Ausgabe 
4.8.1858
 
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Art. 260. Ist ein Hund oder ein anderes Thier von einem wirklich oder auch nur dem Anscheine nach tollen Thiere gebissen worden, so ist der Eigenthümer oder Besitzer des gebissenen Thiers oder derjenige, dessen Obhut das letztere anvertraut ist, sobald er davon Kenntniß erhält, verpflichtet, das gebissene Thier gehörig zu verwahren und den Vorfall zur Kenntnisi der Polizeiverwal­tungsbehörde zu bringen. Ist ein Mensch von einem solchen Thiere gebissen worden, so ist derselbe oder derjenige, dessen Obhut und Pflege er anvertraut ist, verpflichtet, hiervon der Polizeiverwaltungsbeborbe oder einem Arzte die Anzeige zu machen.

Unterlassungen dieser Vorsichtsmaßregeln werden mit einem bis zehn Gulden bestraft.

Ist ein Hund an der Wuth (Wasserscheu) crepirt, oder wegen deren Ausbruchs getödtet worden, so muß dessen Verscharrung dem Wasenmeister überlassen werden, bei Vermeidung einer Strafe von drei bis zehn Gulden.

Gießen, den 3. August 1858. Großherzogliches Kreisamt Gießen.

K ü ch l e r.

Gerichtliche und Privat-Bekanntmachungen.

Besondere Bekanntmachungen.

1574) Die nachverzeichneten Gelder:

1) Pachtgelder von verliehenen städtischen Triebvierteln, den 15. v. Mts. fällig gewesen,

2) Schulgelder ans den Stadtschulen und der Realschule pro 2. Quartal und

3) das 2. Ziel Communalsteuern,

können in den ersten 8 Tagen an den bekannten Zahltagen ohne Kosten bezahlt werden.

Gießen, am 2. August 1858. Der Stadt-Einnehmer:

Enders.

Aufforderung an die Schuldner der hiesigen Leih- und Psandanstalt.

1570) Die Schuldner der hiesigen Leih- und Pfanvanstalt, deren Pfänder in den Monaten Januar, Februar, März, April, Mai und Juni 1858 verfallen sind, werden aufgefordert, in dem Zeitraum vom 2. August bis 11. September d. I. mit Ausnahme der Mittwoche und Frei­tage dieselben einzulösen oder zu pro- longiren, als sonst deren Versteigerung am 18. Oetober stattfindet.

Nach dem Ablauf obigen Zeitraums kann weder Einlösung, Prolongation nochZlm- schreibung vorgenommen werden. Die Säu­migen können ihre verfallenen Pfänder daher erst im Versteigerungstermin gegen baare Zahlung einlösen.

Pfänver aus wollenen Stoffen müssen un­bedingt eingelöst werden.

Die Herren Bürgermeister des Kreises werden ersucht, Vorstehendes in ihren Ge­meinden bekannt machen zu lassen.

Gießen, den 31. Juli 1858.

Die Pfandhausverwaltung. Bieler. Pfeil.

Gränze unv an der Kleebach, an die Meist­bietenden für Vas lfde. Jahr verpachtet werden.

Zusammenkunft auf der Lahnbrücke dahier.

Die tesp. Großherzoglichen Bürgermei­stereien werden ersucht, diese Verpachtung im Interesse ihrer Gemeinden besonders be­kannt machen zu lassen.

Gießen, am 29. Juli 1858.

Großherzogliches Kreisbauamt Gießen.

___________Holzapfel.___________

1588) Samstag den 7. August, Nachmittags 3 Uhr,

sollen die mit Ende 1858 leihfällig wer­benden 166 Stück städtische Triebviertel und die Gärten am Friedhof anderweit auf 6 Jahre verpachtet werben.

Die Zusammenkunft ist am Nassauer Hof. Gießen, Den 31. Juli 1858.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

______________D. Ebel.___________

Arbeitsversteigerung zu Crumbach.

1572) Donnerstag Den 5. August, Vormittags um 10 Uhr,

soll Die Reparatur Der Pfarrscheuer Durch öffentliche Versteigerung in Aceord gegeben

Versteigerungen.

1587) Freitag Den 6. August, Nachmittags 3 Uhr,

soll das vom laiidwirthschaftlichen Feste ent- behrlich gewordene Gehölz, bestehend in Stangen und Reisholz, sowie die im Loos'- scheu Garten stehende Ausstellungs-Halle, öffentlich meistbietend versteigert werden.

Gießen, am 3. August 1858.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

D. Ebel.____________

Verpachtung von Wcidennutzungen.

1544) Donnerstag den 5. August D. I., Vormittags 9 Uhr,

soll der Weid en schnitt aus Den fiskali­schen Pflanzungen an der Lahnbrücke dahier, an der Lahnstrecke von Gießen bis zur Preuß. I

werden, als:

Maurerarbeit, veranschl. zu 88 sl. 48 fr.

Zimmerarbeit, 27 16

Crumbach, den 2. August 1858.

Der evangelische Kirchenvvrstand.

I. A.:

Körner, Bezirksbauaufseher.

Versteigerung von Arbeiten bei der Gemeinde Albach.

1566) Freitag den 6. August v. I., des Mittags 12 Uhr, sollen auf Dem Bürgermeisterei - Bureau Dahier folgende Arbeiten an Den Wenigst-

forbernden versteigert werden, als: Glaserarbeit, veranschlagt zu 3 fl.

Schlosserarbeit, 7

Schreinerarbeit, 18

Maurerarbeit, 297

Der Kostenvoranschlag kann bei dem Un­terzeichneten eingesehen werden.

Albach, am 30. Juli 1858.

Großherzogliche Bürgermeisterei Albach.

Balser.

F e i l g c b ot e n e s.

1581) Alle Sorten Staats­papiere, Loose, sowie, Wechsel ans Amerika und amerikanisches Gold, sind stets zu haben bei

M. Bock Sohn.

§ S'pehspren,

zur Fütterung unD zum Füllen von Stroh­säcken, preiswürdig, bei

G., F. Eißner, am Kreuz.

NB. Den Herren Oeeonomeu wird dieser Artikel zu empfehlen sein, da derselbe besser als Hecksel und nicht tl)eurer zu stehen kommen dürfte.

1585) Sauerkirschen, zu Küchen, das Pfund zu 4'/2 fr., sowie eine Parthie starke lange Pfähle, sind zu haben bei

L. Hartmann, in der Schanz.

1225) Ein wenig gebrauchter, sehr mo­derner eleganter sechssitziger Wagen, nebst Bedientensitz, ist zu verkaufen. Näheres bei der Expev. D. Bltts.

| Erbsen

zur Saat sind eingetroffen bei

G. F. Eißner, am Kreuz.

Für Oeconomen.

1579) Ein bei Der lanDwirthschafilichen Verloosung gewonnener Grignvnpflug steht bei Carl Hensel um einen billigen Preis zu verkaufen.

1591) Freitag L Zwioboli

747) ( Brenn- gebraucht Maische ist mit i toffelmüh bei der (

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1577) bisher bew miethen ui

1578) aus 4 <stu ist zu verm

1439) bis 3 Zim

1571) bewohnte L und Ende

1554) Köster bew miethen.

Heut Nummern

Nr. ( 6555. 65 7480. 75 8153. 81 8764. 87 10018. 1 10637. 1 11261. 1 11769. 1 12485. 1

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