Nachdem für die den
9. October, Vormittags 9 Ubr, beginnenden Afsifen des IV. Quartals l. I. der Großherzog, liche Hofgerichts-Rath, Herr Dr. Müller, zum Präsenten, unb der Äroßherzogliche Hofgerichts«Rath, Herr Dr. Kraft, zu dessen Stellvertreter ernannt worden sind, wurde heute in öffentlicher Sitzung Großherzoglichen Hofgerichts der Provinz OberhesskN die AuSloofung der Haupt- und ErgänzungS. Ge- fchwornen in folgender Reihenfolge vorgenomwen.
Gießen, am 29 Augu>t 1865.
1. Ergänzungs-Geschworne.
1. Isaak Hanau, Seifen- und Lichter-Fabrikant,
2. Heinrich Hornberger, Zeugfabrikant,
3. F. A 8. Ch. Koch, Kommissionär,
4. Georg Sack, Metzger,
5. Gustav Windecker, Kommissionär,
6. Emil Pistor, Brandweiuhändler,
7. Emil August Kart Fr. Th. Heß, Leuchtgasfabrikant,
8. Ottmar Weidig, Hofgerichts-Advocat,
9. Adolph Noll, Großhändler,
10. Friedrich Emil Loos, Ellenwaarenhändler,
11. Karl Dornseiff, Hofgerichts-Advocat,
12. Dr. Karl Birnbaum, Privatdocent, sämmtlich in Gießen.
II. Haupt-Geschworne.
1. Heinrich Breither VII., Scribent zu Vilbel.
2. Wilhelm Frank, Ellenwaarenhändler zu Schlitz.
3. Conrad Römer, Ellenwaarenhändler zu Schlitz.
4. Georg Krumm III., Landwirth zu Weniugs und WerningS.
5, Johannes Carl, Landwirth zu ReichloS.
6. Lorenz Weitz, Gastwirth zu Alsfeld.
7. Philipp Horz II., Zeugfabrikant zu Alsfeld.
8. Friedrich Hensel, Oeconom zu Okarben.
9. Friedrich Uhl Bierbrauer zu Nidda.
10. August Mellor, Bürgermeister zu Holzhausen, Kr. Vilbel.
11. Carl Limpert, Steucrcoinmiffär zu Grunberg.
12. Christian Theiß, Kaufmann zu Gladenbach.
13. Georg Vorbach, Müller zu Okarben.
14. Carl Busch, Kreisbaumeister zu Alsfeld.
15. Heinrich Stichler II., Landwirth zu Eifa, Kr. Alsfeld.
16. Johannes Jochem V., Landwirth zu Laubach.
17. Ferdinand Theophil Jung, Landwirth zu Freienseen.
18. Peter Blecher IV. , Landwirth zu Ober-Rosbach.
19. Adam Weis, Wirth zu Ober-Widdersheim.
20. Heinrich Christian Kraußer, Apotheker zu Büdingen.
21. Carl Balbach, Bierbrauer zu Biedenkopf.
22. Conrad Bausch VI., Landwirth zu Nieder-Wöllstadt.
23. Adam Fritz, Gerichts-Accessist zu Nidda.
24. Louis Klein, Hüttenbesitzer zu Buchenau.
25. Christian Trautwein, Muller zu Lißberg.
26. Heinrich Hochstein II., Muller zu Düdelsheim.
27. Heinrich Helfrich, Bürgermeister zu Glauberg.
28. Adolph Muller, Oberförster zu 0'ladenbach.
29. Joseph Klein III., Wirth zu Ilbenstadt.
30. Johann Philipp Väth, Landwirth zu Berstedt.
Die Geheimmittel -er neueste» Zeit.
Walte-Industrie. Gichtivalle des Dr. Pattison,
Heute fallt keinem der hohe PiciS der Watte, welche aus Baumwolle fabricirt wird, auf, weit man die aus dem nord» amerlkanifchen Kriege erfolgten Hantelssiörullgcn kennt. Die Watte ist jetzi einmal theuer, aber auch schon viele Jahre vor jenem Kriege, als man noch eine billige Watte kaufen konnte, wurde solche schlecht und zu hohem Preise an den Mann gebracht, nämlich die Gichtwatte des Dr. Pattison In einem runden tylindnschen Paekeichen liegt ein Sluck geleimter zusammenge- roUter Watte von der schlechtesten eorte, welche es giebt, welche ein bewahrtes, schnelles uno sicheres Heil- uno Prafervauvmittel gegen Gicht, Rheumatismen und eine Unzahl anderer Krankheiien sein .soll. Es ist em langst bekanntes Hausmittel, Watte auf gichtische, rheumatische, schmerzende Stellen VeS Körpers auszubin- den, indem die dadurch erzeugte Wärme und locale Beförderung des Schweißes von guter Wirkung ist, damit aber Vas Publikum auch eine recht schlechte Watte |ür denselben Zweck verwende und möglichst theuer bezahle, verstand irgend em industrieller Kops, der Dr. Pattisvn ist dabei nur der Strohmann, einen hübschen Hocuspocus. Er nimmt eine Tafel schlechter Watte, be- streicht die eine Seite mit einem spirnuösen Auszug vvn rolhem Sandelholz, der mit etwas Peruoaljam und Lenzoeharz par- fümtrt ist, um damit die Watte rvth zu färben, schneid,t das Stück Watte, im Werthe von einigen Stlveigroschen, in kleine Stücke, packt j.des Stück m ein Papier, auf welchen cie Heilsamkeit des Präparats gegen ein He,r von Krankheiten gerühmt wird, und verlaust Die Packetchen zu vielen Thalern. Leicht kann sich Zeder denken, daß das Brschen darbe weder nützt noch scha- Det, und daß sie und der geringe Geruch nach alten Räucherkerzen dazu Dient, Dem Publikum Sani, in Die Augen zu (treuen. Watte, wie sie im HanDel zu beziehen ist, verrichtet dieselbe Dienste wie Die Pattiso n'sche.
(ZnDustric-Blätter 1864, Nr. 1, S. 3).
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Fruchtpreise von nachbenanuten Städten und Fruchtmärkteu.
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Druck und Verlag Der Brüh l'schen Univ. - Buch- unD SteinDruckerei (F r. 6 b r. Pietsch) in Gießen.


