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Politische M u nd sch « u

14. September.

Die bevorhende Session Des preußischen Landtages verspricht die bedeutungsvollste der laufenden Legis­latur-Periode zu werden. DerBrest- Ztg." und derHamb. Börsenhalle" wird die überraschende, wohl noch der Bestätigung bedürfende Mittheilung, daß unter den dem Landtage vorzulegenden Gesetzen sich auch der Entwurf eines Mtnistcr-Berantwort- lichkeits-GesetzeS befinde. Die vom Landtag wie­derholt dringend verlangte Einverleibung des Her- zogthums Lauenburg in die preußische Monarchie durch entsprechende Gesetzesvorlage wird in der be­vorstehende» Session noch immer nicht erfolgen, son­dern muß vielmehr aufs künftige Jahr verschoben werden, da die auf die Einverleibung bezüglichen Vorarbeiten noch nicht zum Abschluß gediehen sind.

DieFlensburger Nordd. Ztg." meldet aus Ber­lin öfficiös, die Regierung wolle dem Treiben der dänischen Nordschleswiger nicht länger ruhig zusehen. Dieselben werden Die Demonstration wirklich zu einer Reise von Delegirten nach Berlin resp. Wien fort­setzen, überhaupt derartig auftreten, daß das Unter­nehmen als hochverrätherisches zu behandeln sein würde.

Zu dem amerikanischen Telegramm in Betreff der bestorstehenden Anerkennung der Insurgenten auf Cuba durch die Unionsregierung bemerkt dieTimes" Folgendes:Es scheint kaum glaublich, baß die amerikanische Regierung daran denken sollte, die In­surgenten auf Cuba anzuxrkennen, wenn man erwägt, in welcher Verwirrung schon die Aussicht auf einen Krieg mit Spanien Handel und Finanzen der Ver­einigten Staaten stürzen würde, während Spanien selbst kaum viel mehr als die Insel verlieren könnte, die es doch nach eigenem Geständniß schließlich wohl oder übel aufgeben muß. Andererseits muß man gestehen, daß, mögen die Folgen nun sein, wie immer, Spaniens Thorheit in der Geschichte ohne Gleichen dastehen wird. Obschon nämlich die Sache zur Zeit kategorisch in Abrede gestellt wurde, so ist es doch verschiedenen der ersten amerikanischen Fi- nanzmänner und Politiker und mehr als einem spa- nischen Staatsmann wohlbekannt, daß ein autoristrter Vorschlag von Washington aus vor zwei Monaten gemacht wurde, nach welchem die Unabhängigkeit der Insel gegen Zahlung von 21 Mill. Stert, an Spa­nien in von der Union garantirten Bonds anerkannt werden sollte."

Kaiser Napoleon hat sich seinen Parisern wieder gezeigt und zwar zweimal; am 10. und 11. Sept, ist er im geschloffenen Wagen von St. Cloud über das Boulogner Hölzchen nach Paris und über die Boulevards und wieder zurückgefahren, neben ihm saß Frau Eugenie. Der Kaiser fuhr ohne militari- sches Geleit, aber der Telegraph hat vergessen zu melden, wie er ausgenommen wurde. Die kleine Reise mag dem Kaiser eine große Anstrengung ge- kostet haben; denn die Aerzte bleiben dabei, daß die Krankheit schwer und gefährlich und eine dauernde Herstellung nicht zu hoffen sei, manche sogar geben ihm nur eine kurze Lebensfrist. Alle Gesandten der Großmächte haben sich eiligst auf ihren Posten in Paris eingestellt, und es wäre interessant, ihre ge­heimen Berichte zu lesen. Sichere Nachrichten sind schwer zu erfahren, an die Stelle der seitherigen Diener in St. Cloud sind Militärs getreten, man glaubt, weil sie nicht plaudern. Man spricht nicht nur, sondern man schreibt in Paris von Ersetzung einer Regentschaft und streitet, ob Kaiserin Eugenie oder Prinz Napoleon an deren Spitze treten. Vor­läufig ist der Prinz 14 Tage auf Reisen geschickt worben. Vertrauliche Runbschreiben an Die Präfek­ten fragen, wie in der Provinz eine Regentscha aufgenommen werben würde; Vorsichtsmaßregeln aller Art sinb getroffen. Das Heer will nicht recht an die Krankheit des Kaisers glauben, es sagt, Der Kaiser sei schon mehrmals krank geworben, als er sich zu einem Felbzug entschließen sollte. Unb in ter Thal soll Napoleon den ersten schweren Anfall 1866 erlitten unb berselbe ihn unfähig gemacht ha- ben, zu Pferde zu steigen. Man wiederholt in Pa- ris das Wort der Times in London: Ein kranker Staatsmann ist nicht viel besser als ein todter!

Durch die Zeitungen läuft bas sonderbare Gerücht, Kaiser Alexander von Rußland habe in Livadia beim Abendmahl vergiftet werden sollen, eine Hof­dame habe das Verbrechen verrathen und verhindert.

15. September.

DieSadurday Review" untersucht, warum die Krankhett Napoleons III. so große Besorgnisse er­rege, und kommt dabei zu folgendem Ergebniß: Allerdings trägt basJournal officiel" einen Theil der Schuld an der jüngst ausgebrochenen Panik, und

es ist klar genug, daß die Leiter dieses Blattes nicht mit besonderer Klugheit gehandelt haben; ob es aber möglich war, weiser zu handeln, ist sehr die Frage. Die Unbestimmtheit der Berichte über den Zustand des Kaisers wird voraussichtlich anhalten und mit ihr die Besorgnisse Europa's. Seit einem Jahre hat sich Vieles geändert. Damals gab es noch Leute, die an das Kaiserreich glaubten; aber Frank- reich ist aufgewacht und bekennt sich nun zum Un­glauben. Der Senatsbeschluß hat VaS kaiserliche System in Fetzen gerissen. Das Land sowohl tote der gesetzgebende Körper und der Kaiser selbst ha- ben^über den Imperialismus den Stab gebrochen, und" selbst der Senat hat sich genöthigt gesehen, ihn aufzugeben. Wenn der nächste Bonaparte Zeit hätte, sich auf dem Throne zurecht zu finden, so wäre viel­leicht zu hoffen, daß die Armee seinem Namen treu bliebe und das Volk mit seiner Jugend Mitgefühl hätte; allein das ist eben die Frage, ob er die Zeit dazu finden wird. Man mag aus den letzten Wah­len herauslesen, was man will, so viel steht so zu sagen fest, daß der Tod des Kaisers, wenn er in lommendem Winter eintreten sollte, in Frankreich das Signal zu Verwirrungen geben wird. Schon die Bildung der dritten Partei erinnert an die vor- ichtigen Ratten, welche das sinkende Schiff verlassen. Die eigentlichen Conservativen sind ebenfalls wenig zuverlässig, denn mit dem Verlust feiner Stärke hat das Kaiserreich auch seinen bedeutendsten Anhang bei dieser Partei eingebüßt. Die Armee könnte vielleicht treu bleiben, allein es ist schwer zu sagen, ob die anscheinende Zwietracht zwischen dem militä­rischen und dem bürgerlichen Element ächt ist, und im besten Falle ist die Armee nur ein Werkzeug in den Händen ihrer Führer. Kein Wunder daher, daß Frankreich unter zurückgehaltener Aufregung er- zittert. So lange der Kaiser lebt, mag die Ruhe andauern, was soll aber geschehen, wenn er stirbt?

Wie verlautet, soll der Minister Der Vereinigten Staaten von Nordamerika Der spanischen Regierung wirklich eine Note Betreffs Cuba's übergeben ha­ben. In Derselben wird nicht angefünDigt, daß die Washingtoner Regierung schon jetzt die Insurgenten dieser spanischen Colonie als Kriegführende aner­kennen will, aber nicht verheimlicht, daß, wenn die Lage auf der Insel sich nicht binnen Kurzem ändere, sie genöthigt sein werde, eine solche Maßregel zu ergreifen.

Vermischtes.

Butzbach. Dem dahier inhaftirten, deck Diebstahls bei Hrn. Posthalter Bender dringend verdächtigen Johann Luft aus Gngelrod ist es in der Nacht vom Samstag zum Sonntag ge. lungen, au« dem Gefängnisse dahier auSzudrechen, ohne daß eS bi« jetzt gelungen wäre, feiner habhaft zu werden.

Darmstadt, 11. Sept. Auf Wunsch der stände soll demnächst ein Gesetzentwurf über die Zusammenlegung der Grundstücke zur Vorlage kommen. Die zu diesem Zwecke be­sonders ernannte Commission hält zur Zeit unter dem Vorsstz des Geh. StaatSrathS v. Bechtold ihre Berathungen ab *nb wird sonach dem jetzigen, demnächst wieder auf kurze Zeit zu- sammenkommenden Landtag der Gesetzentwurf zur Berathung vorgelegt werden können.

Darmstadt, 13. Sept. Die von verschiedenen Blattern gebrachte Nachncht, daß der Großherzogliche Gesandte in Ber­lin, Geheimer Legationsrath Hofmann, darum nachgesucht habe, von der Mitvert'retung deS GroßherzogthumS im ZollbundeS- rathe entbunden zu werden, oder daß einem solche» Gesuche ftattaegeben worden sei, entbehrt jeder Begründung.

Berlin, 11. Cept. DieKreuzig." schreibt: Wie wir schon gemeldet, hat der evangelische Oberkirchenrath ans die Beschwerde der hiesigen Magistrat« in der Frage wegen Ueber- laffung von Kirchen für die hier in Aussicht genommenen Ver­sammlungen de- Protestantenvereins eine ablehnende Antwort ertheilt. Dem Vernehmen nach ist in dem Antwortschreiben ausgesprochen, eS sei keine begründete Veranlassung dazu ersicht­lich, daß der Magistrat an die Stelle deS Beschwerdeführers trete, weil ein von einem VereinSvorstande (Unionsverein) auS- aegangener Antrag vvm Confistorium abgelehnt worden fei. Der Oberkirchenrath wolle indessen nicht mit der Erklärung zurückhalten, daß er nach den öffentlichen Kundgebungen des ProtestantenverelnS in Heidelberg und nach den Vorkommnissen bei bisherigen Versammlungen desselben die Gntfcheidung de« Consistorium« aufzuheben sich nicht veranlaßt sehen könne.

Berlin, 14. Sept. Die heutige Humboldt-Feier verlief dem Programme gemäß. Trotz des regnerischen Wetters be- theiligte sich an derselben eine große Volksmenge. Während der Feier traf ein Telegramm d<6 kronprinzlrchen Paare« von Königsberg ein , in welchem eS hieß. Berlm ehre sich selbst, indem eS durch die heutige Feier beweise, wie sehr in ihm da« Andenken an seinen einstigen großen Bürger lebendig sei. Die Grundsteinlegung zu dem Denkmal wurde vollzogen von dem Oberbürgermeister Seidel (der auch die Festrede hielt), Feld­marschall Wränget, Hrn. KrauSnick, Stadtverordnetenvorsteher Kochhann und den Geistliche, Sydow und Lisco. Das Sterbe- haus Humboldt'- in der Oranienburger Straße war festlich geschmückt.

Berlin. Die Nachricht, daß die Schweiz hier vertrau­lich eröffnet habe, in der Frankfurter AuSweisungSangclegeuhcit keine Schritte thun zu wollen, wird zwar fortwährend von Frankfurter und süddeutschen Blättern bestritten, ist aber doch nur zu begründet. Deßhalb kann eS auch den Magistrat von Frankfurt durchaus nicht befremden, wenn seine Vorstellung um Zurücknahme deS polizeilichen Ausweisungsbefehls vom

Ministerium des Innern im Ton äußerster Entschiedenheit und schweren Vorwurf« gegen die städtischen Behörden zurückgewie­sen worden ist.

Kreuz, n. Sept. Der König ist Nachmittags 2 Uhr mit dem Kronprinzen und der Kronprinzessin hier angekommen. Graf Bismarck blieb in Trampke bei Stargard zurück. Der König hat seine volle Zufriedenheit über den ihm in der Pro­vinz Pommern gewordenen Empfang, sowie über da« zweite Armeecorps geäußert und viele Gnadenbeweise ertheilt.

Königsberg, 11. Sept. Da die Ankunft des Königs erst morgen erfolgt, so ist auch das Eintreffen des russischen Großfürsten, welche« für heute festgesetzt war, auf morgen verschoben.

Stade, 6. Sept. Eine schreckliche That ist in den Morgen­stunden des letzten Montags in dem Kruge - der unweit Bremervörde belegenen Elmer Schiffsstelle ausgeführt worden. Der zeitige Pächter desKruges", E. Grönwaldt, hatte ein arbeitsame« und brave« Weib, das aber zu ihrem Unglücke jung und ansehnlich war und sich von den Gästen, wie das in solchen Wirtschaften wohl zu geschehen pflegt, manche Zu­dringlichkeit gefallen lassen mußte. Genug, der zum Mißtrauen, geneigte Mann ward bald von verzehrendem Argwohn ergriffen, und endlich von den furchtbaren Mächten de« Zweifels und der Eifersucht zu einem entsetzlichen Entschlüsse getrieben.' Am Montag Morgen hatte wiederum ein heftiger Auftritt zwischen den beiden Eheleuten stattgefunden. AIS nun die Frau sich anschickte, die schon wiederholt ausgesprochene Absicht, da- Hau« zu verlassen, auszuführen, ergreift der Mann eine zur Hanlr stehende Flinte und feuert dieselbe auf seine Frau ab, welche, von der vollen Schrotladung in der Gegend de« Kreuze« ge­troffen, auf der Schwelle blutend nicdersinkt. Hierauf stößt er sich selbst ein Waidmesser in den Leib und eilt, nachdem der Stoß die erwartete Wirkung nicht gehabt, nochmal« zu seiner an der Schwelle liegenden hilflosen Frau und versucht dieselbe trotz ihres Jammern- und Flehen«, sie und da- unter ihrem Herzen ruhende Kind doch nicht umzubringen, durch verschiedene auf den Leib und Oberkörper gerichtete Stiche zu tödten. Dann begibt er sich in einen Winkel seine- Hause« und sucht sich selbst durch einen in den Mund geführten Schuß das Leben zu nehmen. Die unglückliche Frau ward von den inzwischen herbeigekommenen Nachbarn nach Kräften gepflegt und von den sofort herbeigerufenen Gerichteärzten verbunden. Wie man hört, soll keine der empfangenen Wunden absolut tödtlich sein. Grönwaldt selbst ward mit zerschmetterter Kinnlade und zer­schossener Zunge gefunden und hat, wie wir nachträglich erfah­ren, in der nachfolgenden Nacht seinem qualvollen Dasein durch Erhängen ein Ende gemacht.

Frankfurt, 13. Sept. DieFranks. Ztg." bringt eine interessante Mittheilung bezüglich der Au-weisungS-Affaire. Be­kanntlich läuft der längste Termin, der zur Ausführung der Polizeimaßregcl festgesetzt ist, dieser Tage ab. Nun hat, wie das Blatt hört, die hiesige Polizei den Termin auf weitere sechs Wochen verschoben.Die Richtigkeit dieser Nachricht", fügt unsere Eollegin hinzu,sind wir nicht in der Lage, prü­fen zu können, da uns, wie wir zu unserem Leidwesen consta- stiren müssen, weder jetzt noch früher von Seiten der Betroffe­nen durch Mittheilung authentischer Notizen über den Stank der Dinge in irgend einer Weise Unterstützung zu Theil ge, worden ist." DaS ist eine durchaus berechtigte Rüge, der auch wir unS nur anschließen können. Die hiesige Presse hat wahr­lich in dieser Angelegenheit ihre Pflicht gethan. Sie hätte daher wohl mit Recht auf Unterstützung von Seiten der Be­theiligten rechnen dürfen.

Frankfurt. In der Nähe des Maine« ? zieht eben ein in den deutschen Farben angestrichenes Haus, von dessen First dem Beschauer einWillkommen" entgegenblickt und au« dessen oberem Fenster ein Portrait in der Gestalt eines Arztes aus dem 17. Jahrhundert hernieder sieht, die Aufmerksamkeit der Vorübergehenden auf sich. Es ist dieß derGasthof zur Stadt Darmstadt", in welchem am 19. Sept. 1683 einer der aus­gezeichnetsten deutschen Wundärzte, Lorenz Heister, geboren wurde. Der auf diese Weise Gefeierte ist der Begründer der neueren deutsche» Chirurgie, und e- ist ihm die Entdeckung zu verdan­ken, daß der Sitz des grauen StaareS in der Krystalllinfe zu suchen ist. Heister, auf dem botanischen Felde ein Gegner ginne«, studirte in Gießen, Amsterdam und Leyden Medizin, wurde 1709 Oberfeldarzt bei der holländischen Armee und bald darauf Professor der Anatomie in Altdorf und 1720 der Chi­rurgie in Helmstädt, wo er 1758 starb.

Pforzheim, 8. Sept. Das Tagesgespräch bildet hier ein bedeutender Golddiebstahl, dessen Cabinekmeister Aloys G. in der Fabrik des Herrn L. sich schuldig gemacht hat. Der Thäter bekleidet diese Stelle schon seit neun Jahren, genoß da« unbe- gränzte Vertrauen seines Fabrikherrn und bezog einen Gehalt von 2000 fl. Hiermit begnügte er sich jedoch nicht, sondern bestahl seinen Herrn während einer Reihe von Jahren in jeder Weise; nicht« war vor seiner Habsucht sicher, weder gemünzte- Gold, noch geschmolzene-, noch Waaren; selbst eine Anzahl zur Fabrikation erforderlicher Gegenstände eignete sich G. an, da er in wenigen Wochen ein eigene- Geschäft beginnen wollte. Aber glücklicher Weise erreichte ihn der Arm der Gerechtigkeit noch vorher; der Fabrikeigenthümer, durch einen kaufmännischen GeschäftSgehülfen aufmerksam gemacht, legte ihm eine Falle, in welcher der sonst so schlaue Betrüger sich fing. Bei der gerichtlichen Haussuchung fand man gemünzte« Gold im Werthe von 4000 fl., andere« Gold und Waaren für ungefähr 8000 fl. Außerdem soll G. eine beträchtliche Summ" in der städtischen Sparkasse stehen und mehrere tausend Gulden auf sein neue« Hau« angezahlt haben, welche- ganz fein eingerichtet ist.

Paris. Am 17. Aug. verstarb im Hotel Dieu, also in einem Armen-Hofpitale und im Alter von 105 Jahren, der Pole Franz Kurow-ki, ehemaliger Oberst der polnischen Reiter de« ersten Kaiserreiche«, Offizier der Ehrenlegion, Inhaber der St. Helena-Medaille und Ritter de- polnischen Orden« Vir- tuti militari.

Madrid, 10. Sept. Die Regierung hat zwei höhere Perwaltung«beamte, Munoz und Vallespino, nach Berlin ent­sendet, um die preußische Militärverwaltung und besonder« daS Rechnung-- und Lazarethwesen kennen zu lernen. Der Oberst- Lieutenant Vela«co von der Artillerie ist zum Militär-Attache bei der spanischen Gesandtschaft in Berlin ernannt worden.

Madrid, 11. Sept. Gestern fanden in Paterua di Ri­vera, Provinz Cadir, bedeutende Ruhestörungen statt., Ein Sergeant der Civilgarde wurde verwundet. Der Militärgou­verneur von Cadir brach mit Truppen nach Paterna auf, um die Ruhe wieder herzustellen.

Redaction, Druck und Verlag der Brübl'schen Druckerei (Fr. Chr. Ptetich) in Gießen.