5204) Der bereits durch Zeitungen bekannte Operateur A. Iiunk aus Teplitz ist heute hier eingetroffen. Derselbe beseitigt ohne Pflaster und Lchnei- dcn, was bisher hier angewandt wurde, die
tKS* Hülsneraugen, ""äESP
Frostballen, Warzen und emgewachsene Nagel
mit einem Tropfen Oel ohne Schmerz und Messer in zwei Minuten.
Atteste.
Zwei Hühneraugen schmerzlos herausgenommcn.
Friedberg, den 24. Juli 1868. C. F. Walz, Braumeister.
Mehrere Hühneraugen sehr gut herausgenommcn.
Butzbach, den 22. Juli 1868. Nikolaus Grüninger, Gasthofbesitzer.
I Zwei Hühneraugen operirt ohne schmerzen.
Gießen, den 27. Juli 1868. Frl. Jolly Gallas, Actienbrauerei.
Zwei Hühneraugen schmerzlos herausgenommen.
I Gießen den 27. Juli 1868. C. Heil, Actienbrauerei.
Weitere Atteste folgen im nächsten Blatte nach.
Um geneigten Zuspruch bittet A. Junk, Operateur,
wohnhaft im „Deutschen Hof".
Coneert
des akademischen Gesangvereins zum Bellest; d.'r Frau M.lstkdirector Hoffmann dahier Donnecstag den 30. Juli, Abends präcis 6 Uhr, im Clrrb Saale, unter gefälliger Mitwirkung
des Fräulein M. Ich neid er von hier nnd der Herren Dr. Lorenz, Großh. Kreisarzt ans Friedberg, Dr Ph. Knoll, G. L. Schier- Holz und Steiner von hier.
Programm:
1) Motette (achtstimmig) von.....Joh. Chr. Bach.
2) Arie für Tenor aus „Paulus", von . . F. Mendelssohn.
3) Duett für zwei Baffe aus „Israel" von . Fr. Händel.
4) Recitativ (Tenor» und Choc aus der
„Schöpfung" von.......Z Haydn.
5) Quintett für Pianoforts, zwei Violinen,
Viola und Violoncello von . . . . R. Schumann.
6) Terzett für Sopran, Tenor und Baß, aus „F-detio", von........8. v. Beethoven.
7) Arie für Alt aus „Titus" von . . . W. A. Mozart.
8) Halleluja-Chor aus „Messias" von . Fr. Händel.
Eintrictskarten für einen nummerirten Platz ä 36 kr, für einen nichtnummerirten Platz im Saale und auf der Gallecie ä 24 kr. sind in den Buchhandlungen der Herren I. Ricker und W. Ferber zu haben. (.5206)
Der Vorstand des akademischen Gesangvereins.
Geschäfts Empfehlung
5113) Verehrlichem Publikum die ergebene Anzeige, daß ich in dem von ßerrn Katz in der Neustadt gemietheten Laden ein neues
Spezerei-Geschäft
(verbunden mit Cigarren und Tabak, Mehlverkauf und Branntweinverravf) eingerichtet habe und empfehle mich unter Zusicherimg billigster und reellster Bedienung.
....... .................... L. Fr. Handwerk.
Frachtbriefe für die Main-Weser- und Cöln-Mindener- Eisenbahn, sowie sä-ttmtliche zollamtlichen Form» lare, und zu haben bei Wilhelm Klee, Mamburg.
Zur Eiseubahnfrage.
(Eingesandt.)
Wir können nicht behaupten, daß unser Gegner, gez. V. St, uns eine Entgegnung schwer gemacht habe, sind vielmehr der Ansicht, daß wenn nicht sachlich bessere Gründe gegen unsere Ausführungen in Nr. 85 v. Blrts. vorgebracht werden können, wir hierin die beste Rechtfertigung für unfern Standpunkt erblicken, und wir mit heiterem Lächeln uns auch den Vorwurf, daß wir die „Kirchthurms, interessen" vertreten, gefallen lassen wollen, so lange diese thatsächlich und gänzlich mit den wirklichen Interessen der Stadt zusammenfallen. Doch zur Sache!
Einverstanden mit uns ist der Herr Einsender in Hinsicht der auffallenden Tbeilnahmlosigkeit der Bürgerschaft als solcher, und einverstanden in Hinsicht der schlechten, unpraktischen Luge des alten Bahnhofs. Unsere entschiedene Nicht- übercinstimmung mit ihm müssen wir aber aussprechen, wmn er den G emeind e- rath res Mangels an Interesse und Eifer für die Sache beschuldigt, ein Bor- Wurf, den, wenn wir ihn nicht aus Unkenntniß der Sachlage erklären dürfen (was keine Entschuldigung abgäbe), wir nur für böswillig gelten lassen könnten. Grade im Gegentheil, die Stellung des Gemeinderaths wäre eine weit mehr Er- folg versprechende gewesen und wäre es noch, wenn derselbe die fest und öffent-
^gesprochene Ansicht der Bürgerschaft zum Stützpunkt hätte.
Was aber die Nichtbetheiligung der Stadt als Aktionär re. betrifft, so ver- un^ctn Ehrten Herrn Gegner einfach auf §§. 2 und 3 des Gesetze«, die Ausbringung der Kosten für das zur E bauung von Eisenbahnen erforderliche Gelände betreffend (welches auf unfern Wunsch seinem Wortlaut nach abdrucken
zu lasse», die Redaktion die Freundlichkeit haben wird), woraus er ersehen kann, daß die Stadt schon unfreiw llig und zu ihrem Schaden in bedeutende Mitbe- thciligung gezogen wird Opfer, für welche kein bi ree ter Ersatz möglich ist.
Zunächst fragen wir ihn, wo wir uns mit einer Silbe, oder etwa zwischen den Zeilen zu lesen, gegen eine Vereinigung aller Bahnhöfe, gegen einen Een» tralbahnhof ausgesprochen haben? Nein, seltsamer Weise war unser Kirchthurms, standpunkt zufällig hierin ganz derselbe, wie der höhere des Herrn V. St, und wurden wir eine Vereinigung auf jede Art befürworten, aber selbstverständlich nicht auf dem Scltersberg, dessen schlechte Lage hierfür Herr V. St ja selbst anerkennt, sondern in der StephanSmark. Und sollte der Grund, warum wir in unserm ersten Artikel, der sich an die Thestnahme und Stellung der hiesigen Bürgerschaft dem Gcmeinderath und der Großh. Regierung gegenüber wen- dete, darüber vorläufig geschwiegen haben, so schwer zu errathen sein? Die Main-Weser-Bahn ist seit geraumer Zeit thatsächlich und vom 1. August d. I. an rechtskräftig eine königlich preußische Bahn, deren Verwaltung gegenüber die Bürger Gießens wohl einen Wunsch äußern können, aber doch kein Recht beanspruchen können, irgend ein Wort mitreven zu wollen. Uns kommt es aber auf das Nächstliegende, das eben Entstehende an, und in zweiter Linie erst auf VaS nun einmal unglücklicherweise Bestehende; einen zweiten großen Feh- ler zu verhüten suchen, das ist unsere Aufgabe. Ziehe sich das Schlechtangelegte nach dem Gutangelegten, aber doch wahrlich nicht umgekehrt! Und hiermit sind wir denn an dem eigentlichen Kern der Sache angelangt, daß nämlich die StephanSmark dec einzige rationell zu rechtfertigende Platz für den oder die Bahn- Höfe ist und bleiben wird, von wo aus dieselben nach allen Richtungen hin und zu jeder Zeit je nach Bedürfniß frei und ungehemmt sich ausvehnen können. Hier- bei sei zugleich erwähnt, daß uns von einem „Deutz-Gießener Bahnhof", von dem Herr V. St. redet, absolut Nichts bekannt ist, wohl aber, daß bis auf en heutigen Tag die hiesigen Bahnhofsverhältnisse als bloßes Provisorium dastehen und glauben wir hierin keinem Widerspruch zu begegnen. In welchem Grade aber eine zu enge Zusammenlegung von Bahnhöfen, wie sie sich auf dem Seltersberg trotz des Verschwindens der Anatomie und einiger anderen Gebäude immer ergeben wird, wenn sie nicht in komische Entfernungen gerathen wollte, eine Masse von Schwierigkeiten, Belästigungen und Hemmungen des Personen- und Güterverkehrs nach sich zieht, sollte dem Herrn Verfasser aus den Frankfurter Bahnhofsverhältniffen, Vie er ja selbst anmhrt, am besten bekannt sein. Und was stände denn im Wege, die Billete so gut an dem alten Bahnhof, wie an dem neuen zu lösen, die Züge oben abgehen zu lassen, und gewissermaßen die erste Haltestation an dem neuen Bahnhof zu machen, gerade wie auf der Frankfurt- Offenbacher Bahn bekanntlich in Sachsenhausen? E n Umexpediren des Gepäcks wäre ebenfalls nur in denselben Fällen nöthig, in denen es auch bei der Vereinigung mit dem alten Bahnhof hätte geschehen müssen, und es stets beim Anschluß an eine andere Bahn geschehen muß.
Nicht eine Demüthigung des uns sehr befreundeten Seltersberges suchen wir, keine „kleine Rattenbahn" wollen wir den kommenden Generationen hinterlassen, wohl aber wollen wir den neuen, und wo möglich später auch den alten Bahnhof dahin verlegt wissen, wo er, vom innern Verkehr der Stadt aus betrachtet, nothwendig hingehört, und wenn der Herr Einsender die etwa y3 der Entfernung betragende größere Nähe der StephanSmark in der angegebenen Gegend vom Centrum der Stadt als „von keinem vernünftigen Menschen für naßgebend" erachtet hält, so wollen wir zwar nicht bitter werden, können aber doch gelinde Zweifel an der „Vernünftigkeit" gewisser Leute in dieser Hinficht nicht ganz unterdrücken. Denn was in aller Welt soll denn sonst das Entschei- oende sein? Wirkliche Terra nschwierigkeiten gibt es in der Umgegend von Gießen nicht, also legt man doch den Bahnhof dahin, wo er von allen Theilen der Stadt am nächsten und bequemsten für Mensch, Vieh und Waare zu erreichen ist, und doch sicher wo möglich mit Vermeidung einer nicht unbeträchtlichen Steigung. Wer diesen klaren Sachverhalt nicht einsieht, dem ist schwer zu helfen.
Wir wollen also den Bahnhof nicht in die StephanSmark gelegt wissen, um den genannten Straßen (und nun gar der Reuen Anlage) eine Vergünstigung zukommen zu lassen, sondern wir betonten nur, daß mit dem Hauptmoment der Nebenpunkt der Belebung resp. Erweiterung jener Straßen zufällig zusammenfiele, und glauben uns ganz klar ausgedrückt zu haben. Ebenso scheint uns der W-tz, den Bahnhof der Gießen-Altenhundener-Bahn nach dem Pfau zu verlegen, als zu billig und dem Ernst der Sache zu wenig entsprechend, um Wei- ttres darauf zu erwidern; aber selbst für diese Bahn würde die Lage in der StephanSmark wegen der möglichst gleichmäßigen Entfernung die geeignetste sein, und können wir nach unserer besten Ueberzeugung uns wiederholt nur dahin auS- sprcchen, daß in der Frage der Anlegung des neuen Bahnhofs die KirchthurmS- interessen mit den wichtigsten und unveränderlichen Interessen des Verkehrs, der sich durch keine Bahnbauten jemals aus dem Centrum der Stadt auf den Seltersberg ziehen läßt, Eins und Dasselbe sind.
Nach dieser Beleuchtung des gegnerischen Artikels geben wir es dem un- parthciifchcn Urtheil unserer Mitbürger anheim, zu entscheiden, wo einfache und konsequente Anschauung der Dinge ist, und wo nicht, erklären uns jedoch gern jeder besseren begründeten Belehrung zugänglich.
Börseunathrichteu.
24. Juli 1868.
Prioritäten.
5% östr. F. St. E. B. 265 Ludwigsh.-Bexbach 159% Maxbahn 109%
Bayer. Ostbahn 128% Hess. Ludwigsbahn 135 3% östr. Stsb.-Prior. 53% 3% östr. s. Lombard. 43% 3% Livorneser 31% Toscaner 47%
Frankf. Hypoth.-Bank — Frankf. Vereins-Kasse — 5% Elisabeth-Prior. 75 do. II. Emiss. 72%
Wechsel.
Amsterd. k. 8. 100% Augsb. k. 8. 99% Berlin k. 8. 105 Bremen k. 8. 98 Cöln k. 8. 105 Hamburg k. 8. 88 Leipzig k. 8. 105 London k. 8. 119% Lyon k. 8. — Paris k. 8. 94% Wien k. 8. 104% Disconto 3% G.
Preuss. 4%% Obi. — Frankf. 3%% Obi. 81% Nass. 4%<% Obi. 951 4 Kurh. 40/0 Obi. 883,4 Hess. 40/0 Obi. b. Roths. 90 „ 31/2% do. do. -
Bayer. 5% Obi. 102% „ 4%% 1jährige 97% » 41/2% i/Jährige 97%
Würtemb. 4%% Öbl. 95% Baden 4%% Obi. c. E.L. 94% Oestr. 5% b. R. — n 5% National 54% „ 5% Metall. Obi. —
„ M. steuerf. 53%
Amer. 6% 1882r Bds. 76% „ 6% 1885r 75%
Geldsorten. |
Pr. Cass. Sch. 1 44%-45%| Div. Cass.-A. — i
Pr. Friedrdor. 9 57%-58% Pistolen . . 9 47-49 „ doppelte 9 48-50
Holl. fl. 10 St. 9 54-56 Ducaten . . 5 38-40 20 Frankens!. 9 28%-29% Engi. Souver. 11 53-57 Russ. Imper. 9 48-50 Doll, in Gold 2 27-28 j
Anlehensloose.
Kurh. 40 Thlr. Loose 55 Nassau fl. 25 b. Roth. 36% Gr. Hess. fl. 50 b. R. 1523/.
Gr. Hess. fl. 25 b. R. 40% 4% bayr. Präm. Anl. 103% 4% badische Loose 101% Badische fl. 35 Loose 52% 1858r Prioritätsloose 141 J860r Loose 79 1864r „ 102
Actien.
Frankf. Bank 125
Oester. Bank 766
„ Creditaet. 224% Darmst. Bankaot. 224%
N, tvähreni Herren herrschte der Urs und Ca & leicht di Paar, Zwistigl genomn
speare ।
911 wunde« sich der und sei und ach der noc
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