Ausgabe 
28.9.1864
 
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Polizeiliche Bekanntmachung.

Nachdem man wahrgenommen, daß Buchhändler und Buchbinder ungestempelte auswärtige Kalender als Geschäftsartifel führen, sehen wir uns veranlagt, die besreffenvenden Geschäftsleute auf Vie beff henke gesetzliche Bestimmung aufmerksam ,u machen, wonach es ebensowohl untersagt ist, , ungestempelt: auswärtige Kalender abzusetzen, als solche in den Laven zum Verkaufe aufzu- stellen. Der Ankauf solcher ungestempelter auswärtiger Kalender ist ebenfalls verboten.

Wer hiergegen handelt, soll außer der Coafiscation der Kalender noch mit einer Geldstrafe von einem Reichsthaler per Stück belegt werden.

Mit der Stempelung auswärtiger Kalender ist der Unterzeichnete beauftragt.

Die Stempel-Abgabe biträgt:

1) von einem B rliner, Gothaer, Lüneburger Kalender vier Kreuzer;

2) von einem Nürnberger Almanach, desgleichen Sack Kalender zwei Kreuzer;

3) von einem Quart-Kalender, als hinkender Bote rc. zwei Kreuzer;

4) von einem Wanv-, Be,g- und ganz kleinen Sack-Kalender ein Kreuzer und

5) von einem kleinen Wanv - Kalender zwei Heller.

Gießen, vcn 26. September 1864. Großherzogliche Polizeiverwaltung der Provinzialhauptstadt Gießen.

Nover.

Gerichtliche und Privat-Bekanntmachungen.

Besondere BeksrrntmächMg.

Das Fahren der Feuerspritzen bei auswärtigen Bränden.

3117) Um Vas schnelle Eintreffen vcr stärti- schen geueispritzen bei auswärtigen Bränven möglichst zu beiördern, hat ter Gemeinve- rat» rer Statt Gießen Vie Bestimmung getroffen, daß für die ersten zwei Pstrbc, welche bei dem Spritzenhause gestellt wer­den, ein Trinkgeld von 3 fl. 30 fr., für dre zwei zunächst folgenden aber 1 fl. 45 fr., außer dem gewöhnlichen Fuhrlohn aus der Slattkasse bezahlt werden.

Gießen, den 23. September 1864.

Großhcrzogliche Bürgermeisterei Gießen.

Vogt.

Versteigerungen.

3116) Die Holzhauer, und Walvcultur- Arbeiten in den Gießener Stattwalvungen für da« Jahr 1865 sollen

Montag den 3. October d. I., Vormittags 9 Ubr, in unserem Bureau an die Wenigstfordern- den versteigert werken.

Die Großherzogiichen Bürgermeistereien der umliegenven Orte werden ersucht, kies in ihren Gemeinden bcfannt machen zu lassen.

Gießen, den 27. September 1864.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt.

Vergebung von Pflasterarbeit bei der Stadt Gießen.

3089) Donnerstag ven 29. Scpt mber 1864, des Vormittags 9 Ubr,

soll die Herstellung von 5'/4 QRlftr. Sch'ch- tenpflaster, veranschlagt zu 18 fl. 22'4 fr., auf dem Rathdause radier an den Wcnigst- nehwenden versteigert werken.

Girßrn, ken 23. September 1864.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

Vogt.

Vergebung von Wegbauarbeiten im Gießener Stadtwalde.

3115) Die zur Herstellung der Wann» schneiße unv ver neunten Schneiße nötyigen Arbeiten, al«:

Planirarbeit, veranschlagt zu 426 fl.

Erbauung von zwei Durch- lässen, veranschlagt zu . . 35 sollen

Montag den 3. Oktober v. I., Vormittags 9 Uhr, in unserem Bureau öffentlich vergeben werken. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden Orte werken ersucht, ries in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen.

Gießen, vcn 26. September 1864.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt.

3131) Donnerstag den 29. September, Nachmittags 1 Uhr,

soll von mehreren Grundstücken die Erndte, bestehend in Kartoffeln, Dickwurzcln unv Warzen, versteigert werven.

Die Zusammenkunft ist am Neuenweger Thor bestimmt.

Gießen, den 27. September 1864.

Großherzogliches Ortsgericht Gießen. In Auftrag des Vorstehers : Weidig, Ortsgerichtsmann.

3034) Donnerstag ven 29. September l. I., Vormittags 10 Uhr, werden dahier zur Lieferung versteigert:

700 Malter Kartoffeln,

20 Eentner untererdigeKohlraben und 8 Zwiebeln.

Marienschloß, den 16. September 1864. Großhcrzogliche Lanveszuchthaus-Diriktion. _________________Trumpler._________

Aepfelversteigerung. 3061) Freitag dcn 30. Sept.mber I. I., des Morgens 9 Utr, soll auf dem Gute Neuhof bei Leihgestern eine große Quantität Acpfel, baumw>ise, öffentlich versteigert werden.

3118) Montag den 3. Oktober, Nachmittags 2 U.r, sollen in der Festhalte im Zinßer'schen Gar­ten 50 Stück neue 12 Fuß lange unv 3 Fuß breite tannene Tische gegen gleich baare Zahlung versteigert werden.

Steigltebhaber können solche auch schon vorher einsehen.

Güßen, den 26. September 1864. In Auftrag: Weivig, Ortsgerichtsmann.

3111) Freitag den 30. S ptember, des Morgens um 10 Uhr, soll das diesjährige Gemeindeobst, bestehend in Birnen, verkauft werten.

Königsberg, am 25. September 1864. Großherzogliche Bürgermeisterei Königsberg.

Krauskopf.

Feilgedotenes.

3086) Bestes Jagd- uud Schei- benpulver, Preußische Zündhütchen und Patent-Schrot empfiehlt

L. Zahreis.

3125) Mein Lager in Juppen, Röcken, Hosen und Westen (Winterstoffe), empfehlt ich in großer Auswahl unv zu billigen Prei­sen; auch werden bei mir getragene Kleider umgctauscht unv gekauft.

L. Ho sch, Sonnenstraße.

3099) Weinfässer, frisch ausgclecrt, Stückfaß, 7i Stück, 2 Ohm-, 7, Ohm-, 7, und */4 Ohmiaß empfiehlt

H. Schm all, Lindenhlatz.

3129) Ein transportabler, eiserner Heerv zu verkaufen SelierSweg Nr. 35.

3103) Bett« und Schürzenzeuge, Bettbarchente und Bettdtelle, eige­ner Fabrik, empfiehlt billigst

Georg Plank.