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Darmstadt, 22. Febr. Die von der Regie­rung beantragte Befreiung der Actiengesellschaften und der juristischen Personen von der Einkommen­steuer wurde von der Abgeordnetenkammer abgelehnt.

Berlin, 22. Febr. In der heutigen Sitzung des Bundesraths, der Frhr. v. Friesen präsidirte, gingen folgende Präsidial-Borlagen an die betreffen­den Ausschüsse: 1) Uebernahme des preußischen Mi­nisteriums der auswärtigen Angelegenheiten in den Bundeshaushaltsetat; 2) Entwurf eines Wahlgesetzes für den norddeutschen Reichstag; 3) Gesetzentwurf über die Zulässigkeit des Lohnarrestes; 4) Ueberein- kunst der norddeutschen und rumänischen Postverwal­tung wegen Herstellung eines direkten Postverkehrs zwischen den beiderseitigen Gebieten; 5) Vorlage, betreffend die ärztliche Untersuchung der in Rußland lebenden norddeutschen Militärpflichtigen. Ein be­sonderer Ausschuß wurde für die Präsidial-Vorlage, betreffend den Unterstützungs-Wohnsitz, gewählt. Heber die Prasidial-Vorlagen, betr. die Errichtung eines be­soldeten General-Consulats in Mexico und Entwurf eines Postvertrages mit Schweden, wurde mündlich Bericht erstattet. An die betreffenden Ausschüsse gin­gen ferner: ein Antrag Anhalts auf Abführung der Rübenzuckersteuer und ein Antrag Oldenburgs auf Errichtung eines Organs (neben dem BundeSge- setzblatt) für Veröffentlichung allgemein interessan­ter Mittheilungen und Erlasse.

Frankfurt, 23. Febr. Die 137. Jahresfeier von Washington's Geburtstag, einem der wenigen hohen amerikanischen Feiertage, wurde von dem hiesigen amerikanischen General-Consul, Herrn William Walton Murphy, gestern in den oberen festlich geschmückten Räumen desEnglischen Hofes" durch eine glänzende, mit Ball verbundene Soieoe begangen. Mehr als 150 Personen aus der Elite der Frankfurter und amerikanischen Gesellschaft, dar­unter fast sämmtliche hier residirende Vertreter der auswärtigen Machte, der französische, italienische und brasilianische General-Consul u. A., nahmen an der Festlichkeit Theil. Erst am frühen Morgen endete die interessante Feier, die gewiß nicht verfehlt hat, in vielen Herzen die Erinnerung an den größten Patrioten der Welt, den Vater des amerikanischen Vaterlandes, mit Begeisterung wach zu rufen.

Wien, 21. Febr. Osficielle Berichte bestätigen, daß die auf einer Uebungsfahrt begriffene österreichi- sche Kriegs-Schrauben-FregatteRadetzky" in die Lust geflogen ist. Die Katastrophe ereignete sich gestern Mittag nordwestlich von der Insel Lissa. lieber die Ursache ist noch nichts ermittelt. Die so­fort an Ort und Stelle entsendeten Schiffe, welche drei Tage lang dort zu kreuzen angewiesen sind, hab.n 23 Mann retten können, 1 Linienschiffs- Fähndrich und 22 von der Mannschaft. Die ganze übrige Bemannung, Offiziere und Mannschaft, ist wahrscheinlich verloren.

Prag, 21. Febr. Es ist bereits telegraphisch einer Erklärung gedacht worden, welche das hie­sigeKurfürstlich Hessische Geheime Cabinet" (ge­zeichnet Schimmelpfenng) gegen die in der Sitzung des preußischen Abgeordnetenhauses vom 30. d. M. gefallene Behauptung bezüglich der Art, wie im Kurfürstenthum ehedemdie Eisenbahnen zu Stande kamen", erlassen. Der preußische Ministerpräsident hatte an eineThatsache" erinnert, die nach seiner Behauptung aus den in Kassel aufgefundenen Acten constatirt ist. In einem Rescripte des Kurfürsten an den Finanzminister habe der Erstere zum Bau der Hanauer Eisenbahnnunmehr" seine Einwilligung ertheilt,weil und nachdem" diese Gesellschaft 200 Actien zu 250 Guldenunentgeltlich" zur Dispost- tion des Kurfürsten gestellt habe. PasGeheime Cabinet" erklärt nun mitallerhöchster Ermächtigung" des Kurfürsten undauf Grund inzwischen vollstän­dig beschafften Beweismaterials", daß ein Rescript mit dem von dem Grafen Bismarck angegebenen Wortlaute in den amtlichen Acten zu Kassel nicht aufgefundcn sein könne; andernfalls müßten die Ausdrückeunentgeltlich",nunmehr" undweil" nothwendig als das Product einer Fälschung ange­sehen werden. Das an das Ministerium des Innern gerichtete kurfürstliche Rescript vom 30. August 1843, worauf sich jene Behauptung allein beziehen könne, laute vielmehr dahin, daß die bereitshöchst voll- zogtne Concession zur Anlage einer Eisenbahn von Hanau nach Frankfurt am Main" den Concessiona- renausgehändigt" werten solle,nachdem dieselben 200 Stück Actien, das Stück zu 250 Gulden, zu Unserer Disposition gestellt haben werden./' Uebri- gens habe der Kurfürst von diesem Anerbieten nach- her keinen Gebrauch gemacht und niemals Actien dieser Bahn besessen. Auch sei niemals auf einem

Redaction, Dr

anderen als diesem, der ministeriellen Verantwortlich­keit unterzogenen Wege weder unmittelbar noch mit­telbar je das Ansinnen einer unentgeltlichen lieber» lassung von Actien an die Concessionare gestellt wor­den, wie denn auch weder direkt noch indirekt von denselben zwecks Erlangung der bei der kurfürstlichen Regierung yachgesuchten Concession jemals Actien unentgeltlich ausgegeben oder irgend welche sonstige derartige Aufwendungen gemacht worden. Schließ­lich appellirt die Erklärung an die öffentliche Mei­nung bezüglich desvon solcher Stelle unternomme­nen Versuchs", die kurfürstliche Ehre anzutasten.

Paris, 19. Febr. Dasosficielle Journal" sagt: In der gestrigen siebenten Sitzung der Con- ferenz nahm dieselbe Act von der Beitrittserklärung Griechenlands zu den Principien, welche in der De­claration vom 20. Januar ausgesprochen sind, und erklärte die diplomatischen Beziehungen zwischen der Türkei und Griechenland für ipso facto wieder Her- gestellt. Nachdem der Präsident beauftragt worden, den beiden Negierungen für die Willfährigkeit, die sie bewiesen, den Dank der Conferenz auszusprechen, erklärte sich dieselbe für aufgelöst.

Paris, 20. Febr. DemGaulois" wird aus Madrid geschrieben:Man weiß, daß die Madrider Polizei mehrere verbrecherische Anschläge entdeckt hat, deren Zweck dahin ging, die regelmäßige Functioni- rung der Cortes zu verhindern. Der machiavelli- stischste Theil eines dieser Projekte bestand darin, eine Pulvermine springen zu lassen, welche, von einer an die Kammer anstoßenden Kirche ausgehend, unter dem Sitzungssaale Der Deputaten ausgemündet hätte. Glücklicherweise hat man die Gewohnheit, täglich die unterirdischen Galerien, auf denen der legislative Palast erbaut ist, zu untersuchen. Auf diese Weise hat man die Vorbereitungen entdeckt, die gegen das Leben der Vertreter der Nation bereits begonnen worden waren. Wir haben nicht nöthig, zu sagen, wer die Anstifter dieses Attentates gewesen sind. Das öffentliche Gewissen ist heute mächtig ge- nug, um eine solche Infamie, das würdige Seiten- stück des Verbrechens von Burgos, nach Gebühr zu brandmarken." Man weiß nach dieser Formel nicht, ob die Ultramontanen oder die Republikaner dafür verantwortlich sein sollen.

Madrid, 22. Febr. In der heutigen Sitzung der Cortes erklärte Rivcro dieselben als definitiv constituirt. Serrano appellirte an die Versöhnlich­keit und forderte die Deputirten auf, die Arbeiten der constituirenden Cortes rasch zu Ende zu führen, weil Gefahren drohen Könnten. (Großer Beifall.) Prim erklärte sich mit Serrano einverstanden, indem er gleichzeitig gegen das Gerücht protestirt, daß er die abgesetzte Dynastie restauriren oder irgend einen anderen Fürsten zum Beherrscher Spaniens machen wolle, und indem er die Deputirten auffordert, auf dem durch die Revolution eingeschlagenen Wege MU- thig fortzuschreiten. Castellar bekämpft den Vorschlag, der provisorischen Regierung den Dank der Cortes zu votiren und dieselbe mit der Bildung eines neuen Ministeriums zu beauftragen.

Vermischtes.

Gießen, 22. Febr. Die Sitzungen des Schwurgericht- vom zweiten Quartal 1869, für welches der Großherzogliche HofgerichtöRath, Herr Eckstein, zum Präsidenten und der Großherzogliche Hofgerichtsrath, Herr Kornmesser, zu dessen Stellvertreter ernannt worden ist, werden

Montag den 5ten April l. I., Vormittags 9 Uhr, ihren Anfang nehmen, und es find demzufolge in der heute stattgehabten öffentlichen Sitzung Großherzoglichen Hofgerichts der Provinz Oberhessen die Haupt- und Ergänzungö-Geschwor- nen in folgender Neihenfolge auSgeloost worden.

I. H a u p t , G e s ch w o r e n e.

1) Wilhelm Stoll V., Bürgermeister in Echzell. 2) Hein­rich Damm II., Müller in Merlau. 3) Friedrich Diehm II., Fabrikant in Lauterbach. 4) Friedrich Christian Jochem, Land- wirth -in Laubach. 5) Freiherr Adalbert von Nordeck zur Ra­benau zu Friedelhausen. 6) Eduard Karl Ferdinand Beyer, Landwirth in Freienscen. 7) Ludwig Jung II., Fruchthändler in Heuchelheim, Kreis Gießen. 8) Kilian Ruhl, Kaufmann in Herbstein. 9) Ludwig Bingel, Müller in Mainzlar. 10) Johannes Bipp, Wirth in Rabertshausen. 11) Wilhelm Jacobi II., Landwirth in Rodheim, Kreis Vilbel. 12) An­dreas Schäfer II, Müller in VernShaufen. 13) Wilhelm Fahz, Wirth in Holzhausen. 14) Conrad Belz II., Müller in Oberau. 15) Karl Fleischhauer, Landwirth in Ermenrod. 16) Wilhelm Vrückmann, Müller in Groß-Karben. 17) An­ton Finger, Ellenwaarenhändler in Lauterbach. 18) Conrad Haun, Landwirth in Melbach. 19) Johann Heinrich Jhring, Bierbrauer in Lich. 20) Markus Reiß, Eisenhändler in Bo- benhausen, Kreis Schotten. 21) Heinrich Stoll, Landwirth in Nieder-Wollstadt. 22) Wilhelm Philippi, Bierbrauer in Melbach. 23) Heinrich Thylmann, Occonom in Altenstadt. 24) Dominikus Hoffmann, Postkassier in Gießen. 25) Georg Ludwig Schudt, Müller in Steinfurt, Kreis Friedberg. 26) Conrad Weiß, Landwirth in Zeilbach. 27) Friedrich Barth, Hofgerichts-Advokat in Gießen. 28) Siegmund Bock, Cigarrenfabrikant daselbst. 29) Georg Friedrich Vogt I., f und Verlag der Brüh loschen Druckerei (F,r. Chr. Piei

Landwirth in Reichelsheim. 30) Christian Meyer, Müller in Schwalheim.

II. Ergänzung- - Geschworene.

1) Friedrich Emil Loos, Ellenwaarenhändler, 2) Aron Katz, Frnchthändler, 3) Albert Scheel, Ellenwaarenhändler, 4) Johann Christian Retter. Ellenwaarenhändler, 5) Dr. An­ton Rosenberg, Hofgerichts-Advokat, 6) Friedrich Pietsch. Buchdrucker, 7) C. Wernhard Dietz II., Hauptagent, 8) Frie­drich Schwaab, Ellenwaarenhändler, 9) Wilhelm Lieberich, Commisfionär, 10) Ludwig Kauf, Bierbrauer, 11) Karl Dornseiff, Hosger.chtS-Advokat, 12) August Noll, Bäcker: sämmtlich in Gießen.

Heidelberg, 16. Sept. Heute Nacht stürzte sich Frau lein S.., hinterlassene Tochter des hiesigen Universitäts-Pro­fessors Hofrath S., und die einzige Stutze ihrer 85jährigen Mutter, aus dem Fenster des drillen Stocks ihrer Wohnung auf die Straße hinab und fand alsbald den Tod. Dre unge­mein liebenswürdige und verehrte geistreiche Dame stand im Alter zwischen 40 und 50 Jahren, hatte früher schon an Ge- müthskrankheit gelitten, und war jetzt, wie die Section ergab, von schleichender Hirnentzündung befallen, welche sie zwar nichl bettlägerig machte, sich nur in Kopfweh signalisirte und sie in ihrer gewöhnlichen Heiterkeit nicht störte, aber doch nach Mit­ternacht den Ausbruch nahm, daß sie blos mit dem Nacht­hemd bekleidet aus dem Bett und durch das Fenster sprang. Vorübergehende, die am Haus schellten, erhielten auf Befra­gen zur Antwort, daß Niemand im Haus vermißt werde, und brachten die Leiche mittelst Droschke in das akademische Kran­kenhaus. Von dort aus erhielt die bedauernswürdige alte Mutter, die von dem Vorgang nichts bemerkt hatte, ungeachtet die Tochtet in einem Zimmer mit ihr schlief, erst heute Morgen die Schreckenskunde, welche für die ganze Stadt eine solche war.

London, 9. Febr. Nach 38jähriger Abwesenheit erschie­nen gestern die siamesischen Zwillinge, deren Cvnterfei übrigens schon seit Wochen in Lebensgröße an allen Ecken an­geschlagen war, vor einem englischen Publikum. Ein unter­nehmender Amerikaner führt sie zurück. Das merkwürdige Paar ist im Jahr 1811 geboren und hat sein bisheriges Le­ben, trotz gelegentlicher Meinungsverschiedenheiten, einträchtig und ohne Zank zugebracht. Wie die beiden dem Greiscnalter nahestehenden zusammen gewachsenen Männer über die Bühne dec Ggyptian Hall daherschritten, wunderten sich die Zuschauer nicht wenig über die seltsame Laune der Natur. Die Bruder seh-'N einander sehr ähnlich, doch ist, wie das häufig bei Zwil­lingen der Fall, der Eine etwas stärker und vielleicht einen Zoll großer als der Andere. Ihre Züge sind der chinesischen Bildung ähnlich, jedoch im Allgemeinen großer entwickelt. Beide find verheirathet und zwar an zwei Schwestern von amerikanischer Abkunft. Zu den übrigen Dingen, die sie mit einander gemein haben, ist auch die gleiche Zahl von neun Kindern zu rechnen, die beiden Ehen entstammen. Zwei ihrer Töchter sind bei der Vorstellung zugegen und händigen d<n Zuschauern gegen einen kleinen Betrag die Photographie der Zwillinge ein. Wie eS heißt, wird das Gesuhl eines von außen kommenden Schmerzes nur von dem Betroffenen empfun­den, während bei Gemüthsbewegungen, Respiration und Cir- culation des Blutes die Gemeinsamkeit hervortritt. Das selt­same Paar spricht wenig unter sich und findet auch kein Ver­gnügen an Spielen, deren Hauptinteresse in einem Wettkampfs der Spieler gegen einander wie beim Schach besteht. Jh- angenehmste Erholung ist in einem Gig spazieren zu fahre, n und die Erinnerung, daß sie sehr oft mit ihrem Fuhrwerk umgeschlagen, hält sie durchaus nicht ab, die Sache imnie; ' wieder zu unternehmen. Der Krieg hat ihren früheren Wohl- stand zerrüttet und die jetzige Erpedition nach Europa ist als eine Sache der Nothwendigkeit zu betrachten. Aerztliche Au­toritäten sollen die Trennung widerrathen haben. Das nächste Ziel ihrer Reise wird Paris sein. Vielleicht um den Gegen­satz hervorzuheben, erscheint eine sehr schöne, ungewöhnlich brünette Tscherkessin mit den Zwillingen vor dem Publikum und erbietet sich, mit den Zuschauern in fünf Sprachen eine Unterhaltung zu führen.

* ^tne neue deutsche Nordpol-Erp ed it io n. Am 21. Februar hat der DampferBienenkorb" Bremerhaven verlassen, um sich mit der doppelten Mission nach den Nord- Polar-Regionen zu begeben: der Robbenjagd vbzuliegen und als EntdeckungS.Erpedition in die Centralpolar-Region vorzudrin- gen, nach demselben Plane und auf demselben Wege, auf dem dieGermania" (aliasGrönland") im vorigen Sommer einen ersten Versuch machte. Die Erpedition ist «in Privat­unternehmen des Herrn Albert Rosenthal in Bremerhaven der sich seit jeher warm für die Polarwelt interessirt hat und seit einiger Zeit alljährlich zwei Dampfer aus den Robbenschlag und Wallfischfang aussendet. DerBienenkorb" segelt am 20. Februar direct nach der Insel Jan Mayen, benutzt hier zunächst die sog. Robben-Saison, um sich einen guten Fang zu sichern, und beginnt spätestens im Juni oder Anfang Juli seine Entdeckungsreise längs der Ostküste Grönlands nach Nor­den. Als wistenschaftlicher Begleiter der Erpedition befindet sich auf dem Schiffe der Physiker und Astronom Dr. F I. Dorst aus Jülich, der ebenfalls zu den frühesten Freunden deutscher Nordpolar-Forschungen zählt, und seit vier Jahren darauf brennt, seine Dienste dieser Sache zu weihen. Dr Dorst wird sich bie genaue Aufnahme der Ostküste Grönlands, die physikalischen Verhältnisse des Meeres, sowie gute magne­tische und meteorologische Beobachtungen zur Hauptaufgabe machen und u. A. ein geeignetes Boot mit den tüchtigsten Leuten zur Verfügung gestellt erhalten, um am Lande selbst Vermessungen und Beobachtungen anzustellen. DerBienen-

ist ein Schraubendampfer von 186 Commerzlasten und 65 Pferde kraft, von starker Bauart, eigens für die Eisschiff- fahrt eingerichtet, unter dem Befehl des Capitän Hagens mit einer Mannschaft von 55 Personen und verproviantirt auf 6 Monate, so daß er bis Ende October ausbleiben kann. Wenn dle Fahrt derGermania" vom 24. Mai bis 10. October 1868 als die erste kleine Pionierfahrt deutscher EntdeckunaS- Erpedttlonen zur See zu betrachten ist, so kann die Erpedition des ,^Bienenkorb" als der Vorläufer zu der eigentlichen zweiten deutschen Nordpol-Erpedition angesehen werden, zu deren Aus­rüstung sich gegenwärtig Capitän Koldewey an der Unter-We­ser befindet, nachdem derselbe die Ausarbeitung seines Berichtes über die erste Erpedition vollendet hat, der nebst Beiträgen vom Geheimen Rath Ehrenberg, Professor Keferstein, Dr. A. v. Seebach, A. Petermann zur möglichst baldigen Publikation bestuumt ist. A. Petermann. Gotha, 17. Febr. 1869.

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