Ausgabe 
10.3.1868
 
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Mit Paulinen ist es ein andres; sie steht meinem

liebe Tante! Der Sie fortfahren, in

SCben Wit nickten,« sie hat geschworen, sie und wir Beide könnten nicht unter Einem'^Dache leben," sagte Pauline.Und ich will kein Zankapfel zwischen v keiven Gatten sein und dem Oheim eine Ungerechtigkeit ersparen - ich gehe

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aen Welt!"

Wo denken Sie hin, Vetter? wie könnte ich bei Ihnen bleiben, das lediae Mädchen bei dem ledigen Manne?" . ,

ÖSßie ? Oh es gibt ein Mittel, Pauline, ein sehr praktisches. heirathen

schmerzlich- g^ter! Sie haben mich getäuscht und das verzeihe ich

Ltunpn niÄt " entaeanete Pauline, und ihre Stimme bebte vor mühsam bewal- m H>. W» b»"«--. -D- BE-U»

SRnhnTtth märe9 d, rum Altäre gefolgt und hätte mit Freuden sein bescheidenes

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verliest sie das Zimmer unter lautem Schluchzen.

Robert wollte ihr nacheilen, ober der Oheim hielt ihn zuruck. fe 1 einstweilen lieber Robert!" sagte er;Du mußt sie nicht überrumpeln wollen. Briitine ist ein Mädchen von festem Willen und starren Grundsätzen; >ck kenne ki R--- " SV*»»' «- « »"1'6' 1 l«6Je * » «*

mir's so schön ausgemalt, wie wir beide Paare mit einander unsere Verlobung

^bC Schweigen Sie, böser Geist!" fiel ihm die Tante in's Wort;bring' .ich «»f mrih W. '» »-»- »h DI. gj»;

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h giflter ,u reden ! Geh' einstweilen au; Dein Zimmer, jca. " Rudolvb und Robert waren bald allein im Wohnzimmer, denn Pauline

war Ungeduld, daß das Gewitter so lange nur von ftrne donner und mch- übcr seinem Haupte losbrach. Plötzlich hörte er ein

schen, und sich umwendenv erblickte er Paulinen, Vie leise vom Flure her ane^T- wir müssen beide auOnn Hause,"^hub^sie gcktJhnen'die'Llichsten Namen, u^nd sie

läßt' dem Oheim keine andere Wahl, als daß er uns, d,e Schmarotzer, aus Hause weise, wenn er nicht wolle, daß sie, die Taute ron chm gehe ,

s~ihn Näschen das ist nur die Sprache blinder Wuth, sag )

wÄÄM rt sich di-T--i- W«

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beinahe mit einer Ohnmacht. (Fortsetzung folgt.)

Sie bedenken, daß nun Robert Balder Besitzer dieser Liegenschaften ist und daß Sie bei ihm in der Miethe sind!"

Elender, mich an diesen schmachvollen erschlichenen Verkauf nock zu erinnern, der hinter meinem Rücken abgeschlossen wurde, Den man meinem schwachen kurz, sichtigen Mann abgedrungen hat! . -" .

Um Gotteswillen, Mama, ball' ein!" rief Henriette und warf sich m der höchsten Angst an den Hals der Mutter;Du weißt nicht, was Du thust.

Sie ahnen nicht, wen Sie vor sich haben, beste Tante. rief der ver­meintliche Holländer Vetter, welcher auf den Lärm des Wortwechsels_ mtt $en. rietten und Ida herbeigeeilt war;der, den Sie aus dem Hause weisen wollen, ist Robert Balder, der Retter Ihrer Familie!"

Robert ?!" riefen alle aus Einem Munde.Ja, suwahr, er lst es .

Und Du 2" rief Die Dame vom Hause beinahe athemloS;wer bist Du?

"Ich bin Rudolph Balder, der Sohn Ihres Schwagers Christian, Der präsumtive Buchhalter unD Fabrikdirektor welcher alle seine Kenntmsse und Er. fahrungen dem edelmüthigen Onkel Gottfried verdankt und vor Begierde brennt, feine Schuld nun durch die treuesten, eifrigsten Dienste abzutragen .

Und Sie konnten sich eine solche frevelhafte Täuschung erlauben? . . .

' Um Vergebung, Frau Tante!" fiel ihr Robert in's Wort.Der Frevler bin abermals ich, unD den Anlaß zu dieser Mummerei habe» Sie «egebm Nebmen Sie Platz und schenken Sie mir einige Augenblicke s > gelaffn^Geho^ als Sie es in dieser aufgeregten Stimmung vermögen . . . Sie ernnerrsich alle des Empfangs, Der mir bei meiner Heimkehr aus der neuen Welt hier z Theil wurde, weil man mich wegen meines unscheinbaren Auszugs- sm J « Vetter vom Lande, für einen .Schmarotzer' hielt, wahrend Rudolph s elegant re Außenseite ihn für mich gelten machte. Ich gestehe, liebe 4-ante, daß d- mich corleftte und daß Die Huldigungen, welche dlos meinem Vermögen galten, mir Säi 44 D-h., siS,-«- »l»"*

nnfSbrem Balle aufführte, um eine kleine Rache an Ihnen zu nehmen. Nun ätte ich es gerne hiebei bewenden lassen und am andern Morgen die Ma e abaeleqb wenn nicht zuvor schon und während jener Verwechslung unserer Per- soucn mir Dinge bekannt geworden wären, welche mich über Dm Stand des Vermögens meines Obeims, Dem ich von jeher vonH«zen zugeth'an war und Über Wohl unD Wehe Der ©einigen mit begründeter Furcht erfüllten. Des OhelinS eigene Mittheilungen über fein Geschäft zwangen mich, die angenommene Rolle fortruspiclen, und ich bewog Rudolph, seine Maske ebenfalls nicht fallen zu lassen unD mir seinen Platz zu Überlassen. Welchen Gebrauch ich davon gemacht habe, darüber dem igt mich mein Gewissen. Die Ehre und Wohlfahrt meines Oheims mußte gerettet werden, und so handelte ich im Einverstandniß mit meinen beiden Vertrauten, Pauline und Rudolph, deren Mitwirkung allein den Erfolg memer Bemühungen sicherte. Namentlich Paulinen gebührt das Verdienst, ida vor einem irnparabeln Fehltritt bewahrt und mir Den Weg gezeigt zu haben, auf w lckern Der Oheim am sichersten zu retten. Und nun, lieber Onkel, leg' ich t»

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Btrlrag^n E rojr 9nng-Iommcn sind, mein lieber guter Robcrt!"

rief der Commerzienrath und umarmte seinen Neffen. Wackerer junge.em Mann ein Wort! Und Verzeihung für Die|e hier, Die allzu scharfblickende

Unter einer Bedingung, Tante! Rudolph soll Henrirtten heirathen; die beiden Leutchen lieben ft», und es erscheint gleichsam wie eine höhere Fügung, daß aus Der beabsichtigten Convenienz- und Spekulattons-Yeirath el,nc ebe aeworden ist. Mick können Sie ja leicht verschmerzen, Denn einmal bin ich ia ettl Mephistopheles, und zum andern ist es gegen meine Grundsätze, eine leib­liche Base" zu heirathen. Mit Paulinen ist es ein andres; sie steht meinem Xn um so Diel näher, als sie meinem Blute ferner .st. Begrüßen S.e Pau-

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und mit dem Ausdruck eines energischen Entschlusses auf dem Antlitz indem streife vorHerr Robert Balder ist allzu großmukhig, aber nicht ganz bei der Wahrheit geblieben. Um mir eine Demüthigung und Beschämung zu ersparen, stellte er mich Ihnen als seine Verlobte vor; aber noch habe > ch ihm fein Ge- ff»ij. Ä»*. «'» ®'16b». «W Ruch si« hl». Sch»»« «...

wirklich jurütftreten?" rief Robert vorwurfsvoll und

Vetter und Base.

Eine Familiengeschichte.

(Fortsetzung)

SU Pauline erschrack und sah erstaunt zu ihm auf, aber sie fand keine Ant­wort.Pauline stoßen Sie diese Freundschaft nicht von isich, s - liebes, herrliches Mädchen! laß mich Dein Beschützer und Freund fein für

O, Vetter, was fällt Ihnen ein? . . . ich, die arme Waise.

Hassest Du mich denn? Kannst Du mir nicht von Herzen gut ,e , chen?" flüsterte er, schlang keck Den Arm um sie unD druckte sie mtt sa , walt an sich;kannst Du mir nicht noch gut werden fuße kleine Paula?

Nickt wobl mehr als ich Ihnen schon gut bin, Rudolph , aber Denno»

S, Mn SS! W ! fiel .. ihr in'. Wort und wollt- zhn.n nicht rasch Den Mund mit einem Kusse verschließen. . , . ,

Da rief eine Stimme hinter ihm höhnisch und schneidend: ,,W Auftritte kommen hier vor? Ei steh'doch, Gottfried, da P Mamsell Pau- Geschöpfe, die Du noch in dieser Minute so warm vertheidigtest? line in Den Armen des Mosjeh Buchhalters? Was hat das zu bedeuten.

Eine Verlobung, Frau Tante einfach nur eine er o "tu . bette der Buchhalter gelassen und begegnete ruhig und mtt Wur der Commerzienräthin;Pauline Ham und ick haben s al8 Cem

ger Siebe und Treue wechseln wollen. , Onkel, ich werb Fanülienältesten um die Hand Ihrer Nichte!" f .

Es kommt mir überraschend, Kinder, aber nicht unwi E" ' , it.r Herr Balder.Meinen Glückwunsch und Segen, meine lieben K 9 feib eiNMider Werth . ffirflbc ritf tic Commerzienräthin mit beißendem Hohn'und funkelnden Augen.Du blinder, bethörter Mann u, Denn nicht, Daß dieß nur eine Maske ist unD eine A"sr ' ...JL{er unC

kommene Ueberraschung zu bemänteln? Daß diese frech ) Decke

der saubere Tugendspiegel von Neffen langst mi etnanter un er stecken, was nur Deiner Kurzsichtigkeit entgehen konnte, > b Ihnen, Gemahl? Aber ieh werde nun mein Hausrecht gebrauchen, und b f hl Herr Rudolph Balder, noch heute unser Haus zu verlassen, l> ® Gastrecht« unwürdig gezeigt haben! Und was Dich anbelangt, Kreatur, so werde ich Dir morgen sagen, was ich mit Dir vorh

Bemühen Sie sich nicht wegen meiner Verlobten, ^«u »rante. ®

für Paulinens Zukunft ist meine Sache," «tötetet e b« Buchhalter klein thig. ,Und was das Hausrecht anbelangt, auf welches Sie pochen, f

feierten^n Robert, so verschieben wir beide noch die unserige; «icht«-^ Rudolph?" sagte Henriette.Papa, Mama, ich lass ihn n $ 9 >

Herzensfreund hier. Unsere Seelen haben sich a's""d"> ' " z^aenblicke als der will ich ihn empfangen in einem ruhigem und passendere g

Zu geschehenen Dingen soll man das Beste reden, Schritt war nothwendig, die Ersparnisse geboten. Jurben twAalaftäbnlicben Villa zu wohnen, inmitten von so viel nutzloser Pracht unv