688)
696)
Geldsorten.
der §
Borseunachrichten.
4. Februar 1868.
44V8-45i/8
571/2-581/2 49-51
50-52
54-56
37-39
291/2-301/, 54-58 50-52 27-28
G8L) Reifende nach Amerika befördert billigst
Christian Wallenfels, Jmx.
Im Darmstädter Haus.
Donnerstag den 6. Februar 1868:
Heute Abend von 7 — 8 Uhr:
Zweiter Vortrag
zum Besten der Ostpreußen.
vr. Merkel: „Ueber die Todesstrafe." f m ,
Wegen plötzlicher Erkrankung wird Herr Dr. UIntann seinen Vortrag erst an
der Geschwister Mucker und Erckrath.
Anfang halb 8 Uhr.
Freitag den 7. Februar: Jrn Lindenhof. Anfang halb 8 Uhr.
Vetter und Base.
Eine Familiengeschichte.
Z Ftlialhandlungen vorläufig in:
§ Bern unv Stuttgart.
«ö» Annahme von Inseraten für die: Allgemeinen Anzeigen K „Gartenlaube", Auflage 230,000 Exemplare.
4% badische Loose 99% jDucaten Badische fl. 35 Loose 513/gä20 Frankens:. 9
„Gewiß, Onkel! Aber was isl's denn mit Vetter Robert? Wie fanden Sie ihn? Sie sprachen mir noch gar nicht von ihm !"
Robert? Ei nun, ein wackrer Junge!" sagte Der Commerzienrath. „Ich fand ihn sehr verändert und zu seinem Vortheil. Er ist gesetzt und ruhig geworden, und hat in seinem Wesen etwas so Bescheidenes und FreunDlicheS, daß er mich mehr an seine Mutter, als an meinen Bruder Lukas erinnert. Du magst ihm sagen, Pauline, daß ich ihn beim Gabelfrühstück begrüßen werde, weil ich erst den Neffen hier im Geschäfte einfuhren will. Und nun Gott-bc- fohlen, liebes Kind!" setzte er hinzu und griff nach Hut und Stock.
„Adieu, Onkelchen!" m
„Auf Wiedersehen, Büschen!" sagte der Buchhalter und gab Paulmen einen warmen Händedruck-
Es war schon nahe an Mittag, als Herr Balder und Rudolph von der Fabrik zurückkehrten zum Dejeuner. Als sie die Höhe erstiegen hatten und sich dem Lanvhause näherten, sahen sie einen Reiter den Zaun entlang sprengen, und der Buchhalter runzelte die Stirne, als er in demselben den ^nn ernannte, welcher gestern Abend am Arme Jda's erschienen war. Der Bursche macht Adelheiden eine Fensterparade, dachte er, und fragte den Commerzienrath, als^Der Reiter grüßend vorüber-geritten war: „Wer ist der Herr da, Onkel, der Die so freundlich gegrüßt hat?" ,
„Ich weiß es nicht," war die Antwort; „ein Fremder, glaub' ich, ein Italiener, der hier in den Gasthöfen herumlungert und die jungen Fabrikantensohne lehrt, was sie noch nicht wissen. Ich kenne ihn nicht." _
„Und doch war er gestern auf Ihrem Balle, Onkel, und ließ Laschen jDa nicht aus den Augen und vom Arme."
„Wirklich?" rief Der Commerzienrath erstaunt; „das möcht' ich mir jedoch bestens verbeten haben. Daß er in meine Salons kommt, das geht meine Frau an; aber um ihm Zutritt in der Familie zu geben, dazu bedarf er , denk ich, auch noch meiner Erlaubniß."
„Wie heißt er denn?"
„Er nennt sich, glaub' ich, Damiani und gilt für einen italienischen Flüchtling vom Stande," versetzte der Commerzienrath.
„Damiani« Damiani?" wiederholte Rudolph nachdenklich; „der Name ist mir zwar fremd, aber dieses Gesicht muß ich schon irgendwo gesehen haben. Aber wo? Das fällt mir jetzt um alle Welt nicht ein." .
Mittlerweile hatten beide Herren das Landhaus erreicht und das elegante Familienzimmer betreten, wo die ganze Familie und die Gaste ihrer harrten. Der Commerzienrath begnügte sich, die Frau v. Seewald und ihre beiden Tochter und die junge Gräfin Spaneck mit conventwneller Artigkeit zu begrüßen, und bemerkte mit einiger Befriedigung, daß sie schon wieder in Reisekleidern waren und von ihrer Heimkehr sprachen. Er widmete sich seinem vermeintlichen Holländer Neffen, den er auf das Herzlichsie begrüßte, und überließ es Ruvolfh,
Preuss. 41/2% Obi. 95% Frankf. 31/2% Obi. 821/4 Nass. 41/2% Obi. 943/4 Kurh. 40/0 Obi. 893/4 Hess. 4O/o Ohl. b. Roths. — „ 31/2% do. do. 851/2
Bayer. 5% Obi. 1015/s
„ 41/2% 1jährige 93%
„ 4i/20/0 1,2jährige 94% Würtemb. 41/2% Öbl. 933/4 Baden 41/a°/o Obi. c. E.L. 933/4 Oestr. 50/0 b. R. 61%
„ 50/0 National 54%
„ 5% Metall. Obi. 46%
„ M. steuerf. 49%
Amer. 6% 1881rgBds. 77% „ 6% 1882r 76_______
Actien.
Frankf. Bank 127%
Oester. Bank 675
T Creditact. 187% Lärmst. Bankact. 224
(Fortsetzung.)
„Nun, wie hast Du geschlafen, Rudolph ? Was hast Du geträumt ?" fragte er Ich" Oheim? Bah, ich schlafe so fest, daß ich selten träume, und doch träumte mir ausnahmsweise von Väschen Pauline, das arme Kind fei in Der falten Kammer schier ■ erfroren, wie Ihre Camellien und Azaleen draußen im Freien, und sehen Sie, Onkel, mein Traum hat nicht gelogen, denn das arme Kind ist ganz frostblau." , ,,
Ach, Vetter! Ich habe gar nicht kalt!" rief Pauline errothend; „mir war in dem Sommerstübchen ganz wohl, denn ich bin gewöhnt, kalt zu schlafen.
Bah, fühlen Sie nur her, Onkel, wie kalt diese fleißige rührige Hand sich anfühlt!" rief Der Neffe, froh mit dieser Gelegenheit die runde hübsche Hand Paulinens drücken zu können. „Sie müssen gleich Anstalten treffen, lieber Onkel, daß ich mein Quartier auf der Fabrik nehmen kann, und Paulinchen wieder ihr Stübchen bekommt, sonst ist das gute Kind ja ganz heimathlos."
„Aber Vetter, welche gottlose Reden!" rief Pauline tadelnd; „ich hier heimathlos, bei meinem gütigen iheuren Oheim!" Und sie schlang den Arm um den Commerzienrath und hauchte ihm einen kindlich dankbaren Küß auf die Wange, den er gerührt erwiedertc, und Der Den Neffen unD Vetter einigermaßen neidisch machte. , , ,
„Sei nur zufrieden, Paulinchen !" sagte der Commerzienrath; „mir zu liebe magst Du Dich noch eine ober zwei Nächte in Dem Kämmerchen behelfen, bis Die weiblichen Gäste fort sind; dann bezieht Rudolph eines Der Gastzimmer, unD Du hast wieder Dein Dachstübchen für Dich allein."
„Wie? ich soll nicht in der Fabrik wohnen?" rief der Neffe Buchhalter beinahe fröhlich überrascht. .
„Mit reichten; Du sollst mir hier im Hause zur Hand sein zederzeit, wann ich Dich bedarf, Rudolph!"
Aber Die Tante, bester Onkel! Wird sie Damit cinverstanDen sein? Wir» sie mir Den Aerger nicht nachtragen, Den ich ihr gestern Abend verursacht habe?"
Ich werde meinen Willen durchsetzen, Rudolph; wem ich mein unbedingtes Vertrauen schenke, der verdient auch an meinem Tische zu sp-isen und mit mir unter Einem Dache zu wohnen! Und alle Bitten und aller Widerwille meiner Weibsleute sollen mich dießmal nicht von meinem Entschluß abbringen! Sie sollen und müssen Dich als Hausgenossen anerkennen."
„Gott geb's," sagte Der Buchhalter lächelnd; „ich bin nicht immer eine Kratzbürste, sondern beiße nur, wenn man mir die Zähne weist!"
„Ein echter Balder!" sagte der Commerzienrath. „UebngenS brauchst Du Dich um die Frauensleute gar nicht zu bekümmern. Geh' Du Deinen Weg, Rudolph, und laß ihnen den ihrigen."
Pr. Cass. Sch. 1 Div. Cass.-A.
Pr. Friedrdor. 9
Pistolen . . 9
„ doppelte 9
4°/q bayr. Präm. Anl. 100 |Holl. fl. 10 St. 9
5
Prioritäten.
5% östr. F. St. E. B. 246 Ludwigsh.-Bexbach 157 y8 Maxbahn 1073/g
Bayer. Ostbahn 1193/4 Hess. Ludwigsbahn 1305/s 3% östr. Stab.-Prior. 52^ 3% östr. s. Lombard. 42Ve 3% Livorneser 281/g
Toscaner 41V4
Frankf. Hypotb.-Bank — Frankf. Vereins-Kasse — 5% Elisabeth-Prior. 751/4 do. II. Emiss. 73
Anleliensloose*
Kurh. 40 Thlr. Loose — Nassau fl. 25 b. Roth. — Gr. Hess. fl. 50 b. R. 1431/4 Gr. Hess. fl. 25 b. R. 421/2
Wechsel.
Amsterd. k. S. 1001/4 Augsb. k. S. 100 Berlin k. S. 105 Bremen k. S. 975/g Cöln k. S. 105 Hamburg k. S. 88^/g Leipzig k. S. 105 London k. S. 119*7s Lyon k. S. — Paris k. S. 94?/g Wien k. S. 993/4 Disconto 30/tz G.
Miensverficherungsbank f. D. in Gotha.
668) Die Geschäftsergebnisse dieser Anstalt im Jahre IM wat en sehr günstiger Ack Durch einen reichen Zugang an neuen Versicherungen (2379 Peri- mit 5,052700 Thlr-), welcher nächst dem Jahre 1865 größer war als m irgend einem anderen sichre, ist die Zahl der Versicherten auf _ 31000 Pers., die Versicherungssumme auf 56,400000 Thlr., der Bankfonds auf 14,600000 Thlr.
$ f ' Bei einer JahreSeinnahme von 2,600000 Thlr- waren nur 1,140000 Thlr. für 650 gestorbene Versicherte zu vergüten, welcher Betrag wesentlich hinter der rechnungsmäßigen Erwartung zurücksteht und den Versicherten eine abermalige hohe Dividende in Aussicht stellt-
In diesem und den nächsten Jahren werden über
Zwei uuÄ eine Halde Million Thaler
vorhandene reine Ueberschüsse an die Versicherten vertheilt, was für das Jahr 1868 eine Dividende von 36 Proz. und für 1869 eine solche von 39 Proz. ergibt.
Versicherungen werden vermittelt durch:
Hofger.-Advocat F. Krauskopf in Gießen, Gutspächter Dr. Groß in Lich, Oskar Ehrhardt in Marburg.
1858r Prioritätsloose 129 lEngl. Souver. 11
1860r Loose 71% Buss. Imper. 9
1864r „ 81 y3 iDolj. in Gold 2
britteVfStoteTä 30 fr. bei den Herren Ricker und Ferber, sowie an der Kasse-
691) Die
Badische allgemeine Versorgungsanstalt
in Karlsruhe,
gegründet im Jahre 1835,
Zlnseiigenuß ab des Geschäftskreises:
1) Lebensversicherungs-Verträge,
2) Versorgungs-Verträge:
a. Leibrenten verschiedener Art,
b. Altersversorgungen,
c. Versicherung von Studien- und Lehrgeldern,
d. Versicherung von Kapitalien,
e. Aussteuer - Verträge, 3) Kinderversorgungs-Verein- , ...........
Die Versorgungs-Anstalt hat einen Sicherheitsfonds von gegen 8 MflUoneu Gulden auf doppelte Hypotheken angelegt und bietet unter speeieller Staatsaufsicht ganz besondere Sicherheit und Vortheile. Der Gewinn der Anstalt kommt ausschließlich den Versicherten, welche sämmtlich zugleich Mitglieder derselben sind, zu gut.
Den Abschluß von Verträgen vermitteln die Unterzeichneten, bet welchen auch specielle Auskunft, sowie Prospeete, Antragsformulare rc. zu haben sind.
Jean Boeck in Gießen.
v. Sack in Wetzlar. ,
Gerichts-Seeretär Schellenberg m Braunfels.
! 8- Anzeigen aller Art werden besorgt mit: Schnelligkeit — Ersparmß von Porto und Spesen, sowie eigener Mühwaltung — Gratisbelege — Rabatt bei größeren s
5 Aufträgen — DiScretion — Special-Contracte mit besonders gun- g § stigen Bedingungen bei Uebertragung des gestimmten Insrrtionswessens.
Sachse & Co. m Leipzig, t
i 5 Zeitung-Annoncen-Expedttion. °


