Ausgabe 
7.7.1860
 
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vor von Lingelsheim als Jntestaterben ihres Urgroßvaters Oberstlieutenant Johann Lud­wig von Lingelsheim, beziehungsweise "ihres Großvaters Oberstlieutenant Friedrich Lud­wig von Lingelsheim, sodann der Großher­zogliche Forstmeister Berthold Freiherr von Bibra zu Darmstadt als Erbe ver oben genannten zweiten Ehefrau des Oberstlieute­nants Johann Ludwig von Lingelsheim, einer gebornen von Bibra, auf Grund deren im Concurse ihres Ehemannes geltend gemachten Jllatenforderung von 400 fl. Ansprüche an das vorbezeichnete von Lingelsheimische De­positum erhoben, und sich der letztgenannte Prätendent mit den erstgenannten Jntestat­erben des Johann Ludwig von Lingelsheim laut Vergleich vom 4. November 1858 dahin vereinbart, daß jener vom fraglichen Depositum den Betrag von 450 fl., diese aber den Rest erhalten sollen.

In Betracht, daß von den übrigen Gläu­bigern des Johann Ludwig von Lingelsheim Ansprüche an das Depositum nicht geltend gemacht worden sind, und dieses nunmehr nach ver angeführten Vereinbarung zum Nachlasse des Oberstlieutenant Johann Lud­wig von Lingelsheim gehört, werden alle weiteren etwaigen Jntestat- und Testaments- erben dieses Johann Ludwig von Lingels­heim hiermit aufgefordert, ihre Rechte an das fragliche Depositum sogewiß binnen neunzig Tagen, vom Tage des ersten Erscheinens dieser Aufforderung in der Darm­städter Zeitung an gerechnet, dahier vor dem unterzeichneten Gerichte anzuzeigen und die erforderlichen Nachweise zu erbringen, gegen­falls das Depositum den aufgetretenen Erben ausgehändigt werden wird.

Hungen, am 10. April 1860.

Großherzogliches Landgericht Hungen. Heusler, Eckstorm, Landrichter. Landger.-Assessor.

Oeffentliche Aufforderung.

1412) Johannes Wießner von Königsberg, Sohn des Johann Georg Wießner und dessen Ehefrau, Anna Margaretha, eine geborne Krauskopf, geboren ven 29. October 1769, ist seit langer Zeit abwesend, ohne daß er Nach- richt von seinem Aufenthaltsort gegeben, oder dieser sonst bekannt geworden wäre, und wurde bisher sein jetzt aus 342 fl. 53/2 fr. bestehendes Vermögen curatorisch verwaltet.

Da Johannes Wießner jetzt das neun­zigste Lebensjahr zurückgelegt haben würde, so wird derselbe oder dessen etwaige Leibes­erben hiermit aufgefordert, sogewiß binnen drei Monaten sein Vermögen in Empfang zu nehmen, widrigenfalls er für verschollen erklärt und den sich legitimirenden Erben der Nachlaß ohne Kaution übergeben wer­den wird. Gleichzeitig werden alle Die­jenigen, welche Ansprüche an den fraglichen Nachlaß bilden zu können glauben, aufge­

fordert, solche binnen obiger Frist geltend zu machen, wirrigenfalls den sich melden­den und legitimirenden Erben eventuell dem Fiscus der Nachlaß übermittelt werden wird.

Gießen, den 29. Mai 1860.

Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Muhl, Dr. v. Schmalkalder, Stadtrichter. Stadtger. - Assessor.

Beson-rrr Bekanntmachung.

Die Vertheilung der Zinsen des Hastischen Vermächtnisses.

1634) Wer aus obigen Zinsen eine Unterstützung wünscht, hat dieses auf der Geschäftsstube ver unterzeichneten Behörde anzumelden. Die Liste der Bewerber bleibt bis zum 15. Juli d. I. geöffnet.

Gießen, den 26. Juni 1860.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. D. Ebel.

Versteigerungen.

1685) Die Lieferung von

120 Centnern Braunkohlen und 36 Stecken Buchen-Scheidholz, zur Heizung der städtischen Schullocale, soll Donnerstag den 12. Juli 1860, Vormittags 10 Uhr, in unserem Büreau vergeben werden.

Auch soll das Kleinmachen des Holzes und der Braunkohlen versteigert werden.

Gießen, den 2. Juli 1860.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. D. Ebel.

1687) Montag den 16. Juli, Nachmittags 2 Uhr,

soll im Wirth Ph. Leib'schen Hause am Wallthor eine vollständige Buch- und Stein­druckerei, bestehend in zwei eisernen Pressen, einer Glättpresse, circa 30 Centnern der neuesten Titel- und Brodschriften und den nöthigen Utensilien, sowie in einer eisernen Presse mit den erforderlichen Steinen und den zur Lithographie gehörigen Utensilien, gegen gleich baare Zahlung an den Meist­bietenden versteigert werden.

Gießen, den 3. Juli 1860.

Großherzogliches Ortsgericht Gießen. In Auftrag des Vorstehers:

C. Wei di g, Ortsgerichtsmann.

1682) Dienstag den 17. Juli, Nachmittags 2 Uhr,

soll auf dahiesigem Rathhause die Hofraithe des Christian Fillmann, Flur 1, Nr. 1102 mit 5 lUKlafter auf dem Burggraben, neben Ludwig Bücking, unter den alsdann bekannt gemacht werdenden Bedingungen, öffentlich meistbietend versteigert werden.

Gießen, den 30. Juni 1860.

Großherzogliches Ortsgericht Gießen.

D. E b e l.

Main-Weser Eisenbahn.

1647) Aus vem Materialien-Magazin dahier sollen auf dem Submisstonswege nach­stehende alte, unbrauchbar gewordene Mate­rialien vergeben werden:

1) Schienennägel 44 Centner,

2) Schienennägelköpfe 9

3) altes Gußeisen 420

4) Eisenblech 37

5) alter Federnstahl 53

6) alte Radbandagen 107 Centner, 7) Drehspähne, circa 300

Submisstons - Eröffnung ist auf den 16. 3uli, Vormittags 11 Uhr, bestimmt und müssen bis vahin die Angebote versiegelt und mit der Bezeichnung:Submission auf alte Materialien" bei uns abgegeben sein.

Die Bedingungen liegen auf dem Büreau des Großherzoglichen Maschinenmeisters zur Einsicht offen. Wegen Besichtigung ver Materialien wolle man sich an die Material­verwaltung wenden.

Gießen, ven 28. Juni 1860.

Großherzogliche Magazins-Commission.

In Verhinderung des Vorsitzenden: Daudt, Maschinenmeister.

Arbeitsversteigerung zu Crumbach. 1697) Donnerstag den 12. Juli, Vormittags um 10 Uhr, sollen auf dasigem Rathhaus nachstehende Bauarbeiten mittelst Versteigerung in Accord gegeben werden, als:

Maurerarbeit, veranschl. zu 1 fl. 36 kr.

Steinhauerarbeit, 5

Zimmerarbeit, 18 16

Dachveckerarbeit, 37

Crumbach, den 6. Juli 1860.

Großherzogliche Bürgermeisterei Crumbach. I. A.:

Körner, Bezirksbauaufseher.

1693) Montag ven 16. Juli l. I., Vormittags 9 Uhr, soll auf dahiesigem Rathhause die mit Vetz­berg gemeinschaftliche Feuerspritze mit Zuge­hör, nebst dem Spritzenhaus, wegen Auflö­sung der Gemeinschaft, öffentlich meistbietend versteigert werden.

Rodheim, am 8. Juli 1860. Großherzogliche Bürgermeisterei Rodheiw. ____Wagner.__________ Arbeitsversteigerung zu Frankenbach. 1698) Donnerstag den 12. Juli, Nachmittags um 2 Uhr, sollen auf dem Rathhause zu Frankenbach nachstehende Bauarbeiten an die Wenigst- fordernden versteigert werden, als:

Schreinerarbeit, veranschl. zu 37 fl. 12 kr.

Schlosserarbeit, 5 30

Weißbinderarbeit, 32 2

Frankenbach, den 6. Juli 1860.

Großherzogliche Bürgermeisterei Frankenbach.

I. A. :

Körner, Bezirksbauaufseher.

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