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Nedaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (F.r- Chr. Pietsch) in Gießen.

gebunden, um gleichzeitig ihr vor 14 Tagen fand sich an Schnitzspahn's

durch gemeinsamen Sprung in das Wasser Leben zu endigen; dabei muß die Schürze der aufgefundenen Schäfer gerissen sein, denn sie den beiden Schurzen der gestern gefundenen vor. Die jüngste Schnitzspahn scheint einen

ausgeraubt und selbst die heilige Mutter Gottes zu Atocha chestohlen habe, wolle sie der katholischen Kirche auch ihr letztes Eigenthum, die Bibliotheken und Archive, rauben.Diese Schandthat", erklärt die frommeGegenwart",empörte endlich selbst die geduldige Seele eines Mönches. Verdient nicht dieser Mönch für einen einfachen Meuchelmord Gnade, und wenn auch nicht den Titel eines Märtyrers, doch mit Recht den eines bedauernswürdigen Opfers seiner ausgearteten Ueberzeugung?"

Wien, 31. Ian. DieReue fr. Pr." schreibt: Der alte General Dufour bat den österreichischen Orden angenommen, welcher ihm für seine Betheili- gung an dem internationalen Congreffe für Kran­kenpflege im Kriege geworden, obwohl der Bundes- rath sich dagegen ausgesprochen hatte. Die Schwei­zer nehmen das dem 81jährigen Dufour sehr übel, der übrigens seit langer Zeit Großkreuz der Ehren- legion ist, und somit den österreichischen Orden mit Hinweis darauf, daß er als Schweizer keinen frem­den Orten tragen könne, füglich nicht ablehnen konnte. Aber die Schweizer haben auch die Annahme der Ehrenlegion seinerzeit nicht gebilligt, und sie mögen das halten, wie sie wollen. Wenn aber dieNord­deutsche Allg. Ztg." den General Dufour dcßhalb tadelt und den Schweizern beistimmt, weil eben Du­four einen österreichischen Orden onnahm, so ist das geradezu lächerlich.In Genf", schreibt dieNord­deutsche Allg. Ztg.",ist bekanntlich die Bandwurm­krankheit zu Hause, welche auch der Bundesrath nicht so leicht wird heilen können." Derlei schreibt heut­zutage ein ministerielles Blatt, das in Preußen er­scheint, wo bekanntlich jeder zweite Mann einen Ad­ler- oder Kronenorden oder ein allgemeines Ehren­zeichen am Rocke trägt. Dieses Blatt spricht von der Bandwurmkrankheit in Genf, während am 18. d. in Berlin ein Ordensfest abgehalten wurde, aus Anlaß dessen auf einmal 1981 Orden verliehen wurden! Welche Balken haben diese Berliner Split- terrichter im eigenen Auge unv wie pharisäisch ur­teilen sie über Andere! W^r möchten wohl wissen, ob dieNorddeutsch Allg. Ztg." von Bandwurm­krankheit in Genf zu reden wagen würde, wenn Dufour einen preußischen Orden anzunehmen in die Lage versetzt worden wäre?

Berlin, 1. Febr. DerStaatsanzeiger" publi- rirt bas Budget für 1869 und die Einberufung des Bundesrathes auf den 15. Febr. Wie dieKreuz-, zeitung" meldet, ist die Einberufung des Zollparla­ments auf Mitte Mai beabsichtigt.

Düsseldorf, 28. Jan. Vor einigen Tagen meldeten sich auf dem hiesigen Polizeiamte drei Han­noveraner, welche auS der im Innern Frankreichs weilenden Welfenlegion desertirt waren. Denselben wurden die M-ttel zur Weiterreise nach Hannover, um welche sie gebeten batten, gewährt.

Frankfurt, 1. Febr. Wie dieFranks. Ztg." mittheilt, hat die königl. Eisenbahndirection in Kassel auf die Miethe, welche der Pächter des Gasthauses zurWestendhalle" an die Stadt Frankfurt zu zah­len hat, Anspruch erhoben, und wie es heißt, die­selbe sogar mit Beschlag belegen lassen. Da die Westendhalle unzweifelhaft Eigenthum der Stadt Frankfurt ist, unv sogar in dem Rcceßentwurf als solches anerkannt ist, so sind wir schreibt dieFr. Ztg." begierig, zu erfahren, welche Stellung die Frankfurter Behörden zu diesem neuen Versuch neh­men werden, das Privateigenthum der Stadt Frank­furt dem preußischen Staateeinzuverleiben".

Karlsruhe, 1. Febr. DieK. Z." schreibt: wie aus den öffentlichen Blättern bekannt, wurde Bürgermeister Max Stromeyer in Konstanz durch Erlaß des erzbischöflichen KapitelsvicariatS vom 14. Januar, unterzeichnet von dem derzeitigen Kapiku- larvicar der Erzdiözese, Weihbischof Lothar Kübel, von den kirchlichen Gemeinschaftsrechten und von dem Empfange der heil. Sacramente insolange aus­geschlossen, bis er in sich gehen und seine kirchlichen Pflichten erfüllen werde. Die Eröffnung des kirch­lichen Erlasses erfolgte durch Schreiben des kath. Pfarramts St. Stephan vom 23. Januar l. I. Bürgermeister Stromeyer gab dem Großh. Bezirks­amt Konstanz officielle Kenntniß von dem Geschehe­nen unter Vorlage der Actenstücke. Auf den amt­lichen Bericht, welcher am 25. Jan. dahier einkom, erstattete das Großh. Ministerium des Innern, weil durch 'das Verfahren der Kirchenbehörde die Bestim­mungen der §§. 618 (Wer Gewalt oder Drohun­gen mit Gewalt gegen obrigkeitliche Personen an­wendet, um sie zu der Erlassung oder Zurücknahme einer Verfügung oder Anordnung, oder zu einer an­dern Amtshandlung zu nöthigen, oder sie wider ih­ren Willen von einer Amtshandlung abzuhalten, wird mit KreiSgefä'ngniß nicht unter 3 Monat oder Arbeitshaus bis zu 3 Jahren bestraft." In specie sagt das Gesetz, betr. die Bestrafung von Amtsmiß« bräuchen der Geistlichen:Der (oben citirte) §. 618 findet Anwendung gegen Diener der Kirche, welche zu den in jenem Paragraph angegebenen Zwecken kirchliche Strafen androhen, oder deren Androhung eröffnen, solche Strafen aussprechen oder vollziehen.") und 686c. des Str. - Ges. - Buchs verletzt erscheinen, sofort Vortrag an Großh. Staatsministerium. Auff den Beivortrag des Großh. Justizministeriums er­ging am 28. Januar Entschließung aus Großh. Staatsministerium, wornach zur strafgerichtlichen Ver­folgung des Bisthumsverwescrs, Lothar Kübel in Freiburg unv des Pfarrverwesers Michael Burger in Konstanz auf Grund der gegen den Bürgermeister Stromeyer ausgesprochenen Excommunication wessen Mlßbrauchs des geistlichen Amtes die höchste Geneh- migung ertheilt und das Ministerium des Innern beauftragt wurde, den Obcr-Staatsanwalt bei dem Großh. Kreis - und Hofgericht Freiburg hiernach anzuweisen. Die Großh. Staatsanwaltschaft erhielt demgemäß die erforderlichen Weisungen, und auf Antrag derselben hat die Raths- und Anklagekam­mer beim Großh. Kreis* und Hofgericht Freiburg durch Beschluß vom 30. Januar den kreisgericht­lichen Untersuchungsrichter, Kreisgerichtsrath Deim­ling, mit der Führung der erwähnten Untersuchung beauftragt.

Wien, 30. Jan. Die Ermordung des Gou­verneurs von Burgos wird von den klerikalen Blät­tern als ein Act der Nothwehr entschulvigt. Am Offenherzigsten spricht sich die in Wien erscheinende ultramontaneGegenwart" aus. Dieses Jesuiten­organ beklagt zuerst das Aufhören der Glaubens­gerichte und der Verbrennung der Ketzer mit den Worten:Das katholische Volk in Spanien zu- sammt seinen Fürsten-wies die Heiden, Juden und Sectirer, die Aussendlinge der Hölle, von sich, und es erwehrte sich in jenen Zeiten, da das furchtbare ^Recht des Feuers in den Staaten Europa's noch herrschte, ihres massenhaften Andringens durch AuS- ^^ng dieses, für unsere verzärtelten Humanitäts- Wver so entsltzlichen Rechtes". Jetzt, nachdemdie ^^utionspartei" alle andern Kirchengüter bereits

Vermischtes.

Giessen, 3. Februar. Trotz dxr von namhaften Män­nern ausgegangenen Empfehlung zur zahlreichen Unterzeichnung der Adresse an'©. K. H. den Großherzog, betreffs Regelung und Neugestaltung unserer kirchlichen Verhältnisse, hat die Un­terzeichnung derselben, wie wir vernehmen, bis dahin einen sehr dürftigen Erfolg gehabt, ein Resultat, welches wir im In­teresse der Sache selbst sehr beklagen müssen, zumal in andern hessischen Städten, auch abgesehen von Darmstadt, wie Offen­bach und Friedberg, die regste Theilnahme sich kund gibt, wie sie der Gegenstand verdient. Gerade die Univeisitätsstadt, die Trägerin der Bildung und Intelligenz, sollte als Vorbild voran­leuchten und nicht fast stumm und theilnahmlos zurück bleiben. Hoffen wir, daß viele Säumige noch vor Schluß der Adresse (10. Febr.) durch ihre Unterschrift ihre Zustimmung zu derselben zu erkennen geben werden!

Mainz, 29. Jan. Heute Nacht ereignete sich in der Wohnung deS Herrn Pedell Sommer in der kleinen Emme- ransstraße ein höchst bedauernSwertheS Unglück. Der achtzehn­jährige Sohn des Genannten schläft in,einem nach der kleinen EmmeranSgaffe gehenden Zimmer zu ebener Erde. Die dort dicht an dem Gymnasialgebäude laufende Gasleitung scheint eine bedeutende Beschädigung erlitten zu haben, und fand in Folge dessen eine starke Gaöausströmung Statt. Das Gas fand seinen Weg in das Zimmer des jungen Mannes und ver­breitete sich dort in solch bedeutender Quantität, daß der Schlafende erstickte und am heutigen Morgen todt aufgefun­den wurde.

Mainz. Don hier wird eine neue Art der Neclame gemeldet. Vor einigen Tagen waren nämlich die Passanten d-r großen Bleiche und Sackgasse nickt wenig erstaunt, auf dem Pflaster eine Unmasse papierner Cigarrentäschchen, je zwei Cigarren enthaltend, vorzufinden. Die Täschchen, in denen die Cigarren theilweise zertreten waren, trugen die Firma eines hier woh­nenden Specerei- und Cigarrenhändlers.

In Berlin ist'S in' einer Arbeiterversammlung zwischen den Lassalleauern und Schultze-Delisch's zu einer Schlacht ge­kommen. Die Laffalleaner stimmten die Marseillaise an, ließen Schweitzer hochleben und hiebenin der Begeisterung, für die Sache der Arbeit die erste Schlacht schlagen zu können", mit Stöcken, Schlittschuhen auf ihre Gegner ein, die Schultze leben ließen. Schweitzers Social Demokrat rühmt,es fiel Hieb auf Hieb auf die feindlichen Schädel, die Unserigen stan­den im Kampfe fest wie die Felsen in der Brandung der See; ihre Haltung war vo>züglich." Die Verwundungen wa­ren sehr zahlreich.

Berlin. Hier hatte ein Vorfall bei Ausübung der Kirckendisciplin iw Betreff des Brautkranzes durch den Predi­ger Fournier Aufsehen erregt und Seitens des Predigers eine Berichtigung der in der hiesigen Presse umlaufenden Anga­ben veranlaßt. Jetzt ist im Bureau der Staatsbürger-Zeitung der Bräutigam, welcher mit seiner Braut vor dem Traualtäre so schwer gekränkt worden, persönlich erschienen und hat fol­gende Erklärung abgegeben:Der von der Staatsbürger- Zeitung in Bezug auf mich und meine jetzige Frau mitgetheilte Vorfall ist buchstäblich genau so erzählt, wie er sich zugetragen hat. Ich habe Anfangs gewünscht, daß der Vorfall nicht in

die Oeffentlich gelange; allein da eS jetzt einmal geschehen ist, und Herr Fournier die Dreistigkeit gehabt hat, seine Thal öffentlich abzuläugnen, so will ich, daß die Wahrheit vor aller Welt und auch vor Gericht an den Tag komme, um so mehr, als meine Frau gleich nach dem Vorfälle fieberisch erkrankt, und jetzt in unrichtige Wochen gekommen ist, nach Aussage der Hebamme einzig und allein in Folge der krampfhaften Aufre­gung, in welche sie bei der Trauung durch die ihr zugefügte Mißhandlung deS Predigers versetzt worden ist. Der Schlag, den derselbe meiner Frau an meiner Seite ins Gesicht gab, war auch nicht etwa bloS ein sanfter Backenstreich, sondern eine Ohrfeige, deren Schall ich und mit mir auch jeder Trau­zeuge hörte. Ich bin entschlossen, gegen den Ober-Consistorial- rath Fournier bei der Staatsanwaltschaft eine Denunciation wegen MißbrauchS der Amtsgewalt einzureichen." Vei der hohen amtlichen Stellung Fourniers macht die jetzige Berich­tigung einer wahrheitswidrigen öffentlichen Erklärung begreif­licher Weise ein noch viel größeres Aufsehen. DaS Consi- ftorium hat nunmehr die Staatsanwaltschaft zur gerichtlichen Verfolgung der Angelegenheit veranlaßt.

Frankfurt, 1. Febr. Sonntag Morgen gelang e« dem Besitzer der Schwimm- und Badeanstalt, Hrn. Kleeblatt, die Leichen der beiden Sachsenhänser Mädchen vor dem eisernen Gitter des Winterhafens unter dem Eise aufzusinden. Es be­durfte einer anstrengende» Arbeit, bis man die beiden noch sehr wohl erhaltenen Leichen an das Land schaffen konnte. Daß seiner Zeit die drei Mädchen gemeinsam den Tod gesucht und gefunden, steht nun außer allem Zweifel. Vor der That hat­ten sich die drei Lebensmüden mit ihren Schürzen zusammcn-

schweren Todeökampf bestanden zu haben, denn dieselbe hatte sich die Zunge auf der einen Seite durchgebissen. Eine große Menschenmenge eilte auf die Nachricht von dem Auifinden der Leichen an den Winterhafen. Jeder stand, bei dem anerkannt guten Rufe der drei Mädchen, vor einem bis jetzt noch nicht gelösten Räthsel. Der freiwillige Tod der drei Mädcken ist psychologisch um so merkwürdiger, als sie, in guten Verhält­nissen lebend, jeder Zeit ein heiteres Gemüth bekundeten.

Amerika. Die Tochter des Commodore Meade in Ame­rika wollte sich gegen dessen Willen verheirathen. Um ihren Zweck zu erreichen, steckte sie sich hinter zwei Aerzte, gewann den Director einer Privat-Jrrenanstalt und ließ ihren Vater einsperreu. Während der Vater in Gesellschaft von Irren in Gefahr geräth, aus Schmerz über ben Undank der Sei- nigen wirklich den Verstand zu verlieren, hält die Tochter fröhliche Hochzeit, wobei die Champagnerpfropftn knallen. Als Verdacht entsteht, daß nicht Alles mit rechten Dingen zuge­gangen, gibt die Frau sich dazu hrr, Zeugniß wider ihren Mann abzugeben. Der Erste, welcher sich des unglücklichen alten Mannes annabm, war ein Deutscher, welcher Gelegen­heit gehabt hatte, ihn kennen zu fernen, und auf den er durchaus den Eindruck eines geistig gesunden Menschen gemacht. Ter Polizeirichter griff die Sacke mit.Energie an, ließ den Eingesperrt?n zu sich kommen und überzeugte sich gleichfalls von seiner Gesundheit. Meade wurde entlassen und seine Toch­ter verhaftet.

* Ein Roman und doch fein Roman! Der Trä­ger eines stolzen Namens, Herr v. *, der nebenbei Besitzer eines unermeßlichen Vermögens war, verfügte nebst vielen tob­ten Juwelen auch über ein lebendes, in Gestalt eines jungen, blühendes Mädchens, welches der alte Herr auf einem seiner Schlosser verwahrte, damit seine Eifersucht nicht Nahrung in dem Geräusch der großen Stadt erhalte, aber auch, damit die jugendliche Dame gesunde, gute Landluft genieße, denn sie fühlte sich Mutter. Im Jahre 1841,im wunderschönen Monat Mai", schrieb Herr v. * an seine Geliebte, er habe für die nahe bevorstehende Geburt seines illegitimen Sprossen ein Codicill verfaßt, in welchem er denselben fürst lich be­dachte. Allein der Mensch denkt und Gott lenkt! Bevor noch dieser Brief an seinen Bestimmungsort gelangt war, hatte den alten Herrn der Schlag gerührt und war im Jagd­schlösse desselben ein gesundes Knäblein zur Welt gekommen. Cs kam die Gerickts-Commisfion, das Testament ward eröff­net, die zwei legitimen Töchter, beide schon verheirathet, wa­ren zu Universal-Erbinnen eingesetzt, allein vop einem Co­dicill war feine Spur zu finden. Die Dame, welche dem Herzen deS alten Herrn so nahe gestanden, erhielt eine zeit­lang da« Gnadenbrot; allein bald war fie, ihr Knabe und die Mähr" vom Codicill vergessen. Jahre gingen darüber hin. Der illegitime Knabe wuchs heran, fhibide in B. Medicin und hatte ohne die geringste Ahnung von seiner Abstam­mung , die ihm seine Slutter sorgsam verschwiegen im Jahre 1866 seine Universitätsstudien absolvirt. Damals suchte Frau v. **, die Tochter jenes alten, verstorbenen CavalierS, für ihren halb herangewachsenen Majoritätserben einen !Hof- meister und engagirte unfern Helden. Sie ahnte nicht, daß eS ihr Halbbruder sei. Der Hofmeister erhielt den Auf­trag, die Bibliothek für seinen jungen Zögling einzurichten. Da fand sich unter vielen alten Schriften eine Aufzeichnung, welche den Handgriff enthielt, mittelst dessen die geheimen La­den eines alten Möbels, eine«Familien-SchreibtischeS", geöff­net werde» könnten. Man versuchte, man öffnete die vom Roste angefreffene Lade und fand das Codicill, in welchem der alte Herr dem Kinde seiner Liebe das runde Sümmchen einer Million legirt hatte. Der Hofmeister berichtet die eigenthümliche" Geschichte seiner Mutter, diese aber beeilte sich nunmehr, ihrem Sohne mitzutheilen. daß er von Rechts­wegen der Anspruchnehmer dieser Kleinigkeit sei, welche im Laufe der Zeiten durch Zinsen um ein Erkleckliches angewach­sen ist. Da die Erben gutwillig das Codicill nicht anerkennen wollen, io dürfte es nunmehr zum Prozesse kommen. Die An, gelegenheit wurde i» die Hände de« Hof- und Gerichts-Advo­katen Dr. Lewinger gelegt und dürfte wohl einer der interessan­testen Prozesse der Neuzeit werden.

%* Der Korb.Nun, Ihre Tochter ist geworden Braut mit dem Kurzwaarenhändler Gutherz? ©ratulire! Aber, hätte der Mann bei uns angehalten, von mir hätte er bekommen einen Korb."Das glaub' ich Ihnen! Awer waS für en Korb hätt' er bekommen. E Korb voll Töchter!"