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883/4

1864r

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Anleliensloose.

Kurh. 40 Thlr. Loose 553/s Nassau fl. 25 b.Both. 35/4 Gr. Hess. fl. 50 b. B. 1441/2 Gr. Hess. fl. 25 b. R. 38 4% bayr. Präm. Anl. 977/s 4% badische Loose 971/2 Badische fl. 35 Loose 541/4 1858r Prioritätsloose 1860r Loose 721/4

443/4-45

571/2-581/2 49-51

50-52

54-56

37-39 29i/2-30i/2 54-58

50-52

28-29

Pr. Gass. Sch.

Div. Cass.-A. Pr. Friedrdor. Pistolen . .

doppelte Holl. fl. 10 St. Ducaten . . 20 Frankens!.

2234) Lehrlings - Gesuch.

Ein braver, gesitteter Junge kann bei mir in die Lehre treten. Anlagen zum Freihand­zeichnen wären sehr erwünscht.

Jul- Bach, Graveur.

2170) Einem jungen Menschen von guter Erziehung wird hiermit Gelegenheit geboten, das Buchbindergeschäft zu erlernen. Nähe­res bei der Exped. d- Bltts.

rfrischbäcker zu Hicheu.

Den 5. April- Martin Lenz am Markt­platz. Christian Lampus aus dem Selters­weg. Louis Schneider in der Neustadt.

Prioritäten.

50/0 östr. F. St. E. B. 2571/2 Ludwigsh.-Bexbach 150 Maxbahn 106 Vs

Bayer. Ostbahn 1211/2 Hess. Ludwigsbahn 1321/i 5% östr. Stsb.-Prior. 3»/o östr. s. Lombard. 421/2 30/g Livorneser 283/g Toscaner 413/g

Frankf. Hypoth.-Bank Frankf. Vereins-Kasse 5% Elisabeth-Prior. 731/z do. II. Emiss. 701/2

Die Pfarrgeschäfte in der nächsten Woche besorgt Pfarrer Dr. Seel.

Kirchliche Anzeigen.

Evangelische Gemeinde zu Kietzen.

G 0 t t e 6 d i e n st

Am allgemeinen Bußtage, den 5. April.

Morgens: Pfarrer Dr. Seel- Nachmittags: Pfarrer Landmann-

(Collecte für die Landes-Waisenanstalt.) Am Gründonnerstage, den 9. April.

Morgens: Pfarrer Landmann.

(Feier des heil. Abendmahls.)

Am CHarfreitage, den 10. April.

Morgens: Pfarrer Dr. Seel.

Nachmittags: Mitprediger Lips-

Kopulirte.

Den 29. März. Johann Christian Bauer, pensionirter Verwalter zu Rockenberg, ein Wittwer; und Marie Johannette Rei- beling, des verstorbenen Ortsbürgers und Chaufseegeld-Erhebers zu Frankenbach, 30- hann Werner Reibeling, eheliche Tochter.

Denselben. Peter Traß, verwlttweter Bürger zu Friedberg und Schaffner an der Main-Weser-Bahn zu Bockenheim; und Wilhelmine Friederike Susanne Karolme Lisette Feldhaus, des verstorbenen hiesigen Bürgers und Musikus, August Feldhaus, eheliche Tochter.

Beerdigte

Den 21. März. Philipp Reh, des Orts­bürgers in Staufenberg und Bahnhofs- Arbeiters dahier, Lorenz Ludwig Reh, ehe­licher Sohn, alt 14 T., gestorben den 20. März.

Den 27. März. Christiane Johanne Auguste Weidig, des hiesigen Bürgers und Kaufmanns, Heinrich Weidig, eheliche Toch­ter, alt 2 M-16 T., gestorben den 26. März.

Den 30. März. Anna Elisabeth Schul­theis, geborne Rosenkranz, des hiesigen Bür­gers und Kürschnermeisters, August Schul­theis, Ehefrau, alt 22 I. 11 M- 22 T-, ge­storben den 28- März.

Den 1. April. Anna Eli beth Schell­mann, geborne Benz, Ehefrau des ersten Canzleidieners am Großh- Hosgerichte da­hier, Johann Ernst Schellmann, alt 59 J-. 2 M- 20 T., gestorben den 31. März.

Engi. Souver. 11

Buss. Imper. 9

Doll, in Gold 2

Cinigkeit!"

2278) Heute Abeno 8>/z Uhr:

Generalversammlung.

_________Der Vorstand.

2253) Den 2. Ostcrfciertag findet ßut besetzte

Tanz-Mitsik

statt, wozu ergebenst einladet

Heinrich Reh, in Oppenrod.

Anfrage.

2272) Werden die Gewinner ausgesprel- ter Gegenstände, wenn die Gewinnziehung unter polizeilicher Aussicht stattfindet, auch durch die Polizeibeamten, welche der Gewmn- ziehung beigewohnt haben, von ihren resp. Gewinnen in Kenntniß gefetzt? Ist es Nicht der Fall, dann wäre die Anordnung, daß die Gewinner, wenn sie -bekannt sind, polt- reilich von den resp. Gewinnen denachnch- rigt werden sollen, gewiß sehr an ihrem Platze und sicherlich nicht von Nachtheü für oie benachrichtigenden Beamten.____________

i Theater in Gießen.

(Zm Cafe Leib.)

Letzte Vorstellung.

Samstag den 4. April 1868:

Der Pariser Taugenichts.

Lustspiel in 4 Akten, von Töpfer- Hierauf:

Ein

Stündchen aus dem Comptoir.

Posse mit Gesang in 1 Akt, von Haber- Zum Schluß:

Abschied von Gießen.

W. Kern, Director.

2279) Mehrere junge Männer finden dauernde Beschäftigung bei .

F. Habenicht, Lampensabrik-

2050) Einem geehrten Publikum bringe ich meine Buchbinderei in empfehlende Erinnerung. r

I. C- Clar, Sonnenstratze-

Wechsel.

Amsterd. k. S. 1003/g Augsb. k. S. 993/4 Berlin k. S. 105 Bremen k. S. 981/g Cöln k. S. 105 Hamburg k. 8. 883/b Leipzig k. S. 105 London k. S. 119'/g Lyon k. S. Paris k. S. 94/8 Wien k. S. 103 Disconto 30/g G.

Geldsorten.

Börsennachrichten.

2. April 1868.

Preuss. 4*/2% Obi. 95'/2

Frankf. 3i/2% Obi. 8II/4

Nass. 41/2% Obi. 941/2

Kurh. 40/0 Obi. 89 */2

Hess. 4<>/o Obi. b. Roths. 89/s

31/zv/o do. do. 84

Bayer. 5% Obi.

41/2% 1jährige 931/8

_ 41/2% Vzjährige 93 Vs Würtemb. 4i/2°/o Öbl. 93 </4 i Baden 4!/2°/o Obi- c. E.L. 933/4

Oestr. 5% b. R. 688/4 50/0 National 533/4

B 50/0 Metall. Obi.

M. steuerf. 50%

| Amer. 6^/0 1882r Bds. 75 60/0 1885r 74i/a

Actlen.

Frankf. Bank 1257/s

Oester. Bank 723

Creditact. 194 Darmst. Bankact. 2241/2

A n f r a g e.

2271) Sollte man von den L>chülerinnen höherer Töchterschulen im Alter von 14 Jahren nicht mit Recht erwarten können, daß sic in engen Straßen, wie z. B- in der Weidgasse, die Straßensperrung, welche sie dadurch verursachen , daß zwei von ihnen über die ganze Breite der L>traße ein <S>etl schwingen, von selbst beseitigen, wenn man die Straße passiren will oder bedürfen sie erst der Belehrung, daß man wenig Anstand und Bildung bei denen voraussetzen muß, welche sich nur auf vorgängige Aufforderung dazu verstehen, die straßen-Passage frei zu machen 'i_________________________________

2212) Zum baldigen Eintritt suche ich einen gewandten Wirrhschasts-Jungen-

________ Louis Busch Wittme.

r Strohhüte

werden zum Wascheu, Farben und Fa?onniren angenommen und sehr schnell und pünktlich besorgt.

Wilh elmine Fuhr.

Feuilleton.

vokal,wenn auch Ihrem Aeltesten auf diese Weise ein schönes Erbtheil ent­gangen ist. Es ist gut, daß er nichts von allen dem weiß, da braucht er sich keinen Kummer zu machen."

Er weiß freilich nichts davon," erwiederte Madame Gratman,doch ge- setzt den Fall, der alte Onkel hatte wirklich in aller Form Rechtens so testirt, vürde ein solches Testament je Gültigkeit habend Könnte mein Onkel zu Gunsten Eines meiner Kinder testiren und mich übergehen? Muß der Nachlaß nicht zu- erst mir zusallen, bevor er meinen Kindern zufallen kann?"

Verzeihen Sie, nicht, wenn der Testator nur über einen Theil und nicht über das Ganze testirt. Ein solches Testament, wie dieses, wenn es existirte, würde immer die vollste Rechtsgültigkeit haben."

Mein Sohn würde also gerichtlich gegen mich auftretcn können?

"Gewiß, wenn er ein solches Testament besäße, doch Sie sagten mir ja, daß kein Original existire." ,

Nein, es existirt keins; ich habe mich aber entschlossen, ein Testament zu machen. Ich werde es eigenhändig schreiben und cs versiegelt in Ihre Hände niederlegen. Morgen werde ich Ihnen eine Liste aller Legate, die ich zu machen gedenke, zusenden, und Sie werden diese Legate in einem Codicille meinem Te- stamente hinzufügen." , , r _ £

Sie wollen also außer den Legaten noch besonders testiren?'

''(Sein Sie unbesorgt," sagte sie mit einer gewissen Treuherzigkeit, »ich werde so testiren, daß meine Kinder mit mir zufrieden sein werden/' und legte auf das Wort meine eine besondere Emphase.

Doch," fuhr sie fort,um gleich Alles auf ein Mal zu Ende zu bringen, lassen'Sie mich Ihnen noch mittheilen, daß ich heute Briefe aus London bc- kommen, welche mir die Ankunft meines Aeltesten hier in einem der nächsten Dampfer melden. Sie begreifen, daß mir das sehr unlieb sein muß. Deßhalb ist es mein Wunsch, daß Veerenborg Herrn Brown von der geheimen Polizei in Sold nehme. Ich wünsche eine halbe Stunde später zu wissen, wann er hier angekommen ist, sowie jeden Morgen und Abend einen genauen Bericht über sein Thun und Lassen zu haben; Sie dürfen liberal zu Werke gehen, denn ich will in diesem Punkte freigebig sein." .

Wie schade ist es, daß er es nicht verdient, daß Sie sich so für ihn m- teressiren," sagte Ranzius seufzend.

Endlich thun Sie mir den Gefallen," fuhr sie fort, ohne auf die Unter- brechung zu achten,und lassen Sie morgen mit dem frühesten nach Washing­ton an Veerenborg telegraphiren, daß ich ihn sofort zu sehen wünsche, er solle unverzüglich herbcikommcn, denn ich muß in dieser Testamentsangelegenheit mit ihm reden."

Es soll Alles geschehen, wie Sie es wünschen, geehrte Freundin, haben Sie noch sonst einen Wunsch auf dem Herzen?"

Das, dächte ich, wäre für heute genug, erfüllen Sie mir alle diese Wünsche, und Sie werden mich sehr verpflichten; und somit Ihre ergebenste Dienerin, werther Freund."

Sie war aufgestanden, reichte dem Advokaten ihre Hand und ließ sich von ihm an den Wagen geleiten, worauf sie Abschied von ihm nahm.

(Fortsetzung folgt.)

Das Testament des Großonkels.

Erstes Capitel.

(Fortsetzung)

Und wie ist er denn dazu gekommen, testiren zu wollen," fragte Der Ad- vokal,da doch jedes Vermächtniß seinerseits zu Gunsten eines Dritten eine Bcnachtheiligung Ihrer gewesen wäre."

Das waren so seine Launen," erwiederte sie, .und eben weil ich wußte, daß es Launen waren, ließ ich ihn gewähren. Er sprach gar oft von seinem Testamente, besonders in den letzten Jahren, als er alt geworden und halb er­blindet war; ich ging scherzend auf den Gegenstand ein, und bot ihm sogar an, es selvst nieder zu schreiben, wenn er mir dictiren wolle, och habe auch sogar manche seiner Bemerkungen mcdergeschrieben, und einmal selbst em Testament ganz nach seiner Ansicht verfaßt, dem nichts fehlt, als seine Unterschrift. Hier ifl cd ** ,

Unb bei diesen Worten zog sie eine von ihrer Hand geschriebene Abschrift aus der Tasche und reichte sie dem Advokaten.

Ranzius entfaltete dieselbe und begann zu lesen.

Sehr klar und genau," sagte er,zuerst die Auszahlung des Grund- eigenthums, dann die Kapitalien, und dann Verfügungen zu Gunsten treuer L^tcncrw

Bon denen ich Niemanden entlassen habe," unterbrach ihn Mrs. Gratman, , alle diese Legate will ich verdoppeln und in meinem Instrumente ausgenommen haben. Ich will meine Diener bis an ihr Ende versorgt wissen."

Dann ein Legat," fuhr der Advokat fort,zu Gunsten seines Sohnes

,"Seines unehelichen Sohnes," unterbrach ihn Madame Gratman,dem ich übrigens einen sehr anständigen Jahresgehalt auszahlen lasse."

Es hat mich immer gewundert," vesetzte der Advokat,daß der alte Herr nicht schon zu seinen Lebzeiten die Existenz dieses jungen Mannes begründet haü

Er ist darüber hingestorben, werther Freund," erwiederte sie,und deßhalb mache" ich gut, was er versäumt hat. So werde ich auch seines Sohnes tn meinem Testamente angemessen gedenken." -

Sie sind die Wohlthätigkeit selbst, liebe Freundin," antwortete der Ad­vokat,"doch sehe ich noch nicht, was Ihr Onkel für Ihren Aeltesten hat thun

Sie nur weiter, lesen Sie weiter," versetzte Madame Gratman,es kommt am Schluß." ,

Richtig, hier ist es," sagte Ranzius lesend:

Und ich verordne, daß meinem Großneffen, John William Gratman, die Hälfte der sämmtlichen im Paragraph 2 und 3 aufgeführten Hinterlassenschaft sehe»" unterbrach ihn Madame Gratman,der alte war schon halb kindisch, als er solche Verfügungen machen wollte. Als ob es nicht dasselbe wäre, ob mein Sohn den vierten Theil meines oder die Halste seines Vermö­gens erbte I Denn wenn er wirklich ein solches Testament gemacht hatte, können Sie sich doch wohl denken, daß ich meine beiden anderen Kinder für eine solche Ungerechtigkeit entschävigt haben würde. Doch glücklicher Weise ist es beim guten Willen geblieben und Alles ist mir zugefallen."

Und könnte wohl nirgendwo besser aufgehoben sein," antwortete der Ad-

Redaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. CHr- Pietsch) in Gießen.