Die Tilgung der Schulden der Stadt Gießen betreffend. 2615) Nach der, am 11. dieses Monats in Gemäßheit der Schuldentilgungs- Plans der Stadt Gießen vorgenommenen Ausloosung von städtischen Schuldverschrei- bungen auf Inhaber kommen folgende Capitalien zur Rückzahlung:
I. Bon dem 3'/, prorentigen Anlehn:
Lit. A. Nr. 115 zu 1000 fl............ 1000 sl
„ B. „ 105, 137, 156, 171, 230, 234 zu 500 fl..... 3000
„ C. „ 48, 62, 169, 181, 197, 243, 342, 375, 379 zu 100 fl. 900 „
„ D. „ 5, 20 zu 50 fl..............100 "
II. Bon dem 4proccntigen Anlehn:
Lit. C. Nr. 4, 10, 12, 13, 94 zu 100 fl.......... 500 fl.
Zusammen 5500 fl
Die Inhaber dieser Schuldverschreibungen werden zur Empfangnahme ihrer Capi- talicn mit dem Bemerken eingelaben, daß eine Verzinsung derselben nur bis rum Schlüsse dieses Jahres stattfinvet.
Gießen, am 12. August 1864. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt.
2651) Im Firmenregister des unterzeichneten Gerichts wurden heute folgende Einträge vollzogen:
1) Emil Roth zu Gießen hat die unter der Firma „Ferbcr'sche Universttäts- buchhandlung" seither geführte Sor- timentsbuchhanvlung mit allen Aktiven seinem Stiefsohne Wilhelm Ferber zu Gießen am 1. Juli 1864 übergeben, welch letzterer solche unter der Firma „Ferbcr'sche Univcrsi- tätsbuchhandlung" für eigene Rech- nung fortführt.
2) Emil Roth zu Gießen führt die unter der Firma „Ferbcr'sche Universitätsbuchhandlung" vereinigt gewesene Verlagsbuchhandlung vom 1. Juli 1864 an unter seinem Namen fort. Gießen, den 16. August 1864.
Großherzogliches Stadtgericht Gießen.
In Verhinderung Großherzoglichen Stadtrichters :
Bott, Stavtger.-Assessor.
2664) Der seit dem 15. d. Mts. unterbrochene Dienst im hiesigen Filialpostbureau wird am 18. d. Mts., Nachmittags 1 Uhr, wieder beginnen.
Das provisoriche Expeditionslocal befindet sich im Gasthaus „zum Einhorn", rechts Vom Eingang.
Gießen, den 18. August 1864. Großherzogliches Postamt Gießen.
Schmidt.
Aufforderung an die Schuldner der hiesigen Pfand- und Leihanstalt.
2567) Die Schuldner der hiesigen Pfand- und Leihanstalt, deren Pfänder in den Monaten Januar, Februar, März, April, Mai und Juni 1864 verfallen sind, werden auf- gcforvert, in dem Zeitraum vom 13. August bis zum 17. September d. I. dieselben ein- zulösen oder zu prolongiren, als sonst deren Versteigerung am 24. October d.J. stattfindet.
Nach fruchtlosem Ablaufe obigen Zeitraums kann weder Einlösung, Prolongation noch Umschreibung vorgenommen werden. Die Säumigen haben cs sich daher selbst beizumessen, wenn sie ihre Pfänder erst im
Versteigerungstermin gegen baare Zahlung einlösen können.
Pfänder aus wollenen Stossen müssen unbedingt eingelöst werden.
Die Herren Bürgermeister des Kreisamtsbezirks werden ersucht, Vorstehendes in ihren Gemeinden baldigst bekannt machen zu lassen. Gießen, den 11. August 1864. Die Pfandhausverwaltung der Provinzial- Hauptstadt Gießen.
Bieler, Kassier. Pfeil, Controleur.
Aufforderung.
2662) Forderungen an den Nachlaß der verstorbenen Frau Geheimeräthin Frei- frau von Breibenstcin zu > Breidenstein sind binnen 14 Tagen bei dem Unterzeichneten schriftlich anzumelden, widrigenfalls solche bei Vertheilung rc. des Nachlasses nicht berücksichtigt werden können.
Breidenstein, een 18. August 1864. Der Bevollmächtigte der Erben der verst. Freifrau von Breidenstein zu Breidenstein: Haas, Rentmeister.
Edictalladung.
2652) In Sachen des Georg Wagner II. von Fellingshausen, Klägers,
gegen seine Ehefrau Elisabetha, geborne Geller, Beklagte,
Ehescheidung betreffend, wird der unbekannt wo? abwesenden Be- klagten eröffnet, baß Kläger gegen sie auf den Grund böswilliger Verlassung eine auf Ehescheidung gerichtete Klage, deren Einsicht in registratura zu nehmen der Be- klagten freisteht, bei dahiesigem Gerichte erhoben und gebeten hat, durch Urtheil aus- zusprechen, daß die zwischen ihnen bestan- dene Ehe getrennt und sie, die Beklagte, schuldig sei, an den Kläger */4 ihres Vermögens praev. liquid, als Entschädigung obzugeben und ihm die Prozeßkosten zu ersetzen. Die Beklagte wird demgemäß hiermit öffentlich aufgefordert, im Termin
Montag den 24. October l. I., Vormittags 10 Uhr,
sich auf die Klage so gewiß zu erkläre» und etwa ihr zustehenden Einreden gegen die- selbe vorzubringen, als sie sonst, unter Ausschluß hiermit, des thatsächlichen Inhalt« der Klage für geständig erachtet und nach der Klagbitte verurtheilt werden wird. Hierbei wird ihr zugleich bemerkt, daß alle wei- teren in dieser Sache ergehenden Verfügungen lediglich durch Anschlag an die Gerichts- thüre als ihr eröffnet angesehen werden.
Gießen, am 13. August 1864. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. I. V. d. St.:
Bott, v. Rotsmann, Stadtger.-Assessor. Stadtger. - Assessor.
Versteigerungen.
2587) Dienstag den 23. August, Nachmittags 2 Uhr,
sollen auf dahiesigem Rathhause die Grundstücke des verlebten Großh. Professors und Pfarrers Dr. Jacob Fluck, als: Flur Nr. ^Klirr.
2%9s»i l52 Garten am untersten Rie
gelpfad,
26/295,3 159 Garten daselbst,
öffentlich meistbietend auf Erb- und Eigen- thum versteigert werden.
Zugleich soll die daranstoßende Hofraithe mit dem dazu gehörigen Garten, als: Flur Nc. □Jtlffr.
2%9s/6 42 Hofraithe daselbst, und
"/-95,5 144 Garten daselbst,
auf sechs Jahre öffentlich meistbietend verpachtet werden.
Gießen, den 11. August 1864.
Großherzogliches Ortsgericht Gießen.
_________________Ebel.___________
2625) 159 Stück leihfällig gewordene Triebviertel sollen
Montag den 22. August d. I., Nachmittags 2 Uhr, anderweit auf 6 Jahre verpachtet werden. Zusammenkunft am Nassauer Hof.
Gießen, kcn 15. August 1864.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt.
Arbeitsversteigerung.
2663) Montag den 22. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, sollen im Geschäftslocal der unterzeichneten Behörde die zur Anfertigung neuer Pritschen für das neue Bezirksgefängniß zu Lich erforderlichen Arbeiten:
Schreinerarbeit, veranschl. zu 109 fl. 59 kr.
Schlosscrarbeit, „ „12 „ 32 „
an die Wenigstnehmenden versteigert werden.
Gießen, am 18. August 1864.
Großherzogliches Kreisbauamt Gießen. __________ Holzapfel.__________ Arbeitsversteigerung. 2621) Freitag den 26. d. Mts., Mittags 12 Uhr,
sollen auf dem hiesigen Rathhause die zur Herstellung der Abfahrten am Wege nach Climbach erforderlichen Arbeiten, als:


