1 447/8.45«/8
in
753/8
1864r
9 9
5 9
9 571/8-58«/,
9 49-51
5% National 53% 5% Metall. Obi. — M. steuert. 48
50-52 54-56 37-39 29-30 54-58
50-52 27-28
BÖrsennachrichten.
9. Januar 1868.
Pr. Gass. Sch.
Div. Cass.-A.
Pr. Friedrdor.
Pistolen . .
„ doppelte Holl. fi. 10 St. Ducaten . . 20 Frankens!.
170) Eine ordentliche Fran wird für einige Stunden des Tages als' Aufwärterin gesucht- Zu erfragen bei der Exped. d. Bltts.
Beerdigte.
Den 5. Januar. Luise Koch, geborue Bötticher, des verstorbenen evangelischen Pfarrers zu Homberg an der Ohm, Georg Koch, hinterlassene Wittwe, alt 75 I. 4 M- 20 T-, gestorben den 3. Januar.
Den 8- Januar. Friedrich Rausch, Bürger in Friedberg und Locomotivführer an der Main-Weser-Bahn dahier, alt 47 I. 3 M- 9 T., gestorben den 6. Januar.
Die Pfarrgeschäfte in der nächsten Woche besorgt Pfarrer Dr. Seel.
Katholische Gemeinde.
Kopulirte.
Den 28. December. Wilhelm Ludwir Milbrand, Freiherrlich Frankenstein'scheg
Zu den kirchlichen Anzeigen.
Berichtigung.
Kopulirte den 29. December. Karl Hardt,Bürger und Küfer dahier, ein Wittwer; und Katharine Roßmann, des pensionirten Großh. Geiängnißwärters dahier, Johannes Roßmann, eheliche Tochter.
Den 5. Januar- Dem Ortsbürger Wilsbach und Oekonomen dahier, Peter Schmidt/ ein Sohn, Karl Emil Jakob Daniel, geboren den 19- December.
Engl. Souver. 11
Russ. Imper. 9
Doll, in Gold 2
Preuss. 4%<% Obi. — Frankf. 3«/a°/o Obi. 81% Nass. 41/2% Obi. 943/4 Kurh. 40/0 Obi. 90«/g
Hess. 40/0 Obi. b. Roths. 90«/3 P „ 31/2% do. do. 863/s
Bayer. 5% Obi. 1011/4 „ 41/2% 1jährige 94«/, „ 41/2% «/aiährige 94%
Würtemb. 4%% Öbl. 941/4 Baden 4'/zO/o Obi. c. E.L. 937/g Oestr. 5% b. R. 59V2
Amer. 6% 1882r Bds. 76i/2
Oberförster zu Ockstadt, Kr- Friedberg, des Großh. Professors der Medicin, Dr. Franz Joseph Julius Milbrand, ehelicher Sohu; und Elise Katharine Karoline Natalie Louise Keim, des Großh. Rechnungsrathes, Georg Friedrich Ludwig Keim, eheliche Tochter.
Getaufte.
Den 25. December- Dem Bürger zu Hamm und Zugführer bei der Cöln-Gießeuer- Eisenbahn, Bernhard Fehring dahier, ein Sohn, Alwin Bernhard Friedrich Hubert, geboren den 27. November.
Den 26. December. Dem Bürger zu Neustadt und Bergmann dahier, Nikolaus Elm, eine Tochter, Maria Margaretha Johanna Louise, geboren den 21. November-
Beerdigte.
Den 6. December. Ein unehelicher Sohn, Peter, alt8T., gestorben den 4. Decbr.
Den 17- December. Jakob Kunz, Bürger und Ackersmann zu Thalheim, kgl- vreuß. Amt Hadamar, alt 54 I-, gestorben ■ ben 15. December.
Prioritäten.
50/0 östr. F. St. E. B. 238 Ludwigsh.-Bexbach 1567/g Maxbahn 1071/4 Bayer. Ostbahn 1191/4 Hess. Ludwigsbahn 128 30/0 östr. Stsb.-Prior. 511/2 3% östr. s. Lombard. 41% 3% Livorneser 27«/g Tosqaner —
Frankf. Hypoth .-Bank — Frankf. Vereins-Kasse — 50/0 Elisabeth-Prior. 74% do. II. Emiss. 72%
Anlelieiialooee.
Kurh. 40 Thlr. Loose 53% Nassau fl. 25 b. Roth. — Gr. Hess. fl. 50 b. R. — Gr. Hess. fl. 25 b. R. 41 4O/o bayr. Präm. Anl. — 40/0 badische Loose 971/4 Badische fl. 35 Loose 51% 1858r Prioritätsloose — 1860r Loose 70
168) Altes Zeituugspapier in großen und kleinen Partieen kauft
I. Rothenberger, Lindenplatz.
165) Es wird ein braves Mädchen in einen Lausdienst gesucht- Näheres bei der Exped. d- Bltts.___
177) Zwei Pferdeknechte werden auf ben Hardthof gesucht-
efrifdjöÄcäer zu gießen.
Sonntag den 12. Januar. Carl Wallenfels I am Asterweg. Georg Busch am Kreuz. Jakob Ronstadt in der Neustadt.
Kirchliche Mrzeigen
Evangelische Gemeinde zu Hieben.
Gottesdienst.
Am Landesmissionsfest, den 12. Ianuar.
Morgens: Pfarrer Dr. Seel.
Nachmittags: Pzarrer Landmann.
(Collecte für die Mission.) Getauft.
Wechael.
Amsterd. k. 8. 100% Augsb. k. S. 100 Berlin k. 8. 105 Bremen k. 8. 97% Cöln k. 8. 105 Hamburg k. 8. 881/4 Leipzig k. 8. 105 London k. 8. 119% Lyon k. 8. — Paris k. S. 95 Wien k. 8. 98 Disconto 3% G.
Geldsorten.
„ 6% 1885r 75%
Actien.
Frankf. Bank 1253/4
Oester. Bank 671
„ Creditact. 180%
Darmst. Bankact. 204
202) Ein Taschentuch , gez. E. B. 12, ist gefunden worden. Auskunft 6et der Exped. d. Bltts.__
204)' Im Anfertigen von Damenkleidern, fowic auch im Weißzeugnähen, empfiehlt sich E- Loos, Flügelsgasse.
*~T62) Unterzeichneter empfiehlt sich einem verehrlichen Publikum im Aufsetzen und Reinigen von Oefen und'bittet um geneigten Zuspruch. Seine Wohnung befindet sich im vormals Kr a nz'schen Hause tn der Kätharinengasse- Earl 91(101) ei'-
169). Ein Zapfjunge wird gesucht im Darmstädter Haus.
Nicht M übersehen und wohl zu bcochten!
184/ Je mehr man die Hühneraugen schneidet, desto mehr wachsen sie. Kerne stübnerauaen Schwielen, Krähenaugen und Frostleiden an den Füßen, sowie Warzen an den statden mehr. Allen an diesen Uebeln Leidenden empfehle ich mich, fre grund- ttch schmerilos imd auf Garantie zu entfernen, ohne zu schneiden, nur vermittelst Auf- leaüna einK Pflasters, wodurch die Wurzeln der 10 lästigen Husner- ober Krahenangen in einer Zeit von 2 Minuten gänzlich entfernt wird. Die.vollständige Heilung wird garantirt- F. J. SB HSSIO.
concessionirter und approbirter Hühneraugen-Operateur aus Saarlouis.
Svrechstunde' Bon Montag ben 13. d. Mts. an, Morgens von 8 bis 12 Uhr, Nackmiittacs von 2 bis 6 Uhr, bis Montag den 20. d. Mts. int Gasthaus zum Lin- deuhof. - Auf Verlangen werde ich auch die geehrten Herrschaften in ihren Wohnun- gen besuchen. _______________________________________________________________________
Leimiger Feuer-Verstcherungs-Anstalti aeqründet 1819, Gesammt-Garankiemmittel circa fl. 5,000,000. U 1 206) Der Unterzeichnete beehrt sich hiermit zur Kenntniß zu bringen, daß ihm die Concesston zum Betriebe einer Agentur für obige altrenommtrte Anstalt ertheilt worden ist. Derselbe empfiehlt sich zum Ablchlutz von Verstchcrungen gegen Feuerschaden, Blitzschlag rc., auf Mobilien, Waaren, Vieh, Erndteerzeugnrsse zu den billigsten,^festen^Ptami Anleitung zur Aufstellung von Versicherungen, ertheilt
1868.I. «.
Feuilleton.
D i e Versöhnung.
Zwei Nachbarn waren feindlich sich gesinnt: Sie suchten sich zu schaden und zu kränken, Ein jeder wollte schlecht vom Andern denken, Und reizte so des Andern Weib und Kind-
So blieb es leider! lange — lange Zeit. Jndeß die Zeit läßt niemals 'was beim Alten, Sie will beständig Alles neu gestalten, Was gestern galt, gilt selten auch noch heut'- —
Die Kinder nahmen zu an Alter und Verstand: Sie spielten liebreich oft auf ihrer Väter Grenzen; In ihrer Mutter Äug' sab man die Freude glänzen: Die Kinder knüpften fest der Eintracht gold'nes Band- —
Verlassen stand der Feindschaft Oberhaupt! — „Verlassen 1" sage ich, ein jedes von den Seinen; Sie mochten Thränen der Verzweiflung meinen; Der „Frieden" kam, sie hattm's nicht geglaubt-
Der „Eintracht" Segen stellte bald sich ein: Es glänzten neu des Wohlstands Helle.Strahlen; Ein Jedes wollt' des Andern Schuld bezahlen. Ein Jedes wollt' der Freundschaft würd'ger sein.
Jetzt endlich kam den Nachbarn der Verstand:
Sie achteten der Kinder edles Streben. — „Wer Feindschaft hegt, der ist nicht werth — zu leben So sprachen sie — und reichten sich die Hand- —
Wer Waffen schmiedet, Andern zum Verderben, Setzt ungeahnt das „Gegentheil" zum Erben. —
Vetter und Base.
Eine Familiengeschichte.
(Fortsetzung.)
„An Alfred Dönning?" rief Henriette überrascht; „ist er ein Freund vom jungen Dönning, so ist er jedenfalls nicht weit her, — vielleicht ein Abenteurer, ein Spieler, in irgend einem Bade aufgelesen! Dönning ist ein Windbeutel, und seine Freunde sind selten etwas besser!"
— „Nicht, doch Henriette! Alfred Dönning hat ja in den besten Häusern Zutritt, seit sein Onkel starb und ihm sein ganzes Vermögen hinterließ," er- wicderte Ida überrascht.
„Nun ja, man ist ihm aus Rücksicht für sein Vermögen anfangs entgegen- gekommen, liebes Kind; allein wenn er es so forttreibt, so soll er bald mit seinem Erbe fertig sein und wird dann wieder ausgeschlossen werden. Papa sagt, er sei ein unverbesserlicher Spieler. Und Dein interessanter Fremder war in seiner Gesellschaft?"
— „Allerdings, Jettchen, er ging mit Alfred Dönning, aber nur so wie jemand, der sich von einem Andern die Stadt oder Gegend zeigen läßt, in welcher er fremd ist," entgegnete Ida bewegt und mit einem gewissen warmen Eifer, um ihren 'Unbekannten' zu entlasten. „Ich bin ganz überzeugt, daß der interessante Fremde nicht zu Alfred Dönning's näheren Freunden gehört. Er
sieht so bleich aus und so ernst, — es ist als ob er einen geheimen Kummer in sich trüge — und dabei hat er etwas so edles, vornehmes, distinguirteS an sich. Ich bin überzeugt, daß er ein Ausländer von Stande sein muß. — Und als ich schnell in den Salon zurücktrat, weil ich über mein eigenes Erröthen und seinen Gruß so verwirrt war, und nur durch die Vorhänge nach ihm hinunter zu sehen wagte, da sah ich beide weiter gehen, und wähnte zu hören, wie Alfred Dönning zu ihm sagte: 'Es ist heute Abend großer Ball in jenem Hause, Herr v. Damiani, und da ich selbst eine Einladung dazu erhalten habe, werde ich mir das Vergnügen machen, Sie daselbst einzuführen!' — Du magst nun selbst sehen, ob ich es nicht als eine Schickung betrachten darf, daß ich ihm heute Abend begegnen soll! Mir ahnt wenigstens in meinem Herzen, daß es keine gewöhnliche Begegnung sein wird!" setzte Iva mit einem Seufzer und mit einem leichten Erröthen und gesenktem Blicke hinzu.
Henriette lachte laut und äußerte spöttisch: „Fürwahr, ich muß sagen, für ein Mädchen, das in einigen Stunden dem Wendepunkt seines Lebens entgegensieht, bist Du merkwürdig gefaßt und kaltblütig! Warum aber, wenn Du doch heute Abend einen gewissen bleibenden Eindruck auf diesen Herrn v. Damiani zu machen wünschest, Lenkst Du noch nicht an Deine Toilette? Ist es da nicht doppelt angezeigt, Dich auf's beste hcrauSzuputzen? Er kann doch glauben, daß Du ihn erwartest, nachdem Du die vielleicht absichtlich laute Aeußerung von Alfred Dönning vernommen
Der Eintritt der Mutter, der Commerzienräthin Balder, machte der Unterredung der beiden Mädchen ein Ende. „Kommt, Kinder, sputet euch!" rief sie; „der Friseur ist da, den ich eigens für euch aus der Residenz habe kommen lassen, daß er euch cotffire. Du, Jettchen, trägst heute Abend breite griechische Scheitel, die Zöpfe über der Stirne um den Kopf geschlungen und das goldene Stirnband mit den Brillanten! Dich, liebes Jdchen, werden die langen englischen Locken am besten kleiden, denn sie passen ganz zu Deinem Style von nachdenklicher ruhiger Schönheit. Ihr sollt mir heute Abend Effekt machen, Kinder!" setzte sie zuversichtlich hinzu und betrachtete mit mütterlichem Stolze ihre beiden ältesten Töchter; „ich wünsche, daß ihr alle anderen jungen Damen der Stadt überstrahlet! Ihr sollt gleichsam die Mittelpunkte sein, zu denen Roberts Blicke immer zurückkehren müssen, wenn er sich unter den anderen umgesehen hat. Aber nun kommt, Kinder! Laßt Herrn Seuvin nicht zu lange warten."
Und während Henriette und ihre jüngere Schwester die Häupter unter die kunstreiche Hand des Friseurs beugten, durchwandelte die Commerzienräthin noch einmal ihr Haus und musterte die getroffenen Anordnungen zu dem Feste. Hier wo es galt, dem Gesinde und den Handwerkern zu imponiren, legten sich ihre Züge wieder in eherne strenge Falten, unv sie war ganz die stolze, herrschgewohnte, reiche Frau, die von ihrer eigenen Bedeutung und ihrem Werthe mehr als erfüllt ist, — ganz dieselbe Emporkömmlingin, für die sie in vcr ganzen Stadt galt. Auch heute war sie wieder mit gar nichts zu befriedigen. Nirgends war ihr genug Glanz und Pracht, überall hatte sie noch zu tadeln, zu verbessern, und der alte Gärtner, welcher gerade mit Kränzen beladen die Hintertreppe heraufkam, warf seine Gewinde von Fichtenreisern nur in einen Heizwinkel und schlich sich wieder hinab, als er ihre tiefe Stimme drinnen in den Sälen frei- sch en und tadeln hörte. „Wir wollen warten, bis sie aus dem Wege ist!" flüüerte er drunten Paulincn zu, welche in der Wirthschaftsstube die papiernen Rosen auf die Guirlanden und Kränze nähte. „Der Drache ist los und da thun wir am besten, ihm auszuweichen I"


