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Preis vierteljährlich 36 kr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 32 kr. ohne Postaufschlag.

Gießener Anzeiger.

Erscheint wöchentlich drei-- mal: Dienstags, Donner stags und Samstags. Expedition: Canzleiberg Lit. B. Nr. 1.

Anzeige- und Amtsblatt für den Areis Kießen.

Mx. i. Donnerstag den 2. Januar 2868.

Einladung zum Abonnement.

Mit diesem Blatte beginnt das Abonnement für das Jahr 1868. Dasselbe erscheint wöchentlich dreimal, Dienstags, Donnerstags und Samstags, und kostet in Gießen vierteljährlich 36 Kreuzer frei in's Haus geliefert. Auswärts kann nur bei der Post oder den Landpostboten abonnirt werden und kostet vierteljährlich 32 Kreuzer, wozu jedoch noch der Postaufschlag hinzutritt. Die seitherigen Abonnenten werden ersucht, ihre Abonnements rechtzeitig zu erneuern, damit die­selben vollzählige Exemplare bekommen können.

Anzeigen beliebe man bis längstens Montags, Mittwochs oder Freitags, Morgens 9 Uhr, bei uns abgeben zu wollen.

Die Expedition.

Amtliche Bekanntmachungen.

Gießen, am 20. December 1867.

Betreffend - Die Feststellung und Erhaltung der inneren Grenzen.

Das

G r o h h e r z o g l i ch e K r r i s a in t Gießen

an

die Großherzoglichen Bürgermeistereien Beuern, Daubringen, Garbenteich, Grüningen, Hausen, Lich, Mainzlar, Ober-Bessingen, Oppenrod und Watzenborn.

Wir erinnern Sie wiederholt an Erledigung der Verfügung vom 2. November 1867 binnen 8 Tagen.

Dr. Goldman n.

In dem Landeszuchthaus Marienschloß soll die erledigte Stelle einer Aufseherin über die weiblichen Gefangenen mit einem Gehalte,von 185 fl. in Baar, ferner freier Mittags- und Abendkost nebst 1 Pfund Brod täglich, im Anschläge von zusammen 65 fl. jährlich, wie auch freier Wohnung, Holz und Licht auf Widerruf be­setzt Anstellung 1)Or Allem Sittlichkeit und guter Leumund, sowie die erforderliche Bildung und persönliche Rüstigkeit., Die Bewerberinnen dürfen

im Alter nicht unter 25 und nicht über 40 Jahre zählen. Als besonderes Erforderniß erscheint endlich die Kenntniß und Gewandtheit in allen weiblichen Arbeiten, namentlich auch er Bewerberinnen hat längstens bis zum 30. Januar k. I. unter Vorlage der erforderlichen Nachweise zu geschehen.

Die beizubringenden Sitten- und Leumunds-Zeugnisse müssen von dem betr. Geistlichen und Bürgermeister beglaubigt sein-

Gießen, den 21. December 1867. Großherzogliche Provinzral-Direction Oberhessen.

Dr. Goldmann.

Besondere Bekanntmachungen.

3) Vom 1. k. Mts. ab wird die Local- Personen-Post zwischen Gießen und Lich bis Nidda ausgedehnt und erhält fol­genden Gang:

aus Gießen durch Hungen in Nidda

8-o Norm. H20 ll25 33orm. 12-Machm. zum Anschluß an die Personen-Posten nach Büdingen und nach Friedberg;

aus Nidda, durch Hungen, in Gießen nach Ankunft der Personen-Post von Schlitz.

Tmrmstadt, den 26. December 1867.

Der Königlich Preuß. Ober-Post-Director: Vahl.

Betreffend: Die Besetzung der erledigten Forstwartsstelle zu

Annerod.

1) Vorbemerkte Stelle, mit dem Wohn­sitze in Annerod, ist erledigt und soll wie­der besetzt werden. Für dieselbe wird hier­mit Bewerbung mit Frist von 14 Tagen unter dem Bemerken eröffnet, daß Aus­wärtige sich mit Zeugnissen über Verhalten und Befähigung auszuweisen haben.

Mit der Stelle ist ein Gehalt von 290 fl. verbunden.

Gießen, am 21. December 1867.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt.

Spar- und Leihkasse zu Llch.

2) Die Zinsen vom Jahr 1867 werden an den vier Mittwochen des nächsten Mo­nats, den 8., 15., 22. und 29. Januar, an der Kasse dahier ausbezahlt. Später an den gewöhnlichen freitägigen Zahltagen. Indem ich die Interessenten zur Empfang­nahme einlade, bemerke ich zugleich, daß nach den günstigen Bestimmungen des Ver­gleichs vom 18. März d. I. vom Januar an neue Einlagen angenommen werden, und daß der Tag der General - Versammlung, durch welche auch die neuen Wahlen zu ge­schehen haben, den Gläubigern in aller Kürze auf diesem Wege bekannt gemacht werden wird.

Lich, den 24. December 1867.

Der Director: Weber.

D e r st e i g er u n g e n.

Bersteigerungs - Anzeige.

4) Auf Ansuchen der Erben der Freifrau von Vemmigen sollen die zu deren Nachlaß gehörigen, in Lindheim, 4 Stunden von Hanau und 6 Stürmen von Frankfurt gele­genen Immobilien, unter den bei dem unter­zeichneten Gericht einzusehenden und im Termin bekannt gemacht werdenden Bedin­gungen,

Dienstag, den 21. Januar 1868, Vormittags 10 Uhr, an Ort und Stelle öffentlich meistbietend versteigert werden. Dieselben bestehen aus einem geräumigenHerrschaftshausemitTreib- und Gewächshaus, einem Nebenhause mit bewohnbaren Zimmern, Remisen u. s. w-, Oeconomie-Gebäuden, einem großen Zier­garten und schönem Parke, von zwei Armen des Nidderflusses cingeschlosscn, Wiesen, Gärten und Aeckern, zusammen 61 bis 62 Hessische Morgen haltend. Das Ganze eig­net sich sehr zu einem Herrschaftssitze oder einer Fabrikanlage.

Sodann sollen an den folgenden Tagen jedesmal von Morgens halb 9 Uhr an die Mobilien versteigert werden, und zwar namentlich:

Mittwoch den 22. und Donnerstag den 23. Januar:

gewöhnliche Möbel und verschiedener Haus­rath, an letzterem Tage auch die Vorräthe von eingemachten und getrockneten Früchten, Kaffee, Zucker u. dgl.;

Freitag den 24. Januar: Bücher und Bilder, von ersteren ein Theil einzeln, die übrigen circa 2500 Bände aber im Ganzen;

Montag den 27., Dienstag den 28. und Mittwoch den 29. Januar:

Glas, Porzellan, Uhren u. dgl.;

Donnerstag den 30. und Freitag den 31. Januar:

die besseren Möbel, an ersterem Tage die Möbel mit Schnitzwerk und eingelegter Arbeit;

Montag den 3 Februar:

Spiegel, cingerahmte Bilder, namentlich auch die Oelbilder, Lustres u. dgl.;

Dienstag den 4. und Mittwoch den

5. Februar:

Betten, Vorhänge und Weißzeug;

Donnerstag den 6. Februar: die Gewächse im Treibhaus;

Freitag den 7. Februar: Oeconomie- und Gartengeräthe, Holz, Heu, Grummet und allerlei Hausrath;

Montag den 10. Februar: Küchcngeräthe und Gesindebetten;

Montag den 20. Januar können von Vormittags 10 Uhr an feie Ge- b äulichkeiten und die Mobilien eingesehen werden.

Altenstadt, am 15. December 1867. Großherzogliches Landgericht Altenstadt. _________Dr. Stammler._________

Holzversteigerung im Gießener Stadlwaide.

5) Montag dm 6. Januar 1868, von Morgens 9 Uhr an, soll in dem Gießener Stadtwalde, Districte Heegstrauch und Walfeshute, nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden, als: ' 113Vi Stecken Nadel-Prügelholz,

49 V4 Stockholz,

3254 Wellen Reisholz,

184 Nadel-Stämme mit 1522 Cubikfuß, 549 Stangen 2199

Die Zusammenkunft ist auf der Licher Chaussee an der 5. Schmeiße.

Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. Mai k. I. gestattet.

Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen.

Gießen, am 20. December 1867.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. _______________Bogt.____________

Mühlen - Verkauf.

6) Die sogenannte Univcrsitätsmühle an der Landstraße bei Großen-Linden, bestehend in zwei Mahl- und einem Schlaggang und mehreren Parzellen Gelände, wird

Freitag den 3. Januar 1868, Mittags 12 Uhr, auf dem Rathhause zu Großen-Linden einer freiwilligen öffentlichen Versteigerung, Fa­milienverhältnisse halber, ausgesetzt. Die­selbe eignet sich durch ihre schöne Lage und Räumlichkeiten zum Betrieb jedes anderen Fabrikgeschüfts.

Großen-Linden, 28. December 1867.

I. Magnus.

Holzversteigerung in der König­

lichen Öberforfteret Krofdorf.

25) Mittwoch dm 8. Januar 1868, um 9 Uhr Vormittags,

werden zu Krofdorf in der Krone aus dem Königlichen Forste Salzböden, Wismar und Krofdorf nachstehend bezeichnete Hölzer öffent­lich meistbietend versteigert, wozu Kauflustige eingeladen werden.

1) Schutzbezirk Salzböden, District 62, Eulenkopf:

299 Klftr. Buchen-Reifer, II. Klasse.

2) Schutzbezirk Wismar, District 72bc, Lindenschied:

2 Klftr. Buchcn-Nutzholz,

87V2 Kloben,

3-/2 Anbruch,

18-/2 Knüppel, II. Klasse,

33 Stöcke,

126 Reiser, II. Klasse.

3) Schutzbezirk Krofdorf, District 24, Kühbett:

37-/2 Klftr. Buchcn-Kloben,

22 Knüppel, I. Klasse,

33 Stöcke,

179 Reiser, II. Klasse.

Krofdorf, feen 30. December 1867.

Der Königliche Oberförster: v. Meibom.

Bau-, Werk- und Nutzholz- Versteigerung.

34) Freitag feen 10. Januar 1868, Morgens um 10 Uhr anfangend,

sollen im Gemeindewalde der Gemeinde Mornshausen an der Salzböde, District Kirchberg:

570 Fichten-Baustämme, 8165 Cubikfuß enthaltend,

936 Fichten-Stangen, 3559 Cubikfuß ent­haltend,

öffentlich meistbietend versteigert werden.

Die Zusammenkunft ist um die oben be­stimmte Stunde im Holzschlag bei Nr. 1.

Es wird noch bemerkt, daß der Weg aus dem Walde bis auf die Straße nach Fron- Hausen nur eine kurze Strecke und gut ge­baut ist.

Mornshausen a. d- S-, am 30. Decem­ber 1867.

Die Bürgermeisterei Mornshausen. Ort.