Gesetz, die Ausdehnung des Finanzgesetzes vom 24. November 1857 auf die ersten sechs Monate des Jahres 1860 betreffend.

8uDWJG III. von Gottes Gnaden Großherzog von Hessen und bei Rhein rc. rc.

Nachdem wir mit Unseren getreuen Ständen übereingekommen sind, das Finanzgesetz vom 24. November 1857 auch für die ersten sechs Monate res Jahres 1860 fortbestehen zu lassen, haben Wir verordnet und verordnen hiermit, wie folgt:

Art. 1. Das Finanzgcsctz vom 24. November 1857 wird auf die ersten sechs Monate des Jahres 1860 ausgedehnt und in Wirksamkeit gesetzt und es sind demgemäß die sämmtlichen dirccten und indirccten Steuern, wie solche durch die vorliegenden Gesetze und Verordnungen bestimmt sind, bis zum 1. Juli des Jahres 1860 fortzuerheben.

Art. 2. Unser Ministerium der Finanzen ist mit der Vollziehung dieses Gesetzes beauftragt.

Urkundlich Unserer eigenhändigen Unterschrift und beigedrückten Großherzoglichen Siegels.

Darmstadt, den 20. Decemver 1859.

(L. S.) LUDWIG. F. v. Schenck.

Bekanntmachung.

Für die Orte des Landgerichts-Bezirks Lich soll ein besonderer Kreisbote bestellt werden. Fähige Bewerber um diesen Dienst wollen sich baldigst anmeldcn.

Gießen, den 7. Januar 1860. Großherzogliches Kreisamt Gießen.

In Verhinderung des Kreisraths : Wolf, Kreis. Assessor.

Gerichtliche uud Privat-Bekanntmachungen.

Besondere Bekanntmachung.

51) Die Schulgelder aus den städtischen Schulen und der Realschule vom 4. Quartal 1859 können in den ersten 8 Tagen noch ohne Kosten zur hiesigen Stadtkasse bezahlt werden.

Gießen, am 9. Januar 1860. Der Stadt-Einnehmer:

Enders.

(ßbirtallabung.

2694) Großherzogliches Hofgericht der Provinz Oberhessen hat über das Vermö­gen des Zimmermeisters Georg Strauch dahier den förmlichen Concursprozeß erkannt. Ansprüche jeder Art an das Vermögen res Georg Strauch sind deßhalb bei Meldung stillschweigenden Ausschlusses von der Masse im Termine

Montag den 20. Februar k. I., Vormittags 9 Uhr, anzumelden und zu begründen. Gleichzeitig soll in diesem Termine die Güte versucht werden. Im Falle der Erfolglosigkeit soll zur Wahl eines Gläubiger-Ausschusses und Massecurators geschritten werden und werden in dieser Beziehung die nickt persönlich erscheinenden Gläubiger den Beschlüssen der Mehrheit der erscheinenden beitretenv an­gesehen.

Gießen, den 9. December 1859.

Großherzoglickes Stadtgerickt Gießen.

Muhl, Dr. v. Schmalkalver, Stadtrichter. Stadtger.-Assessor.

Versteigerungen.

55) Montag den 16. Januar, Vormittags 10 Uhr, sollen in dem Hofe des Gemeinderatbsmit- gliedS, Herrn Georg Reiber in der Neustadt,

ein große Quantität Töpferwaaren in klei­neren Abtheilungen, sowie ein Handwagen Wagen und eine große Waage, an die Meistbietenden gegen gleich baare Zahlung versteigert werden.

Gießen, den 10. Januar 1860.

In Auftrag:

C. Weidig, Orlsgerichtsmann.

Die Vergebung von Arbeiten bei der Stadt Gießen.

41) Montag den 16. Januar 1860, des Morgens 9 Uhr, sollen auf dem Rathhause dahier folgende Arbeiten, beziehungsweise Lieferungen, an den Wenigstfordernden vergeben werden: 1) Pumpenmacherarbeit, ver«

. anschlagt zu.....42 fl. 42 fr.

2) Scklosserarbeit, veranschl. zu 19

3) Sckreinerarbeit, 5 24

4) Spenglerarbeit, 1 12

5) Maurerarbeit, 1 20

6) Lieferung eines Ofens, ver­

anschlagt zu .... 12 28 Bemerkt wird, daß sich der Gegenstand unter 1 auch zur Uebernahme für Gürtler, Kupferschmiede und Mechaniker eignet.

Die Kostenüberschläge können hier einge­sehen werden. Gießen, den 7. Januar 1860. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

D. Ebel.

56) Montag den 16. Januar, Nachmittags 2 Uhr,

soll auf dahiesigem Rathhause das den Erben des Steuerboten Haas zugehörende Wohnhaus in der Löwengasse an den Meist­bietenden versteigert werden.

Gießen, den 10. Januar 1860.

In Auftrag:

C. Weivig, Ortsgerichtsmann.

Versteigerung von Stcinklopferarbeit zu Grüningen.

42) Montag den 16. d. Mts., des Mittags um 12 Uhr,

soll auf der Bürgermeisterei zu Grüningen das Zerschlagen von mehreren Cubikklaftern Steine an die Wenigstnehmenden vergeben werden, wozu man Steigliebhaber einladet.

Grüningen, den 7. Januar 1860.

Großherzogliche Bürgermeisterei Grüningen. Köhler.

59) Montag den 16. l. MtS., des Vormittags um 9 Uhr, sollen in dem hiesigen Gemeindewalde Wehr­holz, Distrikt Hüttenberg:

82 Stecken Buchen-Scheidholz,

17 Erlen-Stämme, 580 Cubikfuß, an den Meistbietenden versteigert werden.

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