Ertra-Beilage zu Nr. 47 des Anzeigeblattes
Garbenteich, 12. Juni 1865.
Straßenraub
streifiges
Barchentfutter.
2.
resp.
Unten
mit
einige
n 15. Juni 6. 3 10 Uhr,
5. einem
6.
7.
8.
Streifen von rothem Tuche; Quaste von blauer Wolle.
Eine grüne Tuchkappe; niedere Form, Oben breit; schwarzes Lederschilv; weißliches Futter.
Baumwollenes «acktuch; rother Grund mit dunklen und weißen Blumen.
Ein Zehntel-Cigarrenkistchen mit bunter, Heller Tapete überzogen, worin ein weißer Pfeifenkopf von Porzellan,
schäften werden und bleiben solle. Zu den Testamentserben des genannten Eduard Kaufmann Worms gehört auch sein Bruder Hermann Kaufmann Worms von hier,
der zur Zeit des Todes des ersteren schon längere Zeit nach Amerika ausgewandert war, ohne daß bis jetzt dessen Aufenthalt von Isaac Hanau hätte ermittelt werden können. Auf Antrag des letzteren wird nun genannter Hermann Kaufmann Worms hiermit öffentlich aufgefordert, so gewiß
binnen drei Monaten,
vom ersten Erscheinen dieser Aufforderung
- 3uli c. leibst! 1 5000 Morgen I Wismar soll 20. d. Mt«, 10 Uhr, >e tahier auf utile rrten.
Juni 1865.
er Bürgermeister: Cvlnoi.
f Der - i Riegel^' , Hegstr«,
ege tit Bett-Tespi-hen, tuntx hmmrlirä Lteinlohlcn, sog,W
Ein großer, starker Mann in der — in hiesiger Gegend wenig üblichen — Tracht eines sehr langen, blauen Kittels, sowie einer gewebenen oder gestrickten, oben flachen, Kappe mit Quaste, am Kinn ohne Bart, hat gestern Abend gegen 10 Uhr auf dem Wege bei Garbenteich den Georg Sommer von Watzenborn mit einem Pfahle gewaltsam anzefallen und verletzt und die — unten näher beschriebenen — Kleidungsstücke und Gegenstände an sich genommen. Es gelang dem Somme? mit Roth sich vor der weiteren, hartnäckigen Verfolgung zu retten.
Wir bitten dringend, insbesondere die Ortsbehörden der ganzen Umgegend, auf alle verdächtige Menschen und fragliche Sachen fahnden zu lassen und alle Anzeigen uns sofort mitzutheilen.
Großherzoglich Hessisches Landgericht Gießen.
Dr. Klein,
in öffentlichen Blättern an gerechnet, be- gründeten Einwand gegen das Verlangen des Isaac Hanau von hier, als alleiniger Eigenthümer besagter Liegenschaften in das Mutationsverzeichniß eingetragen zu werden, bei unterzeichnetem Gerichte vorzubringen, als sonst er damit ausgeschlossen und der Eigenthumseintrag auf Grund der Art. 11 und 12 des Gesetze« von 21. Februar 1852 sofort vollzogen werden würde.
Gießen, den 2. Juni 1865.
Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Muhl, Dr. A. v. Grolman, Stadtrichtcr. Stadtger.-Assessor.
«»' *
toQUUV'D' fr
; o® ... M
Turnerwamms ohne Taschen; Heller Drill; vorn mit Schnalle.
3. und 4. Zwei Shawlwesten von schwarzem Tuch und resp. von dito Sammt, mit je acht Knöpfen von grünem und
Landgerichts - Assessor.
1. Tuchhosen; schwarzer Sommerbuckskin mit weißen Seidenfäden, an den Knieen und am Hintertheile etwas geflickt; hell-
rothcm Glas mit gelbem Rande.
Ein schwarzes Tuchkäppchen, Oben und an den Seiten bunt mit Stramin und Golvplättchen gestickt, am Rande
krmkisteikj GM-Verbrecher dergestalt ermitteln und bei der Behörde zur Anzeige bringen würden, daß er zur Haft gebracht und der That überführt old. merken könnte, eine Belohnung von fünfzig Gulden hiermit zu.
■— ---Gießen, den 13. Juni 1865. Großherzogliche Provinzialdirektion Oberhessen.
ab K ü ch l e r.
«lleinige Erbe und Besitzer aller zu । dieser Fabrik gehörigen Vermögenstheile, insbesondere also der dazu gehörigen Liegen-1
c ’ 9 e r u n n. 115' d. Mz., ’tabtiialb,' Amtliche Bekanntmachungen.
Kaum ist am 1. Pfingstfeiertage ein schändlicher Raubmord im Gießener Stadtwalde ganz nahe an der Chaussee nach Lich ? gebliebene F^,„iibt worden, so wurde gestern Abend gegen 10 Uhr wieder ein junger Mensch auf dem Heimweg von Lich nach Watzenborn auf anune $cn IQ Garbenteicher Weg räuberisch angefallen und eines Bündels Kleider beraubt. Als Thäter bezüglich des letzteren Verbrechens et W 40 bis ist ein breitschulteriger Mensch bezeichnet, welcher einen langen bis über die Knie reichenden anscheinend ganz neuen blauen Kittel, '"dk" M Cch^iind eine gewebte oder gestrickte Kappe mit flachem Deckel und eine Quaste daran trug. Es ist möglich, daß derselbe Bursche auch iSerwählt, her zuerst gedachte Verbrechen begangen hat.
Indem wir, Bezug nehmend auf das wegen des obigen Raubmords von der Polizeiverwaltung dabier erlassene Ausschreiben, zur Distrikt Hblzchti Wiederherstellung der so sehr gefährdeten öffentlichen Sicherheit den Lokalpolizeibehörden die Fahndung auf den oder die fraglichen Joni 1865. Verbrecher auf das dringendste anempfehlen, sichern wir zugleich allen denjenigen Personen, welche den Einen oder Andern dieser
$ant> , «Jl-JUlLJBffJ ■■JL'.W ■ ->'■ ■ 'M.!
iiW’"“ «diclLllLdung.
5, Juni 1865. 20 98) Am 1. Februar 1858 starb da-
szuchHans-DittkM Eduard Kaufmann Worms mit pltr.__Hinterlassung eines Testamentes vom 22.
------- "L Januar 1857, sowie eines Nachtrags zu i 19. k. demselben vom 20. Januar 1858 und be- )eugraS'Vkrstelgs^ dimmte in diesen letztwilligen Verfügungen gs von ccn -w unter Anderem, daß sein Schwager Isaac , üerßeiflert,'Aanau, mit welchem er gemeinschaftlich t cer Si'rt0'18 eine Lichter- und Seifenfabrik betrieben, der
schrot, unD
SchniiekgrieS, s°» '«ng dir Liefirnnz frischer Butter«! _ , „ ______ , _ „ „ „ , „ ...
n gebleicht» Herntn ^erlmutterknöpfe, ein Haarölgläschen und ein zerbrochner Spiegel, sowie ein großer Bogen graues Packpapier.


