Beilage zu Nr. 5 des Anzeigeblatts.
- Erster Rechenschaftsbericht
über die
für Schleswig-Holstein bei dem hiesigen Comito eingegangenen Gelder.
1) An monatlichen Beiträgen
für December 1863 ...... 527 fl. 22 fr.
für Januar 1864 ....... 7 „ 12 „ =
2) an einmalichen Beiträgen ans der Stadt.......
3) an sonstigen Beiträgen und gelegentlichen Sammlungen . .
4) für 63 Stück Schuldscheine, ä 10 Thaler,......
Summe der Eingänge
Abgeliefert wurden:
Nach Coburg gegen Einsendung von 63 Schuldscheinen, ä 10 Thaler, Nach Frankfurt an den Central-Ausschuß:
a. 1300 fl.
b. 1000 „ = Verwaltungs-, Drnckkosten rc............
Bleibt Kassevorrath...............
534 fl. 34 fr.
1896 „
197 „
"02 „
101
30
ff ff
ff
3730 fl. 15} fr.
1102 fl. 30 fr.
2300 „
100 „
227 „
40
ff
ff
ff
Summe 3730 fl. 15| fr.
Der Kassevorrath ist zum größeren Theil zur Anschaffung weiterer Schuldscheinen verwandt, die sofort bei Herrn @. Carl Gail bezogen werden fönnen.
Niit vorstehender Veröffentlichung verbinden wir die dringende Aufforderung, nicht nachzulassen in dieser wichtigsten aller nationalen Angelegenheiten. Gerade jetzt gilt es, zu beweisen, daß unsere Versicherung in der Adresse an seine Königliche Hoheit den Großherzog, daß wir zu allen Opfern bereit seien, feine leere Phrase war. Der Herzog Friedrich befindet sich in seinen, Lande, seine Anerfennnng durch eine Majorität am Bundestage steht bevor, und ohne Gewalt wird er das Land nicht wieder verlassen. Es gilt also, ihm die Mittel zu verschaffen, sich zu behaupten, deutsche Ehre zu retten und deutsches Recht zur Geltung zu bringen. Es gilt endlich, die unaussprechliche, unvertilgbare Schmach von dem deutschen Namen abzuwenden, einen der besten nnd edelsten Bruderstämme, der sich im Vertrauen auf unsere Hülfe erhoben, und seinen Herzog anerfannt hat, abermals, nnd dann ,vohl für immer, dänischem Uebermnthe, dänischem Hasse, und dänischem Trenbruche überliefert zu sehen. Vor diesem Gedanken, den wir kaum auszusprechen wagen, bebt sicher jedes deutsche Herz zurück, nnd ermannt sich zu entschlossener That.
Die Sammlung von Beiträgen hat in einzelnen Quartieren Unterbrechungen erlitten, und wird sofort wieder ausgenommen werden. Gewiß ist aber auch jetzt für diejenigen, welche bisher mit ihren Gaben gezögert, und für diejenigen, welche nur in beschränktem Maße gezeichnet haben, der Zeitpunkt gekommen, mit ihren Gaben hervorzutreten und die bisherigen zu ergänzen. Wir werden:
a. am Wallthor bei Herrn Hofgerichts-Advocaten Dicry,
b. in den Neucn-Bäuen bei Herrn Buchbändler Ricker,
c. auf dem Markte bei Herrn Kaufmann Bapst, d. in der Neustadt bei Herrn Fabrikanten Gail und e. auf dem Selterswege bei Herr» Buchhändler Heinemann Einzeichnungslisten anflegen, um den Uebergangenen, so wie den Zurückgebliebenen, die Einzeichnung zu erleichtern, und jede nachträgliche Zeichnung entgegenzunehmcn.
Dürfen wir in dieser Hinsicht eine Ansicht aussprechen, so ist es die, daß wir die Zeichnung auf Schuldscheine des Herzoglichen Anlehens (von fünf Thaler an bis zu fünzig Thaler) für die angemessenste Unterstützung der Sache halten. Sie entspricht dem Zwecke, ohne als ein Geschenk zu erscheinen, enthält eine mittelbare Anerkennung des Herzogs Friedrich, und bestärkt das Vertrauen in seine Sache.
Wir behalten uns vor, nach dem Beispiele anderer Städte die Namen der einzelnen Zeichfitr und Geber mit den gezeichneten Beträgen zu veröffentlichen, und schließen mit der Bitte, die auf künftigen Sonntag den 17. d. M., Nachmittags 3 Uhr, in dem Busch'schen Garten anberaumte Volksversammlung, in der es sich um eine Anerkennung des Verhaltens der Großh. Regierung in der Schleswig- Holsteinischen Frage handeln wird, recht zahlreich zu besuchen.
Gießen, den 13. Januar 1864. Das Cvmitp


