Gießener Anzeiger
Erscheint wöchentlich dreimal : Dienstags, Donnerstags und Samstags. - Expedition: Canzleiberg
Sit. B. Nr. 1.
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Anzeige- und Amtsblatt für den Areis Kielen.
Nv. 17. Samstag dm 8. Februar 1868.
Amtliche Bekanntmachungen.
Gießen, am 3. Februar 1868.
Betreffend: Die Führung der Register über die Bewegung der Bevölkerung.
Dss
Großherzogliche Kreisamt Gießen
an
die Großherzoglichen Bürgermeistereien Allendvrf a. d. Lahn, Mendorf a. d. Lda., Annerod, Beuern, Garbenteich, Großen- Linden, Hausen, Heuchelheim, Holzheim, Lang-GönS, Lich, Lollar, Münster, Nieder-Bessingen Ober-Bessina-'u Appenrod, Steinbach, Trohe, Watzenborn, Wieseck, sowie den Großherzoglichen Polizei - Commiffär zu A r ,.rq.
Wir erinnern Sie an Vorlage der obigen Register binnen 3 Tagen.
In Verhinderung des Kreisraths:
Kekuls, Kreisassessor.
Gefundene Gegenwände:
Zwei Stubenthürschlüssel, ein alter Regenschirm (im Laden des Herrn Eichenberg stehen geblieben), ein rothwollenes Kinderpalatinchen, zwei Portemonnaie, ein Messer mit 3 Klingen, eine Cigarrenspitze, ein braunwollenes Halstuch, ein braunes Halstuch mit geköperten Streifen, ein Stola und ein kleiner Hohlschlüssel.
Die Eigenthümer werden aufgefordert, sich binnen 3 Wochen bei uns zu melden, widrigenfalls diese Gegenstände auf Verlangen an die Finder zurückgegeben oder später zu Gunsten der Armenkasse werden versteigert werden-
Gießen, den 7. Februar 1868. Großherzogliche Polizei-Verwaltung der Provinzialhauptstadt Gießen.
Nover-
Besondere Bekanntmachungen.
Oeffentlicbe Auffoiderung.
■ 725) Für die verschollene, am 23. August 1773 geborene Anna Elisabeth«, Ehefrau des Johannes Atzhach von Hausen, geborene Jammer, welche vor länger als 30 Jahren sich mit ihrem Ehe- manne und ihren 4 Kindern, a) Helene Henriette, b) Katharina,-«) Jo Hä n- nes, d) Anna Maria, nach Amerika begeben hat, wird dahier noch ein Vermögen von 314 st. curatorisch verwaltet- Auf Antrag der als erbberechtigt aufgetretenen Geschwisterkinder wird dieselbe hiermit aufgefordert, binnen 3 Monaten sich zur Empfangnahme ihres Vermögens dahier zu melden, widrigenfalls angenommen wird, sie sei mit Zurücklegnng des 70. Lebensjahres gestorben. — ' Zugleich werden alle Diejenigen, welche Erbaiisprüche an das Vermögen der Verschollenen bilden wollen, insbesondere ihre oben benannten unbekannt wo? abwesenden Kinder und folgende gleichfalls unbekannt wo? abwesende Geschwisterkinder:
a) H e t e n e M a r i e E l i s a b e t ha, Ehefrau des Johannes Rinn von Heuchelheim,
b) Elisabeth«, Ehefrau des Friedri ch B e ck von Bellersdorf in Preußen, c) Johann Ludwig Iainmer von Hausen,
sämmtlich Kinder des verstorbenen Johannes Jammer von Hansen,
d) Stephan I a m m e r, Sohn des verstorbenen Konrad Jammer zu Steinbach,
hiermit aufgefordert, ihre Ansprüche binnen gleicher Frist, bei Meidung der Annahme des Verzichtes auf solche, dahier geltend zu machen.
Gießen, den 2. Januar 1868.
Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Muhl, O p p e r m a n n,
Stadtrichter. Stadtger.-Assessor-
789) Di7
Zahlung der Hundesteuer
kann zu Folge einer Benachrichtigung der Großherzoglichen Districts-Einnehmerei Gießen I im Monat Februar ohne Kosten geschehen.
Gießen, den 5. Februar 1868.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen- Vo gt.
Die Vertheilung der Zinsen aus der Lony'schen Stiftung.
710) Diejenigen, welche bei der Vcr- theilung der Zinsen berücksichtigt werden wollen, haben sich binnen 14 Tagen auf unserem Bureau zu melden.
Gießen, den 4. Februar 1868.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen Vogt.
744) Das Befahren der neu planir- ten 6. Schneiße zwischen der neuen Licher Straße und der Wannschneiße ist bis auf Weiteres verboten.
Gießen, den 7. Februar 1868.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
Vogt.
V e r st e i g e r rr n g e n.
Holzversteigerung int Gießener Stadtwalde.
711) Montag den 10. Februar 1868, von Vormittags 9 Uhr an,
soll in dem Gießener Stadtwalde, Schutzbezirk Fernewald, Districten Strangswiese und Bruderwinter, nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden, als: l'A Stecken Nadel-Scheidholz,
15 „ „ Prügelholz,
23'/4 „ „ Stockholz,
1251 Wellen „ Reisholz,
312 Stecken Eichen-Prügelholz, l’/z „ „ Stockholz,
50 Wellen „ Reisholz,
239 Nadel-Stämme mit 7178 Cubikfuß,
10 Eichen- „ „ 190 „
112 Nadel-Stangen „ 444 „
Die Zusammenkunft ist auf dem Wege von Annerod nach Steinbach an der Strangswiese.
Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. Juli 1868 gestattet.
Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen.
Gießen, den 31. Januar 1.868. Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
Vogt.
Versteigerung von Straßenarbeiten.
746) Die zur Unterhaltung der S tr a ß en in dem Baubezirk Gießen für das Jahr 1868 erforderlichen Arbeiten, bestehend in dem Brechm, der Beifuhr und dem Zerschlagen der Steine, sowie der Anlieferung von Sammelsteinen, sollen an nachbenannten Tagen und Orten an die Wenigstfor- dernden versteigert werden, und zwar:
I. Dienstag den 11. Februar, Morgens 10 Uhr, in dem Bramm'schen Wirthslokale in der Neustadt dahier, für die Straßen von Gießen gegen Klein-Linden, von Gießen gegen Rod- Heim, von Gießen bis Nr. 10 gegen Reiskirchen , von Gießen gegen Steinbach und von Klein-Linden gegen Wetzlar:
II. Donnerstag den 13. Februar, Morgens 9'.. Uhr, zu Lich im Gasthaus zum Engel, für die Straßen von Steinbach über Lich gegen Langsdorf und vom Hessenbrücker Hammer über Lich bis zum Klosterwald:
III. Freitag den 14. Februar, Morgens 9‘/2 Uhr, zu Eberstadt in dem Hause des Wirth
Görlach, für die Straße von Lich gegen Butzbach;
IV. Montag den 17. Februar, Morgens 9>/2 Uhr, zu Lollar in dem Gasthans zur Krone, für die Straße von Gießen gegen Marburg.
V. Dienstag den 18. Februar, Morgens 9‘/z Uhr, zu Lang-Göns in dem Gemeindehause, für die Straße von Klein-Linden gegen Butzbach; VI. Donnerstag den 20. Februar, Morgens 10 Uhr, auf der Gansenburg, für die Straße von Gießen gegen Grünberg.
Die resp. Großherzoglichen Bürgermeister werden ersucht, diese Versteigerungen im Interesse ihrer Gemeinden besonders bekannt machen zu lassen.
Gießen, den 7. Februar 1868.
Großherzogliches Kreisbauamt Gießen. ______________Holzapfel.__________ Den Verkauf von eisernen Kisten. 712) Montag den 10. Februar 1868, Vormittags 9 Uhr, sollen auf hiesigem Rathhanse zwei eiserne Geldkssten an den Meistbietenden versteigert werden.
Gießen, den 31. Januar 1868.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. ________________Vogt.__
Hoizversteigerung im Wiesecker Gemeindewaide.
739) Nächsten Mittwoch, den 12. d. Mts., sollen in dem hiesigen Gemeindewalde, Districten Hegwaid und Haide:
61 Eichen-Stämme bis zu 17 Zoll Durch messer, meistens zu Wagnerholz sich eignend,
640 Eichen-Stangen, zu Leiterbäumen sich eignend,
187 Nadel-Stämme,
217 „ Stangen,
27 Stecken Eichen-Prügelholz,
11 „ „ Stockholz,
1325 Wellen „ Reisholz,
9 Stecken Kiefern-Schcidholz,
72 „ „ Prügelholz,
22 „ „ Stockholz,
2350 Wellen „ Reisholz,
versteigert werden-
Der Anfang ist des Morgens um 9 Uhr am Wege zwischen dem Hegwald und der Clause, und des Mittags um 12 Uhr am Wege heim Hangelstein. Vormittags wird das Eichen- und Nachmittags das Nadelholz versteigert.
Wieseck, den 6. Februar 1868.
Großherzogliche Bürgermeisterei Wieseck Lang.
731) Montag den 17. Februar und die darauf folgenden Tage, jedesmal von Nachmittags 2 Uhr an, lassen die Simon Löb's Erben in der Behausung des Herrn Emil Junker auf dem Asterweg gut gehaltene Mobilien, darunter ein Piano, eine goldene Standuhr, ein Secretär, sowie Weißzeug, Bettzeug, Kleidungsstücke u. s. w., gegen baare Zahlung öffentlich meistbietend versteigern.
726) Erbvertheilungshalber soll
Montag den 1V. Februar a. <%,
um 10 Uhr beginnend, das Gofsi'sche Befitzthum in Großen-Lindcii,
bestehend aus:
Wohnhaus für zwei Familien, Fabrikgebäude, großen Keller- und Lagerräumen, Scheune, Stallung, Remise ic., nebst zwei angrenzenden Gärten, mit guten Obstbäumen bepflanzt,
öffentlich meistbietend versteigert werden. Ueberuahme bei sehr günstigen Zahlungsbedingungen pr. 1 April a. c.
Bemerkt wird, daß in diesem Besitzthum seit 30 Jahren mit bestem Erfolge Essig-, Sprit- und Liquenr-Fabrikation betrieben wird und es sich vermöge seiner Räume auch zu jedem andern Geschäft eignet.
Ferner kommen noch mehrere Grundstücke, in dortiger Gemarkung gelegen, zum Verkaufe.


