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Berlin, 20. Juli. Es verlautet mit großer Bestimmtheit, daß dem Reichstage ein Gesetz vorge­legt werden soll, welches die Goldwährung für ganz Deutschland einführt. Da mit einer solchen Acnde- rung der Währung eine Aenterung unseres Münz- svstems unvermeidlich ist, so wollen wir hoffen, daß man dabei zu einem zehntheiligen System übergehen wird; vielleicht entschließt man sich, nachdem man das französische Maß- und GewichtSsystcm angenom­men hat, auch zu dem französischen Münzsystem. Alle Nachrichten über eine bevorstehende Zusammen­kunft des Königs von Preußen mit dem Kaiser Na- poleon werden hier bis jetzt noch als unrichtig be­zeichnet; man stellt allerdings die Möglichkeit eines solchen Ereignisses nicht in Abrede, meint jedoch, falls es sich verwirklicht, so würde die Zusammenkunft we­der in Ems, noch, wie andere Quellen melden, in Baden-Baden stattfinden, sondern in Berlin. Es schcini, daß man hier etwas darauf hält, daß, nach­dem der König im vorigen Jahre den Kaiser in Pa­ris aufgesucht hat, jetzt Napoleon diesen Besuch in Berlin erwiedere. Die Nachrichten über das Be­finden des Grafen Bismarck lauten, nach den Be­richten der conservativen Blätter, sehr gut; von anderer Seite will man jedoch wissen, daß der Mi­nisterpräsident sich noch fortwährend sehr matt fühlt und schwerlich vor Ende September oder Anfangs Oetober in seine Aemter jwieder eintreten wird. Im Finanzministerium herrscht eine große ThäUg- keit; Hr. v. d. Heydt hat seine Räthe wahrhaftig nicht verwöhnt, aber so angestrengt, wie jetzt, sind die Herren noch niemals gewesen; es handelt sich darum, wie es möglich sein wird, die Einnahme so zu stei­gern, daß das Budget für 1869 ins Gleichgewicht gebracht werden kann. Der Minister möchte es gar zu gern vermeiden, mit dem Vorschlag einer neuen Steuer vor den Landtag zu treten, und nun wird alles Mögliche versucht, um das Gleichgewicht des Budgets ohne eine solche herzustcllen. Die Ent­nahme der fehlenden Summen aus dem Staatsschatz, was ja am Ende auch nur ein Palliativmittel gegen das Deficit wäre, woran im Finanzministerium auch gedacht worden ist, hat keine Aussicht, die Billigung der Mehrheit der Regierung zn finden.

Berlin, 20. Juli. DerStaatsanz." veröffent­licht eine Bekanntmachung des Bundeskanzleramts- Präsidenten Delbrück, durch welche der Zinsfuß der Schatzanweisungen für Bundesmarinezwecke auf 3ya Prvcent jährlich festgesetzt wird. Die Umlaussdauer dieser Schatzscheine ist eine neunmonatliche: vom 15. Juli 1868 bis 15. April 1869. Durch eine Ver­fügung des Generalpostamts ist bestimmt worden, daß die mittleren und kleinen Postanstalten des nord­deutschen Postgebiets in Zukunft die gewöhnlichen Pallete in den für größere Eisenbahn-Anstalten be­stimmten Fällen ebenfalls auf den ambulanten Bu­reaus kartircn sollen.

München, 20. Juli. Man hinterbringt uns Verschiedenes über den Inhalt des Vertrages, welchen Baiern und Würtemberg in Betreff des gemeinsamen B-sitzes Der Festung Ulm geschloffen haben. Das scheint fistzustehen, daß Würtemberg das Gouverne­ment der Festung, die baierische Regierung aber Den Commandanten, den Artillerie - und Den Genie- direeior ernennt. Die baierische Regierung hat sich bereits vor einigen Tagen nach Stuttgart gewanDt, um von dorther die Zustimmung zur Veröffentlichung des Vertrages zu erhalten. Ist diese eingetroffen, dann werd es sich zeigen, ob die Mittheilungen des Volksboten" in Betreff der Ausmessung der Kosten richtig sind. Vorläufig glauben wir, daran zweifeln zu dürfen.

Wien, 16. Juli. Der gestrige Ministerrath soll sich für die officielle TitulaturOesterreichisch-unga- rische Monarchie" entschieden haben; auch sagt man, dem Pesther Reichstag sei die Cvncession gemacht worden, daß Die Stärke Der ungarischen Landwehr über 100,000 Mann erhöht werden Dürfe, hoffent­lich nur auf Kosten Der Ungarn. Im König«- warter'schen Hause am Burgring sind seit gestern die Festgaben ausgestellt, welche bis jetzt zum Bundes- schießen cingesenDet wurden. Es ist jedoch erst Die Hälfte Der angemelDeten GegenstänDe eingetroffen. Frankfurt a. M. steht mit seinen 16 Gaben allen anderen Städten voran. Aus Dem Sachsenlande in Siebenbürgen haben Die Stätte HermannstaDt unD Kronstadt, als äußerste Vorposten Des Deutschthnms im fernen Südosten, zwei symbolische Gaben einge- sendet: ein Trinkhvrn und ein Bärenfell. Letzteres »urDc einem gewaltigen Petz des Karpathengebirgs abgezogen. Die Proteste gegen Die Anmaßungen rx u.'I^ut?8en der römischen Curie vermehren sich tagnch. .ine katdolischen Bezirks - Vertretungen

in Der Umgegend von Graz richten ihre Adresse zugleich an Den Papst und die Minister in Wien. In Bezug auf Pius IX. sagen sie:Wir wünschen Dem schwergeprüften Greise sowohl zum eigenen From­men wie zum Frieden der so viele Millionen zählen­den Gemeinde, daß auch er Die bessere Einsicht ge­winne, um Die Flüche schleudernde Hand zur Segen- spende umzuwenden. Diese Erde, unser Aller Wiege und Grab, fei uns kein Tummelplatz für Glaubens­haß und Ranke der Herrschsucht; gleichberechtigt und brüderlich wollen wir genießen und leiden, was uns auf derselben beschieden ist." Pesther Blätter mel­den mit höchster Befriedigung, daß Die Kaiserin Eli­sabeth mit ihrer Umgebung in Ischl fast nur unga­risch spreche; Die hohe Dame hat nämlich auch in Dem Deutschen Webirgslande ihre ungarischen Hofda­men bei sich. Die habsburgisch-lothringen'sche Dy­nastie scheint sich bei Zeiten auf Den möglichen Fall vorzubereiten, daß sie ganz nach Ofen-Pesth relegirt wird. Der lächerliche Nationalitätsdünkel Der Magyaren hat noch nichts an Intensität verloren In Der gestrigen Sitzung des Unterhauses citirte ein Redner eine Stelle ans Schillerns Glocke und bat Dabei Da« Haus gewissermaßen um Entschuldi­gung, Daß er einige Deutsche Worte vorbringe. Für Die geistreichen 5 Millionen Magyaren ist es also fast eine Beleidigung, wenn einige Laute aus der Sprache Schiller's vor ihren erhabenen Ohren ertö­nen. Daß trotz Derungarischen AkaDemie Der Wissen­schaften" Die gesummte wissenschaftliche Literatur Der Magyaren mit spärlichen Ausnahmen nur aus Uebcr setzungen oder Auszügen Deutscher Werke besteht, ist bekannt.

Wien, 21. Juli. Nachrichten aus Konstanti­nopel melden, daß der Prinz Napoleon in Der Nähe Der Insel Syra eine Deputation Der Kreter an Bord seiner Nacht empfing, welche ihn bat, er möge den Beistand Frankreichs für ihre Sache erwirken. Die Antwort des Prinzen lautete reservirs.

Paris, 18. Juli. Heute war Ministerrath in Den Tuilerien unter dem Vorsitze des Kaisers, der um 3 Uhr nach Fontainebleau zurückkehrte, um mor­gen nach Plombiöres abzugehen. Allen, welche den Kaiser sahen, fiel es auf, daß er sehr schlecht au«- sieht; da« Gehen fällt ihm schwer. Vor seiner Rück­kehr nach Fontainebleau empfing er den päpstlichen Nuncius, mit Dem er sich über eine Stunde lang unterhielt. Eine Mittheilung in Der heutigenAbend- Patrie" rührt von dem Nuncius her. Dieselbe er­klärt, e« sei noch keineswegs ausgemacht, daß Der Papst Die Souveräne nicht zum 1869er Concil ein­laden werde. Der Papst werde später in dieser Hin­sicht einen Beschluß fassen. Er habe dieß bis jetzt nicht thun können, weil er mit mehreren Höfen (Oesterreich und Italien) nicht gut stände. Die Verhältnisse könnten sich aber dis 1869 ändern. DerEtentard" behauptet heute, daß cs dem Gra­fen v. D. Goltz besser- gehe.

London, 21. Juli. Die Zeitungen bringen Danksagungen für das Geschenk von 100 Pf. St., welche« der Senat von Bremen wegen der freund­lichen Behandlung der Schiffbrüchigen de« Schiffes Lessing" für Wohlthätu keitszwecke in Lerwick und Fair Jsle gegeben hat.

Newyork, 11. Juli. (Per SteamerNesto- rian".) Die Entscheidung Der demokratischen Con­vention, Seymour als PräsidentschaftSeandidaten auf­zustellen, ward von der ganzen demokratischen Partei enthusiastisch ausgenommen. Der Senat nahm eine Bill an, welche alle Rebellenstaaten, ausgenommen die durch das Reconstructionsgesetz zum Congreß zu- gelassenen, von der Präsidentenwahl ausschließt.

Vermischtes.

Wien, 16. Juli. Das Handelsministerium hat kurz vor dem Beginne der Ernte, wo also das Ergebniß schon nahezu ganz gesichert erscheint, auf telegraphischem Wege sämmtliche Länderchefs zur Berichterstattung über die Eruteaussichteu auf­gefordert. Aus den nun vorliegenden Berichten ergibt sich, daß das heurige Jahr für Oesterreich wieder ein sehr günstiges fein werde. Sowohl bei den Feldfrüchten, als bei den Knollen­gewächsen, bei Obst und besonders bei Wein, wird der Ertrag fast in allen Kronländern ein guter, in mehreren sogar ein gesegneter sein; so namentlich in Riederösterreich, in Oberöster- reich, in Mähren und in Ungarn, welche eigentlich für die Approvistonirung der Monarchie maßgebend sind und auch die für den Export benöthigten Quantitäten namentlich von Walzen liefern. Aus Böhmen lauten die Berichte nicht sehr günstig, und in Galizien erwartet man nur eine sehr mit­telmäßige Ernte. Allein ein eigentlicher Rothstand ist nirgends zu befürchten, selbst nicht in dem sonst so unwirthsamen Dal­matien, für welches das heurige Jahr sagar ein sehr günstiges fein wird.

Bozen, 12. Juli. Was man vielleicht noch vor wenigen Jahren in Tprol für unmöglich gehalten, eine Opposition ge­gen den Ausspruch des Papstes, ist gestern zur Thatsache ge­worden. Zwölf hiesige Gemeindeausschüsse erklärten in einer an den Gemeinderath gerichteten Einlage, daß sie eS als ihre

Pflicht erachten, dem Bedauern über den durch die päpstliche Allocution vom 22. v. M. erfolgten offenen Eingriff in die Souveränetätsrechte des Kaisers und die Selbstständigkeit des Staates Ausdruck zu leihen, und zwar um so mehr, als es gerade von einer Seite ausgehe, welche den Beruf hat, die Achtung vor dem Gesetze zu wahren. Sie beantragten daher, zum Beweis ihrer unverbrüchlichen Treue gegen den Kaiser und die von demselben sanctionirten StaatSgrundgesetze, eine Adresse an die Regierung, die das vollste Bertrauen auf sie und die von ihr begonnene Durchführung dieser Gesetze aussprechen soll. Der Antrag fand allseitige Zustimmung und wurde einhellig zum Beschluß erhoben.

Paris, 15. Juli. DerAbend-Moniteur" druckt ohne weitere Bemerkung folgende Correspondenz des BrüsselerNord" nach: Man sprach dieser Tage in Fontainebleau von dem tragischen Ende des Fürsten Michael von Serbien und den Manifesten von Fetir Pyat, welche zur Ermordung des Kaisers auffordern. Man drückte die Befürchtung aus, daß so verab- scheuungswürdige Beispiele und so gehässige Aufreizungen einen neuen Mordversuch gegen das Staatsoberhaupt zur Folge ha­ben könnten. Der Kaiser gab eine entgegengesetzte Meinung kund; und da alle Blicke auf ihn gerichtet schienen, um ihm das Geheiu niß seiner Zuversicht abzuveilangen, so ergriff er das Wort und drückte sich folgendermaßen aus:Bei der Stellung, welche ich inne habe, hat das Leben nur Einen Reiz: nämlich den, der Nachwelt und der Größe Frankreichs nützlich zu sein. So lange ich lebe, werde ich keinen anderen Zweck verfolgen, und die Vorsehung, welche mich bis jetzt sichtlich unterstützt hat, wird mich nicht verlassen. Sie wird bestimmen, ob mein Leben oder mein Tod den Interessen des Landes am besten dienen kann. Angesichts so vieler von eifer­süchtigem Ehrgeize nnd schlechten Leidenschaften beseelter Par­teien gibt es Gin Heil für Frankreich, nämlich das, meiner Dynastie eng verbünde» zn bleiben, welche das Symbol der Ordnung und des Fortschrittes ist. Nun könnte es geschehen, daß ein gewaltsamer Tod, wenn ich ermordet würde, noch mehr zur Befestigung meiner Dynastie beitragen könnte, als die Ver­längerung meines Lebens. Sehen Sie in der That, was sich ereignet: der Mann, der eine politische Mordthat begeht oder inspirirt, der sich zugleich zum Richter und Henker aufwirst, bringt immer eine Wirkung hervor, welche der nicht entsprechend ist, die er hervorbringen wollte; dieß ist die Strafe für fein Verbrechen; sie ist unvermeidlich. Was sich in Serbien zuge- tragen, ist der deutlichste Leweis. Die Verschworenen hofften, indem sie den Fürsten tödteten, eine andere Dynastie ans Ru­der zu bringen: sie haben für lange Zeit die Familie Obreno- witsch befestigt. Bei uns, wenn ein Attentat auf den König Ludwig Philipp gelungen wäre, hätte man darauf wetten kön­nen, daß das Haus Orleans noch heute in Frankreich regieren würde. Wenn ick, heute oder morgen unter dem Dolch eines Meuchelmörders falle, so wird das Volk mit Emer Stimme meinen Sohn aeclamiren, und selbst, wenn die ganze kaiserliche Familie verschwinden würde, so würde es, wie in Serbien, irgend einen Neffen, Erben meines Namens, aufsuchen, um die Fahne des Kaiserreichs zu erheben, die Mordthat zu rächen und nochmals die Wahrheit zu weihen, daß die Partei, welche ihre Hände mit Blut befleckt, niemals aus ihrem Verbrechen Nutzen zielst.^ Deßhalb kann ich auch die Zukunft ohne Furcht ins Auge fassen. Ich mag leben oder sterben, mein Leben oder mein Tod wird auf gleiche Weise Frankreich nützlich sein, denn die Mission, welche mir auferlegt wurde, wird sich, fei es durch mich, fei es durch die Meinigen erfüllen." Diese Worte wur­den inmitten eines zahlreichen Kreises gesprochen und wiedei- holt. Soweit dieCorresp. des Nord." Selbstverständlich erregt ihre Wiedergabe in den Spalten des amtlichen Blattes ungewöhnliches Aufsehen.

Paris. Unter den zahlreichen hiesigen Eisfabriken ver­dient namentlich auch da« am Ende des Boulevard Laune« gelegene Etablissement wegen seiner Größe Erwähnung. ES besteht nämlich aus 10 Souterrains, die sämmtlich durch Ueberdachung mittels schlechter Wärmeleiter gegen die Sonnen­wärme so wirksam geschützt sind, daß man sich unwillkührlich in die Pvlarzone versetzt glaubt; nicht weniger als durchschnitt­lich 200,000 Centner Eis lagern in diesen unterirdischen Räu­men, deren jeder eine Länge von 160 Meter und eine Tiefe von 12 Meter hat. Einen befvuderen Theil dieses Etablisse­ments bildet die mit diesen gewaltigen Eismagazinen in Ver­bindung stehende Werkstatt, wo durch Feuer Kälte und durch Dämpfe Eis erzeugt wird und wo die weltbekannten Eiskarafen dargestellt werden. Diese Karaftn füllt man zunächst bis zu zwei Drittheil mit reinem siltrirten Wasser (weil man das Ei« in den Cafv'S genießt) und fetzt diese hierauf in die Gefrier- gefäße. Jedes dieser Gefäße, das bis zu einer entsprechenden Höhe mit gesättigtem Salzwaffer angefüllt ist, enthält einen Recipienten, in welchem Aether fließt und der mit Hülfe einer Dampfmaschine luftleer gemacht wird. Der in Folge dessen mit großer Energie verdunstende Aether bindet eine so erheb­liche Menge von Wärme, daß der Recipient bis 20» Kälte sich abkühlt, welche Abkühlung durch Vermittlung deS Salzwaffer«, welches den Recipienten umgibt, den Karafen mitgetheilt wird. Bei der geringsten Bewegung, die der Arbeiter dem Wasser in denselben durch einen Stab gibt, verwandelt e« sich im Nu, wie durch einen Zauberschlag, in Eis. Hierauf werden die Ka­rafen sofort aus den Gefriergefäßen herausgenommen und in den Eiskellern für den Gebrauch aufbewahrt. Den Tag 'über werden gegen 6000 Karafen fertig, von denen jede circa 50 Liter sehr warmes Wasser vollständig abzukühlen im Stande ist.

Newyork, 2. Juli. Der Correspondent vonDaily-News" nennt das vor Kurzem Passirte Gesetz, welches die Arbeitszeit für die von der Regierung beschäftigten Handwerker auf 8 Stunden, anstatt wie bisher 10, festfetzt, ein sehr schlechtes Demagogen-Kunststück, das wahrscheinlich viel Unheil anrichten werde. Schon haben so sagt er. in Newyork die Mau­rer Strike gemacht, weil ihnen ihre Forderung für achtstündige Arbeit -ä'/z Dollar Lohn täglich, anstatt wie bisher 5 Dollar für zehnstündige, von den Arbeitsgebern abgeschlagen wurde, und es ist nichi unwahrscheinlich, daß Letztere nachgeben müff.n. In 1852 betrug der Arbeitslohn noch 2 Dollar per Tag, wofür der Maurer 2000 Ziegel legte. Seitdem haben die Ge- werbvereine die Löhne bis zu der jetzigen Höhe getrieben, und dazu weigern sich noch die Leute, mehr als 1000 Ziegel zu legen. Die natürliche Folge dieser Operationen ist Erhöhung der Miethen, und schon verlassen Personen von nur mäßigem Vermögen in großer Zahl die Stadt, um sich auf dem Laude niederziilaffen.

Redaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen.