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Feuilleton.

Aber Cvntbia, Du siehst ja wirklich fast eben so bleich aus, wie das sanfte e < e> n r - - k- «« treten!) # Qlg

zögernd. Deine Sünden denn wirklich eine sehr schwere Buße aufer-

leat worden? fragte der junge Mann in halb scherzendem Tone.

Sie stand still und sah ihn einen Augenblick lang sehr traurig an.

Ja Berthold, ach Gott, ja," seufzte sie dann. t k

So lass' mich Dir Absolution ertheilen, mein armes Kind," entgegnete der junge $an" . i sprich nicht ruchlos, thcurer Berthold!" rief Hyacintha.

' Ach, Du beweist mir ja eben jetzt, wie sehr Recht der Abbo batte." Recht'«? Nun, was konnte er Dir denn über mich sagen, Kind r fragte

d« >»! M°nn -.«-« ungeduldig. ($ort(,6na

Mir taucht, Capitän Berthold macht starke Fortschritte in Hyacintha- Neigung' aber das arme, unschuldige Kind darf doch nun und mmmermehr einen Mann heirath.n, an dessen Händen Blut ktebt. - Wollen w>r in« -»au«

Rückkehr erwarten. Er wird bald wieder

°" fD6ne ,n sprechen hatten beide kaum einige Minuten neben einander g°. sessen, als Hyacintha plötzlich freudig ausrief:

Ab sieb nur dort kommt er schon!

Mit Schmerz und Mißvergnügen blickte Felicie auf das strahlende Antlitz, mit welchem Hyacintha Berthold empfing, und dm unverkennbaren Ausdruck inniaer Liebe, der aus den Augen Berver strahlte.

Ö Ich muß den Abbö de Frümont nur so rasch tote nur irgend möglich um seinen" Besuch bitten lassen und ihm dann mit einigen Winken zu Hulse zu kommen," dachte die gute Französin bei sich selbst.

bringen. wünschte dies gewiß eben so sehr, mein liebes Kind."

"Ack Felicie," fuhr Hyacintha fort,die Träume, welche ich wahrend meiner Krankheit hatte, waren doch wahrhaft entsetzlich."

Die Französin blickte schnell in d.eZHohe.

Hyacintha sah leichenblaß aus und sogar thre Ltppen waren jetzt ganz

wahr, Sie haben ihn noch nicht wtebergesehen <"

Nein, ich beabsichtige, mich eben jetzt zu ihm zu verfugen, war die Antwort.

"Capitän, wollen Sie die Güte haben, mich zu begletten und mich bei dem gnädigen Herrn anzumelden oder soll ich Berner voraufsenden ?"

^Nein, nein, ich werde mit Ihnen gehen," sagte Berthold, der sogleich be­griff, daß jene Aufforderung Willert's nur dazu bestimmt war, ihm einen Wink iu aeben, daß dieser mit ihm zu reden wünsche.

®Wirst Du es entschuldigen, wenn ich Dich auf einige Augenblicke allein

,r I JjfX wenige" Abende" später im Hellen Mondscheine gedankenvoll auf ihrem Lieb- lingswege im Blumengarten auf und nieder schritt.

Warum so trübe, warum so in Dich selbst verloren, Geliebte?

",Jch habe heute gebeichtet, Berthold," sagte sie nach einer kurzen Pause

ten^ein. Sic «inn-rk sich zwo. Aste«, wo- währcud ihr-- St-r-k-ampf-s mit ihr v-rg-follm ist," sogt- Berthold,ober auf Doctor Sommer« Roth haben wir ihr eingerevet, sie habe das Alles nur geträumt. «.maMmi

Der Informator schwieg, denn in seinem Innern kämpften die verschieden artigsten Empfindungen mit einander und er fühlte sich von Gedanken bestürmt, über welche er sich im Augenblicke kaum selbst Rechenschaft zu geben wußt^

Und sind irgend welche Spuren von der Leiche unseres armen Carls entdeckt worden?" fragte er nach einer Pause.

^"E'A?HMintha war ja so außerordentlich erstaunt über den Schreck, den

<d) ^Jst^s'ch^d^ennbvielleicht gar nicht bekannt, daß sie für todt gehalten wor-

lasse, ,segnete unsere junge Freundin. Beeile Deine Rückkehr

um meinetwillen doch durchaus nicht, Berthold. Felicie hat mir versprochen, in wenigen Minuten hier zu sein. Ich bleibe also sicherlich nichtlange allem. Und siehe da, hier ist sie schon mit Strickzeug und allem Zubehör.

Berthold blickte sich um und sah die Französin, die überhaupt ihr junges Fräulein niemals lange aus den Augen zu lassen pflegte, sich.nähern.

ö Mit einem zärtlichen Blicke auf Hyacintha wandte er sich ab und schritt

a,° pk-tz.

* ®Ä" nur, Berthold, wie häng, die« Al,.« denn

eiaentlich zusammen? Mir ist, als wandelte ich im Traume.

0 Als ich abreiste, lag Hyacintha im Sarge und nun, da ich Wiederkehre, 1a^°7,"-«'"wo^--L"° 'ontw°rt-t- B-rthold. Ick. ging in °°« Zimmer, in welchem der Sorg stand, um st- »nm >-tzt-n Male zu sehen, und Ich?°b'°st"°s°gleich au"s"^d-m^Sarge.' Wir'wandten wied-rbel-h-nd- Mittel an, verhnüten den Sarg vor ihren Blicken nnd dann begann sie sich nach und

"** Mb'-r°warnm schrieben Sie nicht sogleich an mich und ch-ilt-n mir die« I 7bm'selbst," sagte Berthold, zu Hyacintha tretend

wunderbare Ercigniss mit? fragte Willert, dessen Ansr-gnng hn Ntzk s° s-»' | Abende später im Hellen Mondscheine gedankenvoll auf ihrem

i'.kl^ninnnte daß er, um sich zu stutzen, sich an den (stamm einer ^ilye iiyuu- mun' weil mir Ihre Adresse unbekannt war," gab Berthold zurück.

D-r Informator sprach kopfschüttelnd seinen Verdruss aber die eigen- G-.

Mio 11 a in i- 11 I n r P 1 -Richt die geringsten," war Berthold'- Antwort. .

ßlt U a m C n IJ | t. j. tie b£it)cn Polizisten, welche wir bi« 1-ht hier gehabt haben,

Novelle von Theodor König.ich, t61 tic ,üch,igsten ihre« Faches," sagt! der Informator.

kgiorllebuna 12-tzk habe ich au- der Stadt -inen Mann ,n uni heraus bestellt, von

Aber mir träumte, ich besände'mi'ch' im Waide am Ende de« Park.« und d.w

hörte dort, wie Du Dich mit Deinem Bruder zanktest. Du sagtest Niemand in der Welt größere Ursache haben kann, eine Aufklärung dieses

Berthold war so bleich wie der Tod und sie sah, wie seine Lippen bebten, entsetzlichen ^hnmn'Ists ^ine^Vattrs'und um^Hyacintha'S willen geschehen, In diesem Augenblicke aber ließ sich ein wilder Schrei Horen, ein Schrei, B $ Stande, das Leben hier auf dem Gute noch langer

bei welchem Beide unwillkürlich erschrocken zusammenzuckten. XLen

Berthold sprang rasch empor und sah nun m der Entfernung »on nur i allein, daß ich den Verlust eines Zwillingsbruders tief und schmerz-

wenigen Schritten, wie zur Bildsäule erstarrt, dennd) ,u betrauern habe, muß ich mich auch in der ganzen hiesigen Gegend noch vor Schrecken und grenzenlosem Erstaunen über Hyacmtha, die er im Grabe nq z ^^^^n Verdacht gebrandmarkt sehen."

wähnte und plötzlich lebendig vor sich sitzrn und zu Berthold reden horte, bl ß ^othwendigkeit, die Nachforschungen auf'S Eifrigste und Sorgfältigste

und entsetzt wie ein so eben der Gruft Entstiegener aussah. ... h fortrusetzen, erscheint also eben deshalb nur um so dringender, entgegnete Willert.

Er war am Parkthore aus feiner Postchaise gesprungen, um sich wahrend i I B schreck über das Wiedersehen jenes armen Kindes hat mich aber so der Fußwanderung nach dem herrschaftlichen Hause desto ungeßorter auf ba außerordentlich angegriffen und erschöpft, daß ich mir vor Allem ein Glas Wein Zusammentreffen mit dem Baron vorbereiten und besten Art und We-ft nach- A^oenMch^ang^g^^ fa^en?"

denken zu können, wie dem alten Herrn die Nachricht vom Tode seiner Adoptiv Berthold willigte ein und bot dem Informator zur Stütze seinen Arm, den 1 ch Von dem wunderbaren Wiedererwachen des jungen Mädchens zum Leben auch^annahm^ Qn Hyacintha'« Seite Platz genommen und fragte konnte ihm also nicht das Geringste bekannt fein. m wer es fei, der sie soeben mit Berthold verlassen.

Berthold, der die Ursache seiner Erschütterung und grenzenlosen Verwun- Wi^rt," entgegnete das junge Mädchen,und weißt Du,

derung natürlich sogleich errieth, sprang auf ihn zu, ergriffseine Hanb> unt> ' , jn Benehmen war ganz außerordentlich sonderbar.

willkommnete ihn scheinbar in ganz gewöhnlicher Weise, wahrend er ihm jedoch ö ynd ^ive hier beisammen fand, stieß er einen lauten Schrei aus,

leise die Worte zuflüsterte: - . welchem ich erschrocken zusammenfuhr.

Es war nichts wie em Starrkrampf. Sie lebt. Suchen Sie Ihr Er- b7nn fragte, was ihn dazu veranlaßt, antwortete er mir, er

staunen vor ihr zu verbergen." i(r bariiber kaum selbst Auskunft zu geben. Es fei ihm gewesen, als

Der Informator, welcher über fein Aeußeres von »eher große Gewalt be- w'flihm "ötzlich eine Erinnerung wieder."

sessen hatte, bewies diese auch jetzt. Mcie errieth die Wahrheit, neigte sich jedoch tief auf ihr Nähzeug nieder.

Wiewohl er vom Kopfe bis zum Fuße vor Aufregung zitterte, so bedurfte Vielleicht war es die außerordentliche Aehnlichkeit des Capitans mit dem es doch nur eines einzigen Augenblickes, um ihm äußerlich feine völlige Ruhe ^men" Monsieur Charles, was ihn in jenem Augenblicke so außerordentlich

schritt auf Hyacintha zu, sagte ihr, er fei erfreut, sie so außerordent- fmerjüufregt^e, ^^e^Hyacintha.Ach, Felicie," fügte sie dann

lich viel wohler wiederzufinden, wie er sie verlassen, und fragte mit fast völlig kann Dir gar nicht sagen, wie außerordentlich ich wünsche, es möchte

ruhiger Stimme, wie es dem alten Herrn wahrend semer Abwesenheit ergangen fei. i , » « gelingen, ttwas Zuverlässiges über fein Schicksal in Erfahrung zu

Hyacintha, die ihre Verwunderung über den Aufschrei, mit welchem er sich I »ns enonaj s« «b ,

-nerst eingeführt hatte, nicht zu überwinden vermochte, blickte ihm, während er sprach, fortwährend nachdenklich in'S Gesicht.

Ich freue mich, Sie wiederzusehen, Herr Willert, sagte sie, aber warum mußten Sie aufschreien, als würden Sie plötzlich eines Geistes ansichtig?

Wüßte ich es doch wirklich kaum selbst zu sagen," entgegnete der Infor­mator" mit einem flüchtigen Seitenblicke auf Berthold. i f M .

Es war mir, als kehrte mir plötzlich eine Erinnerung wieder. 'aTUl ein Gegenstand, worüber wir nicht sprechen dürfen, wenn Sie

Unserem guten Papa wird es außerordentlich lieb fein, daß Sie wieder ' krank werden wollen, liebes Kind!" rief sie aus.Fühlen Sie

da sind. Er hat viel nach Ihnen gefragt," ^3^ Hyacintha, wahrend ihr Auge nicht auf« Jieue

«doch noch immer verwundert und forschend auf Willert S Antlitz haftete.Nicht sich I P mur rool)| Erschöpfung fein," flüsterte das arme Mädchen,denn ' - ' ' 1 ., c'je/t und mir beben die Glieder trotz des schönen warmen Sonnenscheins.

Felicie, ich möchte wieder einmal den Zuspruch eines Priesters Horen.

Es ist jetzt schon sehr lange hcr, seit ich zum letzten Male berichtete.

Ein guter, frommer Wunsch, liebes Kind," sagte Felicie.Im nahen Landstädtchen hält sich augenblicklich gerade der Abb^ de Fremont aus.

Soll ich hinsenden und ihn bitten lassen, hierher zu kommen?

O ja, ja, thue das doch, liebe, gute Felme," bat Hyacintha.

"Sein Zuspruch, sein Trost würde meinen Ge.st so außerordentlich aufr.chten Ö, wie dankbar bin ich Dir schon im Voraus, meine liebe, gute Seltne l Das kommt mir sehr, sehr gelegen," dachte die Letztere bei sich eM Auch ich möchte sehr wünschen, die Meinung und den Rath des geistlichen