Ausgabe 
28.12.1859
 
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dennoch strafend einschreiten könnte, so kommen dieselben alsdann doch einigermaßen ihren Verpflichtungen nach und sind es in der Regel nur Nebenstraßen und Gassen, denen in Bezug auf Reinlichkeit eine stiefmütterliche Behandlung zu Theil wird; so zeichneten sich ganz besonders der Theil des Neuenwegs nach dem Thore hin, die Neuenbäuen, die Braugasse, die Schulstraße und Waage, gaffe rc. rc. aus, welch' letztere sich Jahr ein, Jahr aus, in einem höchst jammervollen Zustande befindet; die Krone der Unrein- lichkeit aber bildeten jedoch die öffentlichen, meist städtischen Plätze, wie der Markt-, Kirchen-, Lindenplatz, das Kreuz, der Brant und andere, und machten, ihres aufgehäuften Schmutzes wegen, auf uns den Eindruck, als dienten sie nicht allein zm Abhaltung der Wvchenmärkte, sondern auch noch zu anderen Zwecken.

Wir sind der Meinung, daß gerade öffentliche Plätze ein Muster von Reinlichkeit abgeben müssen, und glauben deßhalb unbe­dingt erwarten zu dürfen, daß das städtische Verwaltungspersonal wegen dieser großen Rücksichtslosigkeit gegen die Localpolizei- Verordnungen ebenso wie jeder andere säumige Private zur Strafe gezogen werden muß.

Schließlich müssen wir noch des mit großem Kostenaufwande hergestellten Straßenpflasters gedenken. Abgesehen von seiner Güte und Dauerhaftigkeit litt dasselbe und leidet noch durch das Legen von Gasröhren, da die Gasfabrik nicht dazu angehalten zu werden scheint, nach dem Aufbruch dasselbe wieder in den vorigen brauchbaren Stand zu setzen, und geben von weiter Ferne scheu überall deutliche Spuren Zeugniß für unsere Aussage. Sollte diesem Uebelstande nicht bald Abhülfe geschehen, so wird in Kurzem ein Umbau des Straßenpflasters von Neuem nothwendig werden und dadurch das städtische Aerar um sehr bedeutende Summe» Geldes unnöthigcr Weise gebracht. Wir haben größere Städte wie Gießen gesehen, aber nirgends läßt das Straßenpflaster Spuren der Gaseinrichtungen zurück.

Soll denn Gießen ewig seinen SchimpfnamenDrecknest" behalten???

Möchten diese wenigen Worte hinreichen, um diesen Mißständen abzuhelfen und einen fruchtbareren Boden finden, als dieses bisher der Fall war.

Erscheint roi 1 fl. 53 fr. gespaltene Z

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Fremdeu-Register vom 22. bis 25. December 1859.

I n den Gasthäusern.

Im Prinz Carl : Hr. Hilb, Bürgermstr. v. Dehrn; Hr. Rühl, Metzg. v. Schotten; Hr. v. Reichenbach, Gutöbes. v. Reichenbach; Hrn. Stud. Geißler, Schnühelbaum n. Zangerle v. Würzburg; Hr. Baum, Pvlylcchu. u. Frl. Schmidt v. Dillenburg; Hin. Kaust. Räber v. Wiesbaden, Merkel v. Hanau, Osterhausen v. Worms, Scherff t>. Pforzheim, HermannSdörfer v. Ettlingen, Schubert v. Gotha u. Schürf i>. Königswinter.

Im Happen : Hr. Benderich, Gymn. v. Weilburg; Hr. Bernhardt, Ingen, v. Siegen; Hr. Rohmann, Berg-Eleve v. Limburg; Hr. Ramsch, Dort. v. Friedberg; Hrn. Sind. Steyernagel v. Berlin u. Rasper v. Weil­burg ; Fr. Schmidt v. Berlin; Frl. Schmidt v. Warschau; Hr. Berger, Fabrik, v. Frankfurt; Hr. Röthlina, Sind. v. Heilbronn; Hrn. Kaust. Scheller v. Homburg, Sternberg v. Alsfeld, Opvenhof v. Siegen, Reifen­berg v. Eschbach, Hofmann v. Freiburg, Rothmeher v. Friedberg, Steinert v. Mainz, Herz v. Weilburg u. Schröus v. Gladbach.

Im Einhorn: Hr. Bückelt, Bauunternehmer v. Rothenburg; Hr. Bonne, Ingen., v. Düsseldorf; Hr. Schippmann, Oecon. v. Flensburg; Hr. i). Silber, Offiz, v. Homburg; Hrn. Kaust. Maaßer v. Eöln, Doms v. Berlin, Gottschalk v. Leipzig, Gerhardus v. Wien, Will v. Offenbach u. Strauß v. Frankfurt.

Im deutschen Hof: Hr. Schwenck, Dachd. u. Hr. Albach, Schrein, v. Lich; Hr. Gernert, Maur. v. Nieder-Bessiugen; Hr. Braun, HandelSm. B. Winterberg.

Im Darmstädter Haus: Hr. Döring, Gymn. b. Billertshausen; Hr. Brückel, Schrein, b. Lang-Göns; Hr. Thome, Fuhrm. b. Hommertshausen.

Sm Stern: Hr. Schlörb, Metzg. u. Hrn. Spedit. Straub u. Becker v. Schotten.

In der Rose : Hrn. Geschäfts!. Pfeiffer u. Rinck v. Wommelshausen; Hr. Lich, Soldat b. Londorf; Hr. Farthum, Dachd. v. Grünberg; Hi, Schüler, HandelSm. v. Nidda.

I n den Privathäusern.

Bei Hrn. Höfg.-Adr. Weicker; Hr. Welcker, Prof. b. Gladbach.

Theater in Gießen.

Donnerstag den 2 9. December 185 9. (Zwölfte Vorstellung im dritten Abonnement.)

M u t t e r s e g e n,

oder:

D i e neue F a n ch o n.

Schauspiel 'mit Gesang in 5 Abtheilungen, von Friedrich. Musik von Schäffer.

Freitag den 30. d. Mts. findet keine Vorstellung Statt

Kasseöffnung 6 Uhr. Anfang präcis 7 Uhr.

Abonnements - Karten, per Dutzend 5 ff. 24 fr., sowie einzelne Tages - Billete, h 30 fr., sind in meiner Wohnung, Marktstraße, Lit. D. Nr. 35 bei Herrn G g. Becker, von 2 bis 5 Uhr Nachmittags, zu haben. *

Edm. Krafft.

Main-Weser-Eisenbahn-Frachtbriefe

sind vorräthig und zu haben in der

G D. Brühl'schen Derlagshandlung, Canzleiberg, Lit. B. Nr. 1.

Frucht - und Mehlpreise von nachbenannten Städten und Fruchtmärkten.

Ort und Datum.

Waizen.

Korn.

Gerste.

Hafer.

Kartoffeln.

Aufge­fahren

Ver­kauft

Mittelpreis vom Malter.

Aufge- iahren

Ver­kauft

Mittelpreis vom Malter.

Aufge­fahren

Ver­kauft

Mittelpreis

B01U Malter.

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Mittelpreis ovm Malter.

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