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Berlin, 16. Aug. Der Fall de« Generals Vogel v. Falkenstrin wird theilweise als eine rein militärische Matzregel gedeutet, theilweise erblickt man in dem Wicderauftretcn seines Nachfolgers, der Ge­nerals v. Manteuffel, Symptome, die eine kleine Wandlung in den Anschauungen der maßgebenden Kreise in Berlin bedeuten möchten. Es ist ein offe- ne« Geheimniß, daß seiner Zeit Bismarck Alles auf­bot, Herrn v. Manteuffel nicht mehr neben sich zu haben. Der große Einfluß de« Generals wurde dem Minister mehr als unbequem, weil der Letztere völlig andere politische Zwecke verfolgte als der Chef des Militärcabinets. Der Krieg gegen Oesterreich wurde noch zu einer Zeit unmöglich zu machen gesucht, als die Arm-c längst schlagfertig war. General v. Man- teuffel war und ist ein beredter Vcrtheidigcr rer preußisch-österreichischen Waffenbrüderschaft. Kam es darauf an, sich mit dem Wiener Cabinet über wich­tige Fragen ins Einvernehmen zu setzen, so ging je- desmal Manteuffel in geheimer Mission nach Oester­reich. Manteuffel war mehr Diplomat als Evloat, wozu ihn sein hoher Posten im Militärcabinet befä­higte. Zn seine frühere Stellung tritt er so lange gewiß nicht zurück, als Bismarck noch Minister unv Bundeskanzler ist.

Königsberg, 16. Aug. Gestern erschien der am Dienstag eingeiroffene commandirende General v. Manteuffel bereit« auf der Wochtparade, welche tie­fer Tage auf dem Königsgarten abgehaltcn wurde, unk hielt an Cie versammelten Stabsoffiziere eine Anrede, worauf Cie Vorstellung des Offiziercorps erfolgte.

Breslau, 17. Aug. lieber die Ausführung des famosen Potapoff'schen EdictS, durch welches die polnische Sprache geächtet wird, schreibt man der Sckles. Ztg." aus Wilna:Es werden jetzt täg­lich Leute aller Stände von Polizeifoldaten auf offe­ner Straße attaquirt, weil sie polnisch gesprochen haben. Die meisten kaufen sich mit einem Kleingeld frei, andere wandern wohl auch für eine Nacht ins Polizeigefängniß. Das Chicanöse dieser Maßregel ist zu schreiend, als daß es nicht die allgemeinste Indignation wachrufen sollte. Selbst unter General Kauffmann hat man nickt einen lolcben elenden Krieg gegen das Poleinhum geführt. Nicht mincer wider­wärtig sine die Insulten, denen viele Damen fast täglich wegen angeblicher Trauerkleicung ausgesetzt sind. Niemand weiß, was eigentlich <u tragen er­laubt ist. Nicht nur schwarz, sondern auch grau, stahlblau und andere Farben werden für Trauer angesehen. Einzelne Polizeisoldaten trieben die Frech- beit ,o weit, an den Ausgängen katholischer Kirchen bei den Damen nach schwarzen Unterkleidern zu suchen. Zn jedem Unbekannten sieht man jetzt wieder einmal den Spion. Viele Leute fprechen littauisch, deutsch oder sranzösisch, theils weil sie nicht russisch sprechen können, theils auch weil sie nicht wollen."

Hanau, 16. Aug. Der Oberbürgermeister Cas. sian dahier zeigt heute an, daß der König von Preußen nächster Tage auch hierher kommen werde; Tag und Stunde werde noch bekannt gemacht werden. Dabei werde vorausgesetzt, daß die Bewohner der hiesige» Stadt bei dem Empfange sich betheiligen und ihre Häuser in gleicher Weise, wie diese« bei den städti­schen Gebäuden geschieht, festlich beflaggen werden.

Wien, 13. Aug. Mit großer Spannung er­wartet man jetzt, wie sich der Cvnflict mit een Bi­schöfen von Linz und Brünn, welche die Herausgabe der Acten der Ehegerichte an die faiferl. Gerichte verweigern, lösen wird. Der Minister hat Die Bi­schöfe mit 14tägiger Frist zur Herausgabe der Acten auffordern lassen. Und wenn die Frist nutzlos ver­streicht, was dann? Nun, dann kann die Negierung doch wohl nur die Acten abholen lassen, und auf die Anwendung Di ses Mittels haben es Die beiden Bischöfe jedenfalls abgesehen. Wir möchten aber wohl wissen, sagt dieN. fr. Pc.", ob die anderen Bilchöse die Acten schon herauSgegeben haben.

Bern, 17. Aug. Der Bundesrath hat officiell erklärt, er werde sowohl eine militärische als eine kominercielle Allianz mit Frankreich ablehncn, im Falle solche beantragt würden.

Paris, 16. Aug. Die Festlichkeiten des 15. August verliefen unter der Gunst einer freundlichen, nicht zu heißen Temperatur in Der gewohnten Ord>- nung unter großer Theilnahine vorzugsweise Der nie­deren Elasscn Der Bevölkerung. Wenn überhaupt von politischen Demonstrationen gesprochen wcrDen kann, so waren dieselben jeDensalls sehr unschuldiger Natur. Ein an mehrere Blätter ergangenes Com- muniquö bestätigt amtlich die Angabe DerPatrie", daß kein Haftbefehl gegen Rochefort erlassen worden war. Henri Rochefort ist inzwischen, wie DerFi­

garo" meldet, gestern wieder in Pari« eingetroffen. Er will gegen das Erkenntniß, welches ihn zu einem Jahr Gefängniß verurtheikt, appelliren und Jules Favre soll seine Vertheidigung führen. Er war, fügt derFigaro" hinzu, nur nach Belgien gegan­gen, um die zwölfte Nummer derLanterne" zu schreiben und drucken zu lassen. Noch vor Drei Ta­gen erklärte Rochefort in seinem Brief an DieZn- dependance", daß er Paris verlassen habe, weil man ihn dort hindern würde, fein Pamphlet zu schreiben.

Paris, 17. Aug. Graf ©artige«, Gesandter in Rom, Conti, der Cabinctsches des Kaisers, und der berühmte Chirurg Dr. Nelaton wurden zu Se­natoren ernannt. Die französisch-atlantischen Ka- bel-Actien wurden am Schluß Der Börse mit 15 Francs Agio bezahlt. Morgen findet unter dem Vorsitz des Kaiser» ein Ministerrath zu Fontainebleau statt. Bei dem officiellcn Diner, welches Der Mar-, quis De Moustier vorgestern dem diplomatischen Corps gab, brachte Der päpstliche Nuntius Msgr. Chigi die Gesundheit des Kajsers und Der kaiserlichen Familie aus, worauf Der Minister des Aeußeren mit einem Toastauf Die befreunDeten Souveräne und Regie­rungen, welche in diesem Kreise vertreten sind", er- wiedcrte. Ein hoher Diplomat bemerkte, wie man uns hinterbringt, scherzend zu seinem Nachbar:Dietz- mal kann Der Minister diese stereotype Phrase mit gutem Gewissen anwenden; denn Graf Stackelberg ist nicht zugegen." Sollen wir aus diesem Apropos schließen, daß Die politischen Beziehungen zwischen Paris und St. Petersburg zu wünschen übrig las­sen ? DieFrance" bestätigt, daß die französi­sche Botschaft in Bern dem von Dem StaaiSrakh und Dem gesetzgebenDen Körper geäußerten Wunsche gemäß wieDer in eine Gesandtschaft umgewandelt und Der gegenwärtige Inhaber dieses Postens, Marquis de Bdnncville, in Den Senat berufen werden soll. Bei der Preisvertheil im katholischen Seminar von Versailles ließ Der dortige Bischof folgende erbau­liche Andeutungen über Die Aufgaben des bevorste­henden Concils fallen:Gewisse Geister, gewisse Schulen stellen, wie wir gern annehmen wollen, in löblicher Absicht eine eben so falsche als gefährliche Lehre auf, indem sie die Allianz Der liberalen und der christlichen Ideen predigen. E« ist Dringend- thig, daß eine leuchtende Kundgebung, ein Richter- spruch ohne Appell sie enttäusche und ihnen endlich einmal darüber die Augen öffne, daß sie den In­teressen der Kirche einen schlechten Dienst leisten. Das Concil wird keine Mühe haben, den Grundsatz aufzuftellen, daß die Geschlechter und die Regierun- gen, welche sich den Freigeistern und Dem Genius der Revolution überlassen, dem Abgrund entgegeneilen.

Florenz, 16. Aug. Graf Usedom wird näch­sten Samstag von hier abreifen, um sich nach Wies- bacen zu begeben.______________________________

Vermischtes.

Giessen, beit 19. August. Leiber haben wir einen Act großer Brutalität zu berichten. Währenb bet Feier ber Kirch­weihe in dem benachbarten Wieseck sprengten vergangenen Montag brei von ben imPfau" außerhalb unser,r Stabt einquartierten preußischen Trainsolbaten vom 8. Regiment zu Pferd durch die Straßen und in einen dicht mit Menschen gefüll­ten Wirthschaftogarteu, und ritten galoppirend wie besessen mitten in die Menge hinein. Diese, ahnungslos in ihrem Vergnügen aufgeschreckt, stob scheu und entsetzt auseinanber, sich und ihre Kinber vor ben Hufen ber schäumenden Pferde zu retten suchend. Leider zu spät, die dis aus« Blut gespornten Pferde hatten ihre traurigen Spuren bereits zurückgelaffen. Das Zjährige Kind eines Landmanns wurde an Kopf, Nacken und Armen so schwer verletzt, daß an ein Aufkommen schwer zu denken ist. In Folge der allgemeinen Ueberraschung und Bestürzung ge­lang e» nur Einen der drei Bursche festzunehmen. Die Sache ist bereits in Händen der Gerichte.

Mainz, 14. Aug. Bei wieder geöffneten Thüren fand gestern Nachmittag und heute Vormittag die Erledigung der Procedur gegen diefrommen Ladenjungfern" gatt. Der Zu- drang des Publikum« war außerordentlich und bet hierburch in bem kaum 15 Schritte im Geviert haltenden öffentlichen Raum des BezirkSgerichtSsaale« bei der gestrigen Temperatur von + 23« R. im Schatten leicht erklärliche Tumult im Publikum die, wie man verstcherte, einzige Ursache des Aus­schlusses des Publikums. In der Procedur nachgewiesen find Entwendungen von weit über 2000 st. Der Bestohlene setzt den Betrag des Veruntreuten auf mehr al« das Doppelte, was sehr niedrig scheint, da die eine Diebin 11, die andere 17 Jahre im Hause war. Die Hauptbeschuldigten, die Laden­mädchen Hattemer und Otto, wurden Erstere zu 3 Jahren und Letztere zu 18 'Monaten CorrectionShauS verurtheilt. Frau Brünig, welche al« Haupthelferin beim Wiederverkauf der ge­stohlenen Maaren erkannt wurde, erhielt ebenfalls 3 Jahre Correctionshausstrafe. Bon den anderen vier Beschuldigten wurde Anna Dorn zu 18 Monaten und Katharina Dorn zu 4 Monaten EorrectionShau« verurtbeilt. Frau Eva Wüst er­hielt 1 Monat Gefängniß, und Rosa Dorn und Eva Blümers wurden freigesprochen.

Berlin. Trotz der früher mirgethellten ablehnenden Ant­wort Karl Vogl'« auf bit Herausforderung des Professor« Michelis zum Disputirzweikampfe brachte ein Berliner Blatt doch wieder die Nachricht, daß da« dialectische Duell doch und zwar bald stattfinden werde. Diese Insinuation beantwortet

Vogt durch einen neuen ArtikelVon der Höhe" in derR. Z ", an dessen Eingänge e« heißt:Saul, möchte ich aus- rufeu, Saul, wa« verfolgst du mich? Kaum denke ich dem früheren Abgeordneten Micheli« entronnen zu fein, so erfährt dieBörsenztg", daß ich den mir hingeworfenen Fehdehand­schuh aufgenommen habe, und sieht mit Spannung dem Mitte August hier in Berlin stattfindcnden öffentlichen DiSPutatorium entgegen." Der Freund, der mir die Notiz sendet, setzt hinzu: Bei solcher Hitze nach Berlin zu gehen, um sich herumzuzam fen, scheint mir zweier Narren würdig." Da et mich au« bei Studentenzeit her dutzt, so hat et nach löblicher deutscher Sitte da« Recht, mir Grobheiten zu sagen. Aber ich gehe nicht nach Berlin, wenigstens jetzt nicht, in dieser saueren Gurkenzeit nicht, und wenn Sie, verehrtester Herr Michelis, wie ich, auf schwellendem Moose unter einer alten Tanne lägen, den blauen Himmel über sich, den dunklen Wald vor sich und Thäler und Berge hinter sich, so würde Ihre Kriegslust auch ein wenig sich abkühlcn, und Sie würden, wenn ich Sie anbellte und zum Duelle mit Zungenwaffen auf dem Sandboden der Mark auf- futberte, rnhig einen tieferen Zug au« ber Cigarre thnn und antworten: Abwarten! Anbetmal wieberkommen!"

Frankfurt. Rachbem Se. Durch!, der Prinz Nicolau« von Nassau mit Natalie v. Puschkine, verehelicht gewesene v. Doubelt. am 1. Juli d. I. in der St. MarpS-Kirche zu Lon­don protestantisch geiraut worden, hat Se. Durch!, der regie­rende Fürst zu Waldeck und Pyrmont Schwager de« Prin­zen die morganatische Gemahlin desselben und deren Nach­kommen au« dieser Ehe unter Beilegung des NamensMee- renbetg" und Verleihung eine« Wappens in den Grafenstand erhoben.

Innsbruck, 12. Aug. Als vor einigen Tagen der Fürstbischof von Trient in Bolano, einem Dorfe bei Roveredo, weilte, hatten die dortigen Priester auf ber Hauptthüre der Kirche das päpstliche Wappen aufgepflanzt. Die Bauern hat­ten aber wenig Refpect vor diesem Zeichen und schlugen das Wappen in Stücke. In Roveredo selbst wurde während ber Anwesenheit bei Fürstbischofs unter den Fenstern be« bischöfli­chen Palais eine Petarde Ungebrannt, welche alle Fenster zer­störte und ein Stück Mauer einriß.

Genf, 8. August. Ein Korrespondent der A.Allg. Ztg." schreibt: Unter den interaiiteilen Gästen, welche in den letzten Wochen in unserer Stadt weilten, muß ich den Feld- marschall Heß nennen, der auch dem General Dufour einen Besuch abstattete. Ein Augenzeuge schilderte die Begegnung der beiden greifen Helden (bie zusammen ein Alter von 161 Jahren repräfentiren) als äußerst ergreifenb. Der österreichische Feldherr reiste von hier nach Chamouny.

Paris. Die Persönlichkeit Heinrich Rochefort'«, dessen Name ganz Pari« jetzt in Aufregung versetzt, wird von einem Pariser Eorrespondenten folgendermaßen geschildert: Henri Rochefort, 1830 geboren und Sohn des Marquis be Röchet fort-Lucay, ist ein großer, schlanker Mann mit hoher, vor- springenber Stirne, kleinem schwarzen Schnurrbart ttnb für ben ersten Moment hartem Blick. Man kann in fein langes, bleiches und scharf ausgeprägte« Gesicht nicht sehen, ohne einen lebhaften Eindruck zu empfinden. Er ist einfach, liebenswürdig gegenüber feinen Genossen, ohne jede Anmaßung, muthig bis zur Tollkühnheit, aber leider ein Spieler. Darin ist die Er­klärung zu suchen, daß von den 15 - bis 20,000 Francs, bie jede Nummer deS Journal« wöchentlich einbringt, kaum etwa« übrig bleibt. Rochefort war seltsamer Weise 1851 einer der Angestellten be« Seine-Präfecten Haußmann. Im Jahre 1863 war er sogar Jnspector ber schönen Künste, ein Posten, welchen er nur »erließ, um bei bemCharivari", später bei bemNam Zaune" mitzuarbeiteu. Seine Duelle et hatte beten drei haben seinem Namen auch eine gewisse Verbreitung verschafft, insbesonbere jene, die er mit dem Prinzen Murat und Graniet aus Coffagnac bem Jüngeren hatte. Die Unbeugsamkeit seines Charakters, sein Stil hatten bie Aufmerksamkeit beS Publikum« schon in dem Augenblicke, al« er das Blatt, dessen einziger Re« dacte.nt er ist, gründete, auf ihn gelenkt Heute will Jeder dieLanterne" lesen, und die neuliche Beschlagnahme hat die Tragweite eines Ereignisse«. Da« Blatt hat etwa eine Mil­lion Leset und mehr als 150,000 Abonnenten.

Paris. Da«Journal de Paris" erzählt uns, wie die Engländer in Indien sich trotz der drückendsten Temperatür Kühlung zu verschaffen wissen. Unsere jetzige durchschnittliche Temperatur von 25 Grad Wärme ist beinah kühl zu nennen in Vergleich zu derjenigen, welche bie B ewohner ber Ufer be« Ganges empfinden. Für die Bewohnet Calcutta's ist 40 Grad Wärme noch eine sehr erträgliche Temperatur. Dagegen hat man in diesem Lande Mittel, sich der Hitze zu erwehren, die in Europa unbekannt find. Jeder in Calcntta wohnende, einigermaßen vermögende Engländer besitzt ein mit Vorhof versehenes Hau«. Im Ervgeschoß desselben befindet sich ber Speisesaal und das Badecabinet, in der ersten Etage ein vor den Sonnenstrahlen geschützter Balcon, der gleich fei­nem Dache von schlanken, ben freien Zutritt ber Luft nicht hiudernben Säulen getragen wirb. Jeder in Calcutta an­sässige Europäer hat in seinen Gemächern unb Schlafzimmern einen Pansa" genannten Apparat. Es ist bieg ein großer, ein Rechteck bildender Fächer, ber zu bem Zwecke in Bewegung gesetzt wird, in dem abzukühlenden Zimmer ben Zu- und Rück­tritt ber Lust zu bewerkstelligen. Das Spiel dieses Fächer« ist ein seht einfaches. Die wechselnde Bewegung desselben wirb vollkommen geräuschlos vermittelst einer Seibenschnur zu Wege gebracht, welche ein eingeborner Diener außerhalb bes Gemach« handhabt. Dieser Apparat ist Tag und Nacht unter den Hän­den der sich ununterbrochen abwechselnden Bedienung in Be­wegung, und ist die Temperatur des Zimmers hierdurch eine weit niedrigere, als die der Außenluft. Beim ersten Morgen­grauen besteigen die reichen Engländer, Herren wie Damen, ihre Pferde, um im FreienLust zu trinken"; wenn die Sonne über dem Horizont erscheint, kehren sie zurück. Abends, kurz vor Sonnen-Untergang, beginnt die Promenade von Neuem und verlängert sich bis gegen 9 Uhr, wo die Hauptmahlzeit des Tage« statlfindet.

Indien. Aus Kandabar in Afghanistan wird denH. 91." nnterm 12. Juni geschrieben, daß am genannten Tage daselbst zwei Männer ergriffen wurden, welche in dem Verdachte stan­den, Zeitungsschreiber zu fein. Vor ben Emir geführt, ver- uttbeilte sie biefer ohne Weitere« zum Tobe unb ließ sie in feiner Gegenwart enthaupten. Ihre Köpfe wurden auf Stan­gen gesteckt unb zur Warnung für Andere öffentlich auf den Thoren bet Stadt zur Schau au«gestellt._

Redaction, Drnck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Giessen.