Einzelbild herunterladen

mein

Verkäufe effec-

en Bewohnern Steinbachs 5 ft,, durch den-

und liberales Annonciren für das große Mittel zu geschäftlichem Erfolge und zur

und Mehrpreise in verflossener Woche von nachbenannten Orten und Fruchtmärkten.

Watzen

Gerste.

Erbsen.| Linsen

Hafer.

Wicken.

Kartoffeln.

Auf dem

Mitz-

Fruchtmärkte.

April

Markt

preis

fl. fr.

ff

fr.

fl.

fr.

fl.

fr.

fl.

fr.

fl.

fr.

fl.

fr.

fl.

fr.

p

M.

M.

M.

'JJt-

M.

M.

14-

40

12z

sind weiter eingegangen:

16

17

17

17

45

35

21

10

10

10

8

Mit.! preis

30

31

30

34

11

11

11

Auf dem Markt

8

8

9

3

3

3

Mit.- preis

13

14

13

14

40

44

Auf dem Markt

Auf dem Markt

Auf dem Markt

Ai.

3

M.

67

46

Mit.- preis

M.

64

119

20«

19

Mb- preis

M.

1

2 i;

Mit.- preis

6

6

6

6

M.

19

15z

M.

151

101

30

47

12

Mib- preis

Korn

Auf dem Marft

Auf dem Markt

Auf dem Markt

so bedeutenden Aufschwung nimmt. Disser Aufschwung hat seine vollständige Begrün- durch Herrn Pfarrer Eigenbrodt von mebrer.

M.

31

9

M.

Ul

17

21

Gießen Alsfeld Grünberg Lauterbach Mainz

M.

31 128?

71 105

M.

14

71

M.

14

108, 4;

265

140

7s

Der Prozeß Cbergenyi

wird seit dem 22. April vor dem Landesgericht in Wien öffentlich verhandelt, er bietet ein schauerliches Gemälde menschlicher Leidenschaft und Verworfenheit. ES handelt sich um einen Meuchelmord an ter Gräfin Mathilde ChorinSky und angeklagt desselben ist Julie v. Ebergenpi, die Geliebte des Mannes der Ermordeten, des Grafen Gustav ChorinSky. Folgendes sind die Thatsachen.

Seit dem Sommer 1866 lebte die Gräfin ChorinSky unter dem Aamen einer Baronin LevSke zurückgezogen in München. Sie war eine Schau- Ipielertn und hieß Rueff, hatte 1858 den Grafen, den Sohn des Statthalters, >n Brünn kennen gelernt und verhcirathete sich 1860 mit ihm in Italien, wo " m päpstlichen Diensten stand. Die Ehe war eine unglückliche, der Graf war «n Abenteurer und bodenlos leichtsinnig und verdorben, er muthete ihr zu von ihren Reizen zu leben. Nach bösen Jahren und Irrfahrten trat der Graf durch des Kaisers Gnade in das österreichische Heer (1864) in Schleswig und die fanD in bcr Familie ihres Schwiegervaters, des Statthalters ChorinSky m Wien, Aufnahme. Sie verließ dieses Haus unter Zustimmung der Familie, als ihr Gemahl verwundet aus dem Kriege zurückkehrte; sie konnte mit ihm nicht mehr unter einem Dache leben. In München lebte sie von den Zinsen der Heirathscaution. Am 23. November wurde sie in ihrer Wohnung tvdt gesunden, fie war vergiftet worden. Der Verdacht fiel sofort aus eine Dame, welche sie unter dem Namen einer Baronin du Vay am 21. Nov. Nachm. besucht, mit ihr Thee getrunken hatte und seitdem verschwunden war. Telegraphisch benach- r'chtigt stellte sich Statthalter ChorinSky mit seinem Sohne Gustav in München ftn, Cer Sohn wurde schnell verdächtig, verhaftet und untersucht. Man fand bei ihm 4 Photographien der angeblichen Baronin du Vay und erfuhr von ihm, daß die Bilder seine Geliebte, Julie v. Ebergenpi in Wien, darstellten. Diese wurde sofort in Wien verhaftet:

. Sie ist eine Ungarin, etwa 26 Jahre alt, mehr auffallend als schön. Seit einem Jahre lebte sic in Wien auf eigene Faust, liederlich, sittenlos, frech. Graf

25.

25.

25.

24.

Frachtbriefe für die Main-Weser- und Cöln-Mindener Eisenbahn, sowie sammtliche zollamtlichen Formu­lare, sind zu haben bei Wilhelm Klee, Mäusburq.

Auch ein Fortschritt -er Neuzeit.

Wenn man die ungeheuren Fortschritte überblickt, welche in den letzten fünfzig Jahren auf allen Gebieten des menschlichen Wissens und Wirkens gemacht worden sind, wenn nur sehen, rote der Gedanke mit Blitzesschnelle allen Gegenden unseres Erdballs Mitgetheckt werden kann, wenn man bedenkt, welche überraschende Leichtigkeit im Ver­kehrswesen der Volker emgetreten ist, wenn man das Riesenwerk der Pariser Weltaus­stellung in allen feinen Details mit Aufmerksamkeit durchmustert hat, so darf es uns nicht befremden, wenn auch das Aimonccmvcscn seit den letzten 1015 Jahren einen

M.

17 Hl

I2z

5

fl.jfr.

Spelz.

Ans dem IMir- Markt lpreis

Chonnsky lernte sie kennen, verliebte sich und verlobte sich mit ihr, sie führte seinen Namen. Das Hinderniß einer Heirath war die Gräfin in München eine Scheidung hatte nicht geholfen, denn beide Gatten waren katholisch. Man ver­abredete die Beseitigung der Gräfin. Julie v. Ebergenyi reiste am 19. Nov » j- nach München, führte sich bei ihrem Opfer als Baronin du Vay ein und wurde freundlich ausgenommen; vorher hatte sie sich auf listige Weise Gift aller Art, Arsenik und Blausäure, verschafft und brachte das letztere der Gräfin im Th" bei. Das Gift wirkte sofort tödtlich, die Mörderin raffte die Theekanne und Tassen, mehrere Schmucksachen und Papiere zusammen und entfloh nach Wien. Man fand alles bei ihr, auch verrätherische Briefe des Grafen Gustav In diesen nach München gerichteten Briefen spricht sich seine verbrecherische Lei- denichaft, seine Frivolität und Gemeinheit, seine Angst und alles aus; er küßt ihr Bilo tausendmal, betet für sie zum lieben Gott, beschwört sic, die Pulver nicht zu verwechseln, nennt seine Frau ein ComödiantenaaS und eine Canaille und schreibt,laß Dich nicht zu weit ein, daß man Dich nicht ertappen kann." In der Voruntersuchung hatte Julie v. Ebergenyi nach anfänglichem Läugnen wichtige GestänCnisse gemacht, sie erzählte ausführlich die Einzelheiten des Mor­des, wollte dieselben aber von einer Frau Horvath erfahren haben. Es existirt weder eine Baronin du Vay, noch eine Horvath, wohl aber hatte sie sich bei ihrer Reise nach München durch ihren Geliebten zwei Paßkarten auf diese Namen verschafft. In der öffentlichen Hauptverhandlung ist sie oftmals unter der Wucht der Zeugnisse und Beweise gegen sie zusammengebrochen, sie hat ihre Geständnisse zurückgenommcn, widerspricht sich fortwährend, behauptet, sich nicht erinnern zu können und ruft im Gedränge aus:Ich habe es nicht gcthan, das war die Horvath, die Horvath!" Der Staatsanwalt beantragte gegen die Angeklagte Tod durch Strang, der Gerichtshof verurkheilte sie zu 20sährigem Kerker mit Iwöchentlicher Einzelhaft jährlich, Verlust des Adels und in die Prozeßkosten.

bemerken mir noch, daß wir mit der obigen, übrigens bekannten miWnnl Verbindung stehen und dieselbe den Herren Inserenten zur Ver-

können^ tra 2fnnoncen oIä eine m jeder Beziehung ehrenhafte und solide empfehlen (2975)

langung von Wohlstand. Es ist deßhalb stets meine Geschäftsreael gewesen selbst in sogenannten ,chlechten Zeiten stark zu annonciren, da langeKhmng mÄa'-lMba" das dafür ausgelegte Geld immer reiche Zinsen trägt. Dadurch daß ich

Geschäft beständig vor den Augen des Publikums hielt, habe ich Diele Verkäufe tut«, dw nur sonst verloren gegangen wären." ^ertaufe

Wenn wir dadurch auch in den Verdacht gerathen, unfern Lesern eine oratio nro nnnnn5?muf,rl? roir $OT bo$ vollständig Recht geben. Wer heutzutage Nicht E°nc,tt, bleibt dergelfen und unbeachtet. Ueberall, selbst aus den ernstenKe- PA ^oIob'»cn Geschäften und Etablissements Concurrenz entgegen, die nur s>>r'pCre mengen, sowie durch die Bekanntmachung dieser Leistungen und Sna rtheilhasteren Preise überwunden werden kann. Und rote sehr wird dem Publikum das Annonciren jetzt nicht erleichtert! Wer heutzutage in der Nahe und F^me annon­ciren will, und wenn es auch in 1000 Zeitungen sein müßte, kann sich der Mühe über= nu?eHO-nmKnnhCJn.merS Wreiben/ .braucht nicht tausenfaches Porto für die Bestellung ^,-^I^en, und kann auf eine ganz einfache Weise und in einer einzigen Summe seine ibm «v sich an ein solides Annoncen-Bureau wendet, das

ihm wegen des bedeutenden Auftrages vielleicht gar noch Extra-Vortheile gewährt.

vicht umhin, bei dieser Gelegenheit die Herren Gastroirthe, Badbe- 8CeUmm«n«'atnil,D»tCs)Cl kürzlich in 9. Auflage herausgegebenen vollständigen ^jeltungs-Catalog- der Herren Haasenstein &* Bögler in Frankfurt a. M., kn L.^Eb«rg, Wren, Berlin und Leipzig aufmerfjam zu machen' Wir haben denselben emer genauen Prüfung unterworfen und gefunden, daß er an Vollständiakeit !ssb.. Genauigkeit alles bisher in diesem Fache Erschienene übertrifft. Für Deutschland dienpn^lch und dte Schweiz sind jeder Provinz besondere Karten beigedruckt, welche dazu h die geographische Lage der tm Verzeichnisse als Domizile von -Leitungen anae- führten Orte zu veranschaulichen; bei jeder Zeitung befindetfid,bet' 3n erHonS ermiüelt^roerben^onnte^®rf$einen§' foroie bie Auflage, insofern dieselbe annähernd

Mit.- preis

fl. fr.

Preußische

Hagel-Versicherungs-Attiengeselllchast. Grundkapital 1 Million Thaler; davon emittirt 750,000 Thlr. t ^Dieselbe versichert Bodenerzeugnisse gegen Hagelschaden. Die Prämien sind fest und brllrg, Nachschujse werden also niemals erhoben. Die Schäden werden rote in früheren Jahren coulant und unter Zuziehung von Landesdeputirten regulirt und binnen Monatsfrist nach Feststellung voll und baar bezahlt. Versicherungen auf mehrere Jahre genießen einen angemessenen Prämienrabatt, welcher sofort von der Jahres­prämie in Abzug gebracht wird.

Gleichzeitig sind wir auch von unserer Gesellschaft ermächtigt, allen öffentlichen oder geheimen Concurrenz-Verdächtigungen gegenüber zu erklären

Daß die Preußische Hagel-Versicherungs-Actien-Gcsellschaft int ver­flossenen Geschäftsjahre bet einer Prämien-Einnahme von Thlr. 291,345 an Entschädigungen Thlr. 412,180 prompt und zur Zufriedenheit der Herren Versicherten bezahlt und trotz der Ungunst des Geschäfts in 31 Fallen aus Liberalität Entschädigung gewährt hat, wo keine Verpflich­tung vorlag.

Ohnerachtet dieser Verluste ist das Grundkapital von den Herren Aktionären sofort wieder ergänzt worden, ohne die Actien-Wechsel tu berühren, so daß nur eine Einbuße von Thlr. 46,530 constatirt und die danach vorhandenen Fonds theilS in baar, theils in täglich bereiten und statutenmäßig sicher gestellten Mitteln vorhanden sind, wovon sich die Rcvifions-Eommission überzeugt hat und wie solches der Königlichen Staats-Regierung vorschriftsmäßig nachgewiescn ist und solches jeder­zeit auf deren Verlangen geschehen muß.

Danach tritt die Gesellschaft mit dem bisherigen Garantiekapital abzüglich der gedachten 46,530 Thaler in die diesjährige Campagne ein. Die Unterzeichneten sind zu jeder Ausfuuft und zur persönlichen Aufnahme von Versicherungen stets bereit und empfehlen dem landwirthschaftlichen Publikum obtat Gesellschaft ganz ergebens!.

In Gießen: die Hauptagentur des Herrn Theodor Wortmann.

In Butzbach: Herr R. Spiegelberger.

In Lich: Joh. Kämmerer. (29661

26

28

2903) Ein Haus mit ungefähr 5 oder 6 Zimmern nebst Keller und allem Zube­hör, womöglich auch mit kleinem Garten, wird zu miethen gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts.

2944) In einer hiesigen Wirthschaft wird zum baldigen Eintritt ein junger Mann gesucht. Zu erfragen bei der Exped. d. Bl.

Normalgewicht per Malter: Waizen 200, Korn 180, Gerste 160, Spelz und Hafer 120, Erbsen, Linsen, Wicken 220, Kartoffeln 200, Mehl 140 Pfund.

8S

fC.fr.

50

16

50

|

2958) Ein Mädchen, welches im Klei­dermachen erfahren ist, wünscht noch einige Tage in der Woche besetzt zu haben. Das Nähere bet der Exped. d. Bltts.

2934) Englischer Unterricht, die Stunde zu 20 fr., wird ertheilt- Von wem? sagt die Exped. d. Bltts.

Börsennachrichten.

28. April 1868.

Prioritäten.

5% östr. F. St. E. B. 256V2 Ludwigsh.-Bexbach Maxbahn 105%

Bayer. Ostbahn 1221/2 Hess. Ludwigsbahn 133 3% östr. Stsb.-Prior. 513/4 3% östr. s. Lombard. 423/6 3% Livorneser 283/8 Toscaner

Frankf. Hypoth.-Bank Frankf. Vereins-Kasse 97 5O/o Elisabeth-Prior. 73i/2 do. II. Emiss. 71%

Wechsel.

Amsterd. k. 8. 100% Augsb. k. 8. 993/4 Berlin k. 8. 105 Bremen k. 8. 98 Cöln k. 8. 105 Hamburg k. 8. 881/z Leipzig k. 8. 105 London k. 8. 1191/2 Lyon k. 8. Paris k. 8. 94% Wien k. 8. 1021/4 Dis conto 3% G.

Preuss. 41/2% Obi. 953/4 Frankf. 31/2% Obi. 811/z

Nass. 4V2% Obi. Kurh. 40/0 Obi. 891/4

Hess. 4O/o Obi. b. Goths. 893/4 n 31/2% do. do. 84

Bayer. 5% Obi. 1015/s

» 4Vz% 1jährige 93/8

r 4/2% Valährige 93 Würtemb. 41/2% Öbl. 93</4 Baden 41/2% Obi. c. E.L. 93%

Oestr. 50/0 b. R. 62%

5% National 53*/4

r 5% Metall. Obi. M. steuerf. 50 */4

Amer. 6% 1882r Bds. 75i/2 60/q 1885r 743/t

Geldsorten.

Pr. Gass. Sch. 1 443/4-45 Div. Cass.-A.

Pr. Friedrdor. 9 57-58 Pistolen . . 9 49-51

doppelte 9 50-52 Holl. fl. 10 St. 9 54-56 Ducaten . . 5 37-39 20 Frankens!. 9 30-31 Engi. Souver. 11 55-59 Russ. Imper. 9 50-52 Doll, in Gold 2 28-29

Anleheiisloose.

Kurh. 40 Thlr. Loose 56 Nassau fl. 25 b. Roth. Gr. Hess. fl. 50 b. R. 1443/4 Gr. Hess. fl. 25 b. R. 38*/4 4% bayr. Präm. Anl. 99*/2 4% badische Loose 97*/4 Badische fl. 35 Loose 51 1858r Prioritätsloose 1321A 1860r Loose 703/8 1864r 87'/2

Aetlen.

Frankf. Bank 1251/4

Oester. Bank 708 Creditact. 191

Darmst. Bankact. 2231/2