4227) Viehsalz, k 1 ft. pr. Sack, bei _____________________Emil Pistor. g Erinneriulgs-Medaille auf da?> große Lutherdcnkmal in Worms von Prof. Chr. Schnitzspahn in Darmstadt. Gegentr»neo-Einsendung des Betrags: in Bronze ä 2 Thlr- (pr. St. incl- in Vritannia-Metall h 1 Thlr. 1 Verpackung
Wiederverkäufern einen ansehnlichen Rabatt.
Nur allein zu beziehen durch
F. Sponnagcl in Worms a/Rhein.
V e r m i e t h n « g e n.
4229) Ein freundliches Zimmer ist zu vermicthcn bei Wittme Weinhardt-
4234) Auf dem Neuenweg, Lit. B- Nr. 195, ist ein möblirtes Zimmer zu vermiethen und sogleich beziehbar.
4230) Ein möblirtes Zimmer ist zu ver- mietben bei G. H. Balser, Seltersweg.
4255) Das seither von Herrn Advokat Lauer bewohnte Logis ist zu vermiethen. ______________W. Ferber, Lindenplatz.
4253) Ein geräumiges Familienlogis ist zu vermiethen. Bei wem? sagt die Exped. d. Bltts. ____________________________
4215) Ein kleines möblirtes Zimmer ist zu vermiethen und kann sogleich bezogen werden Neuenweg B. 194. ,
4239) Das seither von Herrn Landrichter Bötticher bewohnte Logis im Welcker'- schen Hause in den Neuenbäuen ist anderweit zu vermiethen und im October d. I. zu beziehen.
Gießen, den 9. Juni 1868.
__Dr. (g cf ft ein.
4242) Das von Herrn C. Pietsch (Dienstmann - Institut) seither bewohnte Logis ist anderweit zu vermiethen und am 11. August zu beziehen.F. Für st.
4236) In Lit. A. Nr. 5, Marktplatz, ist die Mansarde, bestehend aus 4 Zimmern, Küche u. s. u>., an eine stille Familie zu vermiethen._________________________________
4224) Mehrere Arbeiter können Logis erhalten bei Jacob Dörr.
Vermischte Anzeigen.
Recli’sclie Terrasse.
1222) Meinen verehrten Freunden und Gästen die ergebene Anzeige, daß Mittwoch den 17. d. Mts.
das
Rhein. Vocal-Auartett
in meiner Lokalität
eine musikalische Soiree
abhalten wird, wozu ergebenst einladet
Heinrich Rech.
Anfang Abends 7 Uhr. Entree 12 fr. ä Person.
4219) Die Gemeinde Blofeld, welche bekanntlich eine sehr reiche Gemeinde ist, sucht ein Capital von 6000 fl., ä. 4 pCt., ganz oder getheilt, aufzunehmen. Zu wenden an die Großh. Bürgermeisterei Blo- feld bei Nidda._________________________
4210) Zur Krankenpflege empfiehlt sich unter bescheidenen Ansprüchen
Charlotte Heller, bei Herrn Schuhmacher Becker auf dem ____________Asterweg, 2. Stock-____________ Wohmmgs Gesuch. 4209) Eine Wohnung, bestehend aus einem oder zwei Zimmern, möblirt oder unmöblirt, und womöglich Parterre, wird sofort zu miethen gesucht. Offerten beliebe nian auf dem Comptoir dieses Blattes unter der Chiffre M. D. gefälligst abzugcben.
4257) Für einen Waisenknaben von 8 Jahren wird eine Familie gesucht, welche dessen Verpflegung, Verköstigung, Logis und Kleidung gegen eine jährliche Vergütung von 60 fl. zu übernehmen gedenkt. Reflec- tanten belieben ihre Adresse bei der Exped. d. Bltts. abzugeben.
Gonsum-Berem
4254) Weitere abgeschlossene Ver- träge mit:
E. Pitthan (im „Adler"), Weinhändler.
Chr. Frech, Kirchenplatz, Rasir- und Haarschneidecabinet.
St. George, Kirchenplatz, Apotheker.
W. Frank, Kreuz, Schirmfabrikant.
Gust. Rühl, Neustadt, Spengler.
A. Schultheiß jun., Pelzwaarenhändler und Kappenmacher.
L. Textor („Darmstädter Haus"), Wirth. _________________Der Vorstand.
42ö8) Ein Schriftsetzer - Lehrling wird gesucht in der
Brüh l'schen Bnchdrnckerei.
4235) Mehrere Abonnenten zum Mittagtisch können noch angenommen werden. _______L. Textor, Darmstädter Haus.
4256) Ein schwarzer Alpacaschirm ist irgendwo stehen geblieben. Der redliche Finder wird gebeten, ihn bei der Exped. d. Bltts. abzugeben.
4211) Ein braves und reinliches Laufmädchen wird auf Johanni gesucht. Nähe- res bei der Exped. d. Bltts.________________
4240) Ein Lehrling kann eintreten bei ______Heinr. Brauburger, Lackirer.
4233) Glace-Handschuhe werden auf's Schönste und geruchlos gewaschen und wieder wie neu in verschiedenen Farben gefärbt bei S. Weiß (Hutlager), Agentur der Kunst-Färberei von I. Küchel zu Homburg v. d. Höhe.
4217) Eine Lehrlingsstelle
ist auf einem hiesigen Comptoir zu besetzen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. unter Nr. 4217.________________________________
4237) Ein Hausbursche, welcher sogleich eintreten kann, wird gesucht von ____________________________F. Fürst.
4238) Auf Becker's Bauplatz kann immer Schutt abgeladen werden und wird ent- sprechend hoch bezahlt._______________________
4245) Junge Leute von 14—17 Jahren finden Beschäftigung bei
F. Habenicht, Lampenfabrik.
422 t) Donnerstag den 18. Juni findet zu Butzbach in der Gartenwirthschaft des Herrn Grüninger die diesjährige
Wandernersilmmlung
des Oberhess. Vereins für Bienenzucht Statt, womit eine Ausstellung und Verloosung von Bienengeräthfchaften verbunden sein wird.
Beginn der Verhandlungen Vormittags 10 Uhr.
Alle Mitglieder des Vereins und alle Freunde der Bienenzucht sind freundlichst eingeladen.
Efchettrod, den 11. Juni 1868. Für den Vorstand:
Köhler.
MM' Am 1. Juli 1868
i Eichung der iisterr. Kredit - Loose.
| Höchster Treffer fl. 250,000, niedrigster fl. 165 östr. Währ. |3EmIage 3 Thlr. — fl. 5. 15 süddeutsch pr. Loos.
| Stehen JLoose kosten nur Thlr. SO = fl. 35 südd.
■ Mit k. k. Stempel versehene Loose empfehlen
VOELCKER & O
Bankgeschäft in Wien, Kolowratring Nr. 4.
§ NB. Nachnahmen können nicht erhoben werden. (4241)
! ®ef chäfts - Anzeige!
4226) Dem geehrten Publikum zur allgemeinen Nachricht, daß ich mein Geschäft in Frucht und Landesproducten im Nehmeyer'- schen Haufe dahier eröffnet habe, uud empfehle befonders gute Koch- ct^clk .^0^nen lHli) Zinsen, sowie schönes Vorfchußmehl.
Für reelle und prompte Bedienung werde ich stets besorgt sein. Markus Engel, ______in den Neuenbäuen Lit. B. Nr. 73.
A d r e eh n u n g.
Nach der von uns in diesem Blatte erthciltcn Abrechnung blieben von den für Frau Geometer C. Höhl er Wtw. s. Z. gesammelten Unterstützungsgelder int Betrage von 523 fl. am
1. Januar 1867 noch verzinslich 259 fl. 39 fr., hierzu die Zinsen von da bis Ende Mai "des lanfen-
den Jahres............. 8 fl. 15 kr.
Zusammen 267 fl. 54 fri
In successiven Unterstützungen erhielt Frau Hobler:
Im Jahre 1867 ........ 171 fl. 30 kr.,
und bis jetzt.............95 fl. 17 kr.,
Porto-Auslagen betragen 1 fl. 7 kr.,
.... zusammen 267 fl. 54 fr.,
to van lener Unterstützungsfond nunmehr erschöpft ist.
i-ic Abrechnung hierüber, wie auch die früher ertheilte, liegt zur Einsicht her re'p. Interessenten bei uns offen. ’
Gießen, int Juni 1898. @cBr. Ebel.
DV" Einladung.
4251) Zu der am 24., 25. und 26. Juni 1. J. stattfindenden
Feier der Luther - Denkmals - Enthüllung
beehren wir uns, alle Freunde dieser kirchlich-nationalen Sache freundlichst einzuladen. Der feierliche Act der Denkmals-Enthüllung wird Donnerstag den 25. Juni, Mittags von 12 bis 2 Uhr, vor sich gehen. An den drei Festtagen werden täglich Morgens früh und Abends spät Eisenbahnzüge in drei Richtungen von und nach Ludwigshafen -Mann hei in, Mainz und Alzey, mit Halt an allen Zwischenstationen, abgehen.
WORMS, im April 1868.
Der Ausschuss des I.ntli er-Denkmal-Vereins.
E. Keim. Dr. Eich. Edelmann.
Präsident. Vicepräsident. Secretär.
4220)
Cafe Ebel.
Heute Dienstag, Abends 7y2 Uhr:
C o n e e r t
des beliebten Rheinischen Vocal-Quartett.
___________Entree gratis.___________
Helfet
Am 26. Mai, Abends nach 7 Uhr, sind unsere Gemeinden — Lardenbach und Freienseen — von einem entsetzlichen Hagelwetter heimgesucht worden, dem in Lardenbach auch gewaltige, von einem Wolkenbruch verursachte Wasserfluthen folgten. Der Hagel siel in Strömen und mit der durchschnittlichen Dicke einer kleinen Welschnuß. Wintersaat, Futterkräuter ic. sind am einen Orte gänzlich, am andern zu zwei Dritteln — zerschlagen? . . . nein . . . zerschmettert, zermalmt, zerhackt. Auf manchen Aeckern brauchte man das Korn nicht erst abzumähen, sondern man konnte es gleich wegrechen, aber es war kein Korn mehr, es war zerknülltes Stroh, fast Mist. Oder dünken Einem diese Ausdrücke zu lebhaft? . . . der lasse sich sagen: die Flur lag wie im Winter in eine weiße Decke eingehüllt, l'A—2 Zoll hoch im Durchschnitt. In den Lardenbacher Wiesen sind ganze Eisfelder von 40—50 Fuß Länge, 15—20 Fuß Breite und 2—3 Fuß Tiefe gemessen worden. Sogar der Wald, selbst der Tannenwald, stand und steht heute noch strichweise grau und leblos. Der Boden ist schuhtief mit Geäst bedeckt und an vielen Bäumen die Rinde wie weggeschält und alles Laubwerk ganz verschwunden. Was die Hagelwasser verschonten, haben die Wasserfluthen ruinirt. Das Heugras z. B- kann theils gar nicht, theils nur zum großen Schaden des Viehes gebraucht werden. Die Wiesen, welche überhaupt gemäht werden können, sind einer stark befahrenen Landstraße vergleichbar, auf der ein Wirbelwind dahin gejagt — so steigen beim Mähen und Rechen die Staubwolken empor. In Folge dessen sind viele gezwungen, einen Theil ihres Viehes — die Hanpterwerbsquclle des Vogelsberges — zu veräußern. Ja selbst die Schafe hätte man in Lardenbach nicht halten können, wenn in den Gräfl- Laubach'- schen Waldungen nicht Weide wäre verwilligt morden. In Summa: Lese Einer Joel am Ersten, da hat er ein nngefäffrcs Bild unserer harten Heimsuchung, nur lese er Hagel'und Wasserfluthen statt Heuschrecken und Feuerflammen.
Die so schwer geschlagen worden, sind nicht reiche Landwirthe, die Hab und Gut versichert haben, noch weniger große Capitalisten, sondern — wenige nur ausgenommen — geringe Bauersleute und Weber, die Winter wie Sommer im Schweiße ihres Angesichts ihr täglich Brod verdienen müssen. Die rufen jetzt, wie jener Mann aus Macedonien (Ap. G. 16. 9) ; und wir rufen mit: Kommt und helft! Helfet den Menschen zu Brod und dem Vieh zu Futter. Aber helfet schnell! Und Gott vergelt's!
Lardenbach und Freienseen.
Dietz, Pfarrer. Koch, Pfarrer. Lein, Bürgermeister. Löb er, Bürgermeister-
(Hierzu eine Beilage.)


