Schlesische Feuervrrslcherungsgesellschaft
in Breslau.
Grundkapital fl. 5,250,000.
Versichertes Capital ultimo 1866 . . fl. 578,391,431. 45 fr.
Prämien-Einnahme im Jahre 1866 . . , 1,503,412. 14 „
Versicherung von Haus-Mobilien, Waaren, Fabrifgeräthschaften, Feldcrzeug- niffcn in Scheunen und Schobern, Vieh und landwirthschaftlichen Gegenständen jeder Art gegen Feuerschaden, Transportversicherung, Sptegel- glasversicherung gegen feste billige Prämien.
Antragsformulare und Versicheruugsbcdingungen, sowie jede gewünscht werdende Auskunft, werden jederzeit von der General-Agentur I. Gg. Schröder in Darmstadt, sowie den Herren Jean Boock in Gießen, Phil. Garde in Friedberg, M. Fröhlich II. in Ulrichstein, Heinr. Dietz in Kestrich bet Alsfeld, bereitwilligst ertheilt- (1872)
Oberhesfische Giserrbahrrerr.
1873) Die Gegner derselben scheinen ihr Spiel noch immer weiter zu treiben. Nachdem der Ausschuß der zweiten Kammer den Vertrag mit von Erlanger genehmigt hat, also hier nichts mehr zu intriguircn ist, verfallen sie auf ein neues Verschleppungs- Mittelchen, indem sie Leute mit neuen Projekten vorschieben. Diesen Offerten wird hoffentlich die gerechte Würdigung widerfahren und keine Verschleppung der Sache mehr zugelassen; die schönste Zeit zum Bauen wird versäumt, die Oberhessischen Bahnen waren lahrelang zu haben, wo blieben die Herren? daß sie jetzt erst kommen, wo die Acten geschlossen sind? Der Zweck ist zu klar und solches Pulver zündet nicht.
IIII
Am 1. April 1868. I
4Oste Ziehung der (islerr. Credit - Loose. I Höchster Treffer fl. 200,000, niedrigster fl. 165 östr. Währ. I Einlage 3 Tlilr. —11. 5, 15 süddeutsch pr. Eoos. I Sieben Loose kosten nur Tlilr. 80 = fl. 35 südd g Mit k. k. Stempel versehene Loose empfehlen
VOELCKER & Co
g (1861) Bankgeschäft in Wien, Kolowratring No. 4. 1
Wirthschafts Empfehlung.
1827) Einem geehrten Publikum erlaube ich mir, auch jetzt wieder meine Wirthschaft auf der Wellersburg in empfehlende Erinnerung zu bringen, mit dem Bemerken, daß daselbst die so beliebten Waffeln zu jeder Zeit frisch zu haben sind. E. Pau s ch.
Für Pferdeliebhaber.
1866) Bei dem am 30. u. 31. März und 1. April dahier stattfind end en Pferde- marft werden von dem unterzeichneten Comite für circa 40,000 Thaler
61 der schönsten Reit- und Wagenpferde, 10 vollständige vier-, zwei- und einspännige Equipagen nebst complete» Geschirren, sowie sonstige Reit- und Fahrrequifite»,
SJerloofung kommen, sobald -10,000 Loose vergriffen sind. Die Verloosunq findet öffentlich vor, Notar und Zeugen am 1. April statt.
Diejenigen,auswärtigen Theilnehmer, welche ihre Loose direkt durch das unterzeichnete Secretarrat beziehen, erhalten sogleich nach der Ziehung mittelst Telegramm ^s^h^ch-uienn ihnen ein größerer Gewinn zugefallen ist, jedoch ohne Verantwortlich- relt des Comitv s. Uebernehmer einer größeren Anzahl Loose erhalten entsprechenden Nabatt. Falls die Zustndung der Loose franco und recommandirt gewünscht wird, so beliebe man die hiezu nothigen Franco-Marken bei der Bestellung einzusenden.
, Den Bestellungen auf Loose ä Thlr. 1 fl. 1. 45 kr. ist der Betrag beizufügen, sowie die genaueund deutliche Adresse, und sind solche franco zu richten an
Das Sekretariat des Landwrthschaftl. Vereins in Frankfurt a. M.
Mr Auswanderer. M.
1870) Die Haupt-Agentur von C. W. Dietz am
Markt in Gießen expedirt wöchentlich mit den Dorjüg:jBÄggBK™ lichsten Dampf- und Segelschiffen Passagiere und Güter nach allen Häfen von Amerika und Australien. Preise billigst. Behandlung anerkannt reell.
1818) @itt Lehrling
wird in eine hiesige Handlung gesucht. Eintritt kann sofort erfolgen. Näheres bei der Exped. d. Bltts._____________________________
1884) Ein Dienstmädchen, welches bürgerlich kochen kann und Hausarbeit versteht, kann sofort eintreten bei
_______________Ph. Uhl, Seltersberg.
ä" Zu beachten.
1893) Wegen der jüdischen Osterfeicrtage wird in der Char Woche in meinem Geschäfte kein Mehl verkauft.
Lich, im März 1868.
Mayer Bock, Jun.
1883)' Am letzten Sonntage ist auf der Heuchelheimer Mühle eine braune Pelzstola abhanden gekommen. Der jetzige Eigenthümer wird gebeten, dieselbe gegen eine Belohnung an die Exped. d. Bltts. abzuliefern.
Epileptische Krämpfe (Fallsucht) heilt Dr. O. Kritisch, Spezialarzt für Epilepsie, Berlin, Jägcrstr. 75/76. Auswärtige brieflich. (1868)
1863) Eine kleine ruhige Familie sucht eine Wohnung von zwei Zimmern, einen? Cabinet nebst Zugehör, welche in 2 bis 3 Monaten bezogen werden kann. Näheres bei der Exped. d. Bltts.
1845) Meinen Unterricht im Französischen und Englischen bringe ich hiermit in empfehlende Erinnerung.
______Lehrer W- Plaut, im Schwanen.
1852) Ein Junge ordentlicher Eltern' welcher Lust hat, die Conditorei zu erlernen, kann unter günstigen Bedingungen zu jeder Zeit eintreten bei Conditor Sattler
1686) Von einer bedeutenden, auf solider Basis beruhenden
Lebensversicherungs-Gesellschaft werden cautionsfähige Vertreter unter sehr vortheilhaften Bedingungen gesucht- Franco- Adressen nebst Angabe der Referenzen sub F.H. 8 befördert das allgemeine Annoncen- Bureau von
Jacob Türkheim in Hamburg.
§ Theater in Gießen.
(Im Caf^ Leib.)
Mittwoch den 25. März 1868.
Auf Verlangen:
Deborah,
oder:
Christ und Jüdin.
Schauspiel in 4 Abtheilungen von Mosenthal.
Sountag de» 5. April: Letzte Vor- ftcllung. W. Kern, Direktor.
1860), Eine Köchin, die sofort eintreten kann, wird gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts.______________________________________
1842) In einem hiesigen Fabrikgeschäft ist eine Lehrlingsstelle offen. Das Nähere bei der Exped. d. Bltts.
Kirchliche Anzeige.
Passions-Gottesdienst in der Hospital- kirche.
Mittwoch den 25. März, Nachmittags um 4 Uhr: Mitprediger Lips.
Borsenuachrichten.
21. März 1868.
Prioritäten.
5% östr. F. St. E. B. 261'/2 Ludwigsh.-Bexbach 1563/4 Maxbahn 1067/g
Bayer. Ostbahn 1207/s Hess. Ludwigsbahn 1325/8 3% östr. Stsb.-Prior. 52% 3% östr. s. Lombard. 42’/8 3% Livorneser 28ftg
Toscaner 413/z
Frankf. Hypoth.-Bank — Frankf. Vereins-Kasse — 5O/o Elisabeth-Prior. 721/4 do. II. Emiss. 70 i/2
Wechsel.
Amsterd. k. S. 100% Augsb. k. 8. 993/4 Berlin k. 8. 105 Bremen k. 8. 98 Cöln k. 8. 105 Hamburg k. 8. 885/s Leipzig k. 8. 105 London k. 8. 1193/4 Lyon k. 8. — Paris k. 8. 95i/g Wien k. 8. 102’/8 Disconto 3°/o G.
Preuss. 4!/2o/o Obi. —
1 Frankf. 3‘/2<>/0 Obi. 811/4
| Nass. 4V2o/o Obl. 95
Kurh. 4O/o Obl. 893/)
Hess. 4% Obl. b. Roths. 90
» 3*/2% do. do. —
Bayer. 5"/0 Obl. 101S/4
» 4V20/0 1jährige 93</4
„ 4t/s% ’/aiährige 93</2 Würtemb. 4l/2°/o Öbl. 93Vg Baden 4,/s% Obl. c. E.L. 93% Oestr. 5°/o b. R. 65>/g
„ 50/0 National 547/g
„ 50/0 Metall. Obl. —
„ M. steuerf. 51*/g
Amer. 6% 1882r Bds. 753/8
„ 6°/o 1885r 733/4
Geldsorten.
Pr. Gass. Sch. 1 443/r45 Div. Cass.-A. —
Pr. Friedrdor. 9 57ftz-58</, Pistolen . . 9 49-51
„ doppelte 9 50-52 Holl. fl. 10 St. 9 54-56 Ducaten . . 5 37-39 20 Frankens!. 9 30-31 Engi. Souver. 11 54-58 Russ. Imper. 9 50-52 • Doll, in Gold 2 27i/r28i/2
Anlehensloose.
Kurh. 40 Thlr. Loose — Nassau fl. 25 b. Roth. — Gr. Hess. fl. 50 b. R. 1441/2 Gr. Hess. fl. 25 b. R. 38 4% bayr. Präm. Aul. 98*/2 4% badische Loose 931/2 Badische fl. 35 Loose 51 </4 1858r Prioritätsloose 136'/o 1860r Loose 727/8 1864r „ 86%
Actien*
! Frankf. Bank 123
Oester. Bank 728
„ Creditact. 195i/z
Darmst. Bankact. 23 t
i t i f ch e Nu rr d s ch a u.
P o l
Darmstadt, 19. März. In Abänderung der früheren Bestimmung, daß von der Gemeindeverwal- tung das Verzeichniß der Militärpflichtigen aufge- stellt wurde und es den Betreffenden überlassen blieb, sich von dem Eintrag beliebigen Falls zu überzeugen, werden nach Maßgabe der preußischen Kriegsverfas- sung jetzt sämmtliche, im Jahr 1848 geborene Dienstpflichtige aufgefordert, sich vom 25. März bis 8. April persönlich oder durch Angehörige anzumclden, widrigenfalls sie von der Loosziehung ausgeschlossen werden würden, oder ihre etwaigen Ansprüche auf Zurückstellung oder Befreiung vom Militärdienst unberücksichtigt bleiben könnten.
Darmstadt, 20. März. Die zweite Kammer der Stände wird Dienstag den 24. l. M. die Be- rathung über die Vorlagen der Gr. Ministerien des Innern und der Finanzen, den Bau von Eisenbahnen im Grvßherzogthum betreffend, beginnen.
Darmstadt, 22. März. In der gestrigen, lebhaft erregten Sitzung der 2. Kammer wurde der Regierungsantrag: zum Zwecke der Erhebung der technischen Schule zu Darmstadt zu einer polytechnischen Schule ihre Zustimmung dazu zu ertheilen, daß der im Staatsbudget für 1866/68 vorgesehene Staatsbeitrag für die genannte Schule bi« zu dem Betrage von 30,634 fl. erhöht werde, mit 21 gegen 19 Stimmen genehmigt.
Darmstadt, 22. März. Nach einer neueren Verfügung des Gr. Kriegsministeriums sind die beschränkenden Bestimmungen der Ersatz. Instruction über die Zahl der bei den einzelnen Truppentheilen
einzustellenden, einjährigen Freiwilligen bis auf Weitere« sistirt worden.
Berlin, 16. März. Die hiesigen Tabaksfabri- kanten sind nicht gewillt, sich gegenüber dem Schlag, welcher ihrer Industrie droht, passiv zu verhalten. Wie wir hören, hat sich das Ccntralcomite des Tabakvereins an den Finanzminifter mit der Bitte gewandt, eine Versammlung von Fachmännern aus Norddeutschlanv nach Berlin zu berufen, um ihre Meinung über den vorgelegten Gesetzentwurf zu hören, wie dieß ja in auerkennensweriher Weise von dem badischen Ministerium geschieht. Ob die Regierung diesem Wunsche entsprechen wird, ist abzuwarten ; es scheint, als ob man hier entschlossen ist, an der neuen Steuer festzuhalten. Offenbar verspricht man sich hier von der Steuerhöhung mehr Erfolg, als dieselbe in Wirklichkeit haben wirv, vorausgesetzt immer den Fall, daß das Zollparlament dem Gesetzentwurf zustimmt, was doch gegenüber der gewichtigen Bedenken, welche dagegen sprechen, noch immer zweifelhaft erscheinen muß. Das erste Sta- drum hat der Gesetzentwurf allerdings schon glücklich hinter sich, die betreffende Commission des Zollbun- desrath soll, wie uns als verbürgt mitgetheilt wird, die Vorlage, wonach die neue Steuer von dem im Jahre 1869 gebauten Tabak anfangend erhoben werden soll, unverändert angenommen haben.
Berlin, 18. März. Bei der Fortdauer des Rothstandes in Ostpreußen^ haben des Königs Majestät Cent vaterländischen Frauenvereine eine zweite Gabe von 10,000 Thaleru zur Fortsetzung seiner
Arbeiten in den nothleivenden Gegenden durch den Minister des königlichen Hauses überweisen lassen.
Berlin. Aus ein paar Worten der amtlichen Provinzial - Correspondenz in Berlin erfährt man mehr über den Zweck der Reise dcS Prinzen Napoleon nach Norddcutschland als aus langathmigen Leitartikeln. Diese Worte lauten: Prinz Napoleon wirv eine klare Einsicht von den festen, gediegenen Grundlagen der neuen Verhältnisse NorddcutschlandS mitgenommen haben.
Berlin, 19. März. Es macht sich seit einiger Zeit hier in den leitenden Kreisen eine leichte Verstimmung gegen das Karlsruher Cabinet bemerkbar, welche ihren Grund wohl in der Stellung hat, welche dasselbe in der Tabaksfrage einnimmt. Man halte hier, wie es scheint, mit großer Sicherheit darauf gerechnet, daß das basische Ministerium ebenso, wie in der Politik, so auch in alftn wirthschastlichen Fragen Hand in Hand mit Preußen gehen werde, und man zeigt sich gleich bei der ersten Gelegenheit, daß man in Karlsruhe weit davon entfernt ist, das Verhältniß zu Preußen als ein solches aufzufassen, welches jede Selbstständigkeit ausschließt. Nach den bis jetzt vorliegenden Nachrichten will die badische Regierung jede Aenderung in der Tabaksbesteuerung ablchuen, und wird sie darin von dem bavischen Volke unterstützt, welches von der Tabakssteuer besonders hart würde getroffen werden. Hier ist man dagegen entschlossen, an der Tabakssteuer festzuhalten ; es fragt sich, für welche von beiden Auffassungen sich das Zollparlament aussprechen wird.


