Darmstadt, 10. Aug. Am 9. k. M. werden die sämmtlichen Truppentheile unserer Armcedivlsion in der Gegend von Reinheim, Dieburg und Groß- Umstadk behufs Abhaltung von Felvmanövern ton- centrirt werden. Dieselben werden neun Tage dauern, von welchen 5 Brigademanövern, 3 solchen Gefechtsübungen, bei denen die Division in zwei gegen ein- anker operircnve Corps getheilt ist, ein Tag einem Manöver mit supponirtem Feind gewidmet sein wer- den. Zweimal bivuakiren die sämmtlichen Truppen. Die Uebungen werden nach Maßgabe von Operationsplänen ausgeführt werden, welche der preußische Generalmajor v. W ttich auSgearbcitet bat.
Berlin, 10. Aug. Welches die „VerhÄtniffe besonderer Art" sind, die cs dem General Vogel v. Falkenstein wünschenswerth gemacht haben, von dem Commando des 1. Armeecorps zurückzutretcn, bildet hier seit gestern den Gegenstand vielfacher Diskussion, ohne daß Jemand im Stanke gewesen wäre, eine genügende Antwort darauf zu geben. Was den Rücktritt besonders auffallend macht, das ist die Wahl seines Nachfolgers. Man erinnert sich daran, daß im Sommer 1866 der General Vogel v. Falkenstein plötzlich den General v. Mantcufel zum Nachfolger im Commando der Main-Armee erhielt, und seit jener Zeit hat das Gerücht wiederholt von einer Gegnerschaft dieser beiden Generale gesprochen. Es muß daher natürlich Befremden erregen, daß gerade dieser General sein Nachfolger wird, um so mehr, als General v. Manteuffel im Volke sehr wenig beliebt ist, man hält ihn mehr für einen Diplomaten, als für einen Militär, und die Zeit seiner Wirksamkeit in der unmittelbaren Nähe des Königs steht in keinem guten Andenken. Wir theilen nicht die schwarzen Befürchtungen, welche verschiedentlich an seine Reactivirung geknüpft werden, wir glauben, die Zeit einer Wiederherstellung der heiligen Allianz mit all ihren früheren Zielen und Mitteln sei vorüber; aber daß sich derartige Befürchtungen zeigen, das wollen wir doch nicht verschweigen.
Karlsruhe, 8. Aug. Die Ernennung des Ober- instructors der schweizerischen Artillerie, Obersten Hammer, zum außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister der Eidgenossenschaft bei dem norddeutschen Bunce und den süddeutschen Regierungen ist bereits der hiesigen Negierung durch eine Note des Bundesrathes notificirt worden. — Der badische Geschäftsträger in Stuttgart und zugleich bei der Schweiz, Hr. v. Dusch, ist aus Bern zurückgekehrt und wird noch einige Zeit in Heidelberg verweilen, ehe er auf seinen Posten nach Stuttgart zurückkehrt. — Die Mittheilung der „Oesterr. Corr.", die österreichische Gesandtschaft bei der hiesigen Regierung, welche bisher mit derjenigen Würtemberg vereinigt gewesen sei, werke wieder eine selbststäuge werden, versteht man für's Erste hier nicht recht. Oesterreich Hai hier einen interimistischen Geschäftsträger, Lega- tionsrath Pfusterschmit, Ritter von Harktenstein, wie Laden einen solchen in Wien; eine Vereinigung mit der kaiserl. Gesandtschaft in (Stuttgart ist nicht vorhanden. Die Notiz soll wahrscheinlich besagen, daß Oesterreich beabsichtige, an Stelle des interimistischen Geschäftsträgers wieder einen außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister zu ernennen, refp. Hrn. v. Pfusterschmtv letzteren Rang zu verleihen. Bis jetzt weiß man aber hier noch nichts von dieser Veränderung. — Konstanz hält immer noch das Andenken seines edlen Weffenbcrg in Ehren. Wie alljährlich, findet heute in cer Munsterkirche der Trauergottesdienst zum Andenken an denselben statt.
Kisftngen, 8. Aug. Gestern ist auch der König von Würtemberg als Graf von Teck hier ange- kommen und hat mit einem Gefolge von 11 Personen bei Hrn. Hailmann Wohnung genommen. Für den 14. August ist die Ankunft des Großherzogs von Weimar angemeldet, der im „Baierischcn Hof" wohnen wird. Heute waren die sämmtlichen hier anwesenden Monarchen im Speisesaal des Kurhauses zu einem gemeinsamen Diner vereinigt.
Paris, 8. Aug. Heute wurde die „Lanterne" auf Befehl der Untersuchungsbehörde mit Beschlag belegt. Etwa 50,000 Exemplare wurden in der Druckerei weggenommen. Es scheint jedoch eine nicht unbedeutende Anzahl von Laternen vorher schon in Paris, wie in den Departements, unter das Publikum gelangt zu sein. Polizeidiener umstanden die- sen Nachmittag die Druckerei, was natürlich eine ziemlich bereutence Menschenmenge heranzog. Be- Bereiis wird mit den Exemplaren, welche der Hand der Gerechtigkeit sich zu entziehen gewußt, ein ganz einträglicher Äeheimhandel getrieben. Gegen 2 Uhr bezahtte man die incriminirte Nummer, Die an und rür sich 40 Cent, kostet, mit 2 Francs, und voraus
sichtlich wird, der starken Nachfrage gegenüber, in den nächsten Tagen sich noch eine stärkere Hausse in Der verbotenen Waare kundgeben.
Paris, 9. Aug. Der Kaiser hat sich auf der Rückreise von Plombiörcs nach Fontainebleau in Troyes aufgehalten. Die Antwort des Kaisers auf die Anrede des Maire von Troyes lautet wörtlich, wie folgt: „Ich habe nicht nach Troyes kommen wollen, ohne einen Augenblick hier zu verweilen, um der Bevölkerung der Champagne, welche von so pa- triotischen Gefühlen erfüllt ist, einen Beweis meiner lebhaften Sympathien zu geben. Ich habe im letzten Jahre mit Freuden wahrgenommen, welche Fortschritte in der Industrie Ihres Departements stattge- funken haben. Ich fordere Sie auf, Ihre erfolgreichen Bestrebungen fortzusetzen, Da Der FneDc Europa's heute durch nichts bedroht ist. Haben Sie Vertrauen in die Zukunft und vergessen Sie nicht, daß Gott Frankreich beschützen wird "
Paris, 10. Aug. Rochefort ist den Krallen der kaiserlichen Polizei wirklich entgangen — das „Journal de Paris" hat Recht gehabt, er sitzt bereits in Brüssel. Der „Figaro, sein Alter-ego, wollte gestern noch nicht daran glauben; heute meldet er dasselbe. Nun wird wohl Ritter Rochefort die Rolle des Herrn Rogeard, vergessenen Andenkens, eine Zeitlang zu spielen haben, aus einem Staate in Den anDern gejagt werDen und schließlich von seinen lieben leichtfertigen Parisern vergessen werden. Da« ist Das L-chicksal schon so mancher heißblütigen Journalisten Des zweiten Empire gewesen. Man hat sich, wie Der „Figaro" erzählt, auf der Polizeipräfektur erkunDigt, ob man die Fenster Dieses Gebäudes am 15. August nicht mit den am verflossenen Sonnabend mit Bischlag belegten 50,000 Laternen zu illumiui- ren gedenke.
London, 10. Aug. Die „Times" sagt bezüg- lich der Rede des Hrn. v. Beust auf dem Schützenfest, daß das beharrliche Widerstehen desselben gegen alle Versuche, um Zwietracht zwischen Preußen und Oesterreich zu stiften, zu loden sei. Eine schließliche Allianz sei nicht unglaublich, sobald zwischen beiden Staaten wieder freundschaftliche Beziehungen einge- treten seien, welche eine solche ermöglichen und dadurch Den Frieden Europa's sichern würden.
Wilna, 5. Aug. Der „Ostd. Ztg. wird ge. schrieben: „Nach Dem neuen Recrutirungsgesetze für die westlichen Gouvernements wird Die Confiscirung des Vermögens Desjenigen ausgesprochen, Der sich Der Gestellung entzieht. Bei JuDen geht das Ge- setz noch weiter; Die Confiscirung kann sogar auf Das Vermögen Der Eltern auSgeDehnt werden, wenn sich nachweisen läßt, Daß sie von Der Absicht ihres dienstpflichtigen Sohnes, sich Der Gestellung Durch Flucht zu entziehen, Kenntniß gehabt und kieß nicht verhindert, oDer Der Behörde zeitig genug jur Anzeige gebracht haben.
Vermischtes.
Giessen, 11. Aug. Gestern Abend verließ ein Mann, der lange Jahre an unserer LandeSuniversttät gewirkt hat, Herr Geh. Justizrath Prof. Jhering, unsere Stadt, um seiner neuen Stellung als Professor der Universität Wien entgegenzureisen. Wer Zeuge de« Abschiedes war, den Jhering'« Freunde, Eollegen und Schüler am Bahnhofe von ihm nahmen, der konnte gewahren, welche Liebe und Anhänglichkeit sich dieser Lehrer während seiner 17jährigen Thätigkeit dahier erworben hat. Diese Anhänglichkeit bekundete sich auch in einem Festbankette, welches die ehemaligen Schüler Jhering'« zu dessen Ehren am Abend des 8. August im festlich geschmückten Saal« des Zinßer schen Gartens veranstalteten. Das durch die Anwesenheit des Rectors der Universität und der Lehrer der Ju- ristenfacultät als Gäste verschönerte Fest, zu dem außer den hiesigen älteren und jüngeren Schülern Jhering'« auch auswärtige aus Mainz, Darmstadt, Offenbach, Friedberg herbeigeeilt waren, und zu dem andere wenigstens telegraphisch und brieflich ihre Grüße sandten, zeigte in seinem Verlaufe in erhebender Weise, daß es einem Lehrer galt, der schöne Beziehungen zwischen sich und seinen Schülern geschaffen und sich in deren Herzen ein unvergängliches Andenken gegründet hat.
Möge der Willkomm in der neuen Heimath ein eben so herzlicher sein, als das Lebewohl, das Jeder, der ihn kannte, dem Scheidenden nachruft l
Darmstadt, 9. Aug. (Thierquälerei.) Au« Ober- heffen wird uns berichtet, daß in den Gemeinden Dauernheim, Blofeld, Ockstadt und Nieder-Florstadt sich mehrere der Toll- wuth verdächtige Hunde gezeigt haben, und sollen auch in jeder dieser Gemeinden einzelne Hunde von solchen anscheinend wü- thenden Hunden gebissen worden worden sein. Der Einsender des Artikels führt besonders Klage über die dort übliche Benutzung der Hunde zur Fortschaffung schwerer Lasten, ein Gebrauch, der allerdings, namentlich im hohen Sommer, eine bis an Tollwuth grenzende krankhafte Erregung der Thier« zur Folge haben kann.
Kassel. Die „H. V. 3." erzählt vom 31. Juli unter ihren Localnotizen: Zwei Damen, die in der Aue promenirten, seien an einer Schaakheerde vorübergekommen, die sich gesättigt hatte und der Ruhe Pflegte; nur ein einzige« Schaaf, ein schwarze«, mit weißen Streifen am Kopf, lief umher und rupfte Gras. „Sieh' einmal, Julie!" sprach die eine Dame zu der anderen, „das Schwarzwelße frißt alles auf!" Es war dee
Notiz die Bemerkung belgefügt: „Wir graiuliren der holden Schönen, daß ein gewisse« Polizeigenie nicht an unserer Stell« Zeuge dieser naiven Antwort war....." Jetzt meldet di«
Red. der „H. V. Z.", daß ein Polizei-Commiffär In der ®«. peditiou de« Blattes gewesen sei und zu wissen »erlangt habe wer die beiden Damen gewesen, «in Verlangen, dem indessen nicht gewillfahrt worden ist.
Hanau, 10. Aug. Unter Begünstigung de« herrlichsten Wetters halte die Feier des sechsten mittelrheinischen Turnfestegestern den Anfang genommen, die aber leider ein« große Störung erleiden mußte. Gegen 10'/, Uhr Vormittags brach j, der Hospitalgaff« hiesiger Neustadt in dem Hause eine« Oeco- nomen Feuer aus, das im Augenblick fast sämmtliche Hinter-' gebäude des ganzen Quadrates anzündete. Durch die schnelle Hülfe der Löschmannschaft und der vielen anwesenden Turner gelang eS, das Feuer bald zu bemeistern, so daß weitere Gefahr nicht mebr vorhanden war. Der Festzug mußte deßhalb eine Stunde später Aufstellung nehmen und setzte sich erst gegen 4 Uhr Nachmittag« in Bewegung und kam derselbe nach 9 Uhr gestern Abend vom Festplatz wieder zurück. Tausende von Menschen hatten sich am Festplatz «ingefunden und war für Erfrischun.!en bei dieser großen Hitze hinlänglich Sorge getragen. Die Eisenbahnzüge au« Baiern und Frankfurt "hatten eine große Menge von Festtheilnehmern zugeführt. Das Fest verlief in der heitersten Stimmung, und ist außer dem Brandunglück nicht das Geringste vvrgesallen. Heute werden nun die Preisturnen fortgesetzt, zuerst aber wird die hiesige Turner- Feuerwehr ein Manöver ausführen, was zwar für heute Wegfällen könnte, da dieselbe bereits gestern in Wirklichkeit Probe ihrer Schlagfertigkeit abgelegt hatte.
Wien, 8. Aug. Nach dem Festjubel kommt das Deficit. Es ist jedoch geringer ausgefallen, als man befürchtet hatte, da es sich nur auf 97.000 fl. beläuft; e« kommen davon auf die Antheilscheine der Gemeinde Wien 20,000 fl., auf die Eisenbahn- und Industrie-Gesellschaften 36,000 fl. und auf die Comitömitglieder 15,000 fl. Es ist Aussicht vorhanden, daß der Kaiser di« Schützenhallc im Prater der Wiener Schützcn- gesellschaft ais permanenten Schießplatz überläßt. Das durch das Fest angeregte Project, eine Jugendwehr in Wien zu errichten, soll demnächst in einer öffentlichen Versammlung weiter besprochen werden.
Oesterreich. In Wien ist der Jesuiten-Pater B en isch, «in Mährer von Geburt, der seit 29 Jahren dem Orden ange- hörte und, was schon auf «inen Auserkorenen deutet, bis zu dem vierten Grade in der Skala der Gelübde zugelaffen worden war, zu der freien religiösen Gemeinde übergetreten und wird dieser Tage den Uebertritt öffentlich bekennen und motiviren.
Luzern, 8. Aug. Am 7. August um 10 Uhr Vormittag« traf hier, auf dem Bahnhof, mit dem Dampfwagen des Kaiser» der Franzosen, die Königin Victoria von England wohlbehalten, bei bester Witterung, mit ihren jüngern Kindern und großem Gefolge ein. Sie ließ den Behörden Anzeige machen, daß sie incognito, unter dem Namen einer Gräfin von Kent, den Sommer in der Pension Wallis, die, ganz nahe der Stadt Luzern, jüngst neu erbaut wurde, ihren Aufenthalt zu nehmen gedenke. Empfang hatte keine Behörde gemacht-, ei weht auf der Wohnung der Königin die eidgenössische Flagge.
Lüttich, 5. Aug. Die Polizei machte heute einen wichtigen Fang, als der Bahnzug aus Deutschland eintraf. Sie verhaftete nämlich ein Individuum, das zu einer Bande Betrüger gehört, welche namentlich den belgischen Handel ausbeuten. Die Summe, weiche sie sich zueignetcn, ist ungeheuer; man spricht von mehr al« drei Millionen. Der Sitz dieser Bande ist Deutschland, und die Zahl der Betrüger beläuft flch auf zwanzig. Die Justiz hat jetzt zwei dieser Helden in Händen. Der erste ward in NivelleS gepackt, wohin er von einem seiner Schlachtopfer gelockt worden unter dem Vorwande, eine Geschäftsangelegenheit freundschaftlich zu schlichten. Der gestern gefaßte traf in Folge einer Depesche ein, die ihn benachrichtigte, daß einer seiner Genossen beim Besuche einer Fabrik von einem Unfälle betroffen worden sei. Man fand eine Masse Valuten in Gold und Papier bei ihm vor; in einer Tasche fand man ebenfalls einen Diamanten von großem Werthe in Papier gewickelt.
Florenz, 3. Aug. Di« Negierung beschäftigt sich angelegentlich mit der Einleitung von Maßregeln zur Hintauhäl- tung des schändlichen Mlßbrauchs, der seit undenklichen Zeiten mit der Ausfuhr — da« Wort bezeichnet die Sache — von Kinder beiderlei Geschlechtes getrieben wird. Ueber 1000 Kindern werden alljährlich zum Bettel und Vagabundenthum in fremden Ländern verwendet. Dl« Provinz Basilicata und einige Bezirke Ligurien« geben hiezu das Hauptcontingent. Parma, das ehedem ebenfalls eine große Anzahl solcher jugendlicher Emigranten in die Welt schickt«, liefert in Folge der seiner Zelt noch von dem ermordeten Herzog von Parma getroffenen Maßregeln jetzt weit weniger. Gänzlich Einhalt wird jedoch diesem Handel mit weißen Sclaven nur dann ge- than werden können, wenn, wie die „Corr, ital." meint, ein eigenes Gesetz ausdrücklich die Vermiethung der Kinder al« Affensührer ic direkt untersagt..
London, 3. Aug. In Ballincollig bei Cork erhob kürzlich ein Pachter, Namens Murphy, gegen den Husaren-Offi- zier Dorrien die Klage, daß derselbe, von der Jagd zurückkehrend, ihm durch ein Wickenfeld geritten sei, und auf die Mahnung, einen anderen Weg zu nehmen, ihm einen Schlag mit der Peitsche versetzt habe. Der Husaren-Offizier bekannte sich offenbar schuldig; denn er hatte beim Gerichtshöfe 5, Shilling Schmerzensgeld für den Pächter und 1 L. als Strafe für die Betretung des Feldes deponirt. Die Jury aber nahm die Sache ernster, und der Angeklagte wurde, indem er nebenbei einen scharfen Verweis des Richter« binnehmen mußte, zu einer Geldbuße von 170 L. (1133 Thlr. Pr. Et.) verurtheilt. So theuer wird der Nebermuth wohl selten gestraft.
London. Auf Anordnung der Polizei find eine Anzahl obscöner Bücher, Pamphlet« und Kupferstiche, im Werthe von etwa L. 800—1000, confiscirt und verbrannt worden. Dieselben gehörten einem gewissen Dugdal«, welcher noch in Folge eines früheren UrtheilS für eine ähnliche WesetzeSüberschreitung hinter Schloß und Riegel fitzt. Es ist hier nicht von der verderbten Jugendliteratur die Rede, von der wir zur Zeit ge- prochen haben, sondern 6ort geradezu gegen alle Sittlichkeit verstoßenden Büchern und Bildern. Das Brennmaterial bestand aus nicht weniger den 35,000 Bänden, 318 Lithographien und 7—800 Kupferstichen. Außerdem wurden 46 Litho- graphiesteine und 15 Kupferplatten zerstört.
Redaktion, Druck und Verlag der Brübl'schen Druckerei (Fr. Chr. Bietsch) m Giessen.
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