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3209) Mit gütiger Erlaubnis! Sr. Magnificenz
des Herr» 'Rectors Professor Dr. Lange ist es Unterzeichnetem ermöglicht, auf seiner Durchreise in Gießen in der Aula des Universitätsgebäudes ein ganz besonderes von ihm selbst angefertigtcs Kunstwerk auszustellen, und erlaubt sick derselbe, ein geebrteS Publikum besonders darauf aufmerksam zu machen, dieses Kunstwerk nicht mit Bildern oder Panoramen, welche durch Glaser gesehen werden, zu verwechseln, sondern dasselbe ist plastisch-topographisch nach den dänischen Original-Vermessungen, die jedem Besucher zur Ansicht bereit liegen, naturgetreu angefertigt. Außer in Paris und London wurde noch nie eine so große, wie auch corrckt auSgcführte plastische Arbeit angefertigt und zur Ansicht ausgestellt. Da dieselbe ebenso belehrend wie interessant für die Jugend ist, so versehle ich nicht, auch die Herren Lehrer darauf aufmerksam zu machen.
Kunstausstellung.
In der Aula des Universitätsgebäudes ist nur 4 Tage, und zwar Sonntag den 24., Montag den 25., Dienstag den 26. und Mittwoch den 27. September, täglich von Nachmittags 2 Uhr an bis Abends, das übestlll mit so allgemeinem Beifall auf. genommene und von den höchsten Autoritäten (deren eigenhändig geschriebene Gutachten zur Einsicht vorliegen) in allen Details als ganz richtig und naturgetreu anerkannte Relief, welches auf einem Flächenraum von 200 Quadrat »Fuß dem Beschauer den interessantesten Theil von Schleswig-Holstein in naturgetreuester Weise darstellt, zu sehen.
Die in der Ostsee gelegene Insel Aisen mit den dänischen Befestigungen; vom Festlande den Sundewitt mit den Düpplcr Hohen, worauf die dänischen Schanzen erbaut sind, welche 1849 von den deutschen Bundestruppen erstürmt wurden; das blaue Meer mit den dänischen Kriegsschiffen; das Panzerschiff Rolf-Krake; das Linienschiff Skiolo mit 68 Kanonen ic.; die dänischen Vertheidigungswerke mit dem Brückenkopf am Alsener Sund; die Stadt und das Schloß Sonderburg; die Halbinsel Broakcr mit den Gammelmark-Batterien am Wennigbund; sowie die preußischen Angriffs- und Belagerungs- arbeiten. Jeder Weg, jedes Haus, die Mühlen, die dänischen Pontonbrücken über den Alsener Sund, genau die Straßen der Stadt Sonderburg und des Dorfes kuppel, alle Knicks, Laufgräben, Colonnenwege, Tranchoen und Parallelen sind auf das Deutlichste vorhanden Sämmtliche Schanzen und Batterien sind mit Kanonen armirt.
Außerdem habe ich noch eine große Anzahl preußischer und dänischer Geschosse, Espignols, spanische Reiter, Kartätschen, alles Original, zur Ansicht ausgestellt.
Die genauesten Erklärungen über Land, Leute und Stimmung des schleswig - hol- stein'schen Volkes; sowie über die Einzelheiten des vorjährigen Krieges, werben von dem Unterzeichneten bei der Besichtigung ausführlich und wahrheitsgetreu ertheilt.
Der reichliche Besuch, dessen ich mich überall zu erfreuen hatte, berechtigt mich, auch hier darauf rechnen zu dürfen, und lade ich ein hochgeehrtes Publikum in Gießen und Umgegend ganz ergebenst dazu ein.
Theodor Lorenzen aus Schleswig-Holstein, Mechaniker. Entree ä Person 18 fr., junge Leute aus dem Gewerbestand nnd Kinder 9 fr.
Hanüelswissenschnstlicher Lehrcursus in Gießen.
Buchführung
auf Grundlage des neuen Handelsgesetzbuches.
2991) In Folge Ermächtigung einer Großherzoglichen Oberstudiendirection er- öffne ich dahier im Locale zum Einhorn nächsten achten October einen Cursus für die Dauer von zehn aufeinanderfolgenden Sonntagen während der Nach- mittagsstunden von halb 3 bis halb 5 Uhr.
Mein Unterricht wirb sich nicht mit Vorträgen allein befassen, sondern auch für eine fingirte Handlung Bücher eiöffnen, Geschäftsvorfälle mannichsalligster Art buchen und Abschluß vornehmen lassen.
Anmeldungen werden in der Ferber'schen Universitäts-Buchhandlung entgegengenommen, jedoch für die nächsten vierzehn Tage schon erbeten, da bei nicht hinreichender Betheiligung ich mich veranlaßt sehen würbe, mein Anerbieten wieder zurückzuziehen.
Unterrichtshonorar zwölf Gulden, welche bei Eröffnung oder auch nur zur Halste und zur Hälfte in fünfter Stunde vergütet werde» können.
Gießen, den 1. September 1865.
Moritz Strauß, junior, Lehrer der Handelswisscnschaften in Mainz.
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Z Empfehlung. g 8s 3077) Im Besitze einer der erst S» § seit Kurzem dahier eingetroffenen Sin- § g ger'schcn Nähmaschinen, welche den g 8? unauflöslichen D o p p e l st e p p- »2 g stich nähen, empfiehlt sich die Unter-g 8. zeichnete einem verehelichen Publikum im g »« Anfertigen aller Arbeiten, besonders 2 § im Fertigen von Kleibern und Weiß- g % zeug, unter Zusicherung prompter und g § reeller Bedienung, bestens. g
g Ausstattungen rc. werden berücksich- A S tifit. Gießen, den 15. September 1865. 84 g Kath. Räuber, g
g wohnhaft bei Herrn Bäcker Lenz auf g g dem Markt. &
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Woh nungs-Veränderung.
3199) Meinen geehrten Freunden und Kunden biene hiermit zur Nachricht, daß ich meine seitherige Wohnung in Cer Wettergasse verlassen habe und nunmehr in meinem von Herrn W- Schaffstäbt Witlwe erkauften Hause auf der Mäusburg wohne. —
Hierbei empfehle ich zugleich mein wohl- assortirtes Lager in Mützen, Herren- und Damen-Halsbinden, Hemdenkrägen rc. bestens.
__Heinrich Eiff Wittwe.
3145) Ein Papagei-Käfig wird zu kaufen gesucht. Näheres bei der Exped. dieses Blattes._______________________________
3215) Gegen hohen Lohn wird ein Mädchen auf Michaeli zu miethen gesucht. Von wem? sagt die Exped. d. BlttS.
2889) Die
Schönfärberei, Druckerei und Wascherei
von
Carl Böhler, große Gallusfirafie Rr. 1 in
Frankfurt a. M., empfiehlt sich im Färben und Waschen der Herren- unv Damen-Garderoben. Besonders mache ich auf meine neu errichtete chemischeKunstwascherei aufmerksam, wonach seidene Kleider, sowie werthvolle Stoffe von Flecken gereinigt, unbeschadet der Farbe und des Glanzes wieder wie neu hergestellt werden.
Desgieichen auch Glacs-Handschuhe.
3127) Ein braves Laufmädchen gesucht von Sprachlehrer Grandhomme (Schloßgasse).__
Für an Magenkrampf, Verdauungsschwäche rc.
Leidende I
Eine Brochure über die vr. Doccks'schr Cur wird gratis ausgegeben in der Exped.
dieses Blattes. (1047)


