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Dasselbe ist seiner Vollendung nahe und wird Ende Juli den geehrten Abonnenten zugestellt werden. Da dieses Buch nicht nur localen Interessen dient, sondern auch für die auswärtige Geschäftswelt bestimmt ist, so liegt eS wohl im Interesse der hiesigen Geschäftstreibenden ihre Adreß- oder Empfehlungskarten in dem Adreßbuch abdrucken zu lassen. Wir berechnen den Raum einer Druckseite mit 4 ft. und steht es den Herren Geschäftstreibenden frei, $, '|2 oder eine ganze Sette zu wählen, je nach Ausdehnung ihrer Adresse. Wir sehen der schriftlichen Einsendung der Adreßkarten bis Gude dieser Woche entgegen, da später einlaufende keine Berücksichtigung mehr finden können.

Ferner werden diejenigen hiefigen Geschäfttreibenden, denen daran gelegen ist, daß ihre Firma und Geschäftsbetrieb richtig im Adreßbuch aufgefnhrt wird, freundlichst gebeten, Einsicht von den Einträgen auf unserer Geschästsstube nehmen zu wollen, da wir für etwa untergelaifene Fehler später nach Vollendung des Drucks nicht mehr haften können. Zugleich werden die Herren Agenten der verschiedenen Branchen gebeten, uns eine genaue Bezeichnung der Namen der von ihnen ver­tretenen Gesellschaften schriftlich einzusenden.

BrüIiFsclie Mruckerei (ir. Clir. Pietsch.)

Geschäfts - Empfehlung.

5041) Verehrlichem Publikum die ergebene Anzeige, daß ich in dem von Herrn Katz in der Neustadt gemieteten Laden ein neues

Spezerei-Geschäft

(verbunden mit Cigarren und Labak, Mehlverkauf und Branntweinverzapf) eingerichtet habe und empfehle mich unter Zusicherung billigster und reellster Bedienung.

L. Fr. Handwerk.

Pr. Court.

Die Hauvt - Agentur von

Gießen, im Juli 1868.

(5044)

am Markt in Gießen.

100 Thaler

50

4o

einem Jahre in allen Räumen 3 Thaler Preuß. Court- Zum Abschlüsse bündiger lleberfahrtscontracte empfiehlt sich

Für Auswanderer.

Bon Breme» nach Sew-Vork wird am 29. August .___d. I. expedirt, das unter Norddeutscher Flagge fahrende

und für Paffagicre auss Beste eingerichtete

Bremer DampfschiffSiilldt, Capt. H. Raschen.

Die ermäßigten Passagcprcise betragen: für Erste Eajiile.......

Zweite Cajilte (Stearage) . .

Zwischendeck......

ä erwachsene Person, Kinder unter 10 Jahren die Hälfte und für einen Säugling unter

Zur Gisenbahnfrage.

(Eingesandt.)

Lei der nicht hoch genug zu schätzenden Bedeutung und Wichtigkeit, welche der Lau unserer zwei neuen Eisenbahnlinien für die fernere Entwickelung und Zukunft der Stadt Gießen, und zwar in baulich - technischer, wie in Beziehung des materiellen Gedeihens, hat, ist die bisherige lethargische Theilnahmlostgkeit der Bürger als Gesammkheit schwer begreiflich. Selbst die legalen Vertreter der Stadt, der Groszh. Bürgermeister und die Mitglieder des Gemeinderaths sind bei allem guten Willen doch schließlich nur auf ihre eigene subjective, wenn auch beste Ueberzeugung angewiesen; selbst für sie wäre eine feste, compacte Kundgebung des Willens der Bürgerschaft als Stütze und Ausgangspunkt für ihr Auftreten der Negierung und den Bahnoerwaltungen gegenüber gewiß durchaus wünschens- werkh. Die Gesammtbürzerschaft hat um so mehr Veranlassung, auf ihrem Rechte, als solche gehört zu werden, zu bestehen, als nach dem neuen Gesetz der Zahlungsverpflichtung der Entschädigungen für Grund und Boden, welche aus dem Säckel der Stadt erfolgen, dieselbe auch nothwendig bei der ihr Wohl und ihre Zukunft so innig berührenden Anlage der Bahnhöfe und Leitung des Schie­nenwegs ein nicht unmaßgebliches Wort mitzureden haben muß. Hierzu ist aber eine öffentliche Kundgebung nöthig, Vas Austauschen der Meinungen im Pri­vatgespräch verhallt zwecklos in den Lüsten, oder verwirrt die öffentliche Meinung nur noch mehr. Der Sommer hat seinen Höhepunkt erreicht, und die definitive Entscheidung steht in n ä ch ster Nähe, und zwar im Wesenklichen von einer Seite her, weihe die Wohlfahrt der Stadt Gießen sehr kalt läßt, und nur die Vor- theile ihrer Casse in ihre Berechnungen zieht. Es gilt also jetzt, sich zu rühren, ehe es zu spät wird. Die Abgeordneten haben ihre Schuldigkeit gethan, sie ha­ben im Einvernehmen mit der Regierung unter Anderm der Eisenbahnzesellschaft genau vorgeschrieben, welche Summen auf den Bau der Bahnhöfe der einzelnen Stationen (für den hiesigen Bahnhof 19 >,000 ft.) zu verwenden sind, es liegt also jetzt nur an der Bürgerschaft, gemeinsam mit der Regierung über der richti­gen Ausführung der festgesetzten Bestimmungen zu wachen. Die Lage des neuen Bahnhofs aber berührt den Lebensnerv unserer Stadt für die jetzige und in noch weit größerem Matze für die folgenden Generationen, für deren gedeihliche Ent- Wickelung oder Verkrüppelung ihrer Interessen hier der Grund gelegt werden wird, und wir die Verantwortung übernehmen sollen. Durch das Zusammenwir­ken von Ursachen, in deren bekannte Details wir hier nickt eingehen wollen, ist einmal die unglückliche Verlegung des Main-Weser-Bahnhofes dahin geschehen, wo

er strht für jedes Helle Auge und gesunden praktischen Sinn ein Stein des Anstoßes, ein Gegenstand des Lächelns. Aber soll der erste Fehler dadurch gut gemacht werden, daß man einen zweiten, viel colossaleren noch dazu macht, um ihn zu verewigen? Sollen die Gründe der mattherzigen Zeit der fünfziger Jahre, die in kindlicher Ergebenheit und kleinbürgerlicher Vertrauensseligkeit ihr Wohl in das Belieben Einzelner wie ihrer Vormünder legte, auch für uns, die Gottlob ein frischerer Luftzug durchweht, maßgebend und entscheidend fein V Soll die Aus­dehnung unserer Stadt in unförmliche, mißgestaltete Länge jede praktische bau- iiche Abrundung des Gemeinwesens für alle Zukunft unmöglich machen? Denn die Anziehungskraft der Bahnhöfe ist eine so natürliche und starke, daß er­fahrungsmäßig und leicht begreiflich, selbst bei der widersinnigsten Lage derselben, sich Privat- und gewerbliche Etablissements um sie herum lagern werden, und da­durch nach und nach allen baulichen Zusammenhang mit dem Eentrum, dem Her­zen der Stadt nothwendig zerreißen würden. Diese mißfigürliche, unpraktische, unnatürliche und schädliche Gestaltung kann nur vermieden werden durch die Ver­legung des Bahnhofs in möglichste Nähe zur Mitte der Stadt, welche zugleich eine bauliche Abrundung von selbst ergibt, nämlich in die Stephansmark, und zwar in die Gärten rechts nächst dem Zinßer'schen Garten in der Richtung nach dem Riegelpfad, wodurch zugleich der Seltersberg seiner bürgerlich völlig unberechtigten privilegirten Stellung enthoben, im Sinne der Gerechtigkeit zweien verhältnißmäßig stillen Straßen, dem Neuenweg und den Neucnbäuen, regere» Leben zugeführt würde, und die beabsichtigte Erweiterung der Schulstraße chre beste Notivirung erhielte und die Zweckmäßigkeit derselben klar gelegt würde. Denn die etwas bedeutendere Länge der mäßig aussteigenden Curve der Verbindungsbahn mit dem allen Bahnhof muß natürlich als ganz irrelevant erscheinen, und die Vertheuerung bei Erwerbung des Bodens in der Stephansmark gegen Erwerbung desselben in der fernen Abirrung der Lindener Mark kann im Hinblick darauf, daß die Zu­kunft unserer Stadt das entscheidende Princip sein muß, auch keineswegs schwer in die Wagschale fallen. Die künftigen Generationen werden über Schulden, welche w r ihnen für wirklich praktisch errichtete Anstalten, die den Keim segens­reicher Fortbildung in sich tragen, etwa hinterlassen, nicht unwillig, sondern reckt dankbar fein. Darum können wir auch der Verlegung der Bahnhöfe in die weiter gelegene Gegend der Riegelpfade, als einer halben Maßregel, keineswegs das Wort reden. Es kann aber natürlich nicht unsere Absicht sein, mit dieser Darlegung unserer subjectiven, wenn auch von sehr Vielen geteilten Ansicht mehr beanspruchen zu wollen, als das Interesse in der Bürgerschaft in Der letzten Stunde wach zu rufen, und vielleicht den Anstoß zur Berufung einer allgemeinen Lürgerversammlung zur Feststellung der öffentlichen Meinung zu geben.

Borsennachridileii.

18. Juli 1868.

Prioritäten.

5% östr. F. St. E. B. 2651/2

Ludwigsh.-Bexbach 158*/e

Maxbahn 1081/2

Bayer. Ostbahn 1273/4 Hess. Ludwigsbahn 134% 3% östr. Stsb.-Prior. 53% 3% östr. s. Lombard. 43% 3% Livorneser 311/4 Toseaner 47%

Frankf. Hypoth.-Bank Frankf. Vereins-Kasse 5% Elisabeth-Prior. 75% do. II. Ein iss.

Wechsel.

Amsterd. k. 8. 100%

Augsb. k. 8. 993/4

Berlin k. 8. 105

Bremen k. 8. 98

Cöln k. S. 105

Hamburg k. 8. 88%

Leipzig k. 8. 105

London k. 8. 119%

Lyon k. 8.

Paris k. 8. 94%

Wien k. 8. 103%

Diseonto 3% G.

Preuss. 4%% Obi. 961/4 Frankf. 3%% Obi. 81 Vs

Nass. 4%<% Obi. 94%

Kurh. 4% Obi.

Hess. 4% Obi. b. Roths. 90% » 3V2% do. do. 843/4

Bayer. 5% Obi. 102%

» 4i/z% 1jährige

41/2% i/ajährige 971/4

Würtemb. 4%% Öbi. 95

Baden 4%% Obi. c. E.L. 94%

Oestr. 5% b. R. n 5% National 551/4 5% Metall. Obi. 491/2

M. steuerf. 53%

Amer. 6% 1882r Bds. 76% 6% 1885r 751/2

Geldsorten.

Pr. Gass. Sch. 1 44%-45% Div. Cass.-A.

Pr. Friedrdor. 9 58-59 Pistolen . . 9 47-49

doppelte 9 48-50 Holl. fl. 10 St. 9 51-56 Dueaten . . 5 38-10 20 Frankenst. 9 28-29 Engi. Souver. 11 53-57 Kuss. Imper. 9 48-50 Doll, in Gold 2 27-28

Anleliensloose.

Kurh. 40 Thlr. Loose 541/2 Nassau fl. 25 b. Roth. 36% Gr. Hess. fl. 50 b. R. Gr. Hess. fl. 25 b. R. 4% bayr. Präm. Anl. 102% 4% badische Loose 100% Badische fl. 33 Loose 52% I858r Prioritätsloose 141% !860r Loose 79% 1864r 1023/4

Act len.

Frankf. Bank 125

Oester. Bank 770

Creditact. 226%

Darmst. Bankact. 225

Frucht- und Dtehlpreise in verflossener Woche von nachbenannten Orten und Fruchtmärkten.

Normalgewicht per Malter: Walzen 200, Korn 180, Gerste 160, Spelz und Hafer 120, Erbsen, Linsen, Wicken 220, Kartoffeln 200, Mehl 140 Pfund.

Walzen.

Korn

Gerste.

Spelz.

Hafer.

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Linsen.

Wicken.

Kartoffeln.

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