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Redaction Druck und Verlag der Brübl'schen Druckerei (Fr. Ehr- Pietsch) in Gießen.

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Vermischtes.

Gießen. (Sitzung des Gemeinderaths vom 14. No v..) Anwesend: der Großh. Bürgermeister Vogt, die Ge­meinderathsmitglieder Berg, Felsing, Gail, Heß, Keller, Möhl, Petri, Ricker, Rosenberg, Wallenfels, Weidig I., Weidig II., Eilbereisen und Bücking.

Der Gemeinderath beschließt auf die Verfügung Großh. Kreisamts vom 5. Nov. d. I-, das Angebot für die Erwer­bung der Privatgrundstücke von Seiten der Stadt zum Bau der Oberhessischen Bahnen betreffend, zu antworten, daß die Gesammtheit der Mitglieder der Stadtvorstande« nicht in der Lage sei, der gestellten Anfordernng entsprechen zu können; der Gemeinderath habe daher «ui feiner Mitte eine Commis- sisn erwählt, bestehend aus den GemeinderathSmitglicdern Gail, Möhl, Wallenfels. Ä. Weidig und Conr. Weidig, welche vor­behaltlich der Zustimmung de« Gemeinderaths Uebereinkünfte mit den Grundeigenthümern za treffen haben. Vorsitzender der Commission ist Conrad Weidig.

Dem I. K. Schmand soll auf sein Gesuch um Aufnahme eine« Capital« bei der Löber'schen Stiftung auf die vorgelegte Taxation von 2350 fl. hin ein Capitalvorschuß von 600 fl. gemacht werden.

In der heutigen Sitzung, wo die 4 neu gewählten Mu- glieder eintraten, wurde der vom Großh. Bürgermeister ge­machte Vorschlag, die Ausschüsse, wie sie biiher bestanden, bestehen zu lassen, dem Finanzausschuß da« Gemeinderathmit- glied Heß und dem Bauausschuß das Gemeinderathsmitglied Gail zuzutheilen, gutgeheißen. Ebenso wurden die Gemeinde- rathSmitglieder Weidig I. und Wallenfels für die Beleuch- tungs- rind FriedhofS-Commifsion bestimmt.

Weiter wurde dem Wunsche de« Gemeinderathsmitglieds Silbereisen, ihn als Jnspcctor der Landspritze zu entbinden, weil er außerhalb der Stadt und zu entfernt wohne, entspro­

Darmstadt, 20. Nov. Wie darMainzer Abendblatt" aus sicherer Quelle erfährt, ist auf Wunsch des Großherzogö jede weitere Untersuchung 1 gegen den Mitprediger MitzeniuS eingestellt und wird derselbe seine Stelle an der hiesigen höheren Töch­terschule behalten, was auch dieser Tage von der Ma­jorität der hiesigen Gemeinderaths beantragt wurde.

Darmstadt, 23. Nov. Beim feierlichen Schluß des Landtags dankte Minister v. Dalwigk für die loyale und unabhängige Unterstützung der Ltändc. Durch den von ihm verlesenen Landtagsabschied wird die Erledigung mehrerer eingebrachten Gesetzes-Ent- würfe zugesagt. Mittwoch 11 Uhr findet die feier­liche Eröffnung des 20. Landtags Statt.

Darmstadt, 24. Nov. Aus einem Nachruf, den die Main-Zeitung" dem am 19. d. in Rheda gestorbenen Abgeordneten O. Lüning widmet, ersehen wir, daß Letzterer Verfasser derBerliner Briefe" gewesen ist, welche da- genannte Blatt seit einer Reihe von Monaten brachte. DerMain-Ztg." schreibt man aus Gießen, 22. No». : Man erzählt in wohlunterrichteten Kreisen, daß die oberhessischen Reichstags-Abgeordneten eine Eingabe an die jetzt wieder zusammentretende zweite Kammer der Stände des Großherzogthums richten werden, worin sie diese molivirt aufforvern: bei der Großh. Hess. Staats- regierung diejenigen Schritte zu thun, Vie erforder­lich sind, damit auch Starkenburg und Rheinhessen im Reichstage des Norddeutschen Bundes durch Ab- geordnete vertreten werden." Sicherem Vernehmen nach ist bei Einbringung des Budgets in zweiter Kam­mer die Stellung des Antrags von Seiten mehrerer Ab- geordneten beabsichtigt, dir Berathung in abgekürzter Form eintrcten zu lassen und nicht, wie bisher ge­schehen, dem Finanzausschuß zur vorherigen Prüfung zu überweisen. Da der Antrag von Abgeordneten ausgeht, welche der Regierung nahe stehen, so scheint die Stellung des Antrages dem Ministerium will­kommen zu sein.

Berlin, 23. Nov. Das Abgeordnetenhaus crle- vigle in seiner heutigen Sitzung den Finanzetat. Eine lebhafte Debatte veranlaßte die PositionOberpräsi­dien", wo die Gehaltszulage des Oberpräsidenten der Elbherzogthümer gestrichen wurde. Im Laufe der Dis­kussion erklärte der Minister des Innern, daß Über Vas Recht der Krone, die Verwaltung selbstständig oder unter Zustimmung anderer Factoren zu orga- nisiren, Verhandlungen schweben, welche vielleicht be- sondere Vorlagen veranlassen könnten. Auf einen Angriff Hennig'S gegen das Cultusministerium führte der Eultusminister aus, daß in allen berührten Fällen völlig correct verfahren worden fei.

Berlin, 24. Nov. Im Abgeordnrtenhaufe er- wieverle der Minister res Innern auf eine Inter- pellation Bonin's, betreffend die Stellvertretungskosten der zu Abgeordneten gewählten Beamten: die Re­gierung könne den Anträgen auf Wiedererstattung der Stellvertretungskostcn keine Folge geben, indem sie keine Nothwendigkeck zur Abstellung des jetzigen Zustandes in dieser Beziehung anerkenne.

Kassel, 23. Bov. Von dem Oberappellations- gerichl zu Berlin ist eine Entscheidung ergangen, durch welche die gegen die Vollmachten des Kurfür- sten wegen angeblicher Unzulässigkeit des darin ge­brauchten Titels:Von Gottes Gnaden, Kurfürst, souveräner Landgraf von Hessen" erhobenen Einwen­dungen verworfen worden sind. Dem Kurfürst kann demnach zufolge gerichtlicher Entscheidung innerhalb Preußens der Gebrauch seines vollen unveränderten Titel« nicht mehr verwehrt werden. Es gibt also koch noch einen Kurfürst von Hessen.

Heidelberg, 19. Nov. Auch von dem Ka­theder, wo doch eigentlich ebensowenig, als auf der Kanzel eine politische Parteifärbung sich geltend ma­chen sollte, muß man sich heutzutage eine Parteipo­litik gefallen lassen. Hr. v. Treitschke liest nämlich Geschichie des preußischen Staates. Obwohl er nun beim Beginn seiner Vorlesungen gesagt hat, es wür­den vielleicht manche Zuhörer glauben, er habe dieß Thema nur gewählt, um für Preußen Propoganda zu machen, er denke aber an nicht« weniger als daran, so ist es doch klar und spricht sich jeden Tag in den Vorträgen von Neuem aus, wie Hr. v. Treitschke zu beweisen sucht, daß Oesterreich von Ur- Anfang an sich von Deutschland getrennt, nur un- deutsche Politik getrieben, und daß sein heutiges Schicksal ein in der Natur der Dinge liegendes und nothwendiges sei, daß Preußen hingegen das einzige Land im heil, römischen Reiche gewesen, da-ein Staat war und deutsch zugleich." Als Kur-Bran­denburg das Herzogthum Preußen geerbt hatte, da erhoben sich tausend Stimmen gegen den Branden­burger Despotismus;ähnlich," sagt Hr. v. Treitschke,

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wie man heute in der guten Stadt Frankfurt und in einigen Thcilen von Schleswig-Holstein über den preußischen Despotismus schreien hört."

Wien, 21. Nov. Professor Dr. Levis ist um die Bewilligung eingekommen, die im Jahr 1848 au« Anlaß des Belagerungszustandes sistirtc Frei­maurerlogezum heiligen Joseph" in Wien wieder eröffnen zu dürfen. Dieses Gesuch ist von der Statt- halterci abschlägig beschieden worden, weil der §. 8 der Statuten Vie Bestimmung enthält, daß nur Mit­gliedern einer gerechten, gesetzmäßigen Loge Der Zu­tritt in die Versammlung gestattet werden darf, so­mit ein Abgeordneter der Behörde von der Ver­sammlung ausgeschlossen wäre, während es nach §. 18 des Vereinsgesetzes der Behörde freisteht, zu ever Vereinsversammlung einen Abgeordneten ab- äsenden.

Florenz, 21. Nov. Nachrichten aus Rom zu- o>ge hat der Papst die Sentenz gegen einen der beiden zum Tode Verurtheilten, Monti und Tognetti, trotz der von der italienischen Regierung durch die Vermittlung der auswärtigen Diplomatie erhobenen Vorstellungen, bestätigt. DieNazione" theilt mit, daß die Hinrichtung für denselben Tag vorbereitet ei, an welchem Kronprinz Humbert und seine Ge­mahlin, nach Neapel reisend, Rom passiren wollten. Dieselben gehen deßhalb, das päpstliche Gebiet »er- meidend, über Foggia. DerMovimento" bringt zwei Schreiben Garibaldi's, worin dieser sich über die spanischen Zustände ausläßt. Dem ersten, un- term 11. d. an Hrn. Barili gerichteten Briefe ent­nehmen wir folgende Stelle:Cultusfreiheit und Freiheit für Alle, das sind zwei allgemein von un­fern Anhängern proclamirte Devisen. Ich möchte nicht, daß man in dem Sinne dieser Maxime die Freiheit der Zauberer, der Taranteln, der Vipern, der Mörder und der Priester, die die schlimmsten aller Mörder sind, mit einbegriffc. Mit der allge­meinen Abstimmung werden die Priester das Ab­stimmungsrecht reclamircn, und ihre Abstimmung, welche sie auch sein möge, wird gegen die spanische Freiheit gerichtet sein." Ein anderer, ziemlich lan­ger Brief, den Garibaldi an seine Freunde in Spanien schreibt, enthält folgende Stelle:Pro- clamirt die Fövcralrcpublik und ernennt sofort einen Dictator auf zwei Jahre. Es fehlt Spanien kei­neswegs an rechtlichen Leuten, Vie dazu tüchtig sind, es besser zu regieren als irgend ein Repräsentant der modernen europäischen Feudalität. Mögen Eure tapferen und bewundernswürdigen Führer nicht in denselben Fehler verfallen, wie der gute, leichtgläu­bige Lafayctte, der sich hat täuschen lassen und der Frankreich das Erbe zweier Revolutionen mit der Tyrannei hinterließ. Das rothe Gespenst, dessen sich mit so großer Geschicklichkeit die Despoten und die Jesuiten bedienen, ist entstanden aus den Uebergriffen der großen Revolution von 1789, welche, indem sie den Despotismus haßte und die Idee der Freiheit erhob, schließlich doch in die Arme eines abenteuer­lichen Tyrannen sich stürzte."

London, 22. Nov. Der Rücktritt Disracli's ist so gewiß, daß bereits zwischen Gladstone und Clarendon vorläufige Besprechungen zur Bildung eines Whigs-Cabinets stattfinden. Clarendon würde eventuell das Portefeuille des Auswärtigen acceptiren.

chen und GemeinderathSmitglied Weidig I. für diese Stell ernannt. Die Neuwahl der Ausschüsse soll bei der nächsten Ergänzu»g«w«hl für »en Gemeinderath erfolgen.

Gießen. (Sitzung de« Gemeinderaths VÜM 19. Nov.) Anwesend der Großh. Bürgermeister Vogt, dir Ge­meinderathsmitglieder Berg, Gail, Heß, Keller, Löber, Möhl, Nagel, Petri, Nicker, Rosenberg, Wallenfels, Weidig II. und Silbcreisen.

In Betreff der Bestellung eines Schulinspectors für di« städtischen Schulen beschloß der Gemeinderath nach Verle­sung der Verfügung vom 2. Nov. ». 3., auf der früheren Forderung »c« PräscntationSrcchteS zu bestehen.

Der neue Miethvertrag für da« Aichloeal zwischen »er Stadt und Th. Heertz Wittwe soll mit dreimonatlicher Kün­digung auf unbestimmte Zeit abgeschlossen werden.

Die Angelegenheit der Gießener Jahrmärkte soll an eine besondere Commission (Gail, Löber, Möhl, Wallenfels) zur Beantwortung überwiesen werden.

Nachdem GemcinderathSmitgtied Ricker eine Denkschrift über die projectirte Lenne-Lahnbahn verlesen hatte, wurde auf dessen Antrag beschlossen die Großh. Regierung zu ersuchen, sich bei der König!. Preußischen Regierung für die Genehmigung der Bahnrichtung nach Gießen zu »erwenden.

In Betreff der Vorstellung der Bewohner der Neuen An­lage beschließt der Gemeinderath, nachdem der Großh. Bür­germeister Namens der BelcuchtungS-Commisstou Bericht er­stattet hatte, in der Nähe des Beckersichen Hanse« an der Stelle, welche der früher schon festgestellte Beleuchtungsplan für die Neue Anlage angibt, eine weitere Laterne errichten zu lassen.

Die übrigen Beschlüsse betreffen Angelegenheiten persön­licher Art.

I» Berlin ist der alte Taddel gestorben, ein Richter von unerschütterlichem Ncchtssinn. In den Jahren der höchsten Polizeiwillkür wurde der alte Waldeck el« Verschwörer vorAda« Schwurgericht gestellt. Der Prozeß war ein gordischer Knoten von gefälschten Briefen, falschen Zeugenaussagen, geschworenen Meineiden und Ränken aller Art. Taddel leitete die öffent­lichen Verhandlungen so klar und geschickt, daß die Unschuld Waldeck« tageshell wurde und der Staatsanwalt selber die Anklage al«ein Bubenstück erfunden, um einen Mann zu verderben", bezeichnete. Denselben unerschütterlichen Charak­ter hat er später «18 Abgeordneter gezeigt. Er wurde 83 Jahre alt.

In Paderborn stand ein ganz origineller Wilderer, Na­men« Klosterman», vor den Assisen, der bei den Bauern wegen seiner Leutseligkeit sich eben so beliebt, al« bei den Förstern wegen seiner gesetzlosen Beschäftigung gehaßt und gefürchtet gemacht hat. Der gefürchtete Mann, eine Art deutscher Ri­naldo und ein Bild männlicher Schönheit,, trank und schlief Jahre lang in den Wäldern, die er sein Revier nannte. Eine Förstersstelle, die ihm Graf Westphal anbot, schlug er aus, um seine Freiheit nicht daran zu geben. Daß er unter diesen Umständen mit der Forstpolizei in beständigem Kampfe lebte, ist begreiflich. Da er sich »abei der Waffen bedient und am 1. Februar ». I. deu waldecksschen Förster Heinemann durch die Lunge schoß der Getroffene kam übrigen« mit dem Leben davon - so stellte man eine Razzia auf ihn an, der er schließlich nicht entgehen konnte. Außer dem gesammten Forst- und Polizeipersonal der Gegend wurde ein Piquet Sol­daten von 56 Mann in da«Klvstermann'sche Jagdrevier" entsandt, auf ihn zu vigiliren. Von Minden reiste der Polizci- Jnspector Schnepel an Ort und Stelle, um die gemeinschaft­liche Verfolgung der Soldaten, der Polizei und der Forstbeam- t-n zu organisiren. Da die Bauern den Wilderer nicht ver- riethen, dem sie auch deßwegen zugethan waren, weil er dem schädlichen Hochwild zu Leibe ging, so waren alle Maßregeln bi« zum 14. Juni vergeben«. Schnepel gab sich für einen Holzhändler aus und suchte als solcher das Vertrauen der Bauern zu gewinnen. Vergeben«. Einmal entkam Klostermann dem Militär, das ihn schlau umzingelt hatte, durch die Schnellig­keit seiner Füße und sein Glück; denn keine der ihm nachge­sandten Kugeln traf ihn. Endlich zeigte ihn die Frau de« Büchsenmacher« in Brilon, bei dem er sein Gewehr repariren ließ, der Polizei an, da sie die auf seine Auslieferung gesetzten 400 Thaler verdienen wollte. Klostermann wurde zu acht Jahren Zuchthaus verurtheilt.

München. Gustav Chorinsk» ist in vollständigen Wahn­sinn verfallen und wird au« der Festung Kronach in eine Ir­renanstalt gebracht werden. Er tobte wochenlang fürchterlich, spuckte in "der Zwangsjacke dem Arzte in« Gesicht, und trank eine Woche lang so gut wie nichts und schlief kaum eine Stunde. An Verstellung ist nicht mehr zu denken. Da« Wort de« greisen französischen Arzte« Morel ist in Erfüllung gegangen: ChorinSky wird in höchsten« drei Jahren von Stufe zu Stufe finken und endlich dem vollständigen Wahn­sinn erliegen; ich setze meine wissenschaftliche Ehre zum Pfände.

Paris. Da« hiesige Haus Rothschild zeigt durch ein Circular seinen Geschäftsfreunden an, » die Leinmg der Firma nach dem Tode de« Baron« Jame« an seine Söhne, die Barone Alphon« und Gustav Rothschild, übergegangen sei. Nack, glaubwürdigen Nachrichten beträgt die Hinterlassenschaft de« Baron« James, der im Jahre 1812 mit etwa einer Mil­lion Franken im Vermögen nach Pari« gekommen war, ober­flächlich abgeschätzt etwa« mehr als 2000 Millionen Franken, und einaeweihte englische Finanzmänner versichern, daß im ganzen vereinigten Königreiche sich kein Vermögen diesem an die Seite stellen lasse. Baron Jame« hinterläßt außer seinen hiesigen Wohnhäusern, dem Schlosse im Bois de Boulogne und der prachtvollen Besitzung von Laferrwre« noch 51 große Häuser in Pari«, sowie verschiedene Grundstücke ähnlicher Art in »en bedeutendsten Stä»ten Europa'«. Namentlich in Ita­lien hat da« Grundeigenthum Rothschild'S sich in den letzten Jabren bedeutend vermehrt, so daß er in Rom, Neapel, Flo­renz und Turin mehrere Paläste und Wohnhäuser besitzt. Diese Einzelnheiten find au« durchaus zuverlässiger Quelle geschöpft.

Meister Hans Sachs erzählt in einem seiner Schwänke von einem Lande, in welchem die Lanzknechte im Walde un- ' term Moose wie Pilze nach einem befruchtenden Regen auf- . schießen. In unserer Zeit bedarf», wie wir neuerdings wieder in Wien gesehen haben, nur befruchtender Reden, um Hundert­tausende von Soldaten aufschießen zu lassen. Es ist das aber kein Schwank, sondern bitlerer Ernst.