Gerichtliche und Privat - Bekanntmachungen.

Besondere Bekanntmachungen.

2551) Wegen Ver in Dem hiesigen Filial- Postbureau vorzunehmenden baulichen Ver­änderungen bleibt dasselbe vom 15. d. Mts. an dis auf Weiteres geschloffen.

Die Aufgabe von Brief- und Fahrpost- Sendungen kann während dieser Zeit nur an den Schaltern des hiesigen Hauptpost­bureau geschehen; die Annahme der Reisen­den und deren Gepäck zu den von hier abgehenden Postwagen findet auch statt in dem im Gasthauszum Einhorn" belegenen Postpassagierzimmer in der Zeit von 2 dis 43/4 Uhr Nachmittags und von 7 bis 8*/4 Uhr Abends.

Gießen, am 10. August 1864.

Großherzogliches Postamt Gießen.

Schmidt.

Aufforderung an die Schuldner der hiesigen Pfand- und Leihanstalt.

2567) Die Schuldner der hiesigen Pfand- und Leihanstalt, deren Pfänder in den Mo­naten Januar, Februar, März, April, Mai und Juni 1864 verfallen sind, werden auf« gefordert, in dem Zeitraum vom 13. August bis zum 17. September b. I. dieselben ein­zulösen ober zu prolongiren, als sonst deren Versteigerung am 24. Octobcr d. I. statifindet.

Nach fruchtlosem Ablaufe obigen Zeit­raums kann weder Einlösung, Prolongation noch Umschreibung vorgenvmmen werden. Die Säumigen haben cs sich daher selbst bcizum-ssen, wenn sie ihre Pfänder erst im VerstcigerungStermin gegen baare Zahlung einlösen können.

Pfänder aus wollenen Stoffen muffen unbedingt eingelöst werden.

Die Herren Bürgermeister des KreiSamts- bezirks werden ersucht, Vorstehendes in ihren Gemeinden baldigft bekannt machen zu lassen. Gi ßen, den 11. August 1864. Die Pfandhausverwaltung der Provinzial- Hauptstact Gießen.

Bieler, Kassier. Pfeil, Controleur.

Versteigerungen.

2587) Dienstag den 23. August, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigcm Natdhause die Grund­stücke des verlebten Großh. Professors und Pfarrers Dr. Jacob Fluck, als: Flur Sir. □JUftt.

26/295,i 152 Garten am untersten Nie-

gelpfad,

2%9S,3 159 Garten daselbst,

öffentlich meistbietend auf Erb- und Eigen- thum versteigert werden.

Zugleich soll die daranstoßende Hofraithe mit dem dazu gehörigen Garten, als: Flur Nr. DJi'lftr.

2%9s,s 42 Hofraithe daselbst, und

i6/wn 144 Garten daselbst,

auf sechs Jahre öffentlich meistbietend ver­pachtet werden.

Gießen, den 11. August 1864.

Großhcrzogliches OrtSgericht Gießen. _________________Ebel.

Verpachtung von Weiden-Nutzungen. 2552) Montag den 15. d. Mts., Vormittags 9 Uhr,

soll der Korbweidenschnitt aus den fiskalischen Pflanzungen an der Lahnstrecke von Gießen dis zur Prmß. Grenze an die Meistbietenden für das laufende Jahr ver­pachtet werden.

Die Zusammenkunft ist auf der Lahn­brücke dahier.

Gießen, am 10. August 1864. Großherzogliches Kreisbauamt Gießen. Holzapfel.

Vergebung von Arbeiten bei der Stadt Gießen.

2518) Montag den 15. August 1864, des Morgens 9 Uhr,

werden auf dem hiesigen Rathhause folgende Arbeiten an den Wenigstfordenden vergeben: Weißbinvcrarbeit, veranschl.

zu.......42 ff. 48 fr.

Maurerarbeit, veranschl. zu 63 21

Glaserarbeit, 6 30

Spenglerarbeit, 101 36

Steindeckerarbeit, 79

Schlosserarbeit, 19 24

Die Kostenüberschlage liegen auf unserer

Geschäftsstube zur Einsicht offen. Gießen, den 6. August 1864.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt.

2588) Donnerstag den 18. August und die folgenden Tage, jedesmal Nachmittags 2 Uhr, sollen in der Wohnung des Großh. Canz. listen Schwalb vor dem Seltersthor die Mobilien, zum Nachlaß des Großh. Post- Eonducteurs Schwalb gehörig, bestehend in Bettung, Weißzeug, Kleidern, Haus- und Küchengeräthen u. f. w., gegen baare Zah- lung versteigert werden.

Gießen, den 11. August 1864. Großherzogliches Ortsgericht Gießen.

Ebel.

2492) Montag den 15. August, Nachmittags 2 Uhr, sollen in dem Gebäude neben dem Spritzen­haus auf dem Brand verschiedene Mobilien, bestehend in Bettwerk, Sophas, Spiegeln und sonstigen Hausmöbcln, Alles gut er- halten, gegen gleich baare Zahlung ver­steigert werden.

Gießen, den 4. August 1864.

In Auftrag der v. Helmolt'schcn Erben: Werdig, Ortsgerichtsmann.

Haus-Verkauf.

2532) Nächsten Montag, den 15. d. MtS., Nachmittags 3 Uhr,

soll das den Eheleuten Bäckermeister Friedr. Ditlert Hierselbst zugehörige, in der Lang- gaffe (Straße nach dem Bahnhof) gelegene, erst neu gebaute HauS bestehend in 4 Zimmern, 3 heizbaren Kammern, Backstube, Backofen, Bodenräumen und gewölbtem Keller, im Hofe 2 Schweinställe und Dün- gerstätte in der Wohnung des Unter­zeichneten, unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen, einer öffent­lichen Versteigerung ausgesetzt werden.

Bemerkt wird, daß hinten am Hause die Dill vorbeifließt.

Wetzlar, den 8. August 1864.

Wilhelm Brauneck, Kommissionär, in der Lahnstraße.

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