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7299 Stuben
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Redaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr- Pietsch) m Gießen.
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und Kammern. , ,
Unbewohnt waren 17 Wohnungen mit 67 Stuben, die theils im Umbau begriffen und die meist klein, für einzelne Personen bestimmt, sind.
Außerdem waren in Gasthöfen 120 Fremdenzimmer
Unter der anwesenden Bevölkerung befinden sich 3 Blinde, 6 Taubstumme, 5 Blödsinnige, 6 Geisteskranke und 136, welche ständige Unterstützungen aus der Armenkasse beziehen. Vier weitere Geisteskranke befinden sich im Landeshospital Hofheim.
Gießen, 8. Jan. 1868. Während die Sitzungen des Schwurgerichts der Provinz Starkenburg dem Vernehmen nach etwa vierzehn Tage andauern sollen, dürfte es in Oberhessen als eine sehr erfreuliche Erscheinung zu begrüßen sein, daß die auf den 6. d. M. anberaumt gewesenen Assisen des 1. Qua» tals d. I. wegen mangelnder Strafsachen sistirt und demzufolge die zur Function berufenen Geschwornen abbestellt werden mußten.
Gießen. Die hiesige freiwillige städtische Feuerwehr wird nächsten Samstag im Leib'schcn Saale die Feier ihres elfjährigen Bestehens abhalten. Wie in früheren Jahren so werden auch dießmal an den Stadtvorstand und die Kreisbehörde, sowie an den Vorstand der Gail'schen Feuerwehr, die Officiere und überhaupt an Solche Einladungen ergehen, die zu dem Corps in Beziehungen stehen oder sich um dasselbe Verdienste erworben haben. Man erwartet, da auch Nichtmitglieder eingeführt werden können,
3 Personen waren obdachlos.
Demnach waren in 911 Gebäuden
eine recht lebhafte Betheiligung und fröhlichen Der- lauf des Festes.
Bei der am vergangenen Montage stattgehabten Wahl sämmtlicher Chargen wurden Vie seitherigen Inhaber derselben größtentheils, und der seitherige Hauptmann, Herr Advocat Weidig einstimmig wie» vergewählt. , ,,
Gießen. Unsere Stadt hat sich tn vielen Beziehungen gegen früher bedeutend gehoben und manche Einrichtungen sind geschaffen worden, welche sich würdig denen anderer Städte an die Seite stellen können, jedoch darf hierbei nicht stehen geblieben oder gar ein Rückschritt gemacht werden. Heute wollen 'wir aber einen Rückschritt der öffentlichen Besprechung übergeben und hoffen wir, daß es nur dieser Anregung bedarf, um unseren Stadtrath zu veranlassen, Abhülfe zu schaffen. Vor undenklichen Jahren waren hier die Straßen sämmtlich mit Tafeln versehen, worauf die Namen der Straßen und Plätze »er- zeichnet waren; traurige Ueberbleibsel hie und da i sprechen noch hierfür. In der neueren Zeit aber sind diese Tafeln nach und nach verschwunden und nicht wieder durch neue ersetzt worden. Daß dich ein Uebelstand ist, wird Niemand leugnen wollen und gerade jetzt umsomehr, da mit jedem Jahr dre Frequenz der Stadt zunimmt und sonach auch der I Fremdenverkehr stärker wird. Geborene Gießener wissen wohl, wenn sie Jemanden in der Wolkengasse, Reichensand, Löwengasse, Katharinengasse, Maigasse, Sonnenstraße, Lindengasse, Hintergasse, Judengasse, Tiefenweg oder Mühlgasse re. re. zu suchen haben, wo diese Straßen liegen; aber wie sieht es mit den Fremden aus, welche hier Aufenthalt nehmen, irren dieselben nicht manchmal Tage lang umher, ehe sie die Wohnung von Jemandem gefunden haben, der gerade nicht an der Hauptstraße wohnt? jft es denn so schwer, das, was gewesen ist und sich als gut bewährt hat, wieder herzurichten und darauf zu achten, daß solche Tafeln auch für die Folge unter- halten werden? __
Gg. E. ...
Kfm. W. . - - Pfr. S. - - - P- P.....
N. N.....
Geh.-J.'R. Dr. P.
St.-R. H. . -
Access. W. . - v. R.....
, Darmstadt, 4. Jan. Zusammenstellung säinmt- licher hohen Gewinnste der Gr. Hess. ö0-fl.°Loost bis tu 400 fl Nr. 27,901 50,000 fl., Nr. 40,728 10,&TV 66,961 MX» fl., 9ir. 104,192 b<«°W 3000 fl-, Nr. 18,238, 19,819, 20,492, 21,639, 24,984, 55,980, 62,528, 100,712, 110,476, 127,458 je 1000 fl., Nr. 1126, 18,769, 19,092, 19,855, 25,142, 26,468, 29,404, 31,904, 32,731, 35,086, 38,105, 61,234, 69,305, 72,792, 81,109, 88,079, 88,424, 98,447 , 100,966, 101,315, ! 105,434, 107,262, 107,522, 10:,417, 117,278, 122,292 je 400 fl.
Darmstadt, lieber das Vorkommen falsch en hessischen Papiergeldes werden der ,,Fr. Z-" folgende Mittheilungen gemacht: Einem Leipziger Hause und einer hiesigen Firma ist die Anfertigung des neuesten hessischen Papiergeldes übertragen worden. Von der letzten Lieferung wurde eine größere Anzahl Scheine als Ausschuß zurückgestoßen und unter Aufsicht eines Finanzbeamten in einer Papiermühle bei Großzimmern eingeftampft. Einem Arbeiter gelang es, ein Packet von 300 Scheinen mit 10-, 5- unv l-fl.-Scheinen rasch zu sich zu stecken. Die noch fehlende — stets geschriebene — Unterschrift pes Controlbeamten wurde gefälscht und im Verein mit 2 Mitschuldigen in Wiesbaden gespielt. Die dortige Bank soll sich, wie im Publikum verlautet, im Besitze fast des ganzen entwenveten Packeis von 1500—2000 fl. befinden. An dem grünen Tisch wurde durch die Wachsamkeit des rühmlichst bekannten Pottzeiraths Leichtweiß von Mainz ein Spieler verhaftet, der im Besitz von falschen, noch des Trockenstempels entbehrenden Scheinen war, drei weitere Complicen wurden durch hessische Gerichte
Summe fl. 33. 13
Diesen Betrag werden wir dem sich hier gebildet habenden Comitö zur Weiterbeförderung übergeben.
Die Expedition.
„ Access. D. . Frl. Sch. . • . Herrn Prof. Sch.
suchung ist in vollem Gange.
Fabrikant Büchner von Pfungstadt hat sich bereit erklärt, im Laufe des Winters dem darbenden Arbeiterstand seiner Heimath den Gesammtbetrag von 1000 fl. zinsenfrei darzuleihen. Der einzelne Familienvater kann Raten von 30 kr. bis 3 fl., jedoch im Ganzen nicht über 20 fl. erhalten. Die Rückzahlung hat bis Ende Ociober 1868 zu erfolgen und werden Rückzahlungen bis zu 30 kr. herab an- Rotorisch Arme und Trunkenbolde blei-
Für die Ostpreußen
ist bei der Expeditions diese Blattes eingegangen: Herrn Ph. S.
De^Herr Expeditionsrath
ist auch in Paris gewesen und theilt seine Erlebnisse und Beobachtungen in köstlichen Briefen mit, welche an den vahrer Hinkenden Boten gerichtet sind und in der Lahrer Jllustr. Dorf- reitunq mit Bildern geschmückt, erscheint. Er hat Stoff für den ganzen Winter und seine Freunde werden nichts verfehlen ihm auf seinen Irrfahrten nach und durch Paris zu folaen Die Jllustr Dorfzeitung, welche außerdem Origmal- Enählunqeii von Burklin, Temme, Gerstäcker, Gustav Hocker 2C. und einen großen Stahlstich als Prämie liefert, ist von allen Buchhandlungen und Postämtern zu beziehen (monatlicher Preis nur 3'/- Sgr. - 12 kr ). Subscriptrons- listen für diese absatzfähigste Zeitschrift sind IN allen Bi,ch- handlungen zu haben. Bei 50 Bestellungen 11 Thlr. 20 Sgr. = 20 Gulden Provision. Der Jahrgang 1868 hat soeben be- gönnen. __________
Stücken willig folgt und seinen Willen nie über den meinigen setzt! Ob er
dann jung oder alt, schön oder häßlich ist, gilt mir ganz gleich ; denn was
'männliche Schönheit' anlangt, so kann ich Dir sagen, meine kleine Romanheldin, dast in der ganzen weiten Welt das Gold das beste Lebenselixir ist, um steh
jung und schön zu erhalten! — Liebe in einer Hütte, Jdchen, und Annuth nut
Wassersuppe und Liebe, ländliche Einfachheit und stilles Gluck, das sind Phrasen und Juqencthorheiten, die man in reiferen Jahren doch nur bitter bereuen wurde. UnC ehe Du solchem Wahn Dich hingäbest, mein liebes Kind, wäre Dir besser, Du heirathetest Papa's letzten Commis — auch solch einen entfernten armen Vetter vom Lande, der in diesen Tagen hier eintreffen soll , um bet uns fein Glück zn machen. Da wäre doch wenigstens noch ein Bischen Vernunft bet Cer Romantik, cenn Ihr könntet dann drüben im alten Gartenpavillon wohnen, hättet einen Garten, einen Springbrunnen, ein Mooshüttchen und eine Flieder- laube, um darin Abends zu kosen und Mittags Siesta zu halten, und es wäre ein köstliches Intermezzo, wenn ihr dann eines Mittags mit etuem Hornissen- stich auf der Nasenspitze erwachen würdet!"
— „Ach geh', Jettchen, nun wirst Du wieder bitter und sarkastisch! versetzte Ida, die nun erst merkte, daß die Schwester sie neckte. — »Laß mich doch mit dem neuen Commis und Vetter in Ruhe, der ein ganz braver Mensch fein mag, denn Du weißst ja, caß auch unser Papa einst nur ein armer junge »om Lande war und ein armer Commis. Und Du solltest mich mit diesem Vetter schon gar nicht necken, liebe Henriette," fuhr sie beinahe bittend fort und dampfte ihre Stimme zu einem geheirnnißvollen Flüstern, „seit ich Dir mein Herzensge-
hcimniß halb und halb anvertraut habe! Denke Dir, ich sah den wunderschönen fremden Herrn, der mich neulich im Concert so sehr interesstrte und keinen Blick von mir verwandte, heute schon zweimal unter unseren Fenstern vorüber und dem Garten entlang gehen. Das eine Mal war ich gerave auf dem Balkon, da blieb er stehen betrachtete unsere Blumen und warf dann einen langen, schmachtenden, seelenvollen Blick zu mir herauf, der dem meinigen gerade begegnete • • • •
Unter dem Einfluß einer vom Himmel gesandten Schickung, natürlich ( fiel ihr Henriette lächelnd in's Wort, konnte aber doch ein gewisses Interesse an den Mittheilungen der Schwester nicht verhehlen.
__ HjiC marum sollte es keine Schickung von oben sein, Jettchen. fragte Jd'a ernst. „War es nicht in hohem Grade auffallend, daß er schon m . dem Concert, wo es doch nicht an schönen reichen Mädchen fehlte , die mir an äußeren Vorzügen weit überlegen sind, nur mir seine ungeteilte Aufmerksamkeit widmete und mich keinen Moment aus den Augen ließ!" .
„Nun ja, es mag eine Schickung sein, Kind; aber was geschah weiter? drängte^ Henriette.^ir, unsere Augen sich so in einem langen,
freundlichen, seelenvollen Blicke begegneten, da grüßte er mich herauf mit einer eichen Grazie und Verbindlichkeit, mit einer so ausgezeichneten Höflich ett, daß ich über unb über erröthcte und es mich wie ein elektrischer Schlag durchbebte....
-^annVaZte’er sich an Alfred Dönning, der neben ihm stand und schien eine Frage an diesen zu richten . . . ." (ffortf. folgt.)
ben Ausgaben und den Einnahmen endlich berzustelleu I hinter Schloß und Riegel gebracht. Die Unter- gelingen werde. Hiervon hänge die finanzielle Wie- > vollem Ganae.
Cergeburt des Vaterlandes ab. Zur Erreichung Cicser Zieles seien möglichste Ersparungen in allen BcrwaltungSzweigen, sowie die möglichste Hebung des Staatseinkommens, unter kräftiger Unterstützung Cer Finanzbeamten, nothwenCig. Auch Becke erließ als Reichsfinanzminister ein PräsiCialrundschrelben, welches an der provisorischen Organifirung des Reichs- •XÄ*1® .,$>*■ 8»i. I --»mm-- N-Wnsch «,m- m
scheu Frankreich und Italien stehe eine Verständigung \ ben unberücksichtigt.
bevor. Schon nächster Tage solle eine neue Eonven- I ——.»»—"? ■■
tion, welche die Beziehungen Italiens zum Papst- Locales.
thum auf neuen Grundlagen regele, abgeschlossen und Gießen, 6. Januar 1868. Das Ergebniß der sodann einer europäischen Konferenz als Berathungs- n yD1Ig^^ung cer Stadt Gießen ist folgendes: grundlage vorgelegt werden. Italien erkläre, sich $ December 1867 waren
ausschließlich der Lneren Reorganisation widmen und @tQfct ^wesend: 10,233 Personen
jedes Eingreifen in europäische Fragen vermeiden zu . ^6 Inländer, 1527 Ausländer).
wollen, wogegen Frankreich seine gruppen ans dem ^r Zählung vom 3. Decem-
Kirchenstaate zurückziehen werde. „ her 1864 waren anwesend: 9>459----n----
daß' ca^mue Sabine"' endlich "zu Stande gekommen folglich hat sich die Seelenzahl ver-
" Da "aber früher nur 37 Militär- Eambray Digny, Finanzen; De Philippi,Justiz; p-rsonen anwesend warcn, wahrend Ribotti, Marine; Bertholo Male, Krieg; Cantelli, fetzt 464, nuthm öffentliche Arbeiten; Broglio, Unterricht. mehr anwesend sind, so hat sich die
Moren; Aus Dokumenten, betreffend die Amts- Eivilbevölkerung vermehrt nm 347 Personen, tut™ ces Ministeriums Rattazzi, soll hervorgehen, Jene 10,233 Personen wohnen tn 43 öffentlichen daß cie jüngste Jnsurrcction durch Regierungs-Agen- Gebäuden und in 868 Privathausern, unter welchen ten unterstützt wurde. — Graf-Usedom überreichte cie freistehenden Neben- und Hmterhaufer mitge- heute Morgen dem König seine Beglaubigungsschrei- zählt sind.
ben als Gesandter des norddeutschen Bundes. 1887 Haushaltungen von 2 und
Haag, 30. Dec. Der König von Hannover mehr Personen nut 9206 Seelen ve-
fod ein Schloß bei Arnheim gekauft haben und dort wohnen _
eine Residenz nehmen wollen. 472 einzeln lebende Personen bewohnen 607
' Ä ----■ 552 Personen m Casernen, Hospitälern,
Gefängnissen, im Entbindungshaus und in Gasthöfen bewohnten


