Einzelbild herunterladen

I Die Magdeburger Feuerverlicherungs- Gesellschaft mit einem Grmrdkapitale von Fünf Millionen Thalern Preuß. Court.

in 5000 Acticu ä 1000 Thaler, welche vollständig ausgegeben sind, übernimmt zu billigen, festen Prämien Versicherungen gegen Feuersgefahr sowohl in Städten, als auf dem Laude, auf beweg­liche und unbewegliche Gegenstände.

In der Billigkeit ihrer Prämiensätze steht dieselbe gegen keine andere solide Anstalt nach, auch gewährt sie bei Versicherungen aus längere Dauer bedeutende Vortheile.

Bei Gebäude-Versicherungen ist dieselbe bereit, durch Uebereinkunft mit den Hhpothekgläubigern deren Interesse für den Fall eines Feuerschadens anf's Vollständigste zu sichern, in welcher Beziehung dieselben besonders vorsorgliche Einrichtungen getroffen hat.

Bei lnndwirthschaftlichen Versicherungen werden den Versicherten sehr erhebliche Begünstigungen gewährt- Beschädigungen durch Gas-Explosion werden den Feuerschäden gleich erachtet und vergütet, lieber die sehr blühenden Zustande der Gesellschaft gießt der nachfolgende kurze Auszug aus dem diesjährigen Rechnungs- Abschlüsse vollständige Auskunft.

Auszug aus dem Abschlüsse der Magdeburger Feuerversicherungs-Gesellschaft für das Rechnungsjahr 1867.

Grund-Kapital, vermehrt zufolge des revidirteu Statuts von 1857 auf 5,000,000 Rthlr. Sgr- Pf.

Reserven r

Kapital-Reserve 626,022 Rthlr. 13 Sgr. 9 Pf.

Prämien-Reserve 1,685,151 6

Brandschaden-Reserve . 279,813

2,590,986 Rthlr. 19

Sgr.

9

Pf-

21

Vortrag aus dem Jahre 1866 . . . . 1,468,225

20

Gießen, Lich und Londorf im September 1868.

5,195,458

1,993,692

18,928,994

26 und

3,703,715 2,170,225,784

21

12

Bezahlte Brandschäden, einschließlich des Vortrages für noch schwebende ....

Während des 24jährigen Bestehens wurden bis zum Schluffe des Jahres 1867 an 40,398 Brandbeschädigte Ersatz baar ausgezahlt....................

Echternach 8» Haustein in Gießen, PH. Zimmer in Lich,

Betrag sämmtlicher baar vorhandenen Reserven

Prämien-Reserve der noch zu vereinnahmenden Prämien...........

Summe der im Jahre 1867 laufend gewesenenen Versicherungen

Prämien-Einnahme: baar........... 3,727,233 Rthlr. 1 Sgr. Pf.

Die Unterzeichneten empfehlen sich zur Annnahme von Versicherungs-Anträgen für genannte Gesellschaft weirer über dieselbe gewünscht werdenden Auskunft gerne bereit.

n 5 ,, sind zu jeder

I. H. Schmidt in Londorf, Agenten -er Magdeburger Feuerversicherungs-Gesellschaft.

6739) Gelegentlich der israelitischen Feiertage (Laubhüttenfest) findet in meinem Saale am 8. October d. I. Ball, sowie am 9. October Concert statt und lade ich hierzu ergebenst ein.

P. Gerhard, int Ritter, zu Steinbach.

NB. Bemerkt wird noch, daß ans dem erwähnten Balle die Musik - Capelle von Herrn I. Ostreich von Hergenau (Kreis Lauterbach) spielt.

A »r z e i g e.

6690) Die seither von meiner Mutter, der verstorbenen Frau Grube, betriebene Wascherei und Bleiche habe ich vorläufig übernommen, und verspreche einem geehrten Publikum die prompteste und reellste Be­dienung. Wilh. Lindenstruth.

Agenten-Gesuch.

6607) Zum Absatz eines leicht und überall verkäuflichen Artikels, wozu weder Raum noch kaufmännische Kenntnisse nöthig sind, werden Agenten gegen eine angemessene Pro­vision gesucht. Rcflectanten belieben ihre Adresse unter den Buchstaben SS. B. BTo. SO, an die Exped. d. Bltts. franco einzu­senden.

6647) CoMMtS,

ein angehender, aber mit der Buchführung vollständig vertrauter, wird gesucht- Offer­ten beliebe man an die Exped- d- Bltts. zu richten.

i Lircus-Anzrig e.

Eine gegenwärtig hier anwesende Kunstreiter- und Seiltänzer-Gesellschaft wird die Ehre haben, heute, am 22. und morgen am 23. September, als am Michaeli- Markt, einen

Cyt'luS von VsksteKnngen

zu geben, bestehend in der höheren Reitkunst, Pferdedressur, ausgezeichneter Gymnastik, sowie in persischen und asiatischen Productionen.

Das Nähere besagen die Anschlagzettel. Es laden hierzu ergebenst ein:

Mark und Belli, Directoren.

Michaeli-Markt.

Tanzmusik im Sanle zum Adler.

Anfang 4 Uhr Nachmittags.

(6796) Balser Oswald.

Frachtbriefe für die Main-Weser- und Cvln-Mindener-

Eisenbahu, sowie fa z mtliche zollamtliche» Formu­lare, sind zu haben bei Wilhelm Klee, Mäusburg.

Telegraphischer Schiffsbericht,

mitgetheilt von Ehr. Wallenfels jun.

Angekommen in New-Bork:

Da? Bremer Postdampfschiff Weser, Reisedauer 12 Tage Stunden.

Hamburger Allcmanka, 11

Holfntin, 9

Borussia, 12

1 6753) Unterzeichneter beabsichtigt,

Donnerstag den 24. September,

I Nach mittags 2 Uhr,

im Gasthofe zum Einhorn dahier verschiedene Mobilien, worunter auch Bettwerk u. s. w., versteigern zu lassen.

I. Müller.

Börseunöchrichten.

19. September 1868.

Prioritäten.

5»/0 östr.F. St. E. B. 260

Ludwigsh.-Bexbach 157 3/4 Maxbahn --

Bayer. Ostbahn 1281 4

Hess. Ludwigsbahn

50/0 östr. Stsb.-Prior. 52^/s

30/0 östr. s. Lombard. 44

30/0 Livorneser 291/2

Toscaner 45* */2

Frankf. Hypoth.-Bank

Frankf. Vereins-Kasse 5% Elisabeth-Prior. 74l/4 do. II. Emiss. 727/g

"Wechsel.

Amsterd. k. 8. lOO1/^ Augsb. k. 8. 100 Berlin k. 8. 105 Bremen k. 8. 973/4 Cöln k. 8. 1043// Hamburg k. 8. 88 Leipzig k. 8. 105 London k. 8. 119y8 Lyon k. 8. Paris k. 8. 95

Wien k. 8. 1027 g Dis conto 3% G.

Preuss. 4,/2o/|j Obi. 957/6 Frankf. 3V2% Obi. 8Q3/4 Nass. 41/2% Obi. 941/2 Kurh. 4«/0 Obi. 88-/, Hess. 40/0 Obi. b. Roths. 90V3 3 i/zo/o do. do. 851/2

Bayer. 5% Obi. 1021/4 » 41/2% 1jährige 961/2 41/2% Vajährige 86-/2

Würtemb. 4i/2% Öbl. 95 Baden 4,-/2li/o Obi. e. E.L. 943/4

Oestr. 50/0 b. R. 50/0 National 511/2

5% Metall. Obi.

M. steuerf. 51

Amer. 6% 1882r Bds. 75% 6% 1885r 741/2

(weldsorteii.

Pr. Cass. Sch. 1 44/8-45i/8 Div. Cass.-A.

Pr. Friedrdor. 9 58-59 Pistolen . . 9 47-49

doppelte 9 48-50 Holl. fl. 10 St. 9 54-56 Ducaten . . 5 36-38 20 Frankenst. 9 291/2-30-/2 Engi. Souver. 11 54-59 Russ. Imper. 9 48-50 Doll, in Gold 2 27-28

Amleliensloose.

Kurh. 40 Thlr. Loose 541/4 Nassau fl. 25 b. Roth. 35t/2 Gr. Hess. fl. 50 b. R. 158 Gr. Hess. fl. 25 b. R. 4O1 2 40/g bayr. Präm. Ani. 1021g 40/0 badische Loose 1003/s Badische fl. 3-5 Loose 52 1858r Prioritätsloose 1860r Loose 72% 1864r 951/2

Aktien.

Frankf. Bank l241/4

1 Oester. Bank 737

' n Creditact, 213

i Darmst. Bankact. 239

Die vierte Generalversammlung der landw. Vereine des Großherzogthums Hessen zu Darmstadt bctr.

Unter Bezugnahme auf unsere Bekanntmachung vvm 4. Juli d. I. (Landw. Zeitschrift Nr. 27) und auf den Inhalt der nachfolgenden Abhandlung bringen wir hierdurch zur Kenntniß des landw. Publikums, daß wir dem Anträge des Verstandes der Starkenburger Vieh-Versiche- rungs-Anstalt gemäß weiter die FrageNeber Gründung einer hessischen Vieh - Versicherungs- Anstati" auf die Tagesordnung für die vierte Generalversammlung der tandw. Vereine des Groß­herzogthums gesetzt, und für die Berathung derselben die am 24. d. M. stattfindende Versamm­lung in Aussicht genommen haben.

Darmstadt, am 3. September 1868

Großherzogliche Centralstelle für die Landwirthschaft und die landwirthschastlichen Vereine, v. B e ch t o l d. Krämer.

Die Gründung einer Vieh-Versicherungs-Anstalt für das Großherzogthum Hessen.

(Vortrag der Direction der Starkenburger Viehversicherungs-Anstalt, erstattet in der General- Versammlung dieser Anstalt am 28. August 1868.*)

Mehrere Cvrrespondenzen in öffentlichen Blättern haben bereits die Kunde davon gebracht, daß man danut umgehe, die Starkenburger Viehversicherungs-Anstalt auf die Provinzen Ober- heffen und Rheinheffen auszudehnen, diesen Provinzial-Verein zu einer das ganze Großherzogthum umfassenden Anstalt zu erheben.

Daß die Nützlichkeit und Räthiichkeit der Viehversicberung allgemein anerkannt ist, be­weisen die vielen Localversicherungs.-Gesellschaften, die OrtSkaffen und die größeren Viehversiche- nmgs-Vereine. Gegenüber den hohen Viehpreisen und den fort und fort auftretenden Viehseuchen und anderen Krankheiten, geben die kleinen Verbände keine hinreichende Entschädigung und keine Gewähr, und die großen, weite Länder umfassende Verbände sind zu theuer, und entsprechen vielfach nicht den Anforderungen der Viehhalter. Viele größere Viehhalter begehren nur gegen Seuchen zu versichern. Die Seuchen gefährden aber auch den Bestand der Ortskaffen; darum ist es eine neue Aufgabe für die größeren ViebversicherungS - Vereine geworden, gegen solche Schäden besonders zu versichern.

Die Starkenburger Viehversicherungs-Anstalt, gegründet 1846, wurde in den letzten Jah­ren durch die Erfahrung dahin geführt, in Erwägung zu ziehen, ob nicht einzelne Krankheiten: Knochenbrüchigkeit, Milzbrand, Lungenseuche überhaupt die Seuchen, als von den gewöhn­lichen Schäden abweichend, zum Gegenstand einer besonderen Versicherung zu machen seien. Die Rackseuche oder Knochenbrüchigkeit war wiederholt aufgetreten, am Stärksten in Orten des Rieds. Sie fand sich aber auch hin und wieder in Gemeinden des Odenwaldes. ES erschien nöthig, dieserhalb entsprechende Bestimmungen zu treffen. Was konnte und sollte geschehen? Niedrigere Versicherungen in solchen Orten geringere Entschädigung als drei Vierthell Ausschluß der

Rackseuche von der Versicherung höherer Beitrag für das Vieh aus diesen Orten, beziehungs­weise Ställen oder eine besondere Versicherung gegen diese Krankheit?

Bei näherer Prüfung erwies sich nur der letztere Vorschlag als geeignet und zweckmäßig. Damit war denn der Grund gelegt, die Seuchen, gegen die bisher schon versichert war, zu einer eigenen Versicherung abzusondern.

Der Ausschuß berief eine Commission, um diesen wichtigen Gegenstand zu prüfen und sich darüber gutachtlich zu äußern. Zn dieser Commission wurden gewählt: Der Ausschußpräsident, Herr Postmeister Schenck, das Directionsmitglied, Herr Dr. Supp, die Ausschußmitglieder, Herr Posthalter Engeroff von Groß-Gerau, Herr Oekonom Diefenbach vom Mönchhof, Herr Kreis-Veterinärarzt Rothermel von Groß-Gerau und der Seeretär und Cvntroleur der Direction. Die Centralstelle für die Landwirthschaft re. war in der Commission durch den Ge- neralsecretär der landw. Vereine vertreten.

Auf Veranlassung eines Antrags des landwirthschastlichen Vereins für die Provinz Ober- Hessen : Es möge die Starkenburger Viehversicherungs-Anstalt eine besondere Versicherung gegen Seuchen allein errichten und diese auf das ganze Land ausdehnen wurde die Commission um zwei Mitglieder erweitert, die Herren Pfarrer Landmann von Rendel in Oberhessen und Frei- Herrn v. Dael-Koeth zu Sörgenloch bei Mainz.

Der Ausschuß war schon in seiner Sitzung vom 29. Nov. 1867 auf Vorschlag jener Commission dahin einig geworden:

1) Die bereits bestehende Versicherung der Starkenburger Viehverstcherungs - Anstalt gegen Rindvieh-Seuchen (Lungenseuche, Milzbrand, Maul- und Klauenseuche, Rackseucheoder Knochenbrüchigkeit) auszuscheiden, und daraus eine besondere Versicherungs -Abtheilung zu bilden;

2) diese Rindvieh-Seuchen-Versicherung auf das ganze Großherzogthum auszudehnen;

3) die Orts-Viehverstcherungs-Vereine, wenn sie es wünschen, in diese Abtheilung aufzunehmen, oder durch Rückversicherungs-Verträge bei derselben zu betheiligen;

4) den Rindviehhaltern der Provinz Starkenburg freizustellen, gegen alle Schäden oder nur gegen die gewöhnlichen Schäden, oder nur gegen Seuchen zu versichern;

5) die Statuten und Einrichtungen der Anstalt nur in sofern eine Aenderung erleiden zu lassen, als die Durch- und Ausführung vorstehender Entschließungen solches nöthig machen;

6) der Erfahrung und weiteren Ermittelungen zu überlassen, Bestimmungen zu treffen, in wie weit örtlicher Verhältnisse wegen eine erhöhte Gegenleistung Seitens der Versicherer nöthig sei, und

7) die Mitwirkung der landwirthschastlichen Vereine des Großherzogthums, namentlich der Provinzen Oberheffen und Rheinhessen, bei der beabsichtigten neuen Einrichtung zu wünschen.

' (Fortsetzung folgt.)

*) Die am Schluffe dieser Abhandlung verzeichneten Vorschläge der Direction wurden von der General-Versammlung einstimmig angenommen.

(Hierzu eine Beilage.)