3655) Freitag den 11. 1. M. wird der Rechnenunterricht in der Handwerkcr- schule wieder seinen Anfang nehmen. Diejenigen, welche an dem Unterrichte Theil nehmen wollen, haben sich vorher bei Herrn Bauaccessisten Wießell anzumelden.
Gießen, den 3. November 1864.
Der Vorstand des Local- gewerb-Vereins.
3650) Ein braves Mävchen wird in eine ruhige Familie auf Weihnachten in Dienst gesucht. Näheres sagt die Exped. d. Bltts.
Frischbscker zu Gießen.
Tvnniag b t n 6. 91 o V e tn b e t. Heinrich Klemmrath auf dem Neuenweg. Chrikian Not! Wittwe in der Neustadt. Wilhelm Lvber an der Brandgaffe.
Kirchliche Anzeigen.
Evangelische Gemeinde ;u Gießen.
Gottesdienst.
Am Reformationsfeste, den 6. November.
Morgens: Pfarrer Landmann.
Nachmittags: Milprediger Krug.
(Eollecte für den Verein der Gustav-Adolph-Stiftung.)
Getaufte.
Den 30. October. Dem Bürger und Schuki- I machermeister, Friedrich Simon, ein Sohn, Louis I Wilhelm Earl Emil Martin, geboren den 6. Oetvber.
Denselben. Dem Bürger in Friedberg und Materialaufseher an der Main-Weser-Bahn dahier, Christian Seibel, eine Tochter, Marie Henriette Philippine, geboren den 4. October.
Den 1. November, Dem Bürger und Uhrmacher, Christian Scharmann, ein Sohn, Ludwig Martin Friedrich Carl Heinrich, geboren den 7. October.
Beerdigt.
Den 28. October. Ein unehelicher Sohn von auswärts, August, alt 1 T-, gestorben den 25. October.
Die Pfarrgeschäfte in der nächsten Woche besorgt Pfarrer Landmann.
Neueste Zollamts-Declarationen, zweierlei Größen, ebenso alle übrigen zollamtlichen
ters äußerst vortheilhast über diesen Zucker aus, wodurch sich auch die Nachfragen so sehr gemehrt haben, daß der Erfinder seine Productionskräfte vermehren mußte, wodurch allein es ihm ermöglicht wird, den zahlreichen Bestellungen zu genügen. ,
Ueber denselben Gegenstand lesen wir im Mannheimer Journal Nr. 258 vom 29. October a. c. nachstehendes, höchst beachtungswerthes Schreiben des .
K. K. Hosopernsimgers Theodor Wachtel in Wien.
Geehrter Herr Morgenthau.
Durch einen Freund erhielt ich eine Probe Ihres geschätzten Fabrikats, genannt „Fichtennadel-Brustzucker."
Da ich an starkem Katarrh, Husten und gänzlicher Heiser- feit litt, machte ich Gebrauch von dem Zucker, indem ich nach Vorschrift an 2 Morgen und 2 Abenden davon in heißer Milch aufgelöst zu mir nahm. . .
Obgleich der Geschmack anfänglich etwas frappirt, so ist die Wirkung doch (ohne irgend welche Magensäure zu erzeugen) geradezu vorzüglich; sofort fühlte ich Besserung und namentlich Beruhigung des Hustens, sowie gänzliche Beseitigung der Heiserkeit, so daß ich am dritten Abend bereits wieder auftreten konnte, ohne ein anderes Mittel angewendet zu haben, als Ihren Zucker.
Ihnen ren besten Dank für Ihre, namentlich für reden Sänger, so ausgezeichnete Erfindung abstattend und mit der Bitte, mir unter Nachnahme des Betrages ein Dutzend Packete Zucker, sowie eine Probe von Ihren Fichtennadel-Cigarren zuzuschicken, zeichnet Hochachtungsvoll
’ 1 ' Theodor Wachtel,
K. K. Hofopernsänger.
Wien, den 26. October 1864.
3610) Dem Frankfurter Journal Nr. 292 vom 20. October a. c. entnehmen wir über den Morgenthau'schen Fichtennadel-Brustzucker Folgendes:
Karlsruhe, 18. Oct. Welcher von unseren Aerzten und Pharmakologen der früheren Decennien hätte wohl jemals geahnt , wie große Heilkräfte sich unbenutzt unter dem schützenden Dach unserer heimischen Fichtcnnadelwälver bergen, während viel weniger wirksame überseeische Heilmittel von uns mit Gold ausgewogen werven müssen!
Wer von uns allen aber fühlt auch mcht die erquickende, neues Leben einhauchende Wirkung beim Betreten eines Fichtennadelwaldes !
Dieß waren unsere unwillkürlichen Gedanken, als uns vor einigen Tagen die Anzeige der Präparate des Herrn L. Morgenthau ttt Mannheim zu Gesicht kam.
Nicht leicht hat sich ein neuer Artikel verdientermaßen rn verhältnißmäßig kurzer Zeit so energisch Bahn gebrochen, als die Fichtennadel-Cigarren dieses Herrn, und gewiß bietet dieser Umstand allein schon Garantie genug für die Erfolge, welche durch die eigenthümliche Verwendung der Fichtennadel- Präparate erzielt Worten sind. , .
Jetzt hat Herr Morgenthau sein Präparat in eine neue, höchst beachtenswertheForm gebracht, und offerirt in seinem Fichtennadel-Brustzucker allen Jenen, welche an chronischer Heiserkeit, Kehlkopf- Affection, Keuchhusten, Asthma, überhaupt an einer der vielen Beschwerden der Respirations-Organe leiden, ein vorzügliches reizmilderndes und ableitendes Mit- tel in der möglichst angenehmen Form. ,
Obschon bis jetzt nur in beschrankter Quantität in Handel aebracht, hat derselbe doch schon die günstigsten Resultate erzielt und sprechen sich besonders die Mitglieder unseres Hofopernthea
Forrimlare Univ.-Buch- und Steindruckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen.
Canzleiberg Lit. B. Nr. 1.
Druck und Verlag derBrühl'schen Univ.-Buch- und Steindruckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen.


