Einzelbild herunterladen

F V

b.

k

c.

Temperatur in Gießen, December 1867:

+

wurde.

Der König reist nZHD« ^efttz über das Posttaxwesen vom 4 November

. J _ . ,. , . 1 en. cvx ..... . .....kau. «i. S.» a (cA AßP IIII-

Redaction/Druck und' Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr- Chr- Pietsch) in Gießen.

t

v u F e:

0,34

7,0

1,89 Par. Zoll.

1,53

r

2

Brüssel, 3. Jan. V

Woche nach Wien ab, um den Leichenfeiemchkeiten bei der Ankunft der Leiche Marimilians beizuwohnen.

2 Sgr. oder 7 fr. ,

Bei unfrankirten Briefen tritt em Zuschlag- Porto von 1 Sgr., ohne Unterschied des Gewichts des Briefes, hinzu. . .

Bel UNKUVeichend ftßnfitten Stiefen $tTuz I neben dem Ergänzungs-Porto, ebenfalls das Zu­schlag-Porto von 1 Sgr. in Ansatz gebracht.

Portopflichtige Dienstbriefe werden mit Zuschlag-Porto alsdann nicht belegt, wenn die Eigen­schaft derselben als Dienstsache durch den Vermerk Portopflichtige Dienstsache" auf dem Couvert vor der Postaufgabe erkennbar gemacht worden ist. Die­ser Vermerk must in die Augen fallen; es empstehlt sich dast derselbe oben links in die Ecke der Avreß- seite des portoflichtigen Dienstbriefes von dem Ab­sender niedergeschrieben wird.

Das Porto für die den reglemrntsmatzigen Bestimmungen entsprechenden Drucksachen und Waarenproben (Waarenmuster) beträgt ohne Unterschied der Entfernung für je 2V2 Loth V3 ®gr-, bei den in der Guldenwährung rechnenden Post-An- | stalten 1 fr. I

Für gedruckte Mittheilungen aller Art, welche mit- I seist offener Karten expedirt werden, wwd pro

Stück Vs Sgr., beziehungsweise 1 kr. erhoben.

Die Gebühr für Zahlung mittelst Post-Anwei- u n g beträgt:

bei einer Zahlung unter und bis zu 25 Thlr. (433/. fl.) einschließlich: 2 Sgr. oder 7 fr.,

bei einer Zahlung über 25 Thlr. (43% fl.) bis zu 50 Thaler (87i/2 fl ) einschließlich:

4 Sgr. oder 14 fr.

ohne Unterschied der Entfernung;

für jede Gebühr können die Post-Anweisungen aus dem Coupon mit brieflichen Notizen, unter Wegfall der bisherigen Beschränkungen, versehen werden.

Im Stadtpost-Verkehr wird für Post-Anweisungen, welche auf Beträge bis zu 50 Thlr. (87% fl-) lauten können, der gleichmäßige Satz von 2 Sgr.

bürg nicht vermittelt.

In Betreff der Porto- rc. Satze für Pallete ohne Werths-Declaration und für Sendungen Mit deela- rirtem Wcrthe im Verkehr der Postanstalten des Norddeutschen Bundesgebiets unter sich wird auf bas in Nr. 48 des Gr. Regierungsblatts abgedruckte

Bezug genommen; die betreffenden, Sätze fin­den auch auf den gesammten Austausch mit den vor-

Paris, 31. Dec. Das große Ercigniß des Ta­ges ist der Empfang des Grafen v. d. Goltz als Gesandten für den Norddeutschen Bund beim Kaiser. Hier und dort hatte man sich Hoffnung gemacht, der Kaiser werde einige Reserven machen, um Die in die­sem Akt involvirte Anerkennung des Norddeutschen Bundes nicht unbedingt auszusprechen. Allein Na- poleon hat nicht die mindeste Reserve gemacht und sich im Gegentheil auf's Freundlichste mit dem nord­deutschen Gesandten unterhalten.

Paris, 2. Jan. lieber den Neujahrs-Ern- pfang werden noch einige Details gemeldet. Mit Ausnahme des Baron Budberg war das diploma­tische Corps vollständig erschienen, also auch Ritter Nigra, welchen die klerikalen Blätter aus Furcht vor einem unliebsamen Neujahrsgruß auf llrlaub gegan­gen sein ließen. Der Kaiser schien erregter und weicher als in früheren Jahren. Er richtete wieder einige Worte an jeden einzelnen Botschafter. Dem päpstlichen Nuntius sagte er, daß er sich in diesem Jahre ganz besonders freue, den Glückwunsch aus dem Munde des Vertreters "des heiligen Vaters zu erhalten. Dem Grasen Goltz, welcher heute, um sich einer ärztlichen Operation zu unterziehen, uach Ber- ! lin geht, trug Der Kaiser besondere Grüße an König Wilhelm auf; es scheint, daß er mit diesem persön- ljchen Compliment an den König von Preußen eine Lücke ergänzen wollte, welche man in seiner gestrigen Ansprache an den Botschafter des norddeutschen Bun­des entdeckte. Dem Fürsten Metternich sagte er, daß feine kürzlichen Begegnungen mit dem Kaiser Franz Joseph einen tiefen Eindruck aus ihn zurückgelaffen hätten und was der internationalen Artigkeiten mehr sind. Was Der AbenD-Moniteur" verschweigt, das ist, Daß Der Kaiser in seiner Antwort an den Prä- ficenten des gesetzgebenden Körpers, Herrn Schneider, wörtlich sagte:Äon der Annahme des Armeege- setzes hängt Das Heil Des Kaiserreichs unD Das Frank­reichs ab," eine Aeußerung, welche heute an der Börse mit Den üblichen Uebertreibungen kolpoxtix.t

Anwendung. m

Die Einführung des Post-Anweisungs- und Post- Vorschuß-Verkehrs im Austausch mit dem Kaiser- thum Oesterreich ist einem späteren Termine Vor­behalten ; Postvorschuß-Sendungen werden Durch die Staatsposten Des Großherzogthnms Luxem-

oDer 7 fr. Anwendung finden.

Für Postvorschuß-Beträge wird außer dem Porto für die Sendung an Postvorschuß-Gebuhr er-

für jeden Thaler oder Theil eines Thalers: Vr Sgr., im Minimum aber 1 Sgr.;

für jeden Gulden oder Theil eines Guldens: 1 kr. im Minimum aber 3 kr.

Vorstehende Sätze gelten auch bei Deu Post-An- stalten in demjenigen Theil des Großherzog- thums Hessen, welcher Dem NorDDeutschen BunDe

stehend sub a und b bezeichneten Staaten Anwen­dung ; die Staatsposten im Großherzogthum Luxem-, bürg unterhalten keinen Austausch von Packereien und von declarirten Werthbriefen. .

Der Verkauf Norddeutscher Post-Frei- marken für die verschiedenen Nennwerthe des Stempels, sowie Norddeutscher Franco- Couverts mit dem Werthstempel von 1 Sgr. und zwar inet der Herstellungskosten, Der Couverts für Den Absatzpreis von 1 Sgr. 1 Spf. hat mit dem 31. December v. I. be-

9 Die bisher im Gebiete des Norddeutschen Bun- des und in den zu diesem Bunde nicht gehörenden Gebietstheilen des Großherzogthums Hessen gang, baren Freimarken und Franco-Couverts, welche vom Beginn des Jahres 1868 außer An­wendung gekommen, können innerhalb des ersten Quartals dieses Jahres bei Den Postanstalten gegen Norddeutsche Post-Freimarken beziehungsweise Franco- couverts (Den Verkaufswerth der neuen Francocouverts zu 13 Silberpfennigen gerechnet) umgetauscht oder gegen baare Bezahlung zurückgegeben werden. Der Umtausch beziehungsweise die Einlösung kann jedoch, je nach der Währung, auf weiche Die Werthzeichen Der zurückzuliefernDen Marken unD Couverts lauten, nur bei den Postanstalten desjenigen Gebiets statt- finden, in welchem Die Ausgabe Der Marken v. s. w.

mit Den SüDdeutschen Staaten: Bayern, Württemberg nnD BaDen, sowie

abgesehen von Post-Anweisungen und Postvorschüssen mit Dem Kaiserthum Oesterreich und

außer den Postvorschüssen mit dem Großherzogthum Luxemburg

verkehr Bundes a.

c t t

15,0 R. - 0,81

nicht angehört. ,

Diese Sätze finden ferner, in Folge der vom 1. Januar l. I. ab in Kraft getretenen Postver- träge vom 23. November v. I. auch für den Post- zwischen, dem Gebiete des Norddeutschen

Berlin, 3. Jan. Heute ist hier die Commission I für Die Ausarbeitung Der Civilprozeß - OrDnung des Nordbundes zusammengetreten.

Dresden, 3. Jan. Die officiöse Wiener Cor- refpondenz desDresdner Journals" fagt:. Für Oesterreich wäre Krieg ein unermeßliches Unglück unD formte nur durch nothgedrungene Abwehr einer Be­drohung oder Gefährdung feiner Existenz gerechtser- tigt werden. Die Ausführung Der Mission Der sla- vischen Propaganda, die sogenannte Befreiung des europäischen Orients würde die SeDingungen seiner Existenz gefährden, nicht aber Die Vollendung der Einheit Deutschlands oder Italiens. Dieselbe Correspondenz schreibt, die Verzögerung der Regelung des handelspolitischen Verhältnisses zum Zollverein verschuldete weder Oesterreich noch Preußen. Preußen habe gethan, was es vermochte, aber Frankreich habe neue Forderungen ausgestellt, aus denen es hoffentlich , nicht bestehen werde.

Wie«, 3. Jan. Die österreichische Correspon- denz melDet: Baron Wexther überreichte dem Kaiser am Neujahrstage sein Beglaubigungsschreiben als Gesandter des Norddeutschen Bunves.

Wien, 3. Jan. Nach einer Kundmachung des Reichsfinanzministers von Becke hat das Reichs- fiuanzministerium am 1. Januar seine AmtSthätigkeit angetreten. - DieN. fr. Pr." meldet: Anläßlich der von Seiten Montenegro's an die Pforte gestell­ten Forderung eines Seehafens wurden von Oester­reich Vermittlungsschritte unternommen. Der Statt­halter von Dalmatien, Baron Philippovich, reiste nach Cettinje, wo er eindringliche und beruhigende Vorstellungen machte. Seitens des französischen Ca- binets sind durch Den französischen Consul in Sara- jewo Die gleiche» Mahnungen an Den Fürsten Nico- laus gelangt

Wien, 4. Jan. DieDebatte" meldet: Der türkische Botschfter am hiesigen Hofe, Hajdar-Effendi, hat von seiner Regierung in Constantinopel die Wei- fung erhallen, sich unverzüglich nach London zu be­geben und wird wahrscheinlich heute noch abreisen. Die ihm für London aufgetragene Mission wird mit Den russisch - türkischen Beziehungen in Verbindung gebracht

Florenz, 2. Jan. Die Lösung der Cabinets- krisis ist auch heute noch nicht erfolgt. Die Posten sind wegen starken Schneefalles ausgeblieben.

Florenz, 3. Jan. Ein Brief Garibaldi's spricht die Hoffnung aus, Italien werde bald wieder zur Erkenntniß gelangen, daß nur Beharrlichkeit unD AusDaner zum Siege führen können.

niederste.........

mittlere.........

Mittel früherer Jahre .... höchste.........

Niederschlag: an 17 Tagen. . .

Mittel früherer Jahre an 17 Tagen . .

Vermischtes.

Darmstadt, 4. Januar. Wir geben nach­stehend in amtlichem Auszüge die im Brief- und Fahrpostverkehr von Dem Publikum zunächst zu beobachtenden Bestimmungen der mit Dem 1. D. in Wirksamkeit getretenen Gesetze unD Reglements über das Postwesen im norddeutschen Bunde und in Den nicht zu demselben gehörigen Gebietstheilen des Groß­herzogthums :

Vom 1. Januar 1868 ab sind für den Austausch zwischen Den Post-Anstalten des NorDDeutschen BunDeSgedietS folgenDe Porto-Bestimmungen eingetreten:

Das Porto für Den franfirten bis 1 Loth schweren Bries beträgt ohne Unterschieb der Ent- fernung 1 , bet tocti in bet ®ulbentt)äbtunß

rechnenden Post-Anstalten 3 kr.;

für einen Brief von mehr als 1 Loth tm Gewicht

Von Anfang dieses Jahres ab sind neue Post- anweisungs-Formulare eingeführt worden, welche zunächst bestimmt sind: für den Postanwei­sungs-Verkehr innerhalb des Norddeutschen Postbezirks, einschließlich der nicht zum Norddeutschen Bunde gehörigen Gebiets- theile des Großherzogthums Hessen, und für den Austausch mit Bayern, Württem­berg und Baden, sowie mit dem Großherzog­thum Luxemburg; außerdem sind dieselben für baare Einzahlungen nach Dänemark und nach den Vereinigten Staaten von Nord-Amerika verwendbar.

Die Formulare werden von Den Post-Anstalten unentgeltlich verabfolgt. Die Ausgabe derselben hat am 1. Januar D. Js. begonnen. Die Correspon- Deuten ftnD ersucht, Die in ihren Händen befindlichen alten Formulare bei Empfangnahme neuer zurückzu-

I liefern. Unter Benutzung Der alten Formulare können im Laufe Des Monats Januar 1868 nur noch Zahlungen nach solchen Orten geleistet werden, wohin die Absendung von Post-Anweisungen vermittelst der alten Formulare bisher schon bestand. Hingegen können Die alten For­mulare vom 1. Januar D. I. ab nicht benutzt wer- Den, fonbern sinb neue Formulare zu »er- roenben, wenn es fich um Post Anweisungen nach Dem Königreich Sachsen, Den Großher- zogthümern Mecklenburg-Schwerin unb Strelitz unb ölbenburg, bem Herzogthum Braunschweig, der Hansestadt Lübeck, den Königreichen Bayern und Württemberg und Den Großh erzo gthümern Baden unb Luxemburg handelt.

Markt-Berichte.

Gieße«, 4. Jan. Der gestrige Fruchtmarkt war nur mit 11 Mitr. Hafer befahren. Derselbe wurde a 5 fl. verkauft. Auf deni heutigen Wvchenmarkte war der Durchschnittspreis der Butter 2728 kr., der Eier 2</- kr. pr. Stück, der Käse 2i/,_3 kr. pr Stück. Kartoffeln wurden pr. Mltr. zu 3 fl. 20 kr. verkauft. ..

Grimberg, 28. Decbr. Auf den. heutigen Fruchtmarkt wurden verkauft: 3 Mltr. Walzen zu 16 ff. 5 kr. 4 Mltr. Korn zu 12 fl. 15 kr. 29 Mltr. Gerste zu 8 fl. 51 kr. 10 Mltr. Saker »u 5 ff. 19 kr. Mltr Molter zu Hfl. 10 kr. 1 Mltr Samen« zu> 14 ff. 15 kr.. Mltr. Erbsen 10 fl. 45 fr. 2 Mltr. Wicken 9 ff. - kr. - Mltr. Kartoffel« zu 3 fl 25 ft

' Butzbach, 4. Jan. Walzen 16 ff. 30 kr. Korn 12 ff. 30 kr. Gerste 9 fl. 20 kr. Hafer 5 fl. 20 kr. Erbsen Hfl. _ kr. Kartoffeln 3 fl. 10 kr. Butter pr. Pfd. 26 kr. KaS 12 und 13 kr. pr. Pfd. Eier 1 Stück 2 kr.

Mainz, 3. Jan. Bei schwachem Umsätze war Getreide im Lause der Woche wenig verändert, die Stimmung ziemlich fest. Wir notiren: Waizen fl. 17 ä >/g , Korn fl. 14 a /«, Kerlte fl HU,2/,, Hafer fl. 5%6, m Rubvl wenig Ver- R rohes fl. 21V g-r-inigtes fl 22'/» ohne Faß, Kohlsamen fl 16V« Leinöl fl. 24, Mohnöl fl. 35, Bohnen fl. 14 /-, Erbsen fl. 11 h. 12, Linsen fl. 11 5 18 fl., Wicken fl. 9, Klee- samen ruhig und unverändert, Repskuchen fl. 80 84, Eßbutter L Pfd. 29-30, in Partie-n 23-24 kr., Kornstroh pr 100 G-bund 21 fl., Eier pr. 25 Stück 50-52 kr. Kartoffeln pr Mltr. 3 fl. 30 kr., Heu pr. Ctr. 2 fl., Branntwein 50 pEt. 37 fl. pr. Ohm o. O.