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^ebaction, Druck und Verlag der Brüh loschen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.
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doch versichert die „Patrie", daß die Schmerzen ab- nehmen, und daß der Kaiser gestern mit eigener >pand mehrere Briese an verschiedene Personen gerichtet hat. Wie die „France" meldet, hat der Kaiser jetzt beschlossen, sich erst kurz vor Aufhebung des Lagers, also gegen den 10. Sept., nach ChalonS zu begeben. — Die sehr unzuverlässige „Presse" will wissen, daß in dem am letzten Samstag abgehaltenen Ministerrath die Ernennung des Marschalls Mac Mahon zum Kriegsminister beschlossen und daß der Marschall bereits schleunigst nach Paris berufen wäre. Als Nachfolger Mac Mahon's in dem Generalgouvernement in Algier bezeichnet man der „Presse" den General Fleury.
Berlin, 17. Aug. Gestern Abend ist es, wie der „V. Ztg." mitgetheilt wird, in Moabit zu ernsten Ruhestörungen vor dem Kloster gekommen. Eine große Menschenmaffe war daselbst versammelt, welche durch den Vorgarten drang und die Scheiben des Klosters zertrümmerte. Die Schutzmannschaft war zahlreich vertreten und nahm mehrere Verhaftungen vor. Es circulirt das Gerücht, ein Mönch, dem ein Stein an den Kopf gepflogen, habe sich mit einem Beil bewaffnet und sei gegen die Eindringlinge losgegangen. Die „Spen. Ztg." hört, die Mönche in Moabit hätten petitionirt, sie einstweilen in Privatkreise aufzunehmen, bis daß ihr Kloster durch 16 Fuß hohe Mauern eingefriedigt ist. Mehrere hiesige sehr begüterte Familien sollen ihnen bereite ein Asyl in Aussicht gestellt haben.
Homburg, 18. Aug. Das „Wagner'sche Bü- reau" telegraphirt folgende Hofnachrichten: Der Prinz von Wales traf gestern Nachmittag hierselbst ein und stattete dem Könige einen Besuch ab. Heute sind der Prinz und der Herzog von Cambridge zur königlichen Tafel geladen. Die Abreise des Königs nach Kassel ist auf Sonnabend 9 Uhr Morgens festgesetzt. In Gießen findet Truppenbesichtigung statt unc wird das Dejeuner eingenommen; in Fritzlar ist ebenfalls eine Truppeninspection angesagt. Während des Aufenthalts in Kassel wird der König auf Schloß Wilhelmshöhe resiviren.
Wien, 18. Aug. Die „N. Fr. Pr." veröffent- , licht eine Depesche des Grafen Beust an Herrn v. Münch in Berlin in Beantwortung der Depesche des Hrn. v. Thile. Der Reichskanzler betont, daß die Erklärungen der Regierung in den ParlamentsauS-
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Paris, 17. Aug. Heute fand das feierliche Leichenbegängniß des Marschalls Niel statt. Seit gestern war die Leiche des Verstorbenen in einer Todten'Capelle ausgestellt, zu welcher das Publikum Zutritt hatte. Der Marschall trug die Uniform eines Divisions-Generals; zu seinen Füßen lag der Hut eines Obergenerals; der Großcordon und seine übrigen Orden deckten seine Brust. Sein Gesicht war nicht entstellt. Er hatte seinen ganzen schönen Ausdruck, und er sah so ruhig aus, als ob er nur schlafe. Um 1 Uhr setzte sich der Leichenzug in Be- wegung. Derselbe war folgendermaßen zusammengesetzt : Zwei Schwadronen Garde-Cavallerie, eine Schwadron Garde de Paris zu Pferde, eine Garde- Infanteriebrigade, ein Bataillon der Garde de Paris zu Fuß; der Marschall Canrobert, Obercommanbant der Armee von Paris, mit seinem Stabe; der Lei- chenwagen, dann die nahen Verwandten, die übrigen Leidtragenden und die verschiedenen Deputationen. An der Spitze der Leidtragenden befand sich der Sohn des Marschalls, der Lieutenant im General- stabe ist, sein Schwiegersohn und seine Adjutanten. Auf dem Sarge lagen die Insignien seines Grades und seine Orden. Die Zipfel des Bahrtuches wur- den von den Herren Rouher, Präsidenten des Senats, Schneider, Präsidenten des gesetzgebenden Körpers, Admiral Rigault de Genomlly und Marschall
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»vermischtes.
Darmstadt, 12. Aug. Das gestern erschienene Regierungsblatt Nr. 37 enthält:
I. Gesetz, die Quartierleistung für die bewaffnete Macht | wahrend des FriedenSzustandeS betr.
II. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums dcS I Innern, die Bestätigung einer Schenkung an die evangelische I Kirche zu Jugenheim, im Kreise Bensheim, betr.
III. Bekanntmachung, die Forniirung der Landwehr betr.
IV. Ermächtigung zur Annahme fremder O r- den. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben alier- gnadlgst geruht: am 17. Juli dem Director der Saline Lud, wigshalle zu Wimpfen, Gräser, die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von Sr. Majestät dem Könige von Wurtemberg verliehenen Ritterkreuzes des Friedrichöordenö, — an demselben Tage dem Eonsul des Norddeutsche» Bundes zu Nagusa, Friedrich August Freiherrn von Lichtenberg aus Mamz, die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen nächste- stehender Orden und Ehrenzeichen, nämlich: 1) des Johanni- I fn*' Königlich Preußischen KronenQrdenS 4. I Klaffe, 3) des Königlich Italienischen Mauritius- und Lazarus- I ^denS 3. Elaffe, 4) des Königlich Griechischen Erlöser-Ordens 3. Elaffe, 5) des Kaiserlich Türkischen Medschidie-Or- denS 4. Elaffe und 6) das montenegrinische Ehrenzeichen: — I bem Postmeister und Oberpost-Commiffär, Karl
Freiherrn v. Jun gen seid zu Mainz, die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von Er. Maj. dem Könige von Preußen verliehenen rothen Adler-Ordens 4. Elaffe- — am 26. Juli dem Ministerialsecretär 2. Elaffe bei dem Mint- sterlum des Großherzoglichen HauseS und deö Aeußern, Earl Kot he, die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des I tion Sr. Maj. den, Kaiser von Rußland verliehenen St.
Stanislaus-Ordens 3. Elaffe — zu ertheilen.
..?• ^5^u^""I"öffoungen. Erledigt find: die evan. gellsche Psarrstelle zu Langd, im Decanate Nidda, mit einem Gehalt von 763 st. 16 fr.; — die erste evangelische Schul- stelle zu Osthofen, im Kreise Worms, mit einem jährlichen Oehalt von 535 fl. 24 fr., nebst einer Vergütung von 20 ff. sur Heizung des Schulsaals; — die evangelische Schulstelle zu --mn a ' *®re^e ^idda, mit einem jährlichen Gehalt von 300 fl. nebst 61/2 Stecken Holz zur Heizung deS SchullocalS.
Die Schlacht bei Bergen.
(Schluß.)
Pnoz Ferdinand marfchirte in Eilmärschen auf Frankfurt .zu- Am 10. April war feine Armee bis Freiensteinau, am 11. blS Büdingen, am 12. bis Windecke» gerückt. Von da 0in8 flni 13. oller Frühe gegen die feindliche Armee vor. Die als Avantgarde commandirten Jäger und schwarze Husaren nahmen bei Kilianstädten das ganze Gepäck eines
französischen Regiments weg und vertrieben die Franzosen aus Vrlbel. Das Hauptcorps formirte fich Morgens zwischen 8 u»d 9 Uhr in dem Thalgrund zwischen Vilbel und Bischofs- heim und drang wegen der grundlosen Wege langsam gegen n er®er öor- alliirte Armee bestand aus etwa 24,000 Mann Infanterie (nach Andern 27,000) Hannoveraner, Braunschweiger und Kurhessen und 6000 Mann Drago- nee, Husaren und reitenden Jägern — Engländer, Hannoveraner und Preußen. Die Armee rückte in drei von dem Her- zog Ferdinand, dem Prinzen von Isenburg und von Holstein. Gottorp befehligten Eolonnen vor. Nach mehreren Vorpostengefechten that die Avantgarde unter dem hesfisch-n General- maior v. Gllsa den ersten Stoß gegen die franzöfische Armee, 8on ^eser mit großem Verluste und der Einbuße der Artillerie zuruckgeworfen. Nunmehr machte der Prinz von Isenburg einen Angriff, welcher besser gelang; trotz ihres heftigen KartätschenfeuerS mußten die Franzosen zurückweichen und zwei hannoverische Eavallerieregimenter richteten große Ver- ™r.tu,nS unter ihnen an. Der Herzog von Broglio befahl Eald das Vorrucken deö CenttumS, sowie der im Vilbeler 2U«ld stehenden Truppen und entstand jetzt ein heftiger und bluttger Kampf, der damit endete, daß die alliirte Armee fich zuruckjiehen und ihren Versuch, Bergen zu nehmen aufgeben mußte, einer der letzten Attaque» war der Prinz J-h. Eafimir von Isenburg gefallen, eine Falkonetkugel war ihm mit dem Knopf des Oberrocks dnrch den Ordensstern in die
» gedrungen. Die Franzosen suchten den Rückzug der allurteu Armee^ zu beunruhige», wobei ein fraozüfischeS Regiment, welches fich zu weit vorwagte, von einem hessischen (Sa. vallerlereglmcnt zum Theil zusammengehauen wurde. Herzog Ferdlnand zog seine Armee zusammen und rückte wieder vor, keinem Hauptangriff mehr, jedoch wurden »je Plaukeleten und eme heftige Kanonade bis zum Abend sortge.- brachte den Franzosen noch vielen Schaden, das N m^^onade flog auch eine 12pfündtge Kugel in b Pfarrhaus, wo sie »och aufbewahrt wird. Einer KmdeSmorder.n, die im Berger Wartthurm faß und hinter dem mit Elfen vergitterten Fenster hervorsah, wurde durch abgeschlagen. Wenige Tage spä. QlLnhbb d but<t> HenkerShaud gestorbem An,
Abend deö 13. machte Prinz Ferdinand nochmals eine Vorwärtsbewegung gegen Bergen, in der Nacht jedoch trat er besondere durch den Mangel an Fourage genöthiat den Ruck- *u9 ^arfo&el, Marienborn, Leid Hecken Nidda
Uch, Hungen Schotten, Laubach und Berggemün'den n!ch ?5()o mabL Un?# Liblar g ng. In Windcck^n wußte man Ar7ee fan^nicht S s $erfol9un9 der alli.rten . »Z 'umÄÄ WUn i6rc S'-Mmg
So kurz die Schlacht gewesen war, so war sie iedock bin “Ä «
nieiiler Gil,a und der hannoverische Oberst v. Linstow Die Franzosen gaben ihre Verluste auf 500 Todte und 1500 Wer- wundete an, offenbar viel zu niedrig; unparteiische^Zeitgenossen ch^ätzen ihren Verlust auf 2225 Todte und 3-4000 Verwun" r ^tec Regimenter mußten nach Frankreich 111-
ruckgesch.ckt werden, um fich dort neu zu rekrutiren Unter den Gefallenen ihrerseits befanden sich der Graf Sparr Oberst de (Sloten, der Artilleriebrigadier de Ehabrier - der säckstsch- General v. Dycheern und Baron v. Wurmser starben in Folae von Verwundungen kurz darauf in Frankfurt. $ 8
©et der Ueberzahl und der vortrefflichen Stellung der Franzoien war das Resultat nicht zu verwundern- einen ent chetdenden Erfolg hatte dieselbe nicht gebracht und die Fran bJnnkrniad^,nh?Ql f<tneR ^^luch, den errungenen Sieg zu benutzen Trotzdem wurde von der Schlacht ein aroßer Lärm eT^eaea/ft^ V“ ^!"^selde selbst wurde am 16. Apri ^rb? nnft KÖefmU; kn Notre-Dame Kirche in Paris vl01 «"aestmmit, die Stadt wurde illuminirt ble.sch und Wein auSgetheilt. Der Herzog von wurde von dem deutschen Kaiser Franz I zum Fur- sten deö hell. rom. Reichs und von Ludwig XV. iUm Pair gra-helrf, »iacrtaH uni @0U6ttntuc ,09n (Ufa^^annL 55,0und lateinische Gedichte erschienen tu fei. e»Ärl,?Un0' -^'lchiedene Beschreibungen und Pläne der ^0? daü * v^sfentl.cht und geht aus allem dem her. vor daß die Franzosen eö verstanden, der Schlacht ein- Wich l0le‘ ,^ult9e.n' welche sie ihrem Verlauf und ihren Folge« ?? <n*xc ^"kolgen wir das Schicksal der alUir 6,8Ju "".Ende. Die Franzosen setzten fich von Westphalen aus wieder in Kassel, Munster und Minden fest be"? Mind/n 'n" ^^"over und Braunschweig vor, wurden aber
Ferdinand geschlagen, der sie über hbUt| und Gießen zurückdrängte. In. Jahr 1760 eronnehn die Franzosen de» Feldzug mit einer sehr bedeuten, ben Armee; in mehreren Gefechten in Hannover und Kur- hegen wechselte da- KnegSgluck. 1761 schlug Prinz Ferdinand d.e Franzosen am Lutterberg zwischen Göttingen und Münde/ Äua^l762 Im bU-b dagegen in einem am 3o'.
& im m ^r.3(^anH,^<rS bei Nauheim stattgehabten Ge- ^chkhell; *ln blutigere- Gefecht bei Amöneburg blieb unentschieden. D,e Besatzung von Kassel mußte sich au?Hun- f^f1i;l,92me*beLon. tle Franzosen ergeben, um dieselbe wnd Frieden ei”', baß zwischen Frankreich und Eng
land Frieden geschlossen sei, womit die englischen Eubfidien aufhorten. Die alliirte Armee wurde aufgelöst Print Ferdi- $OruWenntnlibrbeV”nh^f<ine.ai Seftandenen tapfren /n P^)i 2 r V ui.t einet AbschiedSrede, welche bei
allen Anwesenden Thränen hervorrief.
, . ^ar damals die für Friedrich II. ungünstigste Periode ^S fitbeniahrigen Kriegs eingetreten; er schien den von alle» ändert"- der M ^bringenden Mißgeschicken zu erliegen, da änderte der Tod seiner Feindin, der Kaiserin Elisabeth von AUstln!'^^it"Vl\^i?Md9Un9 ^ler - HI., der sogleich eine aiÄhHh !??!' ble Lage vollständig; Friedrich ergriff
fm ? ®Iutf nieder die Offensive, und Maria The- bafi W lä"0er ber Ueberzeugung Verschließen,
1769 L t Unüberwindlichen Feind zu thun habe.
1762 wurde ei» Waffenstillstand und am 21. Februar 1763 nnn Frieden geschlossen, der Preußen den Besitz
^" ?chlefien zuficherte, und damit den Grund zu seiner Großmachtstellung und Weltbedeutung legte.
schössen sich der Controle auswärtiger Regierungen entziehen und verweist auf die Depesche von 1867, welche nicht ausspreche, ob der Prager Frieden die süddeutschen Staaten an der Schließung von Ver- tragen mit andern Mächten hindere, sondern daß der dem Prager Frieden vorausgegangene Abschluß der Militärverträge verheimlicht und dadurch die Möglichkeit entzogen wurde, zu erwägen, ob der Passus von der internationalen Unabhängigkeit des Südens I VaiÜant gettagen.' Dicht hinter dem Leichenwaaen als bedeuwngötos auszuschlleßen se, oder Behufs ge- besannen sich das Pferd, welches der Majfchall ht
sichertet Bedeutung eme andere Fassung erhalten -Lolferino ritt, und seine Dienerschaft, Militär (In-
foUr fortdauernder publicistischer An- fanterie, Artillerie und Eavallcrie) schloß den ^ua
griffe auf Oesterrnch se. dem Grasen Wimpfen aller. Dem Zuge folglen natürlich -in- Unlahl «on Wa.'
Vings emp-ohlen norden, sich des Besuchs beim Gra- gen, darunter auch drei Hosequipagen. Der Kaiser
V* tn^oIten- ^"gesetzte Verkehr die Kaiserin, der kaiserliche Prinz, der Prinz Napo-^ des Reichskanzlers mit dem prenszifchen Gesandten leoii und die Prinzessin Mathilde waren durch Kam-
beweise aber, daß eine Verlängerung des reservirten merherren und Adjutanten vertreten Die 3 bl der
,ie3f; Truppen, welche 'dem Leiches anLwn/wird
x3afel, 16. Aug. „In der Schweiz", be- auf 50,000 Mann geschätzt. Etwas nach 3 Uhr Z' 'Franks. Ta- war die Trauerfeierlichkeit zu Ende.
geblakt", „sind es besonders die Orte Kleinhüningen 1 ----- ------------------------
(Basel), Trimbach (Solothurn), Altdorf und Büt- tenhardt (Schaffhausen), welche die militärpflichtigen jungen Frankfurter als Bürger ausgenommen haben." Vorstehendes berichtigen die „Basler Nachrichten" dahin: „Die Gemeinde Kl einhüninge n wird hier in einer Weise hervorgehoben, daß eine Erläuterung und Berichtigung am Platz ist. Sie hat allerdings kurz nach der Eroberung der Stadt Frankfurt durch die preußische Kriegsmacht einige Frankfurter ins Bürgerthum ausgenommen. Aber erstlich waren es nicht vereinzelte Militärpflichtige, sondern zwei ganze Familien; zweitens wohnte eine dieser Familien damals schon in Paris und die untere war auf dem Punkt, Frankfurt ebenfalls zu verlassen; es waren also wirkliche und nicht blos fin- girte Auswanderer. Drittens und hauptsächlich hat sich der Große-Rath von Basel, als diese Börger» aufnahmen vor ihn kamen, in einer Weise ausgesprochen, daß weitere Einbürgerungen von solchen Ausländern, die nicht in der Schweiz wohnen, seither gänzlich unterblieben sind."
Paris, 16. Aug. Im Paris ist die Amnestie, wie die officiösen Blätter melden, 153 Personen zu Statten gekommen, welche dem „Public" zufolge mit großem Anstand gestern früh ihr Gefängniß ver- I ließen. In St. Etienne gewannen 56 Individuen welche an den Arbeits-Einstellungen Theil genommen hatten, unter dem Rufe: „Es lebe der Kaiser!" die Freiheit wieder. Auch an andern Punkten der Pro- vinz soll, wie die Präfekten berichten, die Amnestie einen sehr günstigen Eindruck gemacht haben, so na- mentlich in Marseille, in Rouen, in (Säen und in dem sonst sehr oppositionell gesinnten Iura-Departement. In Straßburg erschien das kaiserliche Decret in französischer und deutscher Sprache an den Straßenecken und wurde mit lebhaften Beifallsbezeigungen be- grüßt. — Der Kaiser ist von seinem rheumatischen Leiden noch nicht so weit wieder hergestellt, daß er sich den Anstrengungen des Lageraufenthalts anssetzen könnte;


