Besondere Bekanntmachungen.

Die Gießener Faffelstiere betreffend.

349) Der hiesige Bürger unv Lanv- wirth, Ludwig Klinket, hat die Hal­tung der für den hiesigen Ort nöthigen 2 Faffelstiere auf dieser Jahr übernommen und letztere angeschafft. Für das Decken eines Thieres ist eine Vergütung von 1 fl. vor dem Zulassen des Ochsen an den L. Klinke! zu entrichten, auch dürfen andere Faffelstiere als die (einigen, da ihre Tauglichkeit noch nicht amtlich constatirt ist, zum Sprung nicht gelassen werden.

Gießen, den 9. Februar 1860.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. D. Ebel.

Für Aerzte.

(Concurrenz-Eröffnung.)

251) Die hiesige Gemeinde, circa 3000 Seelen zählend, in nächster Nähe von meh. reren Dörfern umgeben, beabsichtigt einen Gemeinde-Arzt anzustellen, der gleichzeitig in der Chirurgie und Geburtshülfe tüchtig sein muß. Gegen einen Gehalt von jähr­lich 230 ff. hat der anzustellende Arzt die notorisch Armen umsonst zu behandeln und einige andere Bedingungen zu erfüllen, die bei Großherzogtichem Kreisamte Friedberg einzusehen sind. Ober-Mörlen, ein sehr freundlicher Ort und durchschnitten von einer Staatsstraße, verbindet den Taunus mit der Wetterau und wird hier ein geschick­ter Arzt zuverlässig eine glänzende Praxis erhalten.

Für Besetzung dieser Stelle wird hier­mit Concurrenz eröffnet unter dem Bemerken, daß die Anmeldungen, unter Zeugniß-Bei- süge, binnen 6 Wochen ä dato bei Groß­herzoglichem Kreisamte Friedberg einzu­reichen sind.

Ober-Mörlen, den 4. Februar 1860.

Großherzogliche Bürgermeisterei Ober - Mörlen.

Schweitzer.

Versteigerungen.

353) Mittwoch den 22. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, sollen in der Wohnung des Herrn Ludwig Großmann die zum Nachlaß des verlebten Adolph Weigand gehörenden Effecten, na­mentlich eine goldene Repetiruhr, Jagdre­quisiten , Kleidungsstücke, Bücher verschiede­nen Inhalts u. s. w-, öffentlich meistbietend gegen baare Zahlung versteigert werden.

Gießen, den 18. Februar 1860.

Großherzogliches Ortsgericht Gießen. ________________D. Ebel.___________ Jagdverpachtung.

355) Montag den 5. März 1860, Vormittags 10 Uhr,

soll die Licher Gemeinde-Jagd, circa 8000 Morgen Feld und Wald, in drei Abtei­

lungen , oder auch zusammen, auf hiesigem Rathhause auf weitere 6 Jahre meistbietend verpachtet werden.

Lich, am 18. Februar 1860. Großherzogliche Bürgermeisterei Lich. Heller.

Jagdverpachtung in der Gemarkung Allendorf an der Lahn.

320) Samstag den 25. Februar l. I., Nachmittags 1 Uhr,

soll die am 1. September leihfällig wer­dende Gemeinde-Jagd auf dem Büreau der unterzeichneten Bürgermeisterei auf weitere 6 Jahre öffentlich meistbietend verpachtet werden.

Die Bedingungen werden in dem Ver­steigerungs-Termin bekannt gemacht.

Allendorf a. d.Lahn, am 12. Februar 1860. Großherzogliche Bürgermeisterei Allendorf an der Lahn.

Hildebrand.

Holzversteigerung im Licher Gemeindewalde.

354) Montag den 27. und Dienstag den 28. Februar l. I.

sollen in dem Licher Gemeindewalde, Di- stricten Ettingshäuser Kopf, Rothenbusch und Plattenwald, nachbenannte Holzsortimente versteigert werden, und zwar:

Montag den 27. Februar:

140 Eichen-Stämme und -Stangen von 10 dis 58 Fuß Länge und 4 bis 36 Zoll Durchmesser,

9 Buchen-, 2 Linden- und 1 Aspen- Stamm,

129 Nadel-Stämme und -Stangen,

80 Stecken rundes Eichen - Stammholz von 10 bis 15 Fuß Länge, welches sich besonders zu Werkholz eignet;

Dienstag den 28. Februar:

377 Stecken Buchen- u. Eichen-Scheidh., 70 » ,, Prügelh.,

207 Stockh.,

6700 Wellen Reisholz.

Die Zusammenkunft ist jedesmal Mor­gens 9 Uhr auf dem Ettingshäuser Köpf, am Fußpfad.

Lich, am 18. Februar 1860. Großherzogliche Bürgermeisterei Lich.

Heller.

Holzversteigerung.

348) Donnerstag den 23. und Freitag den 24. Februar 1. I., jedesmal Morgens 9 Uhr anfangend,

soll im Holzheimer Gemeindewalde, Distrikt Großenheidt, nachstehendes Holz versteigert werden, und zwar:

Donnerstag den 23. Februar das Brennholz, als:

47 Stecken Scheidholz, 125 Stecken Prügelholz, 92 Stecken Stockholz, 4725 Wellen Kiefern-Reisholz;

Freitag den 24. Februar das Bauholz, als:

1325 Stämme von 15 bis 60 Fuß Länge und 4 bis 15 Zoll Durchmesser 13328 Cnbikfnß enthalkend.

Holzheim, am 16. Februar 1860.

Großherzogliche Bürgermeisterei Holzheim. Jäger.

Holzversteigerung im Gießener Stadtwalde.

373) Montag den 27. Februar und Montag den 5. März 1860,

jedesmal des Morgens um 9 Uhr anfangend, soll in dem Gießener Stadtwalde, Distric- ten Heegstrauch, Katharinenhütte, Walds- huthe Unterhag rc., nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden, nämlich:

2% Stecken Birken-Scheidholz,

5 >i Prügelhvlz,

4 Stockholz,

100 Wellen Reisholz,

5 72 Stecken Eichen-Prügelholz,

87, Stockholz,

300 Wellen Reisholz,

372'4 Stecken Nadel-Prügelholz, 415 Stockholz,

32538 Wellen Reisholz,

5 Nadel-Stämme von 58 Cubikfuß, 407 Stangen 460

Die Zusammenkunft ist an beiden Tagen an der Licher Straße am Fichtenkopf und kommt an den zwei Tagen Holz von Den aufgeführten Sortimenten vor.

Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. Juli l. I. gestattet.

Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, dieses in ihren Gemeinden veröffentlichen zu lassen.

Gießen, den 20. Februar 1860.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen- D. Ebel.

Holzversteigerung im Fellingshäuser Gemeindewalde.

374) Samstag den 25. Februar,

Morgens um 9 Uhr anfangenv, sollen im hiesigen Gemeindewalde, Districten Ameisenberg und Ruppertsbach, nachbenannte Holzsortimente an den Meistbietenden ver­steigert werden, als:

47 Stecken Buchcn-Scheidholz,

23 Prügelholz,

1 Eichen-Scheidholz,

1 Prügelholz,

166% Buchen-Stockholz,

374 Wellen Reisholz,

20 Eichen-Stämme, 119 Cubikfuß ent­haltend, zu Werkholz sich eignend,

1 Buchen-Stamm von 5 Fuß Länge, zu Wagner-Hauklötzen sich eignend.

Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis Jacobitag 1860 gestattet.

Fellingshausen, am 20. Februar 1860.

Großherzogliche Bürgermeisterei

Fellingshausen.

G e r l a ch.