Bekanntmach n n g.
Vom 9. November d. I. an werden täglich von 9 bis 10 Uhr Vormittags dw zur großh. Veterinäranstalt gebrachten kranken Thiere unentgeldlich untersucht und behandelt. Fenier wird innerhalb der Stadt Gießen von dem Unterzeichneten im Jnieresse der Veterinäranstalt unentgeldlich thierärztliche Praris ausgeübt und werden alle Thierbesitzer hiermit eingeladen, sich bei Krankheitsfällen ihrer Hausthiere an den Professor ve. Pflug wenden zu wollen.
Gießen, den 29. October 1868.
Der Director der großh. Veterinäranstalt: (8102) Dr. Pflug.
Lebenmierflcherungsbank f. D. in Goiha.
8082) Bersichcrnngsftand........... 101,500000 ff.
Effectiver Eapitalfonds......... 25,900000 „
Versicherungen werden vermittelt durch A. Nicker,
Buchhändler in Gießen.
8083) D i e
Vaterländische Feuer - Versicherung» - Ackien- Gesellschast?u (Elbcrfrlb, gegründet t ui Jahre 1 8 23, (Garantie Capital: 3,300,000 fl.), übernimmt Versicherungen gegen Feuersgefahr auf Mobilien, Früchte, Vieh :c. zu billigen und festen Prämien.
Die unterzeichneten Agenten ertheilen gern nähere Auskunft und nehmen Vergche- rungen entgegen. Gießen: F. Hoffmann.
Firma: Carl Hoffmann.
Steinbach: Nicolaus, Kreisbote.
805!)
2.
Dienstag den 3. November:
Concert
im Saale des Herrn
Ph Leib,
auögefuh'.t vom ganzen Musikcorps dos Großh. Hess. II. Inf-Regiments.
Die verehrten Abonnenten werden ersucht, ihre Karten mitzubritzgen.
Entree für Nichtabounenten ä 18 kr- — Anfang 7 Uhr.
Programme an der Kasse-
(Es darf nicht geraucht werden.)
$ Geschäfts-Eröffnung.
Hiermit die ergebene Anzeige, daß ich das von mir schon angezeigle (Pariser) Fleck- und Neuwascherei-Geschäft bereits errichtet habe, und bitte um geneigten Zuspruch. Zugleich verspreche ich, die mir anvertrauten Sachen ganz in den Stand zurückzubrin- gen, wie sie neu gewesen sind. Durch ausgezeichnete Arbeit, prompte und reelle Bedienung werde ich mich bestreben, mir das Vertrauen des geehrten Publikums in hiesiger Stadt und der Umgegend zu erwerben und zu erhalten zu suchen.
' G. F. Rupp, Herrenkleidermachcr,
__________________________________________________Katharinengasse Nr. 207.____________
Frachtbriefe für die Main-Weser- und Cöln-Mindener- Eisenbahn, sowie sä;»mtliche zMamtlichen Formulare, find zu haben bei Wilhelm Klee, MauSdurg.
Der Specialarzt Dr. Müller zu Coburg behandelte laut seinem Jahresberichte vom 1. October 1867 bis 1. October 1868 2842 Gicht-, Hämorrhoidal- und Bleichsuchr- kranke. Davon kommen 1504 Kranke auf Gicht, 994 auf die Hämorrhoiden und 344 auf die Bleichsucht. Wie Dr. Müller in diesem Jahresberichte referirt, so hat der verflossene heiße Sourmer den Gichtkranken mehr geschadet, als genützr, wovon die häufigen Gichtanfälle, die sich jetzt schon eingestellt haben, Zeugniß geben.
Dr. Müller macht in diesem Berichte darauf aufmerksam, daß die meisten Gichtkranken den Fehler begehen, unvorbereitet die Bäder zu besuchen. Derselbe sagt: die Bäder haben nur den Zweck, die Contraclheit der Glieder zu heben; die Gicktablagerungen dagegen müssen den Winter über zur Aufsaugung und Ausscheidung gebracht werden; nur unter solchen Umständen könne die Gicht mit Erfolg bekämpft werden. , ,, ~ ,
Die Hämorrhoidalkrankcu hatten ebenfalls einen qualvollen Sommer zu bestehen und viele verließen die Bäder schon sehr frühzeitig. '
Den populären Schriften über Gicht und Hämorrhoiden, die Dr. Muller herausgegeben, folgte eine dritte, über die Bleichsucht, auf die wir ganz besonders aufmerksam machen, unter dem Bemerken, daß q«. Dr. Müller jetzt seinen Wohnsitz nach Berlin, Mauerstr. 63 verlegt hat.
Geldiss«rieJi
447/s-451/g
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Orten und Fruchtmärkten.
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Pr. Cass. Sch.
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Pistolen . .
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Holl. fl. 10 St. Ducaten . . 20 Frankens!.
Anlelieeisloose.
Kurh. 40 Thlr. Loose 57 Nassau fl. 25 b. Roth. 3?i/b Gr. Hess. fl. 50 b. R. 158 Gr. Hess. fl. 25 b. R. 413/4 40/g bayr. Präm. Aul. 102ist 4O/o badische Loose 100ist Badische fl. 35 Loose 533/g 1858r Prioritätsloose 1411/4 1860r Loose 755/s
Actien.
Frankf. Bank 122>st
Oester. Bank 813
„ Creditact, 2171/2
Darmst. Bankact. 245
Prioritäten.
50/0 östr. F. St. E. B. 269«st Ludwigsh.-Bexbach 158'lst
Maxbahn 1063/$
Bayer. Ostbahn 1263/4 Hess. Ludwigsbahn 1353/4 30/0 östr. Stcb.-Prior. 53 ist 3% östr. s. Lombard. 437/6 30/0 Livorneser'305/g Toscaner 47 ist
Frankf. Hypoth.-Bank ■— Frankf. Vereins-Kasse — 5% Elisabeth-Prior. 74ist do. II. Emiss. —
IOH/2
. 7909) Der Krautschneider Joseph Rüdiger ist hier angekommen und bittet derselbe, Bestellungen im Darmstädter Haus und Gasthaus zum Löwen gefälligst abgeben zu wollen.
581,-591 2 49-51
50-52
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37-39 291/2-301/2
54-58
50-52
27-28
Weeisaeä, Amsterd. k. 8. 100 Augsb. k. S. 993/4 Berlin k. S. 105 ist Bremen k. S. 97ist Cöln k. S. I 05 ist Hamburg k. S. 881/, Leipzig k. 8. 105 London k. S. 119 Lyon k. S. — Paris k. 8. 943,4 Wien k. 8. 1021/2 Disconto 3»/o <J.
8088) „Es scheint nachgerade, als ob von gewisser Seite alle sogenannten Ge-, heimmittel zur Zielscheibe einer neidigen Kritik geworden seien. — Alles wird von dieser Seite"in denselben Tiegel geworfen und alles, ohne zu prüfen oder zu untersuchen als Schwindel erklärt. Die ehrbarsten, achtungswerthesten Persönlichkeiten/ sowohl Aerzte als Laien, welche in Anerkennung oder aus Dankbarkeit ihr Lob öffentlich aussprechcu, werden als bestochene Söldlinge bezeichnet, — kurz, man scheut oft sich nicht, selbst das Gute zu verdammen und mit der Wahrheit auf eine empörende Art und Weise umzuspringen. — Genau dieses Schicksal widerfährt der vielberühmten Ilntcrleibsbrucksalbe des Herrn Gottlieb Sturzenegger in Herisau, Kant. Appenzell, Schweiz, ungeachtet diesem Erfinder Tausende von Zeugnissen aus allen und jeden Ständen über deren vorzügliche Wirksamkeit zur Verfügung stehen.
Es ist freilich wahr, daß auf dem Gebiete derartiger Mittel das Empfehlens- werthe vom Geringen ost schwer zu unterscheiden ist. — Wir nehmen indes! keinen Anstand beim so häufigen Vorkommen von Unterleibsbrüchen, die bekanntlich oft einen sehr schmerzvollen und gefährlichen Charakter annehmen, dieses vortreffliche, total unschädliche Mittel allen Bruchleidenden wärmstens zu empfehlen. — Diese Salbe kann in Töpfen zu 3 fl. Südd. sowohl beim Erfinder direct als bei den bekannten Nieder- lagen bezogen werden." ____ ______ _____ ____
Normalgewicht per Malter: Waizen 200, Korn 180, Gerste 160, Spelz und Hafer 120, Erbsen, Linsen, Wiest
Preuss. 4ist0st Obi. 947/g Frankf. 3 istO/g Obi. 80
Nass. 4’/3°/o Obi. 94-,st
Kurh. 4% Obi. 88
Hess. 4O/o Obi. b. Roths. 90»st
„ 3ist0st do. do. 853/g
Bayer. 5% Obi. 102
„ 41/2% 1jährige 965/s
„ 41/2% ‘/jährige 963st Würtemb. 41/zOst Obi. 943st Baden 4>,st0st Obi. c. E.L, 94ist Oestr. 5% b. R. 60Ve
„ 50st National 531/1
„ 50st Metall. Obi. —
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Amer. 6% 1882r Bds. 79 Hst
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Berlin, 29. Oct. Zum erstenmale seit seiner Versetzung nach Königsberg ist General v. Manteuffel heute wieder in Berlin. Es wird ihm ohne Zweifel interessant sein, vom Finanzminister zu erfahren, daß nur ein paar Dhaler an den sechs Millionen jebteti, die das ausgelaufene Deficit beträgt. Nach Man- teuffel'scher Doctrin hatte und hat Preußen „heidenmäßig viel Geld"; vielleicht kommt der General jetzt von seiner alten Ansicht zurück und sieht vielleicht sogar ein, daß die Reorganisation, die er mit ins Leben rief, um genau soviel unsere Kräfte übersteigt, als das Abgeordnetenhaus vor Jahren ausgerechnet hatte. Nicht Zufall ist cs, daß Deficit und Reorganisation beide auf sechs Millionen sich beziffern; Beweis genug, daß wir ohne die Vermehrung der preußischen Armee in Friedenszeiten auch ohne Deficit wären und nicht neue Steuern auf uns nehmen müßten; die Reden der parlamentarischen Opposition
aus den Jahren 1862—65 könnten heute als Leitartikel mit der Ueberschrist „Gründe des Deficits" wieder abgedruckt werden. Damals warf man der Opposition vor, sie wolle das Land schädigen und wehrlos machen. All ihre Einwendungen blieben unbeachtet, und was haben wir? Ein De/icit in der Höhe der Summe, welche das Abgeordnetenhaus für die Organisation nie bewilligt hat, weil es das Deficit als unvermeidliche Folge voraussah. _ 9Bo sind die natürlichen Mehreinnahmen, auf deren Conto die HeereSerweitcrung erfolgte? Wo ist das „heidenmäßig viel Geld" nach der Deduktion Manteuffels ? Rur die Opposition von damals hat Recht behalten. Sie steht heute an derselben Aufgabe wie damals. Nicht anders können wir ohne neue Steuern, die unerschwinglich sind, um das Deficit dauernd herumkommen, als indem die Armee in Friedenszeiten 70,000 Manu weniger enthält. Je-
ocs andere Experiment neben der dauernden Rc- duction des Fricdenshcercs verschlechtert unsere Fi- nanzen und den VoikSwvhlstalld außerordentlich.
Berlin, 30. Oct. Wie man hört, findet heute das gestern in Aussicht gestellte CabinetS - Conseil statt und zwar unter dem Vorsitze ®. M. des Königs. Die Berathungen dürsten sich wahrscheinlich auf die Feststellung der Thronrede, sowie auf die Landtags-Vorlagen beziehen. Aus dem Ministerium des Innern sollen einige 20 Gesetz-Entwürfe vor den Lanotag gebracht werden. Ob darunter sich auch eine Vorlage finden wird in Betreff einer neuen Kreis- und Gemeinde-Ordnung müssen wir dahingestellt sein lassen. Daß die hannover'sche Organisation in dieser Hinsicht manches nachahmenswerthe bietet, hat der Minister des Innern bekanntlich früher schon auf dem Landtage zugestanden. — Das Herrenhaus dürfte durch eine Reihe neuer Erneu-


