Ausgabe 
28.10.1869
 
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Feuilleton.

(Fortsetzung.)

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grnen Tages.

mehr zu Bette gehen," fügte sie, nach ter über dem .denn wie ich sehe, ist es bereits gerade

Die Namenlose.

Novelle von Theodor König.

Ich begab mich bei meiner Ankunft unverzüglich in die Wohnung meines Vetters," berichtete sie,der fast außer sich vor Freude war, mich zu sehen.

Er erzählte mir, er habe am Tage vorher, als er jenen Brief an mich geschrieben, den Besuch eines fremden Militärs erhalten, der jedoch keine Uniform trug und dessen Nationalität er daher nicht zu bestimmen vermochte.

Dieser Herr erklärte, auf den Capitän Berthold von Bergen zu ihm zu kommen, um nähere Erkundigungen nach einer jungen Dame Namens Hyaeintha Cini Min Vetter theilte ihm nun natürlich Alles mit, was er wußte.

Der alte Herr sprach sich sehr dankbar hierfür aus und äußerte den Wunsch, mich persönlich zu sehen. Er erschien also gestern fast unverzüglich nach meiner Ankunft in meines Vetters Wohnung."

Felieie zögerte und blickte etwas verlegen.

Brachte er Neues von Berthold?" fragte Hyaeintha und errothete wie CinC ^Ja' wohl, Fräulein, er sagte, Eapitan Berthold von Bergen befinde sich wohl und habe ihm einen Bries an Sie übergeben. Unglücklicher Weise sei m- Hessen seitdem aus der Reise sein Portemanteau verloren gegangen und mit diesem auch der Brief. Er hatte aber eine noch wichtigere Nachricht."

Hyaeintha begann ungeduldig zu blicken.

Nun, Felieie?"

Jener Herr, Fräulein, sagt, er sei Ihr Vater."

Hyaeintha sprang mit einem leichten Ausschrei von ihrem Sitze empor.

Pst, Kind! Denken Sie an die langen Ohren der Frau Rusch! warnte

ta6 Hy^ntha verschloß und verriegelte die Thür mit großer Sorgfalt und begab sich dann wieder auf ihren Wachposten am Gamin zurück.

Daß Sie sich dessenungeachtet einer gewissen inneren Angst bewußt war,

Ach', Fräulein, im ersten Augenblicke, wie ick ihn so sprechen horte, dachte ich ganz eben so wie Sie jetzt, aber es ist nur zu klar, daß die Sache sich m Wirklichkeit so verhält.

Ich kenne die Handschrift unseres seligen Herrn Barons nur zu genau, um mich täuschen zu lassen. (Forts, folgt.)

Unt* Vater, welcher genothigt gewesen war, die Reise nach seiner Militär- station in Ostindien noch vor der Entbindung Ihrer Mutter anzutre en, welche ibm nti Ihn n in einigen Monaten Nachfolgen sollte, verweilte sich seitdem un- *'« und b-ssud-. sich auch w --st f-i* -mig-u W-ch-u w.°b.r .u

schaffen? , ,

Hyaeintha fühlte sich unaussprechlich elend. ... .

Sie saß da und zählte die Stunden, die mit einer furchtbar quälenden

""°"Auch°Jh- ®otcr wurde durch di- Fürstin Dn-k-wna »°n diesem ueueu Arranaement sogleich in Kenntniß gesetzt."

Wie aber kam -« denn nur, Mst mein Vater nie Mr an dachte .mich !m siaus-Va üi-1-r J-hr- °»ch nu, ein etnjifle« Ma, persönlich zu besuchen -der mich wenigsten- °°n seinem Dasein ,u unterrichten?" war! Hpu-iN.ha zwe.selnd

wird man natürlich finden. t .. I Sv»

Sie war sogleich auf den Argwohn verfallen, daß der Vogt und seine cine etrau auf ihre Leichtgläubigkeit spceulirten, durch das hervorgebrachte Geschrei - - te« Geistes nur ihren Aberglauben Nahrung zu geben und Angst vor Geister­erscheinungen in ihr zu erwecken gedachten, um dadurch einen längeren Ausent- balt im Pachthause vielleicht lästig und beunruhigend für sie zu machen.

S Diesem Argwohn zum Trotze wollte sich ihr fast die Ueberzeugung auf- drängen, daß der zuerst gehörte Auskrcisch ein wirklicher Hulferus gewesen war, ein wahrhaft verzweifelter Schrei der höchsten Angst.

War diese Frau Rusch denn vielleicht lediglich auf ihr Zimmer gekommen, um sie davon abzuhalten, jenes Hülsegeschrei zu beantworten ?

Diese Möglichkeit versetzte sie in eine tief ärgerliche Stimmung.

Wie aber hätte sie denn auch noch anders handeln sollen <

Sie griff nachdenklich nach einer der Pistolen.

Dies aebrauchen? . .

Nein, nein, man würde ihr die Waffe ohne Weiteres entrissen, sie viel­leicht, als die einzige Zeugin eines schweren Verbrechens, der eigenen Sicherheit toeaen, ebenfalls ermordet haben.

Was aber, Gott im Himmel, konnte denn dies Alles nur eigentlich zu be-

Duittunqen über die von ihm eingesandten Gelder vor.

sHyacintha ank bleich wie der Tod auf einen Stuhl nieder.

Der Schreck wird sie tödten!" dachte Felieie bebend und eilte zur Toilette, um Eau de Cologne herbeizuholen. r fL ..... ,

Das junge Mädchen hatte sich indessen schon in demselben Augenblicke auch wieder erholt und bedurfte der Stärkungsmittel diesmal nicht.

Es ist nicht wahr, Felieie," hauchte sie mühsam hervor, mal« glauben, daß ein von Bergen zu einer unehrenhaften Handlung fah'g s«. Dieser Mann ist ein Betrüger mein Vater, nein , mein Vater kann

6ie ^Abe^rnein Vater, Felieie! Wer, was ist er? Wo befindet er sich?" floß e« von Hvaeintha'S bebenden Lippen.

Er jst ein alter Obrist, in Diensten der englisch.ostindischen Compagnie, ein geborener Hannoveraner, der so eben pensionirt worden ist."^antwortete Felieie, die ja stets daraus gerechnet hatte, ihren Liebling sich als Abkömmling irgend einer besonders großen Familie entpuppen zu sehen, ziemlich kleinlaut, und er wird noch heute hierher kommen."

Hyaeintha faltete in sprachloser Freude die Hande.

Mein Vater! mein wirklicher, wahrer Vater!" murmelte sie vor sich hin.

''Der Herr sagt, Fräulein Mathilde habe der Dame, welche S.e ihr in Stockholm überbracht, das Versprechen gegeben, Sie nicht von sich zu lassen, bis ^br Vater selbst Sie zurückfordern würde. ,

^bre Mutter starb in Paris im Wochenbette und es war ihr letzter Wunsch, e der beiden ihr am nächsten stehenden Freundinnen, entweder die Fürstin DaSkowna, eine Cousine von ihr, oder unser seliges Fraulein Mathilde, mit welcher sie zusammen in Paris in der Pension gewesen war, Ihre Erziehung übernehmen möchte, bis Ihr Vater sich vielleicht wieder verheirathen wurde^

Ihre erste Pflege und Wartung erhielten Sie im Hause jener Russischen l' Fürstin, die jedoch nach etwa drei Jahren gezwungen war, ihren Gemahl nach p°'"Nach RÜbl°n°"°b-?."hütt- Ihr- s-'ig- Mutter, -b-nsulls -in- Russin, doch b von zurückgekommenem Adel, mehrfach geäußert. wünsche sie die Zukunft ihres

Kindes keinenfallS verlegt zu sehen, und so beschloß die Fürstin, die Reift nach Petersburg über Stockholm zu machen, um Sie dort den Händen unseres guten ftligen Fräuleins Mathilde zu übergeben, denn daß diese sich eben an ftnem Orte befand, wußte sie, da Beide in ununterbrochener Correspondenz mit ein-

Die Besorgniß um meine so vieljährige Dienerin hat mich daran ver- bindert Jetzt werde ich in dieser Nacht ober, richtiger gesagt, an diesem

yinveri. u v . < . c- ... ca.iM «»i.om « füfi» haA rcr nhpr dem

Morgen sicherlich gar nicht r , Gamin hängenden Uhr blickend, hinzu, auf ^^^!^Eh'"es!tzm' Sie, Fräulein, das muß man Ihnen lassen. Was I mich fast bis $um Tode erschreckte, hat Ihnen kaum einmal die altgewohnte Ge- ^^Hyaeincha"hatte inzwischen einen auf dem Tische stehenden Mahagonikasten aeöffnet und deutete nun auf ein Paar darin liegende Pistolen.

0 Dies ist das Geheimniß meiner Furchtlosigkeit, antwortete sie.Herr Willert bat mich gelehrt, mich zu veitherdigen." .

Gegen Geister nützen aber solche Waffen nichts, meinte die Frau , die Farbe ein wenig wechselnd und wiederum einen scheuen Blick umherwerfend. $ Da« weiß ich doch noch keineswegs so ganz gewiß," antwortete Hyaeintha.

^Sollte der Geist sich bis hierher in dieses Zimmer wagen, so werden wir ia sehen, ob er wirklich kugelfest ist." .

1 ' csj diesem Augenblicke wurde unten im Hause eine Thur zugeschlagen.

g>un Fräulein, da Sie sich doch einmal nicht im Allergeringsten zu fürchten scheinen, so ist es Ihnen vielleicht eben so lieb, wenn ich mich wieder hinunter verfuge," sagte die Fran des Vogtes ziemlich piquirt, indem sie sich sogleich voNelihr^m ganiach Ihrem Gutdünken," entgegnete Hyaeintha.

"Es ist durchaus nicht mein Wunsch, Sie gänzlich von Ihrem Bette ent­fernt'zu halten. Ich sehe ja, bis jetzt haben Sie sich der Ruhe noch nicht uberlaisen gehabtulein, wie id) es Ihnen versprochen hatte."

Frau Rusch verließ nach zahllosen Entschuldigungen ihrer Zudringlichkeit

deuten haben ? , .

Wo in aller Welt blieb Felieie nur?

War iener Brief mit der Aufforderung, nach Stralsund zu kommen, Ende gar nichts weiter gewesen wie eine List, um Felieie aus dem Wege zu

^ng^z'^Ne7die Gardine zurück, begann sich schon etwas erleichtert I Rhei^zugefallen^so"'nahm S Abschied und bezieht

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aamen Körper vor Erschöpfung, weil sie gar keinen Schlaf genossen hatte, keinen Die seltsamste Neuigkeit aber, welche ich Ihnen mitzutheilen habe, soll 1 tz

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auf ihrem Bette in tiefen Schlummer. ben ß ta6 jst denn ja doch jedenfalls ganz unmog ich. Du weißt

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welchem sich die ängstlichste Zärtlichkeit toiberfpiedclte. cträufe;n v. r{ef sie Wir haben das allerdings stets geglaubt, Fraulem, aber der Herr Obrist s ÄeÄ sah.^Dem Himmel sei Dank ^daß | legte mir ?on "Erze ch

^/m ebeVmaK 3d) habe Ihnen ja so Vieles und Wichtiges zu erzählen." ® Und ich Dir ebenfalls," antwortete Hyaeintha, sich matt von ihrem Lager ^bebend Ack, Felieie, ick habe eine entsetzliche Nacht verlebt. ,

Ich höre von Frau Rusch, daß Sie gestört worden sind, liebes Kind, sagte Fefteie,aber Sie sind außerordentlich erschöpft. Reden Sie nicht, b,S SiE JJÄ'Ä Dum."s°d°un in einen Shawl und ,°g itnn Stuhl zum Feuer, welches sie inzwischen wieder angezundet hatte.

Sie begab sich hierauf in den unteren Thetl des Hauses, um dort em »affendes, stärkendes Frühstück anzuordnen.

V 11 Während Hyaeintha an ihrer Tasse Chocolade nippte, kniete die Französin, nachdem sie einen BUck den Corridor entlang geworfen und dann die Thur ver- schlossen hatte, an der Seite der jungen Dame nieder nut begann auf den Wunsch derselben Vie Erzählung ihrer Erlebnisse während des vorhergegan-