der
(Fortsetzung).
Joseph Slein's Wittwe, «t.»«i.
Lit. A. 61.
(964)
821/a
1854r
Sä
50/q National 55
50/0 Metall. Obi. —
M. steuert. 501/4
BermieLhungen.
950) Zu vermieden und sofort beziehbar sind zwei freundliche, gut möblirte Zimmer, vorn heraus, Lindenplatz A- 242.
Marmor-Arbeiten
957) Alle Arten seine und untadelhafte Marmor-Arbeiten sind bei den Unterzeichneten jederzeit zu haben ; ebenso sind Grab- Monumente, sowie Schrift-Tafeln von alten beliebigen Marmorfarben, bei denselben Mllmar a^ff Lahn (Nassau), im Febr. 1868.
I. P. Leonhard & Söhne, Marmorier.__
Epileptische Krämpfe (§nll= sucht) heilt Dr. O. KiUisch, Spezialarzt für Epilepsie, Berlin, Jägerstr. 75/76- Auswärtige brieflich. (956)
Gast, imd Speisewirthschaft, Hintergasse nächst dem „Gasthof zum Einhorn."
1 Auswanderer
befördert billigst
Christian Wallenfels, jun
Frachtbriefe für die Main-Weser- und Cöln-Mindener- Eisenbahn, sowie sämmtliche zollamtlichen Formulare, sind zu haben bei Wilhelm Klee, Mäusburg.
! Ausverkauf!
940) Wegen Aufgabe des Geschäfts Vollständiger Ausverkauf sämmtlicher Waaren
bei Gebrüder Hest, Kreuz.
4478-45 >/a
571/2-58V2 49-51
50-52
54-56
Gesellschaft „Einigkeit."
Sonntag den 23. Februar:
Großer Maskenball
im LeiMen Saale.
Anfang halb 8 Uhr.
Eintrittskarten sind bei Herrn Wagner (Keller'sche Buchdruckerei), sowie Abends an der Kasse zu haben. Der Vorstand
^Angekündigter Vortrag: , lieber die Organisation der Thiere"
Sberhesslsche Gesellschaft für Natur- und Heilkunde.
Mittwoch -en 19. Februar (statt der
969) Sitzung: Mittwoch -en 19. Fevruar sstan oer am 12. Februar ausgefallenen Sitzung). Abends 6 Uhr in Nr. 9
Ducaten . . 5 37-39 20 Frankens!. 9 30-31 Engi. Souver. 11 54-58 Ituss. Imper. 9 50-52 Doll, in Gold 2 27-28
Pr. Cass. Sch. 1 Div. Caas.-A.
Pr. Friedrdor. 9
Pistolen . . 9
„ doppelte 9 Holl. fi. 10 St. 9
8 !Aus»erlaiis!
Feine Mults m Ballkleidern, sehr billig, bei Georü-er Heß, Kreuz
Vermischte Anzeigen
971) Ein junger hübscher Enterich wird zu kaufen gesucht Reichensand Lit. C- Nr. 121.
980) Strohhüte werden zum Waschen und Färben angenommen und erhalten dieselben die neueste Fa?on.
Louise Schneider, Neuenweg B- 130-
965) Ein relativ Tauglicher sucht einen Aehnlichen durch Nummertausch zu vertreten. Näheres bei der Expcd. d. Bltts.________
966) Nr. 178 hat die Tischdecke gewonnen. Vogel, Polizeidicner-
Prioritäten.
5°/q östr. F. St. E. B. 257 .
Ludwigsh.-Bexbach 1571/2 . Maxbahn 1071/4
Bayer. Ostbahn 1193/s Hess. Ludwigsbahn 1305/s 3% östr. Stsb.-Prior. 53 3% östr. s. Lombard. 427/s 30/g Livorneser 28
Toscaner 407/, Franko Hypoth.-Bank — Franks. Vereins-Kasse — 5% Elisabeth-Prior. 75 do. II. Emiss. 73
Anleliensloose.
Kurh. 40 Thlr. Loose 541/g Nassau fl. 25 b.Roth. — Gr. Hess. fl. 50 b. R. 1441/2 Gr. Hess. fl. 25 b. R. 42% 40/o bayr. Präm. Anl. 100 4°/o badische Loose 983/4 Badische fl. '35 Loose 511 /< 1858r Prioritätsloose 131J/2 1860r Loose 71 !/s
Amer. 6% 1882r Bds. 76*/s » 6°/o 1885r 75
Actien,
Frankl. Bank 126
Oester. Bank 716
„ Creditact. 189l/j
Darmst., Bankact. 220 ___
970) Unserem alten „Aermelleibcheiff nachträglich zu seinem 30. Geburtstage ein d0nnerndes Hoch!__K 8.
967) Nr- 51 hat die Stramin-Pantoffeln gewonnen. Vogel, Polizeidiener.
939) Ein freundliches, möblirtes Zimmer ist am Canzleiberg Lit- B. Nr. 67 billig zu vermiethcn.___
941) Im „Russischen Hoff sind La- gerräume zu vermiethen.__
942) Zwei möblirte Zimmer sind zu ver^ miethen bei Wernhard Brück, ________________________Flügelsgasse.
945) Mein in der Marktstraße gelegenes elterliches Wohnhaus, Lit- D. Nr. 211, ist im Ganzen zu vermiethen; auch bin ich Willens, wenn sich Liebhaber dazu finden, dasselbe aus freier Hand zü verkaufen.
Fritz Möhl, Metzger.
944) Im „Russischen Hoff sind meh- rere möblirte Zimmer zu vermiethen.
Börseiinachrichten.
14. Februar 1868.
Preuss. 4!/2%' Obi. — Franks. 3V2% Obi. 81Vs Nass. 41/2% Obi. 943/4
Kurh. 40/0 Obi. 893/4
Hess. 40/0 Obi. b. Roths. 90 Vs „ 3>/r°/o do. do. 833/4
Bayer.' 5% Obi. 1015/s „ 41/2% 1jährige — - „ 41/2% Vaiäbrige 94i/ä
Würtemb. 41/2% Öbl. 94Vs Baden 4*/2% Obi. c. E.L. 94 Vs* Oestr. 5% b. R. 627/s
974) Prima Bamberger Zwetfchen, pr. Pfd-9 kr., bei Ernst Hermes.
963) Die Jahrgänge 1855, 1856, 1858, 1859,1863,1864 und 1865 der Gartenlaube, welche sich noch in sehr gutem Zustande befinden, sind zu verkaufen. Zu erfragen m dem hiesigen Gymnasium.____
947) 5 bis 6 Wagen Mist sind äußerst billig abzugcben. Näheres bei der Exped- d. Bltts.________
958) Drei neue 12ohmige Lagerfaß aus ungarischem Holz sind preiswürdig zu verkaufen Näheres hei der Exped. d. Bltts-
981) Der dritte Stock meines Hauses ist zu vermiethen und kann eventuell schon zu Ostern bezogen werden.
________________Professor L>r. Lange.
955) Eine Stube mit Bett ist zu vermiethen bei _
________A. Velde, Kirchenplatz Nr. 23.
938) Ein steundliches, möblirtes Zimmer mit Cabinct in einer Gartenwohnung ist zu vermiethen und sogleich zu beziehen. Näheres bei der Exped- d. Bltts.
“ ifeehsel.
Amsterd. k. 8. 1OO3/§ Augsb. k. S. 993/4 Berlin k. S. 105 Bremen k. 8. 973/4 Cöln k. 8. 105 Hamburg k. 8. 88Vs Leipzig k. 8. 105 London k. 8. 1195/s Lyon k. S. --- Paris k. 8. 95 Wien k. 8. 101 Vs Disconto 3% G.
Geldsorten.
Feuilleton.
Vetter und Base.
Eine Familiengeschichte.
(Fortsetzung.) ,
„Ach nein, Vetter! ich bitte Sie, lassen Sie es nicht so weit kommen/ flehte Pauline mit Thränen in den Augen; „ich weiß und begreife zwar nicht, was Sie mit ihr vorhaben, aber Iva iss nicht schlimm — sie ist von Haus aus gut, nur verzogen und verwöhnt. Ersparen Sie ihr den Schmerz, lieber Vetter, und die Beschämung, welche Sie ihr zugedacht haben, wenn ich Sie recht verstehe. Ach, wenn Sie wüßten, Vetter, wie wehe Beschämung und Demüthigung thut! und nun erst einem Wesen, wie Ida, das lebenslang nie gewußt hat, was Leid und Leiden ist! Bedenken Sie doch, daß solch ein verwöhntes Kind dem schweren Schlage erliegen könnte!"
„Wie? und das sagen Sie mir, Pauline?" fragte der Buchhalter ver- wundert.
„Ja, Vetter, das sage ich, weil ich erfahren habe, wie bitter Schmach und Demüthigung schmerzen! Ich bitte Sie inständig, schonen Sie Ida!"
„Hat sie es je um Dich verdient, armes Kind?" fragte der Buchhalter; „war sie je besser gegen Dich als Henriette? ‘
„O ja, gewiß, sie ist freundlicher gegen mich und wäre.es wohl noch mehr gewesen, wenn sie gedurft hätte," rief Pauline; „aber hievon handelt es sich ja gar nicht. Sie sollen nur Iva nicht wehe thun!"
Der Buchhalter betrachtete stumm unv mit aufrichtiger Rührung Vas weinende Mädchen, Vas seine Blicke so andächtig flehend auf ihn richtete; dann ergriff er ihre Hand und sagte: „Liebes Büschen, sein Sie ruhig: ich verspreche Ihnen, so schonend wie möglich mit Iva zu verfahren, wenn Sie mir geloben wollen, mich von allem gewissenhaft zu unterrichten, was Sie bezüglich Jva'ö und des Italieners wahrnehmen oder auch nur zu bemerken glauben. Aber Sie wissen ja selbst, daß auch der zärtlichste Vater und mildeste Lehrer dem Kind nicht die Ruthe ersparen kann, wenn es nicht hört. Just so ist auch der Schmerz die Ruthe der Züchtigung in der Schule veS Lebens, und was ich auch thun mag, geschieht nur immer zum Besten Jva's und zu ihrer Rettung!" Unv plötz- lid) einen andern Ton anschlagend setzte er jovial und beinahe leichtfertig hinzu: „Sehen Sie, liebes Väschen, in der Welt macht man gar oft die Erfahrung, daß der sittliche Abscheu ver Menschen vor irgend einem Schritte nur ven Personen unv nicht der Sache selber gilt. Und wenn daher Damiani wirklich ein reicher Graf und ein Mann von Ehre wäre, so würden wir beide vielleicht die allfällige Entführung mit milderen Augen ansehen I"
,Glauben Sie?" versetzte Pauline und riß ihre großen schönen Augen weit auf; „wie Sie darüber denken, der Sie in der Welt gelebt haben, weiß ich freilich nicht, noch will ich es wissen. Allein was mich aniangt/ setzte sie mit einem ergreifenden aufrichtigen Ernst hinzu, „so kann ich Sie nur versichern, daß ich Jda's Schritt für nicht minder unrecht, unsittlich, unweiblich und gegen Gottes Gebot und menschliche Ordnung verstoßend halten würde, wenn ihr Entführer ein Prinz, als wenn er ein Abenteurer wäre!" . x
„Bah, Pauline! es bedingt doch einen Unterschied, ob aus einer solchen Verbindung Glück over Unglück für ein Mävchen zu entspringen droht," sagte der Buchhalter. „Und gesetzten Falls, ein reicher junger Mann, ver sie liebte unv von Ihnen wieder geliebt würde, hätte — aus irgend welchem beliebigen Grunve — keine andere Wahl, Ihre Hand zu erringen, als eine Entführung, so würden Sie am Ende doch sich von ihm zu einer solchen bewegen lassen r
„Nein, nun und nimmermehr, Vetter," erwiederte Pauline sanft aber bestimmt; „ich würde nie ein weltliches Glück, und wenn es auch noch so glänzend wäre, mit einem Verstoß gegen mein Gewissen erkaufen; ich würde nie meinen Seelenfrieden verkaufen — weder um Liebe und Treue, noch um Geld und Glanz. Ich würve eher entsagen, als mich und meinen — Freund entwürdigen. Und dabei schaute sie ihm so ruhig, offen und fest in's Gesicht, daß er wohl fühlte, diese Worte kommen aus tiefster Seele, und seien kein bloßer leerer Schall.
„Wirklich, Väschen? ist dicß ihr völliger Ernst?" rief er.
„Mein völligster." „ v
„Pauline, Sie sind — ein Goldmädchen!" rief er, druckte ihr mit Warme die Hanv, und warv dann plötzlich schweigsam und gedankenvoll. Und als er ans diesem Sinnen wieder erwachte, sprach er von etwas Anderm; aber von diesem Augenblicke an begegnete er ihr mit sichtlich erhöhter Achtung.
11.
Noch am selben Abend war der Buchhalter im Saale des Hütens zum Falken zu scheu, wo er von von einem einsamen Nebentischchen aus das Treiben ver „golveneu Jugend" von Stockshcim, der jungen Fabrikantensöhne und angehenden oder embryonischen Commerzienräthe, beobachtete. Es war ein zügelloses Genußleben, Vas in diesem Kreise herrschte, ein raffinirter Luxus in Speise unv Trank, ein ewiges Knallen von Champagnerkorken, und ein Ton der Unterhaltung, welcher dieser Lebensweise entsprach. Damiani war in diesem Kreise der Mittelpunkt ; seine Anekdoten waren die zweideutigsten oder schlüpfrigsten, sein Ton der übermüthigste, seine Laune die unversiegbarste. Die Anderen staunten ihn an unv versuchten umsonst es ihm gleich zu thun; aber sie standen an Anmuth der Ma-


