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Politische Wnndsch

Darmstadt, 18. Sept. Durch heutige Ver­fügung wirb bekannt gegeben, daß die Großh .Kriegs­schulebis auf Weiteres" aufgehoben fei. Da nach der Militär-Convention und hierauf basirenden wei­teren Bestimmungen unsere Offiziers - Aspiranten in den preußischen Militäranstalten fich auszubilven ha­ben, so ist die Aushebung der hiesigen Kriegsschule wohl als eine definitive zu betrachten.

Darmstadt, 18. Sept. Die Herren L. Bam- berger, Dernburg, Fitting, Metz, Kugler, Kuhn, E. Pirazzi k. laden zu einer Landesversammlung der Fortschrittspartei ein, die am 26. Lept. Vormittags in Darmstadt (Darmstadter Hof) abgehalten werden soll. Zweck der Versammlung ist die Gründung eines Vereins,welcher die einheitliche Entwicklung in Staat und Gemeinde, sowie den Eintritt der süddeutschen Staaten und insbesondere des ganzen Großherzog- thums in den norddeutschen Bund anstreben soll."

Berlin, 17. Sept. Der Präsident des Bun­deskanzler-Amtes, Geheime-Rath Delbrück, hat seinen Urlaub bereits angetreten, und zwar auf die Dauer von sechs Wochen. Dadurch findet sich die Vermu- thung bestätigt, daß die Vertagung des Bundesra- thes etwa bis zu Beginn des Monats November dauern wird, falls nicht besonders dringliche Veran­lassungen eine frühere Einberufung nothwendig machen.

Berlin, 19. Sept. DieNorddeutsche Allg. Ztg." demcntirt dieMittheilung derMittelrheini- scheu Zeitung" in Wiesbaden, von der preußischen Regierung sei die Einziehung sämmtlicker Capitalien der nassauischen Landesfonds und die Uebermittelung derselben nach Berlin angeordnet worden.

Wien, 16. Sept. Ueber die Rede des Königs von Preußen in Kiel lautet das Urtheil je nach dem Standpunkte verschieden. DieN. fr. Pr." findet die männlichen schlichten Wortevon Hoffart strotzend", während diePresse" mit mehr Unbefangenheit ein gewaltiges Sclbstbewußtsein" darin findet, zumal im Vergleich zum Abschied des Kaisers Napoleon von Chalons. Das Wort:daß es Fälle gebe, wo ein Monarch sich der Verantwortlichkeit an das Schwert zu appellircn, nicht entziehen könne", über­schreite, meint diePresse", kaum das Maß dessen, was der König,umgeben von den Repräsentanten der Armee und Marine", bei seiner ersten Rundreise als deutscher Bundesfeldhcrr, im Angesichte der Schlachtfelder von Düppel und Alsen, in dem Ha- fen, welcher die norddeutsche Flotte birgt, sagen mußte, wenn er nicht, wie Louis Napoleon in Cha­lons, -sein Licht muthwillig unter den Scheffel stel­len wollte.

Wien, 17. Sept. Baron Lasser befindet sich bereits wieder auf seinem Posten in Innsbruck, um in bekannter Manier den Tyroler Ultramontanen Achtung" vor den Staatsgrundgesetzen bcizubringen. Ein osficiöses Blatt belehrt heute das Publikum, daß der Statthalter für Tyrol und Vorarlberg, als er auf Wunsch des Fürstbischofs von Brixen gegen die Civilehe des Bregenzer Avlerwirths intervenirte, sich keine Pflichtverletzung habe zu Schulden kommen lassen; es könne dabei nur von einerirrigen Auf­fassung" des Ehegesetzes die Rede sein. Der angeb- lichunentbehrliche" Fachmann hat also nicht ein- mal bas richtige Verstänbniß für die neuen Gesetze, aber trotzdem soll er ihnen nach Dr. GiSkra'S Vor- schriftAchtung verschaffen gegen Jedermann". Die ministerielle Logik scheint von den Gesetzen der ge- meinen Logik sehr scharf abzuweichen. Die Verstän- digung zwischen den Mitgliedern des Ministeriums Auersperg-Giskra in Betreff der Bregenzer Frage soll noch vor dem Beginn des jüngsten Ministerra- thes erfolgt sein und zwar auf einen bestimmt aus­gesprochenen Wunsch des Kaisers. Der Minister­rath beschäftigte sich bauptsächlich mit der Lage der Dinge in Triest und Dalmatien. Feldmarschall-Lieu­tenant v. Möring soll über die Triester Verhältnisse persönlich reserirt haben. DaS Verlangen der Ver- treter der Seestadt, daß eine Bürgergardc errichtet und die den Italienern verhaßte slovenische Territo- rialmiliz aufgelöst werde, dürfte auf gewichtige staatS- polizeiliche Bedenken stoßen, eine natürliche Folge der bekannten Tendenzen der Italianissimi in Triest.

Prag, 15. Sept. Der Revacteur derNarodni Pokrok", Ezcrny, wurde wegen Verbrechen der Stö­rung der öffentlichen Ruhe zu einer achtzehnmonat- lichen schweren, mit Fasten verschärften Kerkerstrafe und 3000 fl. Cautionsvcrlust, und der Rcdacteur des Arbeiter-Wochenblattes", Delnik, wegen des Ver- gehens der Auireizung gegen Nationalitäten und Re­ligionsgenossenschaften zu dreimonatlichem strengen, mit Fasten verschärften Arrest dnd wegen Weiterver­breitung des Inhalts der confiscirten Druckschrift zu 100 fl. Strafe verurtheilt.

Paris, 16. Sept. Privatnachrichten aus Eng- ; land melden bedenkliche Dinge über den Zustand der Königin Victoria, deren Geist mehr und mehr von tiefer Schmcrmuth umdüstert werde, so daß sie jeg­liches Interesse für die Regierungsgeschäfte verlo­ren habe.

Paris, 17. Sept. Die Kaiserin Eugenie hat cs doch durchgesetzt, daßihre Souvcrainin" mit ihrem Gemahl eine Zusammenkunft hält; die Sache ist jetzt offiziell und schon übermorgen wirb bas ein­zige bourbonische Haupt, das noch eine Krone trägt, in Biarritz von dem Neffen jenes Mannes empfan­gen, der mit dem siebenten Ferdinand ein für beide Thcile so verhängnißvolles Spiel trieb. Am Sonn­tag geht der französische Hof nach San Seba- kian, um den hohen Besuch der spanischen Monarchin zu erwiedern. Ob es sich um officielle Einfädelung ober Bestätigung jenes Bündnisses handelt, von welchem in letzter Zeit so vielfach die Rede war, steht dahin; doch haben die Erfahrungen der letzten Jahre gelehrt, daß solchen Zusammenkünften selten mehr als fromme Wünsche zu entwachsen pflegen. Auch die Kaiserin Eugenie kann doch unmöglich das Schicksal der Napoleoniden mit demihrer Souve- rainin" so innig verketten wollen, daß 45,000 Mann Spanier Vie neapolitanischen Bourbons bei Resiau« rations-Projecten unterstützen und Franzosen dabei Handlangerdienste leisten.

Paris, 19. Sept. DerGaulois" meldet, daß die nach den canarischen Inseln verwiesenen spani­schen Generale an der andalusischen Küste gelandet feiert. In Andalusien wehe die Fahne des Aufstan­des. Bestätigung bleibt abzuwarten.

Metz, 18. Tept. Heute ist eine hiesige Patro- ncnfabrik in die Lust geflogen. 16 Arbeiterinnen und an 30 Arbeiter wurden getödtet, 80 Personen verwundet.

London, 18. Sept. Sämmiliche Londoner Blät­ter beurtheilen die in Kiel gesprochenen Worte des Königs von Preußen äußerst wohlwollend, weil sie eben so friedlich als selbstbewußt lauteten.Daily News" sagt: Eine solche Rebe erscheine im Munde des Kaisers Napoleon eine Kriegserklärung, im Munde König Wilhelms bedeute sie Frieden, weil sie von FriebenSthaten begleitet sei.

Vermischtes.

Gießen, 21. Sept. Heute Nachmittag 2 Uhr rückte das 2. Großh. Hess. Infanterie-Regiment, von dem Manöver bei Darmstadt kommend, am festlich geschmückten Seltcrsthor von dem Bürgermeister und den Gemeinderathsmitgliedern empfan­gen und von einer unübersehbaren Menge hiesiger Einwohner und Landleuten der Umgegend freudig begrüßt, in hiesige Stadt, welche mit Fahnen decorirt war, als künftigen GarnisonS- ort ein.

Gießen. (Sitzung des Gemeinderaths vom 17. Sept.) Anwesend: der Großh. Bürgermeister Vogt, die Gemeinderathsmitglieder Berg, Bücking, Felsing, Hanstein, Keller, Möhl, Nagel, Petri, Ricker, Rosenberg und Weidig.

In Betreff der Erbauung eines Lagerhauses beschließt der Gemeinderath auf erstatteten Vortrag des Referenten des Fi­nanzausschusses und ausführlicher Erörterung des Gegenstandes das Ansinnen des Handelstands motivirt abzulehnen. Das von der Großh. Bürgermeisterei abzufaffcnde Schreiben soll dem Finanzausschuß zur Einsicht, beziehungsweise Beifügung von Bemerkungen zugesendet werden.

Der Gemeinderath beschließt die Angelegenheit, betreffend Ergreifung von Maßregeln gegen die Cholera bis zur Einlan- gung der Entscheidung Großh. Ministeriums des Innern ruhen

Betreff der Errichtung einer Vorschule für die Real­schule wurde ei de, Schulcommisfion unter Zuziehung des Vor- sinenden des BauausschuffeS überlassen, sich mit dem Großh. Director der Realschule in dieser Sache zu benehmen, bezie­hungsweise das Geeignete anzuordnen.

Der Ankauf dei Bedarfs an Steinkohlen für die Stadt­schule soll im SoumissionSwege vergeben, und derjenige an Braunkohlen dem Großh. Bürgermeister aus der Hand zu ver­geben überlassen werden.

In Betreff der Benutzung der Turnhalle von Seiten des hiesigen Gymnasiums sollen die von den Ausschußmitgliedern Keller und Bücking beantragten Erkundigungen durch den Großh. Bürgermeister eingezogen und die Sache dann wieder vorgelegt werden-.

Der Gemeinderath will die Rechnung von 25 Stück ohne seine vorherige Zustimmung angeschaffter Helmschilde für die Feuerwehr für dieses Mal noch bezahlen: der Vorstand der Feuerwehr sei aber zu bedeuten, daß künftig für dergleichen Anschaffungen die Genehmigung des Gemeinderaths vorher ein­zuholen sei. Für di- Anschaffung von Steigleinen für die Feuer­wehr nach dem vorgelegten Muster könne sich der Gemeinde­rath erst dann aussprechen, wenn fich diese Leinen durch länge­ren. Gebrauch als gut erprobt hätten.

Die Rechnung für C-mentlieferung zur Verbesserung des Wehres an der oberen Stadtmühle mit 203 fl. wurde zur Zahlung auf die Stadtcaffe übernommen.

Die auf 97 fl. 40y2 fr. berechnete Forderung des Jacob Schocker für Einrichtung des WachthauseS am Neuenweger Thor zu Schulzwecken wurde zur Zahlung auf die Stadtkaffe übernommen.

In Betreff des AnstreichenS der Kirchenstühle in der hiesi­gen, neu restaurirten Stadtkirche anerkennt der Gemeinderath die Zweckmäßigkeit dieser Arbeit, und bewilligt den hierfür er­forderlichen Eredit zu Lasten der Ueberschüsse von 1868.

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Der Gemeinderath gibt zur Ausführung der Herstellung einer Rinne und eines Trottoirs an dem Hause des L. und A. Petri unter der Bedingung seine Zustimmung, daß die Häuser. besitzer L und A. Petri sich verbindlich machen, das Pflaster des Trottoirs und der Rinne auf ihre Kosten heben zu lassen, wenn sich dasselbe binnen 2 Jahren senken sollte.

Der Gemeinderath bewilligt auf Antrag des Kirchenvor- iandeS zur Verbesserung dec Orgel in der hiesigen Stadtkirche eine» weiteren Betrag von 200 fl.

In Betreff des Gesuchs der hiesigen Branntweinhändler beschließt der Gemeinderath auf Vortrag der Großh. Bürger­meisterei vom 16. Sept. d. I., daß die Frage bezüglich des ProcentgehaltS des Spiritus bis zum Eingang einer von der Großh. Bürgermeisterei zu Darmstadt einzuziehenden Nachricht auszusetzen sei. Dec Antrag wegen der sestzustellenden Grenze zwischen Branntwein und . Spiritus bezüglich der Verwaltungs- kosleu wurde angenommen dagegen der Schlußantrag wegen der Erhebungsart dieser Kosten angelehnt.

Weiter genehmigte der Gemeinderath mehrere von dem Re - ferenten des Finanzausschusses, Gemeinderathsmitglied Keller, ausgehende Vorschläge zur Ausführung dec Verordnung vom 21. Äug. 1868 in Nr. 48 des Regierungsblattes,^betreffend den Octroitarif der Stadt Gießen.

Die übrigen Beschlüsse beliessen Angelegenheiten persön­licher Art.

Friedberg. In Newyorker Blättern liest man: Der als Mörder seiner Frau und seiner drei Kinder in New- york verhaftete Heinrich Schäfer aus Bretzenheim in Rhein- Hessen war erst vor zwei Monaten in Amerika angelangt. Von Padcrsou, wo er Arbeit gefunden hatte, schrieb er an einen Jugendfreund in seinem HeimathSorte, und gab diesem seine volle Adresse unter der Voraussetzung, daß dieser reinen Mund halten würde. Er hatte sich aber getäuscht.; der Freund theilte die Adresse der Gerichtsbehörde am 30. Juli mit und diese telegraphirte sofort per atlantisches Cabel an den Consul für Hessen-Darmstadt, Hrn. Keutgen in Newyork, der die Depe­sche am 31. Juli empfing und die Verhaftung deS Mörders veranlaßte, die am 1. Aug. statt fand. In diesem Falle hat sich die Wichtigkeit und Nützlichkeit der telegraphischen Verbin­dung mit Europa wieder recht eklatant gezeigt; binnen zwei­mal 24 Stunden nach erfolgter Anzeige in Hessen-Darmstadt hat den in dem 1000 Meilen entfernten Orte Padersou wei­lenden Mörder die Hand der Verechligkeit gefaßt.

Bingen. Der Mittelrhein ist so klein, daß die Dampf­schiffe das Binger Loch nicht mehr befahren können. Seit 1811 hat das Sprüchwort nicht mehr so zugetroffen wie heuer : Kleiner Rhein großer Wein. Die Winzer schmunzeln: wir machen einen dvppellen 1834ger; denn zweimal 34 gibt 68 ! Dennoch seufzen sie: die alten Zeiten sind dreimal besser gewe - fen, weil wir ungefähr dreimal weniger Steuer zu zahlen gehabt haben. Auch für den Weinhandcl fehlt das Vertrauen in Ge­schäften im Großen; daß zwischen den gegenwärtigen Zuständen und einer besseren Zukunft ein großer Krieg liege, nimmt im Volke täglich mehr überhand.

Hamburg. Herr Hübner dahier ist seines Zeichens Kaufmann und handelt mit Kaffee und Zucker, Nebenbei ist er ein sehr resoluter Mann und Vorsteher des öffentlichen Waschhauses, in welchem Magdalenen, d. h. Mädchen von bedenklichen Sitten beschäftigt und gebessert werden. Zwei Mädchen machten Herrn rübner besonders viel zu schaffen; obwohl er sie liebevoll Prügeln und ihnen die. Haare glatt ab- scheeren ließ, liefen sie immer wieder davon. Was thun? Herr Hübner besann sich nicht lange: er ließ ihnen mit Höl­lensteinlösung ein Zeichen auf die Stirne ätzen. Die anderen Hamburger nannten das brandmarken, was Herr Hübner sehr übel uahm. Er erzählte in der öffentlichen Bür­gerschaft, bas Aetzen thue gar nicht weh, das Zeichen werde nach einigen Tagen hübsch schwarz, bleibe ad)( Tage sichtbar und verschwinde dann langsam wieder. Das sei weiter nichts als eine seelische Züchtigung, und sie sei sehr wirksam: die Mädchen seien nie wieder entlaufen und seitdem die besten Wäscherinnen. Ueber die sonderbaren Schwärmer unter seinen Mitbürgern, welche behaupten, daß er kein Recht habe, Men­schen ein Brandmal auf die Stirne zu drücke» , und daß da« Prangerstehen auch nicht sehr wehe thue und dennoch heu­tigen Tages abgeschafft sei, schüttelte Herr Hübner bedenklich de» Kopf.

Frankfurt. Die hiesige GartenbaugcsellschaftFlora" beabsichtigt, ein Aquarium anzulegen und läßt bereits die Erd- arbeiten dazu ausführen. Mit Professor Luer aus Hannover, weicher dort ein Aquarium anlegte und gerade jetzt in Berlin ein solches baut, ist der Vertrag abgeschlossen worden, nach welchem die hiesige Anlage am 1. Mai 1869 vollendet fein muß.

München. Durch amtliche Erhebung ist der Ausbruch der Rinderpest in hiesiger Gegend constatirt worden. Bei dem furchtbar schnellen Umsichgreifen dieser verderblichen Seuche ist wohl eine Warnung vor Gefahr und Ermahnung zur Vorsicht dringend geboten. Da Zahlen unwiderlegliche Beweise find, so wollen wir hier nur die statistischen Erhebungen über die Verheerungen, welche die Seuche in den Jahren 1865 und 1866 in Holland angerichtet hat, nach dem holländischen StaatS-Courautes" zusammenstellen. In den fünf Provinzen Süd-Holland, Nord-Holland, Utrecht, Gelderland und Nord- Brabant erkrankten seit dem Ausbruch der Krankheit (in circa l'/z Jahren) im Ganzen 149,209 L-tück; gestorben sind davon 73,493 Stück, getödtet wurden 28,351 Stück, genesen sind 48^238 und in Behandlung geblieben 1270 Stück.

In Wilna brach Feuer im Hause eines Juden auS; der Eigenthümer lief auf die Straße und rief polnisch: Hülfe! Feuerjo. Tags darauf wurde er um 25 Rubel gestraft, weil er öffentlich polnisch gesprochen habe.

Amerika. Zu den Riesenarbeiten, welche der Bau der Pacisic-Eisenbahn (quer durch Nordamerika) nöthig macht, gehört die Ueberdachung einer Bahnstrecke von etwa 40 englischen Meilen (= 8 deutschen 9)1.) in den SierraMevada-Bcrgen zu dem Zweck, die Verschüttung der Einschnitte durch Schnee zn verhüten. Diese Ueberdachung muß vom stärksten Balkenwerk getragen fein, um gegen die Eindrückung dmch die ungeheure Schneelast Sicherheit zu gewähren. Zur Lieferung des nöthigen Holzes find gegen 30 Dampfsägemühlen Tag und Nacht in Thätigkeit und bei der Bearbeitung 2000 Mann beschäftigt. An beiden Seiten der Bahn verschwinden alle Wälder, um als Ueber­dachung, 800,000 Fuß auf die Meile, wieder zu erscheinen.

Redaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen.

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