staate eingerichtete und aarantirte große Geldverloosnng, worin: 25,300 Gewinne mit zusammen 3 Millionen 677,400 Thaler zur Entscheidung kommen.
Hierzu kostet ein ganreS Loos 2 Lhlr.,
„ Kalbes „ 1 ,,
.. f „ Viertel „ % „
dtese verwenden wir auf vorherige Einsendung des Betrages mit amtlichem Plan, und nach Entscheidung sofort die betreffende Liste.
Gewinngelder zahlen wir gegen Einlieferung der Treffcrloose sofort baar aus, und berufen uns auf unsere bekannte reelle Geschäftsführung. Unter den größeren Gewinnen figuriren folgende:
230,000. 130,000. 100,000. 30,000. 40,000. 23,000. 2 ä 20,000. 3 a 15,000. 3 ä 12,000. 1 a 11,000. 3 ä 10,000 4 ä 8,000. 5 ä 0,000. 11 ä 3,000. 1 ä 4,000. 20 a 3,000 131 a 2,000. 0 ä 1,300. 3 ä 1,200.
156 ä 1,000. 206 a 300 rc. rc.
Mit dem Verkaufe dieser Loose sind wir betraut worden und wolle man bei Bestellungen sich direct an uns wenden. Beträge können der Postersparniß halber auf Postanweisungen machen, wobei um deutliche Adresse der Absender bitten.
8. Ä. Behrens & Co..
Bank- und Wechselgeschäft in HaBiiburg;.
Allgemeiner deutscher Arbeiter-Verein.
Mitglieder-Versammlung
Dienstag den 31. August, Abends 8 Uhr, im Promenadehaus.
In Auftrag: Hch. Schneider.
7362) Das beite Glas Bier trinkt man eben in der Wirth schäft von C. Pipp. Mehrere Biertrinker.
Lehrer.
7330) Es wird ein tüchtiger Lehrer gesucht, welcher in den Realien (besonders Deutsch und auch etwas Latein) Unterricht erthei- len könnte. Näheres mit den Referenzen bei der Direction des Intcrnatioua!- LehrinstitutS zu Bruchsal (Baden.)
7335) Schriftliche Arbeiten, Buchführung, französische und englische Eorrespondenz, auch lateinische Eopien werden pünktlichst besorgt. Näheres bei der Exped. d. Bltts.
7306) Ein Dienstmädchen wird zum sofortigen Eintritt gesucht. Wo? sagt die Exped. d. Bltts.
a
Missiongfest in Heuchelheim.
7349) Nachdem von den beiden Decana- ten Gießen und Großen - Linden zum Orte ihres diesjährigen Missionsfestes Heuchelheim bestimmt worden ist, so lädt auf den Verjährungstag des hiesigen Brandes : Donnerstag den 2. September, Morgens 10 Uhr, der unterzeichnete Kirchenvorstand alle Missionsfreunde herzlich dazu ein.
Der Kirchenoorstand.
Jung. K r ö cf. Hofman n. Reidel. Briegleb.
7230) Meine Wohnung befindet sich bei Herrn Uhrmacher Scharmann auf dem Kreuz. l>r. Lorenz,
pract- Veterinärarzt.
7315) Ein braves, mit guten Zeugnisserr versehenes Dienstmädchen, das gehörig kochen kann, wird gegen einen Lohn von 70 bis 80 st. auf Michaeli oder früher zu miethen gesucht. Näheres bei der Exped. dieses Blattes.
7308) Ein Kindermädchen wird gesucht. Von wem? sagt die Exped. d. Bltts.
Zur Nachricht.
7277) Mittwoch den 1. September schicke ich wieder Gegenstände zum Färben und Drucken an die Bloch'sche Hofschönfärberei in Darin stad t ab.
I- Schlund, Schloßgasse.
BörsfiiDachrichlcu.
28. August 1869.
Pienes. 41/2% Obi. 93 Frankf. 3%% Obi. 80% Nass. 4%% Ubl. 92% Kurh. 4% Obi. 85% Hess. 4% Obi. b. Roths. 91% n 3%% do. do. 87%
Bayer. 5% Obi. 101% r 4%% 1jährige 94% n 4%% 1 -Jährige 94%
Wärternb. 4%°,o Öbl. 92% Baden 4%% Obi. o. E.L. 93%
Oestr. 5% b. R. 59>/g
T 5% National 57
„ 5% Metall. Obi. —
„ M. steuerf. 52%
Amer. 6% 1882r Bels. 88% „ 60/g 1885r 87
Ac-tien.
Frankf. Bank 121%
Oester. Bank 740
„ Creditact. 294’/2 Darrost. Bankact. 316
Prioritäten.
5% östr. F. St. E. B. 393%
Ludwigsh.-Bexbach 168
Maxbahn 105%
Bayer. Ostbahn 129
Hess. Ludwigsbahn 141%
3% östr. Stsb.-Prior. 58%
3% östr. s. Lombard. 50%
3% Livorneser 33% Toscaner 54% Frankf. Hypoth.-Bank — Frankf. Vereins-Kasse 98 5% Elisabeth-Prior. 76% do. II. Emiss. 73%
Anlehensloosie.
Kurh. 40 Thlr. Loose 57 Nassau fl. 25 b. Roth. 40% Gr. Hess. fl. 50 b. H. 177 Gr. liess, fl. 25 b. R. —
40,o bayr. Präm. Anl. 105% 4O/o badische Loose 103% Badische fl. 35 Loose 57% 1858r Prioritätsloose 157 l860r Loose 83
1864r „ 119
Wechsel.
Amsterd. k. S. 100% Augsb. k. 8. 99% Berlin k. L. 105
Bremen k. 8. 97%
Cöln k. S. 105
Hamburg k. 8. 88%
Leipzig k. S. 105
London k. 8. 120
Lyon k. 8. —
Paris k. 8. 95% Wien k. 8. 96% Disconto 3% % Q.
Geldsorten.
Pr. Gass. Sch. 1 44%-45% Div. Cass.-A.
Pr. Friedrdor. 9 58%-59% Pistolen . . 9 50 52
T doppelte 9 51-53 Holl. fl. 10 St. 9 54-56 Ducaten . . 5 37-39 20 Frankenst. 9 33-34 Engi. Souver. 11 56 ä 12 Kuss. Imper. 9 51 53 Doll, in Gold 2 28-29
Feuilleton.
D i e U a m e n l 0 s e.
Novelle von Theodor König.
(Fortsetzung.)
„Nun, eine Mißbeirath wäre aUiromßa in der Familie von Bergen etwas ganz Unerhörtes," warf Berthold hin. „Wäre ich meinestheils indessen reich genug, ein armes Märchen zu heirathen, wahrhaftig, ich konnte in Versuchung gerathen, das alte Heirathög'setz unserer Familie zu meinen Gunsten abzuschaffen."
Carl verfiel nicht im Entferntesten auf den Gedanken, daß dics-n flüchtig hingeworfcncn Reden irgend ein tieferes Gefühl zu Grunde liegen könne, und das Gespräch brach hier von diesem Gegenstände ab.
Der junge Officicr wurde indessen von anderen Augen bewacht, die besser in seinem Innern zu lesen verstanden, und zwar waren eS die des Informators.
Mit nur mühsam verhaltener Erbitterung hatte dieser die bei jeder Gelegenheit offen zu Tage tretende Zuneigung der unshuldigen Hyacintha zu dem hübschen jungen Militär und den Eifer, mit welchem dieser ihre Nähe aufzusuchen pflegte, bemerkt.
Bei einem Zusammentreffen mit dem älteren Bruder im Parke fragte er diesen nach einigen kurzen, gleichgültegen Gesprächen, wo Berthold sei.
„Das weiß ich ni.bt," war die Antwort. „Vielleicht, daß er eben für Hyacintha Rosen pflückt."
„Aber so sagen Sie mir doch einmal, Carl, glauben Sie, daß Berthold es ernstlich meintfragte Willcrt sehr bedenklich.
„Ernsthaft? Was?"
„Run, ich meine, ob Sie glauben, dasz er ernstliche Absichten babe, sich mit Hyacintha zu verbinden?" entgegnete der Informator.
„Aber mein Gott, w.lch' ein verwundertes Gesicht Sie auf einmal machen!
Sie müssen doch bemerkt haben, daß er sie vom Morgen bis zum Abende mit Aufmerksamkeiten verfolgt.
„Welche Thorhcit, mein bester Herr Willcrt, au dergleichen überhaupt auch nur einmal zu denken!" rief Carl, plötzlich die Farbe wechselnd, erstaunt aus.
„Hyacintha ist ja noch immer nichts mehr wie ein Kind und außerdem unsere Adoptivschwcster."
„Um Vergebung!" warf der Informator rasch ein. „Ein Kind zu sein hat sie aufgehört und daß sie eben die Adoptivtochter des Hauses ist, wird sie schwerlich daran hindern, eine etwas mehr wie schwesterliche Zuneigung zu dem hübschen jungen Cavallerie-Officier fassen zu lernen, der ihr, wie eö ja scheint, mit so vieler Grazie den Hof macht."
„Bloße Phantasie von Ihnen, Willcrt, wirklich bloße Phantasie!" sagte Carl nach kurzer Pause.
„Berthold ist nicht in der Lage, ein vermögenloses Mädchen zu heirathen, und daß er nie darauf verfallen würde, mit den Gefühlen Hyacintha's ein leichtfertiges Spiel zu treiben, dessen bin ich gewiß."
„So müßte er denn mit offenen Augen sehr blind sein," sagte Willert abgebrochen.
„Und dennoch, wer möchte es unternehmen, Berthold geistiger Befangenheit oder besonders strenger Lcb.cnSansichten zu zeihen.
Bedenken Sie, Carl, daß er lange in der Fremde, vielleicht viel unter leicht denkenden jungen Leuten gelebt hat.
Wer weiß, ob er eben in dieser Beziehung so strenge Ansichten hegt wie Sie und ich!"
„Nun, ich werde ernstlich mit ihm reden," sagte Charl, „aber ich glaube wirklich, Sie befinden sich im Irrthume, Willcrt.
Hyacintha's unschuldige Neigung zu ihm ist sicherlich nicht größer wie die zu unserem Papa und zu mir."
"3ch hoffe und wünsche das," murmelte der Informator; „jedenfalls weiß ich die Sache in ihren Händen wohl ausgehoben.
I-b hielt es nur für meine Pflicht, Ihnen einen Wink zu geben, weil ich den unbeugsamen WiederwiUcn des Barons gegen die Vcrheirathung eines seiner Söhne mit einem Märchen von unbekannter Geburt nur zu wohl kenne, mag er unsere kleine Cynthia auch immer so zärtlich lieben.
Ich fürchte, daß entweder Berthold cs nur auf eigene Kurzweil abgesehen oder daß er über die Reize der schönen Adopdivschwestcr sich selbst und seine Vermögenslosigkeit vergessen habe."
„Nein, gewiß, Sie irren sich, Sie müssen im Irrthume sein!" rief Carl sehr bewegt und der Informator sah ihn aus's Neue die Farbe wechseln.
Von dem Letzteren gefolgt, begann der junge Mann jetzt plötzlich schneller dem Hause zuzuschreiten.
Als sie sich der eisernen Einfriedigung näherten, welche Hyacintha's Blumengarten von den Parkanlagen schied, legte Willert die eine Hand auf Carl'S Arm und deutete mit der anderen nach den Beeten, wo sein vorher geäußerter Argwohn eine nur zu überzeugende Bestätigung zu finden schien.
Berthold war beschäftigt, einige Wurzeln zu pflanzen, welche neben ihm im Fußwege lagen, und blickte, das eine Knie auf den Boden nicdergebeugt, in der Linken eine Blume, in der Rechten ein kleines Grabscheit ballend, zu Hyacintha's Gesicht empor, als erwartete er aus ihrem Munde nähere Anweisung zu seiner Arbeit.
Da der junge Mann den beiden Ankömmlingen in dieser Stellung den Rücken zukehrte, so vermochten sie fein Gesicht natürlich nicht zu sehen, wohl aber das des jungen Mädchens, welches einen so unverkennbaren Ausdruck schüchterner Freude trug, daß er auf Carl einen tiefschmerzlichen Eindruck machte.
Ihre Blicke waren niederwärts auf das Antlitz ihres Gefährten gerichtet und ihre Wangen von hoher Gluth übergossen.
Mit einem halb unterdrückten Ausrufe des Erstaunens schritt Carl rasch auf das Paar zu.
Hyacintha hob, als sie seinen Fußtritt vernahm, die lächelnden Augen empor, doch wurde sie seiner kaum ansichtig, als ihr ganzes Gesicht den Ausdruck des Schreckens annahm.
Um Gottesw.llen, Carl, Carl, wie entsetzlich bleich Du aussiehst!" rief sie aus. „Was fehlt Dir ? Ist Dir unwohl ?"
„Ja, ja, ich fühle mich wirklich krank," keuchte der Angeredete mühsam hervor; „aber cS ist nichts wie ein plötzlicher Anfall, der schnell voiuber- gehen wird.
„Carl, mein guter lieber Junge, was ist Dir zugestoßen?" rief Berthold, hastig auf die Füße springend.
„Es kommt von der Hitze," war die matte Antwort, „gieb mir Deinen Arm, Berthold, und führe mich in's Haus."
Berthold genügte dem Wünsche seines ZwillingSbrudcrs augenblicklich, wahrend Huacintha Carl'S andere Hand ergriff und, ängstlich die zarten Finger an seinem Pulse haltend, Beiden zur Seite schritt.
Selbst als Berthold den Bruder zum Sopha im Wohnzimmer geführt und veranlaßt hatte, sich in ruhender Lage auf demselben auszustrecken, weigerte sie sich, den Letzteren zu verlassen, sondern kniete an seiner Seite nieder, wusch ihm die Stirn mit kölnischem Wasser und fragte ihn jeden Augenblick, ob er sich noch nicht besser zu fühlen beginne.
Berthold, der hinweggeeilt war, um der Frau des Hausmeisters den Auftrag zu geben, ein stärkendes Mittel zu bereiten, hatte sie dem Anscheine nach jetzt gänzlich vergessen.
Carl, der sich unter der liebenden Fürsorge der Adoptivschwcster schnell erholte, begann die Richtigkeit der Besürchtungcn des Informators nunmehr wieder zu bezweifeln, zumal ihm Hyacintha auch wahrend des ganzen übrigen Tages die zärtlichste Theilnahme bewies.
(Fortsetzung folgt.)


