2138) Mitleser zum Frankfurter Journal und Kladderadatsch sucht Emil Piftor.
2096) Ein gesitteter Junge kann als Hausbursche eintreten bei
________________H. Hochstatter.
2103) Unterzeichneter empfiehlt sich zur Uebernahme von Zimmerarbeit und versichert reelle und billige Bedienung.
G g- Ruckstuhl, Zimmmermeister, wohnhaft an der Neustädter Schoor, der Hartmann'schen Schanze gegenüber.
2105) Eine kleine ruhige Familie sucht eine Wohnung von zwei Zimmern, einem Cabinet nebst Zugehör, welche in 2 bis 3 Monaten bezogen werden kann- Näheres bei der Exped. d. Bltts.
2091) Wir nehmen noch fortwährend Mädchen und auch noch einige Mimner zu dauernder Arbeit gegen guten Lohn an. — Dann kann auch Garn außerhalb der Fabrik geweift werden.
Gail'sche Wollenspinnerei.
Theater.
2142) Am Mittwoch den 1. April findet das Benefiz für Frl. Schlüter statt. Da die junge Künstlerin sich durch ihr allerliebstes Spiel, wie ihren Gesang, schnell die un- getheilte Gunst oer hiesigen Theaterbesucher erwarb, so ist derselben ein gut besetztes Haus mit Gewißheit in Aussicht zu stellen. Frl- Schlüter's Wahl fiel ans drei allerliebste Stücke, ein Lustspiel und zwei Vau- devill's, die von Humor sprudeln, verbunden mit reizenden Gesangs-Mccen. Da unserem kunstsinnigen Publikum oer Besuch des Theaters nur noch zwei Mal vergönnt ist, indem unsere Theater - Direktion am Freitag den 3. April die Saison schließt, so möchten wir hier den Wunsch aussprechen, daß zu dem Benefiz der Frl. Schlüter recht zahlreiche Besucher sich einfinden und der jungen Künstlerin einen Beweis geben, wie sehr sie nns durch ihr lebhaftes Spiel erfreut und dankbare Anerkennung gefunden hat.
X.
W. Spindler's Färberei in Berlin.
2137) Nächste Absendung: Donnerstag den 2. April. Kath. Münch.
2135) Herr Kegel ist nicht mehr in meinen Diensten. Pitthan im Adler.
2098) Ein Gymnasiast findet Kost und Logis. Bei wem? sagt die Exped. d. Bl.
2049) Ein Lehrling kann bei mir unter günstigen Verhältnissen in die Lehre treten bei Bernhard Kullmann, Spengler.
Handels-Lehr-Jnstitut $u Büdingen
mit Pensionat.
2109) Das diesjährige öffentliche Examen findet Statt am 31. März und . April.
Das Sommer-Semester beginnt am 16. April a. c. Auf das theoretische und ractische Erlernen der modernen Sprachen, der kausmännischen Wissenschaften re- nrd hauptsächlich Gewicht gelegt- , . r .
DieBefähiguug zum Freiwillig en-Examen wird durch Absolvirung er 1. Klasse sicher erlangt-
Honorar für Pension und Unterricht beträgt p- a. fl- 250. — Prospekte besagen as Nähere- Anmeldungen werden alsbald erbeten.
Büdingen (Eisenbahnstation Meerholz) im März- 1868.
Der Director: Ottensoser.
2050) Einem geehrten Publikum bringe ich meine Buchbinderei in empfehlende Erinnerung.
I. C- El ar, Sonnenstraße.
Z Theater in Gießen. (Im Caf^ Leib.)
Abonnement suspendu.
Mittwoch den 1. April 1868.
Zum Benefiz für Frl- Mathilde Schlüter: Der Lügner und sein Sohn.
Lustspiel in Akt, von Collin d’Harleville.
Hierauf:
Die Wiener in Berlin.
Vaudeville in 1 Akt, von Carl Holtet. Zum Schluß:
Der sächsische Dorsschulmeister und die Berliner Nähterin, oder:
Wir nehmen auch Ausländer.
Posse mit Gesang und Tanz in 1 Akt, von E- Pohl.
Donnerstag den 2. April r Nächste Abonnements-Vorstellung.
W. Kern, Direktor-
2139) Unser Geschäftsloeal bleibt von heute an geschlossen, «nd bemerken wir sür die, welche noch Zahlungen an uns zu machen haben, daß solche bis zum 13. April in unserer seitherigen Wohnung am Kreuz in Empfang genommen werden. Gebrüder Heß.
Börsennachrichten.
28. März 1868.
Preuss. 41/2o/o Obi. 957/a Frankf. 3V?/g Obi. 813/a Nass. 41/2% Obi. 943/4 Kurh. 40/g Obi. —
Hess. 4«/0 Obi. b. Roths. 90
„ 31/2% do. do. —
Bayer. 5% Obi. 101 1/2
„ 4</2°/o 1jährige 933/g
„ 41/2% '/2jährige 933/z
Würtemb. 4'/2% Obi. 933/g Baden 4 Obi. c. E.L. 933/4
Oestr. 5% b. R. 643/a
„ SO/q National 54
„ 50/0 Metall. Obi. —
„ M. steuerf. 51'/a
1 Amer. 6% 1882r Bds. 751/4 j „ 6% 1885r 73'4
Actlen.
Frankf. Bank 1243/a
Oester. Bank 726
„ Creditaet. 194
Darnist. Bankact. 229'A
Prioritäten.
50/0 östr. F. St. E. B. 2591/2 Ludwigsh.-Bexbach 156 Maxbahn 1063/g
Bayer. Ostbahn 120’/a Hess. Ludwigsbahn 1331/2 50/0 östr. Stsb.-Prior. — 3% östr. s. Lombard. 423/a 30/0 Livorneser 27% Toscaner 41 l/2
Frankf. Hypoth.-Bank — Frankf. Vereins-Kasse — 50/0 Elisabeth-Prior. 723/4 do. II. Emiss. —
Anlelieiisloose.
Kurh. 0 Thlr. Loose 555/a Nassau fl. 25 b. Roth. 351/2 Gr. Hess. fl. 50 b. R. 145 Gr. Hess. fl. 25 b. R. 38'/4 4°/0 bayr. Präm. Anl. 991/g 4O/o badische Loose 981/2 Badische fl. 35 Loose 511/4 1858r Prioritätsloose 136'/2 1860r Loose 725/a 1864r „ 888/4
Wechsel.
Amsterd. k. S. 1005/a Augsb. k. S. 993/4 Berlin k. S. 105 Bremen k. S. 98 Cöln k. 8. 104% Hamburg k. S. 885/a Leipzig k. S. 105 London k. 8. 1193/4 Lyon k. 8. — Paris k. 8. 95*/a Wien k. 8. 103’/8 Disconto 3% G.
Geldsorten.
Pr. Gass. Sch. 1 443/4-45 Div. Cass.-A. * —
Pr. Friedrdor. 9 571/2-581/2 Pistolen . . 9 49-51 „ doppelte 9 50-52 Holl. fl. 10 St. 9 54-56 Ducaten . . 5 37-39 20 Frankenst. 9 29‘/2-30t/2 Engi. Souver. 11 54-58 Russ. Imper. 9 50-52 Doll, in Gold 2 28-29
Feuilleton.
Das Testament des Großonkels.
Erstes Capitel.
(Fortsetzung)
Bald darauf erscholl die Klingel und wenige Augenblicke später wurde Perry Myer« männlich schöne Gestalt vom Hause herkommend sichtbar, wie er auf EvelinenS Pavillon zuschritt. Mittlerweile war die Dämmerung eingetreten. Als Eveline des jungen Manner ansichtig wurde, ging sie ihm entgegen, und reichte ihm die Hand mit den Worten:
„Guten Abend, Perry, ich habe Dich erwartet, und da Mama ausgefahren ist, alle anderen Besuche absagen lassen; wenn es Dir recht ist, können wir ungestört heute Abend einige Piecen auf dem Piano durchgehen! '
„Später, liebe Eveline, wenn Du mir gefällig sein willst, denn ich habe ein Geheimniß auf dem Herzen, das ich Dir vertrauen möchte, und ein Augenblick, wie Vieser, möchte sobald nicht wiederkehren, drum wirst Du nicht grausam sein und mir heute Gehör versagen." *’
„Welche Frage, Perry, — Du weißt, daß Du mir Werth bist, als Verwandter, als Jugendgespiele und als Freund, Einer der wenigen Freunde, die ich habe, versetzte sie seufzend, „Deine Geheimnisse sind wohl bei mir aufgehoben."
„Eveline, ich weiß es und sehe wieder jetzt, Du bist nicht glücklich hier, Du haft Kummer, Du leidest —
„Nicht von mir wolltest Du reden," unterbrach sie ihn, „Du wolltest mir ein Geheimniß anvertrauen, das Dich betrifft."
„Und welches Geheimniß," erwiederte er, „könnte es sein, das mich beträfe, und Dich nicht mitbeträfe ? Ich sehe es, Eveline, Du leidest hier, und daß ich nicht den Grund Deines Kummers kenne, das Eveline ist es, was mich schmerzt. Glaube mir, mein Auge sieht scharf, seitdem Ellen dieses HauS verlassen, seitdem Deine Schwester ihrem Gatten nach dem sonnigen Süden gefolgt ist, seitdem ist die Sonne auf Deinem Antlitz erblichen! sprich Eveline, habe ich recht?"
„Und sollte ich nicht leiden, Perry, wenn ich die Mutter leiden sehe?"
„Wenn sie Ursache dazu hätte, Eveline, doch sprich, was fehlt ihr? Hat sie nicht alle Ursache mit dem Glücke, welches das Schicksal ihr verliehen hat, zufrieden zu sein?"
Dar ist nicht immer so gewesen, Perry, glaube mir, Mutter hat viel erfahren und viel gelitten, und die Erinnerungen an Vie Vergangenheit sinv noch nicht aus ihrem Gedächtniß verwischt."
„Ich weiß, worauf Du anspielst, Eveline, doch die Zeit heilt Alles, und man sollte glauben, daß auch endlich diese Wunden vernarbt wären. Deine gute Mutter war nicht glücklich in ihrer Ehe, um so mehr wirv sie das, was
ihr in ihrer Jugend gefehlt, ihren Kindern wünschen, jetzt weißt Du, was ich
sagen wollte, — wirst Du mir endlich erlauben, vaß ich mit ihr reden und ihr
meine Wünsche, die ja auch die Deinigen sind, mittheilen darf?"
„Nem," versetzte sie, „es ist dazu noch nicht Zeit, Perry, Du mußt das der Zeit und mir überlassen. Wozu das Drängen? Ich sehne mich noch nicht, da« elterliche Haus zu verlassen, denn dann wäre Mutter ja ganz allein."
„Hak doch Deine Schwester das Haus verlassen, und ein Mal muß der Tag doch auch für Dich kommen, oder ich würde glauben, daß Du mich nicht liebtest."
„Perry, Du thust mir Unrecht. Glaube nicht, daß Ellen oder ihr Mann meiner Mutter zuerst von einer beabsichtigten Verbindung gesprochen hätten, — das würde Ellen nie gewagt haben, doch Mutter hatte Alles errathen, und sic war e«, die zuerst zu meiner Schwester davon sprach, und so hat sich Alles leicht
gemacht; ebenso wird sie leicht bei uns errathen, was wir wünschen, und dann wird es Zeit sein, mit ihr zu reden."
„Darüber können aber noch Jahre vergehen," erwiederte Perry, „unterdessen sehe ich die Rosen auf Deinen Wangen bleichen, denn Du leidest hier, Du hast Kummer, der Dich um so mehr drückt, weil Du Dich Niemandem vertrauen kannst."
„Wer sagt Dir, daß ich mich Niemandem vertrauen kann, habe ich nicht meine Mutter?"
„Der wirst Du Dich am allerletzten vertrauen, Eveline, denn Du hast Furcht vor ihr. Laß uns nicht weiter auf diesen Gegenstand eingehen, e< ist ein zarter Punkt für uns Beive; laß mich morgen offen und frei mit ihr reden, und will sie Dich nicht missen, nun wohl, so wird sie eine Heimstätte hier auch für mich haben; will sie aber Dir folgen, so wirv zu jeder Zeit in dem Hause meiner Gattin auch noch Raum genug für deren Mutter sein. Gewiß, Eveline, ich werde morgen mit ihr reden."
„Nur morgen noch nicht, Perry, Du hättest keinen ungünstigeren Augenblick wählen können. Mutter ist heute in einer größeren Aufregung, als sie seit Jahren gewesen. Wir haben heute Briefe von London bekommen mit sehr bösen Nachrichten."
„Ist Deinem Bruder Harri etwa ein Unfall zugestoßen?"
„Das nicht, aber John ist in London, und kann schon mit dem nächsten Dampfer hier eintreffen."
„Ich verstehe, doch jetzt sage mir endlich, was hat e« eigentlich zwischen Deiner Mutter und Deinem Bruder John für eine Bewandtniß. Wir haben nie etwas Gewisses darüber erfahren können. John war immer ein guter Junge und ehrlicher Kamerad, und wir Alle haben ihn ungern verloren. Als er von New-OrleanS zurückkehrte, erriethen wir, daß zwischen ihm und Euch nicht Alles richtig sein müsse, denn er wohnte im St. Denis Hotel, und vermied jedes Gespräch über Euch, unv ist endlich, wie wir gehört haben, nach Europa abgereist, ohne von Euch Abschied zu nehmen. Sage mir offen, was ist zwischen Euch hier vorgefallen?"
„Das weiß ich selbst nicht, Perry. Ich habe Bruder John nicht gekannt, eben so wenig wie ich Vater gekannt habe. Vater starb wie ich ganz klein, kaum vier Jahre alt war und Bruder John wurde früh nach Cambrivge geschickt. Er war ein Paar Male hier zum Besuch, doch er und Mutter waren nie einig. Ich glaube, er muß Mutter tief gekränkt haben, denn als er fünfundzwanzig Jahre alt geworden war, hat sie ihm durch ihren Advokaten das Haus verbieten lassen, und wir haben in ihrer Gegenwart seinen Namen nie nennen dürfen."
„Unv was hat Harri dazu gesagt," fragte Perry, „hat er seines Bruder« Partie genommen, und gesucht, ihn mit der Mutter wieder zu versöhnen.
„Harri?" fragte Eveline, „wo denkst Du hin? Harri ist es gewesen, der Mutter gerade in allen Viesen Entschlüssen bestärkt hat. Ihm hat John es zu vervanken, daß sich ihm unser Haus auf immer verschlossen."
„Und Ellen? Was hielt sie von ihrem Bruder?"
(Fortsetzung folgt.ff
2l n t w ort
auf die Frage in voriger Nummer dieses Blattes.
Eins. Denn ein Alle« kann es nur geben, kein Sonnenstäubchen mehr. Alle übrigen Zahlen sind nur Theilzahlen des großen Ganzen, nothwendig für das Stückwerk unsres geistigen wie körperlichen Schaffens. Die Natur selber bedarf ihrer nicht.


